4 1/1 Stunden Jens B. – wie geht das?

Der hatte doch tatsächlich eine Autogrammkarte …

DER SOGENANNTE JENS BÜCHNER, auch bekannt als „Malle-Jens“, war einer der Unbedeutendsten unter den unbedeutensten Insel-Promis: War nix, konnte nix. Und nun muss ich sagen, dass ich (manchmal) die TV-Schaffenden bewundere; die imstande sind, aus so einer Nullinger-Existenz eine 4 1/2-stündige Dokumentation zu drehen, und es dann wagen, diese 270 Minuten an einem Samstagabend um 20:15 Uhr dem Zuschauer ins Wohnzimmer zu kippen! VOX hat das getan und da bekommt der Begriff „Flachbildschirm“ eine ganz neue Bedeutung. Nun sagt meine Frau immer, und zurecht: „Kannst ja abschalten!“ Oder gar nicht erst einschalten. Nee, tu ich auch nicht, der Typ war schon zu Lebzeiten … – nun ja, die klugen Römer haben gesagt: „De mortuis nisi bene“ – Über die Toten nur Gutes. Die katholische Kirche hat das übernommen, aber den Nachsatz weggelassen: „… aber wahr muss es sein“ („si verum“). Wie stellt man bei einem Mann, der nur aus lauwarmer Luft bestand, fest, was wahr oder unwahr ist? Tja, da braucht es dann wirklich 4 1/2 Stunden Geschwafel …

Übrigens: Das Autogramm, das ich hier zeige, kostet bei Ebay fast 50 Euro. Das von Literaturnobelpreisträgern Elfriede Jelinek gibt’s für unter 20 Euro

4 1/1 Stunden Jens B. – wie geht das?
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