Wegelagerei mit Schinken …

… „SCHÖN BLÖD WARST DU“, hat mein Frau zu mir gesagt. Sie hat zwar recht, aber dennoch motze ich rum. Denn als ich mir ein Baguette-chen bei „Tas- ty Daily Food“ im Flugha- fen Palma leistete, hatte ich nicht auf den Preis geachtet und den auch noch bezahlt: 12.95 Euro für das mit Schinken belegte Brot! 12.95 Euro – soviel wie anderswo ein Dreigänge-Menü mit einem Glas Wein. Der Grund für die Wucherei steckte in der Qualität des Schinkens: Da lag angeblich etwas „Belotta Iberico“ drauf und bei dem werden die einzelnen, hauchdünnen Scheibchen in Gold aufgewogen, erklärte mit meine Frau. Nun bin ich zwar kein ausgesprochener Gourmet, aber ich versichere hiermit, dass dieser „Belotta“ keinen Deut anders geschmeckt hat als normaler Schinken – und schon gar nicht nach 12.95 Euro! Aber wie schon angedeutet: Der Dödel war ja ich …

Leider sind fast alle ziemlicher Mist!

… DIE WANDERFÜHRER VON MALLORCA! Ich darf das sagen, weil mein Sohn und meine Frau einen Monat durch die Insel gewandert sind und glaubten, sich auf die etwa 20 Guides verlassen zu können, die ich aus meiner Bibliothek geholt habe, darunter auch allerneueste. Fazit: Sie verliefen sich mehrmals, gerieten einmal sogar in akute Lebensgefahr – und verfluch- ten die irreführenden oder sogar falschen Informationen! Es scheint, das viele Autoren nie selbst gewandert sind, nur von alten Wan- derführern abgekupfert und/oder ihre Bücher nach Hörensagen verfasst haben. Als wirklich verlässlicher Autor entpuppte sich Herbert Heinrich, der seine Wanderführer (6 Bände) zwar schon in den 80er/90er-Jahren geschrieben hat, aber bei dem wirklich jeder Meter stimmig ist. Und wenn einer behauptet, dass seine Infos veraltet sind, so erwidere ich: Die Landschaft an sich hat sich ja nicht verändert und wahnsinnig viel geschehen ist auf den Routen seitdem auch nicht. Wer also sicher durch die Insel wandern möchte, sollte sich Heinrichs Bücher antiquarisch besorgen, es gibt sie schon ab knapp 2 Euro

Entdeckt: Musik & Poesie …

HAT NOCH JEMAND EINEN KASSETTEN-RECORDER? Dann wird er diesen Flohmarktfund lieben! Eine Kassette von 1993, „Märchen und Geschichten aus Mallorca“, gesprochen vom wunderbaren Schauspieler Karl Michael Voglerunterlegt mit alter mallorkinischer Musik. und gestaltet von der „Grand Dame“ des Insel-Journalismus, Gabriele Kunze. Eine Rarität, und kaum einer kann so wunderbar einfühlsam erzählen wie dieser viel zu früh verstorbene Film- und Fernsehstar. Ich glaube, ich habe 1 Euro für die Kassette bezahlt – und sie ist ein Vielfaches wert, denn – der Schwarzen Madonna von Lluc sei herzlich gedankt – dass ich noch einen (funktionierenden) Recorder besitze …

Achtung, Insel-Osten!

DAS „CAN GUSTI“ MACHT FERIEN! Das bei Einheimischen, Residenten, Ferienhausbesitzern und Passanten gleichermaßen beliebte – und bei einigen Gerichten vorzügliche – Restaurant an der Straße von Portocolom nach Portocristo hat bis Freitag, 3. Dezember, geschlossen, weil sich das Wirtsehepaar Maria & Manuel samt ihren Töchtern eine Auszeit gönnen.

Die schönste Vorspeise der Insel …

… HABE ICH EBEN IN MEINEM LIEBLINGSLOKAL „CAN BERNAT“ IN PORTOCOLOM GEGESSEN! Unfassbar delikat und sonst nirgendwo zu bestellen: „Zucchini-Carpaccio“! In hauchdünn geschnittenen Scheiben, darüber gestreut etwas Feldsalat, reichlich Parmesan-Schnipsel, ein paar Streifen Karotte, ein Hauch von Olivenöl, etwas Pfeffer und quer darüber ein Balsamico-Zickzack – einfach köstlich und ein Highlight besonders für Vegetarier! 8.50 Euro kostet dieser Salat, das ist geschenkt, so wie er schmeckt, und ich kann Allen, die zu weit weg von Portocolom wohnen, nur empfehlen, sich diesen Teller Delikatesse nach meinem Foto selbst zuzubereiten. Bon Profit, liebe Freunde!

Ich hab‘ ein neues Postfach!

DAS ALTE GIBT’S ZWAR IMMER NOCH, aber es befindet sich in einem Kasten in der freien Landschaft und wurde, wie fast alle, aufgebrochen, indem Vanda- len die Klappe abgeschlagen haben, um mit der Hand meine Post klauen zu können! Deshalb mussten meine Weiße Taube / Paloma Blanca und ich uns ein sicheres Buzon zulegen, also aufgepasst, hier kommt die neue Adresse:

Apdo. 59                                                                                                                                                              0720001 Felanitx

Ansonsten bin ich über meine gewohnte deutsche Handynummer und meine bekannte Email-Adresse zu erreichen …

Saludos cordiales!

 

Da würde man gern Maurer werden …

Das Logo der Schule

… IN DER ESCOLA DE MARGERS, die jetzt, am 3. November, auf dem Landgut Raixa (an der Straße Palma-Sollen) eröffnet wird. Das ist eine Schule, in der die Errichtung der traditionellen Trockenmauern in zwei Phasen: Theorie und Praxis, gelehrt wird. Der Fachausdruck heißt „pedra en sec“ und das bedeutet: Stein auf Stein ohne Mörtel und dennoch ewig haltbar. Das ist ein aussterbendes Handwerk, das aus Not auch ab und zu von Marokkanern und sogar Russen betrieben wird, aber mit dieser Escola möchten die Mallorkiner die Hoheit über diese Kunst zurückgewinnen. Sie ist für alle über 16-Jährigen geöffnet, die Hälfte der Plätze ist für Frauen reserviert und der Unterricht ist kostenlos. 

Was für ein Titelblatt!

… ETWAS FÜR SAMMLER oder auch nur für Ästheten! Erstaunlich, was für sie sich draußen in der Provinz für grafische Zirkusnummern erlauben, und dass es Verleger gibt, die es ihnen erlauben – wie in diesem Fall mit dem Titelblatt der Wochenzeitung „Felanitx“ ohne Schlagzeile und sonstige Erklärungen. Gestaltet mit Ketten von leuchtend roten Paprikaschoten zur Feier von „Pebre Bord“, dem alljährlichen, sogenannten „Pfefferfest“. Damit wiederhole ich mich in meiner Begeisterung, denn erst vor ein paar Tagen habe ich bewundernd über die einfallsreichen Werbegrafiker Mallorcas berichtet, zufällig stammte der damals Erwähnte auch aus Felanitx, da scheint es ein Nest zu geben. Und nun dieser wunderschöne, überraschende Hinweis auf eine beliebte Veranstaltung, bei der eine ganze Stadt tanzt! Es ist ein Vergnügen, sich das Titelblatt anzuschauen – und bloß nicht wegwerfen …

Ich verkaufe Schätze …

Joan Miro, Plakat 1983, 175 Euro
Essig & Öl, 19. Jh., 30 Euro
Kreuzigung, Silber, barock, 120 Euro
Schiffsmodell im Kasten, um 1920, 40 Euro
Lykke Vigen, Cala, um 1960, 140 Euro
Schnitzerei, barock, 30 Euro
Stierkampf-Stich, 18. Jh.. 35 Euro

… WEIL ICH MICH VON EINIGEN STÜ- CKEN  MEI- NER MAL- LOR- CA-SAMMLUNG TREN- NE! Alles Originale und alle zu fairen Preisen! Keine Flohmarkt-Ware! Gegen Abholung bei mir Zuhause (in der Nähe von Portocolom) und gegen bar. Ein- fach mit mir Kontakt aufnehmen, Termin vereinbaren und tref- fen. Vielleicht finden Sie ja dann noch ganz andere schöne Dinge bei mir, die Sie inter- essieren. Angeboten werden vor allem Gemälde, Glas, Plakate, Skulpturen, Schnitzerei und Kuriosa – z. T. antik, meist alt und wenn neu, dann ca. 40 bis 50 Jahre alt und rar!!! Hier zeige ich schon mal 7 Beispiele und  der  Kontakt  lautet axelthorer@yahoo.de …

Nicht vergessen: Das Schlückchen „Amazona“ …

ICH WAGE ZU BEHAUPTEN: ES GIBT UNTER DEN SCHNÄPSEN AUF MALLORCA NIX BESSERES! Dieser Rum ist seit über 100 Jahren Spitze in gleichbleibender Qualität – seit ihn ausgewanderte (und zurückgekehrte) Mallorkiner auf Kuba erstmals destilliert haben, später in Puerto Rico, in der DomRep und längst auch auf Mallorca. Heute wird er in Marratxi von der Fa. Limsa hergestellt, und mit Amazona“ ist die in nobles Schwarz gekleidete Reiterin im Damensattel gemeint, die gerade über eine grüne Hecke ansetzt, denn echte Amazonen (Kriegerinnen mit nackter Brust) auf dem Etikett geloppieren zu lassen, verbot damals die katholische Kirche. Vorsicht: Der „Ron“ aus Zuckerrohr hat 53 % und zwar in so reiner Form, dass man sie bereits kurz nach dem Gaumenzäpfchen spürt als heiße Spur in Richtung Magen und Darm! Aber wohltuend, ausputzend, die Verdauung fördernd, das hochzufriedene „Aaaahhh!“ produzierend. Probieren Sie es doch mal aus …