Es haben sich Leute gemeldet …

… DIE DRINGEND WISSEN WOLLEN, wie der exzellente Graffiti-Künstler Banek alias Pere Botsmann aussieht. Hier ist er! Ich habe bei der „Mallorca Zeitung“ eine Aufnahme der Fotografin Nele Bensgens besorgt, die den 32-Jährigen aus Felanitx vor seinem Monumentalwerk (420 qm!) unter der Autobahnbrücke von Pont d’Inca zeigt. Pere ist übrigens ein bescheidener Mann, der ganz überrascht war, als ich ihn fragte, ob es seine Arbeiten denn auch in Buchform gäbe: „So gut bin ich doch noch gar nicht!“ Doch, Pere, das bist du, und wenn mir keiner zuvorkommt, dann werde ich (mit ihm) so ein Buch publizieren.

Leider bisher nichts gefunden …

DIE ARME FRAU, die ihren goldenen Ehering im Meer vermisst! Ich hatte neulich über den Fall berichtet in meinem Blog, in Serra de Marina hat sich das Unglück im August ereignet: Im Urlaub beim Schwimmen im warmen Meer rutschte er ihr vom Finger und da hatte sie in einer Mallorca-Zeitung eine Kleinanzeige aufgegeben, damit sich die Sandschnüffler und Wassergründler, die immer die merkwürdigsten Dinge finden, auf die Suche machen und, so ist zu hoffen, ihn ihr zurückbringen. Ich hab‘ die arme Verliererin kontaktiert, aber leider konnte sie mir nach vier Wochen nur einen negativen Bescheid geben: „Leider bisher nicht gefunden …“. Hat ihn ein Fisch verschluckt? Sowas gibt’s auch auf Mallorca in den Märchen. Leute, weiter suchen, und vielleicht hilft ja der Freund alles Strandgutes, die liebe Brandung …

Das sind keine Geistlichen der Taliban …

UM GOTTESWILLEN, NEIN, SONDERN MALLORKINISCHE AKADEMIKER in den traditionellen Talaren der Balearen-Universität (UIB) im Norden Palmas! Es ist also ein sehr nobles, bemerkenswert traditionelles, um nicht zu sagen: recht originelles Outfit, mit einer Art seidenem Bolero-Jäckchen, einer schwarzen „Fliege“ zum weißen Hemd, Medaillons am Kettchen und einem Käppi, das rundherum aus Fransen besteht. Dass es die Talare in Blau, Rot und Schwarz gibt, war mir neu, aber die Kolorierung bezieht sich auf wissenschaftliche Grade und der eher unauffällige Herr in Schwarz (Foto rechts) ist der Rektor. Übrigens: Bekommt man eine der eher seltenen Ehrendoktor-Würden der UIB, wird man ähnlich eingekleidet – ich erwähne das nur am Rande, denn leider werde ich nie in den Genuss eines Dr. hc. Malle kommen …

Eurowings? Tiptop …

ICH BIN GESTERN VON PALMA NACH MÜNCHEN GEFLOGENund ich kann nicht einen Klagepunkt nennen! Ich weiß, es gibt ab und zu Beschwerden, aber bei diesem Flug hat alles perfekt geklappt, von der Vorab-Information, bis zum Impf-Hinweis, von der Bordkarte 2 Tage vorher aufs iPhone und der Pünktlichkeitsmeldung, von der Abfertigung bis zum Leben an Bord. Ich bin sogar bequem gesessen (15F), ohne eine breite Reihe (teuer) gebucht zu haben. Fazit: Stand heute würde ich Eurowings immer wieder buchen …

Psst! Jetzt kann ich’s ja verraten …

MIR WIDERFÄHRT EINE HOHE EHRE und ich bin gerührt: Die von uns allen geschätzte „Mallorca-Zeitung“ verleiht mir – vielleicht unverdienter-, sicher aber unwerwarteteweise – den diesjährigen „Preis für kulturelle Vermittlung“! Man könnte auch Deutsch-Mallorkinische Verständigung sagen. Da freue ich mich aber sehr, bedanke mich herzlich  – und bin gespannt auf das Fest bei Bionorica in Alaro (Prof. Michael Popp sponsert den Event wie früher schon), am Donnerstag, den 30. September, um 18 Uhr, ist es soweit und ich kann als Geehrter (nicht der einzige, es gibt auch zwei Preisträger für wirtschaftliche und herzensgute Verdienste) ein paar Freunde mitbringen, und wem danach gelüstet, der möge sich bitte bei mir melden, ich sorge dann dafür, dass Tickets bereit liegen. Alles Übrige steht in aller Ausführlichkeit in der „Mallorca Zeitung“ …

Ach, ist das lieb …!

DA MÖCHTE MAN DOCH SOFORT AUFBRECHEN nach Son Serra de Marina und die Küste scannen! Und vermutlich haben sich längst Hundertschaften von Schatzsuchern ihre Tauchermasken übergezogen und gründeln im Mittelmeer herum. Es ist ja auch zu traurig, dass nach fast vier Jahren Ehe der gravierte Ring vom Finger (seiner, ihrer?) rutscht, man nimmt sowas bekanntlich als böses Omen wahr und muss deshalb des goldene Band der ewigen Liebe wiederbekommen. Viel Glück, Marc & Karina, aber es wäre schon ein Mordszufall, wenn ihn einer finden würde …

Weinlese am Meeresgrund …

„Barros de Cecili Submarino 2019“ …

DAS IST DAS NEUESTE – UND AUSGEFALLENSTE!!! Das Weingut Can Vidalet bei Pollenca hat einen Weißwein des Jahrgangs 2019 nach Art der Römer in 300 nachempfundene (kleinere) Amphoren aus Ton abgefüllt, acht Monate lang auf dem Meeresgrund gelagert und nun in der Tienda – für 175 Euro pro Amphore. Seltsame Methode der Veredelung, aber bringt die wirklich was? „Und wie“, schwärmt Winzerin Elisabeth Fuentes, „der Wein hat ein viel intensiveres Aroma!“ Warum? Weil der Wein am Moorboden vor Licht geschützt war (in den Tongefäßen sowieso), eine konstante Temperatur erlebte und ständig gleichbleibenden Druckverhältnissen ausgesetzt war. Nun ja, 175 Euro sind ein stolzer Preis und selbst wenn der Trick mit der Tiefe nichts bringt – Aufmerksamkeit hat Can Vidalet damit satt erreicht …

8000 verlassene Autos …

So sähe das aus. würde man sie alle zusammen parken …

DAS IST EINE ZAHL, DIE ICH GESTERN GEHÖRT HABE: Dass allein im Stadtgebiet von Palma mehr als 8000 Wracks vor allem in Gewerbegebieten und auf Ruinengrundstücken einfach abgestellt wurden, weil es zu mühsam und vor allem zu teuer gewesen wäre, sie vorschriftsmäßig zu entsorgen! Das muss man sich mal vorstellen: Da haben Unbekannte ihre alten Blechkutschen derart sorgsam präpariert, dass man nicht mehr herausfinden kann, wem sie mal gehört haben – es sei denn, man analysiert die DNA aus jedem Wrack und hofft auf Treffer in der Sünderkartei, aber das lohnt die Kosten nun wirklich nicht. Ich hatte ja vor ein paar Tagen so einen Sperrmüll-Wagen auf meinem eigenen Abfallplatz entdeckt und mich gewundert. Aber mit über 8000 alten Autos allein in Palma habe ich im Albtraum nicht gerechnet …

Stierkampf-Arena zu verkaufen!

ES HANDELT SICH UM DIE LA MACARENA IN FELANITX. Eine bezaubernde Plaza de Toros, mitten in der Stadt, ein historisches Gebäude über drei Etagen, das für einen skurrilen Millionär ein phantastische Palast mit Dutzenden von Gemächern werden könnte. Und der sandigen Arena als Innenhof! Elektrizität, Wasseranschluss und sanitäre Einrichtungen vorhanden, sogar eine Krankenstation! Es kleben zwei Arten von Angeboten an den Portalen: ZUM VERKAUFEN und ZU MIETEN. Der Besitzer, ein Corrida-Veranstalter in Barcelona, kann mit La Macarena nichts mehr anfangen, seit der Stierkampf selbst in Spanien derartig fanatisch bekämpft wird, es drohen ihm 60 Mio. Euro (!) Renovierungskosten (verlangt von der Stadt) und so möchten er das Ding so schnell wie möglich loswerden, es werden sogar weiche Verhandlungen – „a convenir“ – angeboten …

Immer neue Graffiti …

ALS ICH GESTERN DURCH FELANITX GEWANDERT BIN, habe ich dieses kolossale, interessante und stolz signierte Fresko gesehen. Fabelhaft, was da für Künstler unterwegs sind, und das auch noch gratis! Wenn die wirklich was können, und nicht nur ein paar Buchstaben oder unkenntliche Logos an die Wände schmieren, dann tun die Mauerbesitzer gut daran, den Könnern das Malen zu erlauben. Erstaunlich oft in den Fresken Monster auf, hier auch, scheinbar stecken die Künstler tief in der Fantasy-Welt, aber sei’s drum – wenn’s einen künstlerischen Wert hat. Dieses Werk hat 2012 ein 32-jähriger Deutsch-Mallorkiner aus Felanitx geschaffen, Pere Botsmann, der sich den Künstlernamen „Banek“ zugelegt hat.  Ein Vielseitigkeitsgenie, der auch Comics zeichnet, Keramiken im Laden seiner Mutter bemalt und Gemälde schafft. In Mallorca hat er einige Kolossalwerke geschaffen, das bekannteste prangt unter der Autobahnbrücke bei Pont d’Inca. Also Achtung, Sammler, der Mann hat Zukunft …