Ausflugsziele

Ein Museum, das noch fehlte …

ES IST DEN KORKENZIE- HERN GEWIDMET, was ja passt zur Weininsel Mallorca. Die Künstlerin und Ex-Winzerin Hanne Holze hat es am 19. August mit dem gemeinsamen Freund Friedrich „The Wüterich“ Panizza eröffnet. Ort: Vilafranca, c/. Bonany, 7. Es wird nicht ständig zu besichtigen sein, sondern sie zeigen die Kollektion mit über 150 z. T. Jahrhunderte alten Exemplaren immer mitt- wochs, wenn Markttag ist in Vilafranca. Als Friedrich mich einlud zur Vernissage, sprach er vom „ersten und einzigen Korkenziehermuseum“ der Insel, aber da erlaube ich mir einen Einwand: Ich habe z. B. im Privatmuseum, das in einem Wehrhof an der Straße von Portcolom nach Portocristo liegt, eine Sammlung von über 100 Korkenziehern gesehen – aber um sie anzuschauen, muss man die Telefonnummer erforschen, anrufen und um einen Termin bitten. Da hat man’s bei Hanne & Friedrich in Vilafranca einfacher – und ich bin grundsätzlich dankbar für jedes neue Museum auf Mallorca. Womit ihre Zahl, nach meiner privaten Kalkulation, auf über 120 gestiegen ist …

Jubel im Nordosten …

… DENN MAURI IST ES GELUNGEN, die Pacht für seinen Chiringuito „La Playa“ an der Costa

Mauri(zio)

de los Pinos zu verlängern – „und in gewohnter Qualität und Lebensfreude trotz Corona zu öffnen“ (sagt mein Gourmet-Berater Klaus Exner). Man weiß ja: Diese Bar am Meerufer ist nicht ohne Grund der beliebteste Society- und Kenner-Treff Mallorcas, ausgebucht schon ab 11 Uhr. Gesegnet mit einem einsamen weißen Südseestrand, einer Top-Küche (bessere Scampis vom Grill muss man lange suchen) und erstaunlich guten Weinen. Das alles zu durchaus annehmbaren Preisen und nirgendwo trifft man skurrilere Leute …

Ich habe ein Monument der Weisheit entdeckt …

… ES STEHT VOR DER HAUSTÜR VON SA BASSA BLANCA, dem fabelhaften Anwesen von Yannick Vu und Ben Jakober auf der Halbinsel Victoria, ist aus poliertem schwarzen Marmor (zumindest auf der Vorderseite), rund 1 m hoch und die Weisheit liegt in den eingravierten 2 Worten mit den 13 Buchstabern: EXPECT NOTHING. Was heißen soll: Je weniger du erwartest, desto weniger wirst du enttäuscht, oder: Wie kommst du darauf, dass ich was für dich tue? Oder: Sei mit dem Bescheidenen zufrieden, das ich dir anbiete! Es ist ein ideales Monument am Eingang jeder Finca, man müsste den Stein tausendfach kopieren und als Gebrauchsgegenstand der Gastlichkeit unter die Leute bringen. EXPECT NOTHING – ich denke, Ben wäre sicher bereit, mir die Weisheit zu überlassen, aber seine Kunstwerke sind leider zu teuer für mich, selbst mit einem kräftigen Freundschaftsrabatt.

P. S.: Als ich meinen Freund Ben um ein Foto seines Monuments bat, schrieb der göttliche Spötter mir eine Email mit nur 4 Buchstaben: NADA – so als hätte ich nichts zu erwarten! Aber das Foto kam dann doch …

Ein Leser-Tipp für Manacor! Eigentlich zwei …

Die Maimo-Schau in der Apotheke …
… und der fabelhafte Küchenladen

ICH BIN IMMER GLÜCKLICH, wenn ich von denen etwas höre, die mei- nen Blog le- sen! Nun hat sich Frau Dr. Ursula B.  gemeldet und mich auf et- was hingewie- sen (und mir auch noch die Fotos dazu geschickt, danke!): auf den Carrer del Mercadal in Manacor, Hausnummern 12 und 13 (also Nachbarn). In der 12, einer ehemaligen, auch sehens- werten Jugendstil-Apotheke, stellt der unvergleichliche Maler Andreu Maimo aus, und die 13, ein moderner Küchenladen namens „Ca’n Damia“, soll „ein total wunderbares Köchinnen- und Köche-Paradies“ sein. Von Maimo bin ich der zweitgrößte Fan (nach einem fanatischen Sammler in Cala Murada) und Frau Dr. Becker, mit Mallorca seit ihrer Kindheit vertraut, glaube ich blind, wenn sie etwas fabelhaft findet, auch wenn ich den Küchenladen (noch) nicht kenne. Also … – mal hinschauen, um zu sehen, was man an der Wand und am Herd gebrauchen könnte …

Schneller Tipp: Eine exklusive Weinprobe …

Das Wappen des Vereins …
… und der Winzerei

AM DONNERSTAG, 12. März, UM 19 UHR, IN FELANITX! In den Klub-Räumen des FC Barcelona-Fan-Vereins PB Els Tamarells, c/. Horts, 50. Es gibt nur 30 Tickets und verkostet werden die Weine von Es Fangar (Peter Eisenmann). Das kostet für Mitglieder 18 Euro, für Nicht-Mitglieder 20 Euro. Man muss blitzschnell sein, um Tickets zu ergattern, am einfachsten gibt es sie gegenüber im Jugendstil-Cafe „Can Moix“.

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Wussten Sie, dass es ein Biermuseum gibt?

Das Logo des Museums

JA, TATSÄCHLICH, ABER NICHT ETWA AM BALLERMANN, wo’s mich nicht gewundert hätte, sondern an der Straße von Palma nach Soller (nach 3 km). „Museo da la Cerveza“ heißt es, ist 365 Tage im Jahr geöffnet (!), aber nur von 12:30 bis 17 Uhr, es gibt ein Restaurant mit Büffet (mallorkinische Küche), aber ich habe gewisse Zweifel: Das Museum gehört zum Hippodrom Son Pardo, in dem Trabrennen stattfinden, und scheint nur ein Gag zu sein, um bierselige Touristen an die Wettschalter zu locken. Offizieller Slogan: „Genießen Sie in unserem Bier-Museum alles, was Sie sich wünschen.“ Ich war bisher noch nicht dort, habe mir nur berichten lassen, und das klang nicht nach ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema Cerveza. Aber sei’s drum: Ist man eh auf der Straße von Palma nach Soller, kann man ja ruhig mal vorbei schauen. Tel.: 971 / 48 51 11.

Sie buddeln und buddeln – und finden!

Der Bericht im „Felanitx“

CLOSOS DE CAN GAIA heißt die Talayotsiedlung in Portocolom. Sie liegt links an der Straße vom Golfclub Vall d’Or hinunter zum Hafen, ziemlich offen und gut begehbar, aber einige der steinernen Ruinen sind abgesteckt mit Fähnchen, sogar mit Polizeiband, und manchmal werden Ausgrabungsstellen unter weißen Planen versteckt. Weil hier die Archäologen unermüd- lich buddeln – und jedes Mal weitere Schätze fin- den: Nähnadeln aus Knochen, metallne Spangen, Münzen, Tonscherben und Reste von Waffen. Closos de Can Gaia ist schier unerschöpflich, wie die Lokalzeitung „Felanitx“ berichtet, und mich veranlasst das, meine Augen weit aufzusperren, wenn ich durch das Gelände Strafe. Wäre doch seltsam, wenn ich als gelernter Aus- gräber nicht auch was finden würde …

Ein „Museum der Worte“ – super!

Das Museum …
… und der Dichter

… hier liegt Sant Joan …

ES STEHT IN DER GEMEINDE SANT JOAN (Carrer d’en Socies, 7) und ist dem Dichter Rafel Ginard Bauca (1899-1978) gewidmet. Ein Sohn des Ortes, ein Mönch, ein hochgebildeter Literat und Autor, und im Museum, das auf Mallorquin „Museum de la Paraula“ heißt, sind Originalmanuskripte, handgeschriebene Gedichte, Bücher, Fotos, einige persönliche Reliquien und sogar Hörproben zu erle- ben. Nichts wirklich Spektakuläres – aber echte Kultur, ver- dichtet in einem Haus zum Stolz eines Städtchens auf seinen bedeutenden Sohn, eingehüllt in eine wunderbare Stille. Es ist mutig, ein solches Museum zu gründen und zu unterhalten, bei den Besucher- zahlen dürfte es auf der Insel weit hinten liegen (zumal es nur zu merk- würdigen Zeiten offen ist), aber dennoch – ich rate an einem besinnlichen Tag zur Fahrt nach Sant Joan (und das adelige Landgut-Museum Els Calderers kann man dann ja gleich mitnehmen) …