Ausflugsziele

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Wussten Sie, dass es ein Biermuseum gibt?

Das Logo des Museums

JA, TATSÄCHLICH, ABER NICHT ETWA AM BALLERMANN, wo’s mich nicht gewundert hätte, sondern an der Straße von Palma nach Soller (nach 3 km). „Museo da la Cerveza“ heißt es, ist 365 Tage im Jahr geöffnet (!), aber nur von 12:30 bis 17 Uhr, es gibt ein Restaurant mit Büffet (mallorkinische Küche), aber ich habe gewisse Zweifel: Das Museum gehört zum Hippodrom Son Pardo, in dem Trabrennen stattfinden, und scheint nur ein Gag zu sein, um bierselige Touristen an die Wettschalter zu locken. Offizieller Slogan: „Genießen Sie in unserem Bier-Museum alles, was Sie sich wünschen.“ Ich war bisher noch nicht dort, habe mir nur berichten lassen, und das klang nicht nach ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema Cerveza. Aber sei’s drum: Ist man eh auf der Straße von Palma nach Soller, kann man ja ruhig mal vorbei schauen. Tel.: 971 / 48 51 11.

Sie buddeln und buddeln – und finden!

Der Bericht im „Felanitx“

CLOSOS DE CAN GAIA heißt die Talayotsiedlung in Portocolom. Sie liegt links an der Straße vom Golfclub Vall d’Or hinunter zum Hafen, ziemlich offen und gut begehbar, aber einige der steinernen Ruinen sind abgesteckt mit Fähnchen, sogar mit Polizeiband, und manchmal werden Ausgrabungsstellen unter weißen Planen versteckt. Weil hier die Archäologen unermüd- lich buddeln – und jedes Mal weitere Schätze fin- den: Nähnadeln aus Knochen, metallne Spangen, Münzen, Tonscherben und Reste von Waffen. Closos de Can Gaia ist schier unerschöpflich, wie die Lokalzeitung „Felanitx“ berichtet, und mich veranlasst das, meine Augen weit aufzusperren, wenn ich durch das Gelände Strafe. Wäre doch seltsam, wenn ich als gelernter Aus- gräber nicht auch was finden würde …

Ein „Museum der Worte“ – super!

Das Museum …
… und der Dichter

… hier liegt Sant Joan …

ES STEHT IN DER GEMEINDE SANT JOAN (Carrer d’en Socies, 7) und ist dem Dichter Rafel Ginard Bauca (1899-1978) gewidmet. Ein Sohn des Ortes, ein Mönch, ein hochgebildeter Literat und Autor, und im Museum, das auf Mallorquin „Museum de la Paraula“ heißt, sind Originalmanuskripte, handgeschriebene Gedichte, Bücher, Fotos, einige persönliche Reliquien und sogar Hörproben zu erle- ben. Nichts wirklich Spektakuläres – aber echte Kultur, ver- dichtet in einem Haus zum Stolz eines Städtchens auf seinen bedeutenden Sohn, eingehüllt in eine wunderbare Stille. Es ist mutig, ein solches Museum zu gründen und zu unterhalten, bei den Besucher- zahlen dürfte es auf der Insel weit hinten liegen (zumal es nur zu merk- würdigen Zeiten offen ist), aber dennoch – ich rate an einem besinnlichen Tag zur Fahrt nach Sant Joan (und das adelige Landgut-Museum Els Calderers kann man dann ja gleich mitnehmen) …

Sie planen ein Museum in Portocolom!

Der Bericht im „Felanitx“

DAS HAT DER STADTRAT VON FELANITX EINSTIMMIG BESCHLOSSEN, es soll ein „Museu Maritim de Mallorca“ werden und am Hafen von Portocolom stehen. Ein Ge- bäude hätte man auch schon (die Lokalzeitung „Felanitx“ zeigt es sogar schon), die „Casa d’en De la Rosa“ (sorry, schlecht erkennbar auf dem Scan), Ausstellungsstücke liegen zu Tausenden in Depots herum und nun fehlt nur noch die Bereitschaft der Regierung bzw. der balearischen Hafenbehörde. „Wir möchten ein weiteres Stück Kultur in unsere Gemeinde bringen“, heißt es in dem Beschluss, und ein Seefahrt-Museum in einem so schönen und derart – zu Wasser und zu Land – gut besuchten Hafen würde Sinn machen.

 

 

 

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …

Möglichst früh am Flohmarkt? Unsinn …

So sieht das volle Angebot aus …

DAS STEHT SOGAR IN DEN REISEFÜHRERN – und natürlich in jedem Zeitungsbeitrag: Dass die ersthaften Interessenten schon um 8 Uhr über den Flohmarkt von Consell laufen müssen, weil nur dann das volle Ange- bot zu sehen und die Konkurrenz kleiner ist. Ich war letztens (Ende Juli) tatsächlich um 8 Uhr da, aber da waren nicht mal die Hälfte der Stände aufgebaut und erst um 11 Uhr hatten alle Händler ihre Waren ausge- legt! Das mit dem „Der frühe Vogel fängt …“ ist Blödsinn in Consell, um die Morgenzeit ist es zwar kühler, aber für die wahrhaft Suchenden enttäuschend. Also in Ruhe frühstücken, langsam hinfahren und gegen 11 Uhr suchen …

Lange Schlangen zum Stierkampf …

ER FINDET AM FREITAG, 9. AUGUST, um 21:30 Uhr im Coliseo Balear in Pal- ma statt – zum 90-jährigen Bestehen der Arena. Zwar sucht die Stadt immer noch nach Tricks, die Corrida zu verhindern, aber es sieht definitiv so aus, als würden Morante, „El Juli“, Manzanares und  Roca Rey (derzeit die Nr. 1 unter den Toreros) auftreten können. Nicht nur das: „Daily Bulletin“ meldet lange Schlangen vor den Vorverkaufs- schaltern, der Veranstalter jubelt: „Ich denke, wir werden nahezu ausverkauft sein!“ Weil dieser Stierkampf eine lange Durststrecke der Aficionados been- det – und wohl auf lange Zeit die letzte sein wird. Wütende Proteste sind zu erwarten, die Besucher werden sich durch schimpfende Demonstranten winden müssen. Aber dann Roca Rey live zu sehen, das ist schon was – trotz der Mondpreise von 80 und mehr Euro auf steinernen Sitzplätzen …

Ich war im Siphon-Paradies …

Zwei „Haus“-Flaschen …
… und die Ausstellung …
… der anderen Flaschen rundherum auf Regalen

ES IST DIE WEINHAND- LUNG „CAN RAMIS“ IN FELANITX. 1919 gegründet als Sprudel-Fabrikation, immer in der gleichen Familie und jetzt einer der wenigen Orte, wo man sich Wein vom Fass abfüllen kann. Im Verkaufsraum haben die Ramis Hunderte von Siphon-Flaschen gesammelt und hübsch ausgestellt. Mit graviertem Glas, Plastik- und Metall-Mäntelchen, mehreren Arten von Verschlüssen und in erstaunlich vielen Farben. Dazu die antiken Plakate und andere Werbeartikel. Das ist ein kleines Museum in der calle Convent, 39-41, in dem es (inzwischen) auch Weine, Wermut, andere Schnäpse und viele Kaffeesorten (auch Nespresso-Kapseln) gibt. Und in den letzten Wochen hat ein Künstler die Familiengeschichte an die Fassade gepinselt, mit dem Gründer als überlebensgroßem jungen Mann! Fazit: Ein Besuch lohnt immer, und wer nur die Siphon-Flaschen betrachten möchte, ist auch herzlich willkommen …