„sa Llotja“: Seit Karfreitag auch in Cala d’Or!

Küchenchef Jose Manuel …
… und das „sa Llotja“ in Portocolom

ES GEHT UM DAS SEHR GUTE RESTAURANT über der Hafenmeisterei in Portocolom, das sich nicht nur von der Lage her in die 1. Reihe entwickelt hat. Am Karfreitag, 19. April (2019), eröffneten Chef 1, Joachim Weber, und Chef 2, Jose Manual Pando Martin, eine Dependance ganz ähnlichen Stils in Cala d’Or (auch über dem Hafen), wobei Weber rüber geht und Panda in Portocolom in der Küche bleibt. Ich höre von meinem mallorkinischen Kontakten, dass da der Erfolg nicht nur geteilt wird, sondern dass die Portocolom-Pacht 2020 endet und man in so einem Fall nie weiß, ob jetzt, da es so gut läuft, nicht ein eingeborener Neider reingrätscht und die Hafenmeisterei lieber die Handvoll Euro mehr nimmt, mit der das Topteam Weber/Pando überboten wird. In Cala d’Or haben die beiden einen Vertrag auf viele Jahre, damit ist ihre Zukunft in jedem Fall gesichert – und die ihrer Genießer-Fans auch. Und vielleicht besiegt Treue ja die Habgier und wir/sie haben dann auf lange Sicht zwei „sa Llotja“ in zwei benachbarten Hafenstädtchen an der Südostküste …

Rosen I: Es geht los in Yannicks Garten!

So sieht der Rosengarten aus

MAI IST DER ROSENMONAT, und den schönste Rosengarten der Insel hat die Künstlerin Yannick Vu auf ihrer Museums-Halbinsel Sa Bassa Blanca (bei Port d’Alcudia) angelegt. Mit über 100 Sorten, darunter einige antike, die anderswo ausgestorben sind, und mit vielen berühmten englischen Züchtungen. Die Blütezeit beginnt gerade (ich schreibe das am 2. Mai), aber ein Besuch lohnt sich schon. Und wer sich auch für Kunst & Kultur interessiert, der wird auf diesem prachtvollen Besitz zusätzlich bedient. Wie kommt man hin? Rund um Alcudia und Port d’Alcudia den (viel zu kleinen) magenta-farbenen Schildern in Richtung MUSEU folgen. P. S.: Ich weiß nicht genau, wann Rosen verblüht sind, also nehmen Sie diesen Post auch als Hinweis für den Mai 2019 …

Mallorca ist ein wildes Land …

Die kleine Fledermaus …
… ein Zwerg in meiner Hand

… UND MEINE FRAU HAT WIEDER MAL GESCHRIEN VOR SCHRECK! Denn in der Gardine neben unserem Kamin im Salon hing … – eine kleine Fledermaus!!! Sie war vertrocknet (leider!), wohl nachdem sie verhungerte, ein süßes kleines Tierchen (rund 6 cm lang) mit einem samtweichen Chinchillafell. Wie kam die ins Haus? Bei uns stehen die Türen und Fenster nie auf und der Kamin ist geschlossen. Es gibt keine Spalten im Mauerwerk und alle Öffnungen schließen bündig. Es ist ein Rätsel – aber von denen gibt es ja viele auf der Insel. Ich wüsste nur gerne die Lösung, um zu verhindern, dass ein derart nützliches Lebewesen sich verfliegt und stirbt …

… und nun auch noch Mario Basler!

Nun wird’s auch ihn erwischen …

TJA, UND ES MÜSSTE SCHON EIN WUNDER GESCHEHEN, wenn endlich mal die Gastronomie eines Prominenten nicht schon bald pleite gehen  und geschlossen würde! Reihenweise haben diese Herrschaften geglaubt, auf Mallorca genüge es, unter seinem Namen eine Kneipe zu eröffnen – und dann würden die Menschen nur so reinströmen. Pustekuchen! Ein paar Sosolala-VIPs erscheinen zur Vernissage, Fußvolk drängt zu Gratisdrinks, nach drei Tagen ward der prominente Wirt nicht mehr gesehen, weil sein Etablissement in Arbeit ausartete, dafür hatte er ja seine Leute. Die beschissen ihn nach Strich & Faden, der Geldgeber wollte nach ein paar Wochen was in der Kasse sehen, der Prominente hielt seine Kneipe bald für eine Zumutung (und die Menschen, die nicht mehr kamen, weil sie plötzlich ihre Drinks teuer bezahlen mussten, für Ars … cher) und – weg war er. Gerupft & gebeutelt und nur noch gut genug, bei VOX oder ProSieben als als Vorführmodell des tapferen Scheiterns über den Bildschirm zu schleichen, was – nun ja – wenigstens noch ein paar Euro in den Beutel fließen ließ und die TV-Prominenz bestätigte. Und nun also Ex-Fußballer und Experten-Wanderpokal Mario Basler mit einer „MB 30 Lounge“ in Cala Rajada. Er würde sogar selber anwesend sein, sagt sein Partner. Ach was! Im Mai (2019) soll’s losgehen. Wollen wir wetten, dass spätestens im Herbst (2019) eine Immobilie in Geschäftslage frei wird in Cala Rajada? Mallorca ist nämlich eine kluge Insel, die lässt sich nicht bescheißen. Hier hat nur Erfolg, wer genauso diszipliniert ist wie die einheimischen Unternehmer. Hat nicht dieser Jens Büchner (oder wie auch immer er hieß) das Paradebeispiel abgegeben? Von der Sorte könnte ich noch ein Dutzend nennen: Katze, Katze’s Mutter, Rocchigiani

Rettet die Cala Varques!

Die Bucht auf einer wundervollen Luftaufnahme von Piers Haskard

DAS MUSS AUSGERECHNET ICH SAGEN, der ihre Schönheit in jedem Blatt verbietet hat, das mich um Mallorca-Tipps bat. Ich bin schuld, dass diese Südsee-Bucht zwischen Cales de Mallorca und Portocristo aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen wurde und heute überfüllt ist wie ein toter Vogel von Ameisen. Nun haben sie den Unschuldigsten der Besetzer, den Chiringuito-Mann zu 100 000 Euro Strafe verurteilt wg. illegaler Tätigkeit in der Cala Varques. Ein unbegreiflicher Unsinn, denn der hat nichts weiter getan, als unter einem Sonnenschirm und hinter einer Naturstein-Theke Getränke zu verkaufen. Ein Wohltäter, denn er hat auch noch dafür gesorgt, dass möglichst wenige Lagerfeuer angezündet werden und die Schmutzfinken ihren Müll mitnehmen. Gegen die Dutzenden von Campern, die halbe Slums in die Bucht bauen, ist niemand vorgegangen – und gegen die peinlichen Exhibitionisten, die sich „FKK-ler“ zu nennen belieben, auch nicht. Und was ist mit dem Typen, der kreischend und mit einer Fahne winkend, und natürlich satt abkassierend, ein Parkplatz-Business aufgezogen hat an der Straße nach Portocristo? Der kommt wohl auch noch dran. Ich bin immer und zu 100 % für Eigeninitiative, bewundere den Parkplatzwächter und den Chiringuito-Mann für ihre Energie, besonders wenn sie damit dem Allgemeinwohl dienen. Das sind die Juan Marchs der Gegenwart. Und so einem armen Teufel, der nichts erkennbar Kriminelles getan hat, eine Strafe von 100 000 Euro aufzubrummen, macht mich fassungslos …

Hoppla, Triathlon ist ja Big Business …!

Ein schönes Logo …
… und eine tolle Badekappe!

DAS WUSS- TE ICH NICHT, das ahnte ich nicht mal: Dass diese tollen Sportveranstaltungen auf Mallorca nicht nur hehre Leibesübungen sind, sondern knallhartes Geschäft! Ich habe es gemerkt, als sich ein Freund zum Halb-Triathlon in Portocolom anmelden wollte, der in der Woche vor Ostern stattfand: 1 km Schwimmen, 100 km Radeln, 10 km Laufen. Da wollte er mitmachen, sich quälen in der Frühlingssonne, aber sie verlangten 160 Euro als Startgebühr. Was bedeutet: Bei 1000 Teilnehmern springen 160 000 Euro in die Kasse! Klar, es muss viel getan werden für so ein Ereignis, aber verschlingt das mehr als 50 000 Euro Spesen? Und die Preise schlagen auch nicht zu Buche: 1500 Euro für Platz 1, 300 Euro für Platz 5. Mein Freund ist ohne Startnummer nach Hause gefahren, er hat beschlossen, den Triathlon selbst zu veranstalten, mit nur einem Teilnehmer …

MI MUSEU Diesmal: Ein Aquarell von Alan Pedder

Britischer Maler, verliebt in Mallorca …

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Ein Aquarell des britischen Malers Alan Pedder, von dem eine ganze Reihe von Mallorca-Szenen stammen – hier es ist eine Strand-Romanze mit Booten und der Silhouette eines Hafens von 1997 im Format 30 x 18 cm. Ich habe das hübsche Blatt 2005 für umgerechnet 20 Euro auf Ebay.com gefunden.

SE VENDE: Das Fastford-Damespiel …

Cola-Dosen gegen „Hamburger“ …

ICH HABE ES VOR 20 JAHREN ENTDECKT, in einem Spielzeugladen in der Altstadt von Palma. Ich wusste sofort, dass es etwas Besonderes war, nämlich Made in Mallorca! Ein hellgrünes und weißes Spielbrett und als Steine witzige „Hamburger“ und Cola-Dosen. Delikat gemacht, eine künstlerische Arbeit, wahrscheinlich ein Einzelstück, in der gewohnten Spielgröße, zum Anbeißen attraktiv und die aus Plastelin, Papiermaché und Papier hergestellten Buns & Tins zum Damespiel zu bewegen, ist viel lustiger als die üblichen bunten Männchen aus Holz. Nun möchte ich es verkaufen – und 50 Euro dafür! Was für ein Insel-Unikat geradezu ein Schnäppchenpreis ist …

Jetzt lob‘ ich auch die Regierung!

Hübsch und auf Deutsch …

... FÜR DIESE PR-AKTION MIT PLAKATEN, ANNONCEN UND HANDZETTELN, nachdem ich vor kurzem die Eisenbahngesellschaft für ihre Werbung auf Deutsch positiv erwähnt hatte! „Von Hier für Dich“ heißt der Slogan (mit „Hier“ sind die Balearen gemeint, mit „Dich“ alle Touristen und Residenten). Man wird geduzt und bekommt gezeigt, was die Inseln so alles zu bieten haben: vom Wein über die Mandel, Tomate und Sobrassada bis zur Mandeltorte, der speziellen Webarbeit und dem Schuh. Hübsch ist das gemacht, wenn auch ein bisschen wirr im Bild, und wer’s genau wissen möchte, kann die links unten genannte Internet-Adresse anklicken: www.aepib.org

Anruf genügt, Fahrer kommt!

Fahren mit Chauffeuse …

IDEE GUT, ABER KANN MAN IHR VERTRAUEN? Ich fand diese Anzeige in den deutschen Blättern, versteckt unter „DIES & DAS“. Für Residenten, die sich nicht im eigenen Auto über die Insel trauen, oder keins haben, oder zu träge sind, oder sich nicht allein in eine Klinik trauen – aber ein paar Euro erübrigen können. Die haben jetzt die Chance, mal raus zu kommen oder was erledigen zu lassen. Unter folgender Bedingung: „Minimum halber Tag gegen Pauschale.“ Ich hab‘ angerufen, wollte den genauen Preis wissen, es ist eine nett klingende Chauffeuse namens Birgit, die ihre Basis in Palma hat, und sie verlangt für 4 Stunden 220 Eurofür maximal drei Personen in ihrem Mercedes der A-Klasse …