Autor: Axel Thorer

Hoffnung trotz Alarm …

DIE NACHRICHTEN AUS SPANIEN SIND FURCHTBAR, nahezu unerklärlich, wie sich das Land selbst immer tiefer in die Corona-Krise reißt! Da macht es ein bisschen Freude, was mein Freund Hano berichtet, der zwischen Schleswig-Holstein und seinem Haus an der Ostküste pendelt: „Wir sind seit einer Woche wieder auf Mallorca. 20 bis 24 Grad kann man gut aushalten. Für uns sind genug Gaststätten geöffnet, aber für die Branche ist es natürlich katastrophal! In unserem Flugzeug aus Hamburg saßen 20 Passagiere – und gähnende Leere auf den Flughäfen! Wir gehen heute mit Freunde nach Canyamel zum Golfen. Schade, dass Du nicht mitgehst …“.

Die deutschen Zeichner nicht vergessen …

Eine der aktuellen Mallorca-Zeichnungen von Prof. Hädler …
Emil Hädler

… DENN SO GUT DIE MALLORKINER AUCH SEIN MÖGEN, es gibt auch ein paar deutsche Kollegen, die den Zeichenstift fabelhaft führen! Der Architektur-Professor Emil Hädler ist so einer, und wenn ich eines seiner Bilder kaufen könnte, ich würd’s sofort tun und es an eine Wand meines Finca-Salons hängen. Nun ist seine Verbindung mit Mallorca nach meiner Kenntnis eher lose, aber immer wieder entdeckt man, dass er sich auf der Insel herumgetrieben hat – und dass dabei so eine tolle Zeichnung wie diese hier entstand: „Geräumter Strand in Paguera“. Wer nach mehr sucht, dem rate ich, auf die Website des Deutschen Werkbundes zu gehen (www.deutscher-werkbund.de), dort verfasst Hädler eine monatliche Kolumne mit einer Fülle großartigster Bilder.

Verrückte Souvenirs: Wat nich all jibt … (8)

Muschelkrug
Kathedralen-Pin
Kastagnetten

ICH HABE MICH MAL UMGESE- HEN – und wirklich Erschütterndes entdeckt! Deswegen werde ich in loser Folge jeweils drei verrückte Souvenirs vorstellen. Verrückt auch deshalb, weil viele dieser Mitbringsel nicht das geringste mit Mallorca zu tun haben. Wobei ich aber durchaus ein paar Dinge gefunden habe, die auch ein vernünftiger Mensch gebrauchen kann. Die Preise habe ich weggelassen, da sie geradezu grotesk variieren. Viel Spaß mit dem Touristen-Schnickschnack von der Insel … 

Ein Neues Corona-Kunstwerk …

… UND WIEDER HAT ES DER GROSSARTIGE SCHWEIZER INNENARCHITEKT MAX REISER GESCHAFFEN: „Liebesmühle, keine Gebetsmühle“. Er pendelt gerade zwischen St. Moritz und Espinagar (an der Ostküste) hin und her und zeichnet sich, wie man sieht, auch bei diesem Werk durch eine unvorstellbar fotografische Detailtreue aus. Das Blatt, das ich hier zeige, ist nur ein Entwurf, stammt frisch aus seinem Atelier, ist eine DIN A4-große Collage und wird im September auf seiner Maler-Finca in Acryl umgesetzt auf 100 x 80 cm. Es wird natürlich ein Unikat sein (Preis verhandelbar)und ich werde versuchen, ihm den Entwurf abzuschwatzen.

 

 

Vom Reiz (ur)alter Postkarten …

… UND ZWAR SO EINER WIE DIESE HIER! Der Hafen von Porto Pi in Palma, fotografiert um 1900. Es ist faszinierend, das ursprüngliche Mallorca zu sehen – und zu begreifen. Wie es sich verändert hat, und wie nicht. Diese über 100 Jahre alten Postkarten werden immer wieder angeboten (zu Dutzenden auf den Flohmärkten) und die Preise haben sich eingependelt zwischen 1 und 5 Euro, je nachdem ob sie original frankiert und „echt gelaufen“ sind, in Farbe oder schwarzweiß, heute noch attraktive Objekte zeigen und auf Stichen (solche können viel teurer sein!) oder Fotos basieren. Meine Postkarte hier stammt vom Rastro in Santanyi und hat 3 Euro gekostet. Tipp: Wenn man kauft, sollte man sich auf die über 100 Jahre alten Karten konzentrieren, spätestens ab 1920 ist so ziemlich alles Mist. Übrigens: Um 1900 schickten fast alle Hersteller ihre Fotos oder Grafiken nach Leipzig, dort wurden sie zu Postkarten gestaltet und zum Verkauf wieder auf die Insel gebracht! Fazit: Solche Postkarten, gerahmt an der Wand, sind ein klassisch schöner Schmuck, der von Kultur zeugt …

Verrückte Souvenirs: Wat nich all jibt … (7)

Kühlschrank-Magnet
Windmühlen-Mousepad
Holzschuh als Deco

ICH HABE MICH MAL UMGESEHEN – und wirklich Erschütterndes entdeckt! Deswegen werde ich in loser Folge jeweils drei verrückte Souvenirs vorstellen. Verrückt auch deshalb, weil viele dieser Mitbringsel nicht das geringste mit Mallorca zu tun haben. Wobei ich aber durchaus ein paar Dinge gefunden habe, die auch ein vernünftiger Mensch gebrauchen kann. Die Preise habe ich weggelassen, da sie geradezu grotesk variieren. Viel Spaß mit dem Touristen-Schnickschnack von der Insel …

Hier kommt ein ganz dickes Ding …

… DAS 50 000 US-DOL- LAR KOSTEN UND EIN ORIGINAL SEIN SOLL! Verbunden damit ist auch noch eine spannende Ge- schichte und eine deutli- che Warnung! Angeboten wird es auf eBay.com (unter Majorca, Musical Instruments) und es ist – ta-ta-ta-taaa – ein Notenblatt von Frederic Chopin aus dem Jahr  1839 mit der Prelude in D-Dur, Opus 28, Nr. 15, komponiert in der Klause zu Valldemossa! Größe: 25,4 x 18,4 cm. Die Story: Eine Magd, die im Kloster putzte, fand es in einem Ab- fallkübel und brachte es ihrem Chef, in dessen Familie es lange Zeit bewahrt wurde, bis es eines Tages in Deutschland auftauchte, wo es der Besitzer vor Jahren erwarb. Wie es dann nach Maryland (USA) kam, ist unklar. Die Warnung: Ein nahezu identisches Noten- blatt wird im Chopin-Museum in Warschau gezeigt, es könnte also ein Entwurf von des Meisters Hand sein – oder eine Fälschung, weshalb der Verkäufer dringend empfiehlt, den Rat eines Experten einzuholen. Was eine ziemliche Frechheit ist bei dem Preis, denn das hätte eigentlich er tun sollen …

Das kann mir keiner erklären …

… UND ICH RECHNE AUCH DAS ZU MALLORCAS UNLÖSBA- REN RÄTSELN! Da erschien 2010 in einem Verlag in Palma der Comic „Mallorca 1229. Jaume el Conqueridor“ des berühmten Zeichners Garcia über die Rückeroberung der Insel von den Mau- ren – und belegt erneut, dass Palma der weltweite Top-Hotspot der Comic-Künstler ist. Und nun das: Neu wird das Buch interna- tional für 7.72 bis 32.82 Euro angeboten, gebraucht jedoch für 4.75 bis 349 Euro (+ Versandkosten von bis 19 Euro). Dasselbe Buch, gleicher Jahrgang, ähnlicher Zustand, keine limitierte Ausgabe, auch keine Widmung – und bis zu 73 Mal teurer! Niemand kann mir das erklären, außer mit dem Geisteszustand gewisser Antiquare. Wer sich dafür interessiert, trotzdem es in Mallorquin verfasst ist: Die ISBN-Nummer ist 9788421847268.

 

 

 

Verrückte Souvenirs: Wat nich all jibt … (6)

Flaschenkorken
Caps in 1000 Variationen
Bemaltes Kästchen

ICH HABE MICH MAL UMGE- SEHEN – und wirk- lich Er-schüt- terndes entdeckt! Deswegen werde ich in loser Folge jeweils drei verrückte Souvenirs vorstellen. Verrückt auch deshalb, weil viele dieser Mitbringsel nicht das geringste mit Mallorca zu tun haben. Wobei ich aber durchaus ein paar Dinge gefunden habe, die auch ein vernünftiger Mensch gebrauchen kann. Die Preise habe ich weggelassen, da sie geradezu grotesk variieren. Viel Spaß mit dem Touristen-Schnickschnack von der Insel …

Eine reizende Dame mit einem entzückenden Puppenhaus …

 

 

Köstliches Detail: Oma steht in der Küche am Waschzuber (auf der 2. Etage links) …

ICH HABE MIT IHR TELEFO- NIERT, nachdem ich diese Anzeige gesehen habe. Ich erbat Fotos und sie hat sie mir gemailt. Ihr Mann hat dieses einzigar- tige Puppenhaus vor Jahren liebevoll und maßstabsgerecht selbst gebastelt – und vom Parterre bis in die Dachstube einge- richtet, samt den Bewohnern in niedlicher Kleidung, einem Treppenhaus und mit einer Kondito- rei und einer Apotheke im Parterre. 200 x 80 x 40 cm ist ein gewaltiges Format, rund 2000 Euro hat er reingesteckt und danach richtet sich auch der Preis, um den ein gewisses Geheimnis gemacht wird. Aber eigentlich ist kein Preis zu hoch für diese Kostbarkeit, die von musealer Qualität ist, denn seit den legendären englischen Puppenhäusern aus viktorianischer Zeit habe ich so etwas nicht gesehen. Man beachte nur mal, dass es im Zimmer links auf der obersten Etage sogar ein barockes Deckenfresko gibt, und wenn die Standuhren gehen und Wasser aus der Dusche strömt, würde mich das auch nicht wundern! Dieser Schatz, von dem selbst große Mädchen träumen, befindet sich übrigens im Pla-Städtchen Sineu und Interessenten mögen die Handynummer anrufen, die gut lesbar oben in der Anzeige steht …