2017 – das „Jahr der Schlangen“!

Das ist meine Schlange – eingelegt in reinen Alkohol …

SIE WUNDERN SICH ALLE – die Bauern, die Gärtner, die Hobbypflanzer: Keiner erinnert sich, dass es jemals so viele Schlangen gab! Ein paar habe auch ich gesehen/erlebt/gefangen (und eine habe ich getötet und in Alkohol das ewige Leben geschenkt). Eine andere lag zusammengekringelt wie ein grauer Gartenschlauch neben einem Wasserhahn, eine dritte floh in einen Spalt im Mauerwerk des Hauses, die vierte entkam ins alte Laub unter einem Johannisbrotbaum. Was mag der Grund sein, dass 2017 derartig viele Schlangen auftreten – und das auch noch in beachtlichen Größen: Die in meinem Alkoholglas ist 80 cm lang, der „Gartenschlauch“ war noch größer. Harmlos sind sie und furchtsam, keine hielt an, um mich anzufauchen oder gar anzugreifen. Und eigentlich bin ich für jede Schlange doppelt dankbar als Ratten- und Mäuse-Feindin, aber auch als Vertreterin der Artenvielfalt. Die eine habe ich auch nur getötet als „Belegexemplar“, als Beweis ihrer Existenz. Mein Nachbar, Bauer Jaume, ist ein weiser Mann und er meint, dass es nicht mehr Schlangen gibt als sonst, aber dass wir sie häufiger sehen, weil sie öffentlicher auftreten – da Sommer ist, die Hotels voll sind und die Ratten das Land in Richtung Küste verlassen haben, weil sie dort rund um die Bettenburgen viel zu fressen haben in vollen Mülltonnen, durch von Touris achtlos weggeworfene Reste und rund um die Restaurants. Da ist was dran, deshalb hungern die Schlangen und müssen dreister werden. Außerdem ist es natürlich zeitweise derart heiß, dass sie ihren Durst löschen müssen. Liebe Schlangen, verzeiht den einen Mord – ansonsten seid ihr mir alle herzlich willkommen …

2017 – das „Jahr der Schlangen“!
Markiert in:        

Schreibe einen Kommentar