Ausflugsziele

Ich muss schon wieder mosern …

Direkt am Meer mit phantastischem Blick über den Hafen …

… DIESMAL ÜBER DÄMLICHE TRIPADVISOR-KOMMENTARE! Was die für einen Unsinn verzapft haben über die „Blue Bar“ in Portocolom, ist kaum auszuhalten. Zu teuer, mieser Service usw. Ich glaube kein Wort mehr bei diesen Reiseportalen und rate dringend dazu, dasselbe zu tun. Es mag ja sein, dass 1 der Gast und 2 die Bedienung zufällig gemeinsam keinen guten Tag hatten und der Kontakt schief lief. Aber sowas reicht nicht zu einem so negativen Urteil, vor allem, weil man ja nicht weiß, aus welcher Kiste der Kritiker angereist war. Fakt ist: Ja, die „Blue Bar“ ist nicht billig, aber dafür sind die Portionen ungewöhnlich üppig (Achtung: Eine Portion Pimientos del padron reicht für zwei!). Und perfekt ist die „Blue Bar“ tatsächlich nicht (wer ist das schon?). Mir ist die Musik ein paar Phon zu laut, Gäste, die schnell mal im Meer waren und ihre nassen Klamotten zum Trocknen auf die Geländer hängen, müssen auch nicht sein, und die Mineralwasserflaschen (San Pellegrino) sind die kleinsten, die ich weltweit je gesehen habe. Aber sonst? Am 3. Juli 2021, 13:30 Uhr, zu Dritt – perfekt!

Augen auf bei „Tia Emma“!

IN DEN KLEINEN LÄDEN LIEGEN NÄMLICH SEHR NÜTZLICHE HEFTE HERUM – die „Programme der Saison“! So wie das auf dem Foto für den Sommer 2021 in Felanitx und Portocolom. Sowas gibt’s in nahezu jeder Gemeinde, für fast jede Jahreszeit, voll mit Terminen & Tipps, oft bebildert und dies hier hat die Größe eines Comic-Heftes und dicht gedrängte 44 Seiten. Da steht alles drin, was leider zu 99 % an den Ausländern, selbst den Residenten, vorbei huscht: Sehe besuchenswerte Konzerte, Sportereignisse, Vernissagen, Kirchenfeiern, Theateraufführungen, Kabaretts, Festmahle usw. Natürlich ist der Text auf Mallorquin, aber leicht zu lesen, da es sich um reine Informationen handelt. Und die Sprache der Einheimischen ist eh einfacher zu lesen als Spanisch. Kosten? Nix. Und seien Sie versichert, dass Sie trotz aller Überraschung über ihr Erscheinen herzlich willkommen sind …

Danke, RCD Mallorca!

UNSER INSEL-VEREIN IST WIEDER ZURÜCK IN DER 1. LIGA. Ein sensationelles Comeback aus dem Unterhaus nach nur einem Jahr. Aufstieg, Abstieg, Aufstieg – Respekt! Warum mich das interessiert und auch Andere aus dem TV-Sessel reißt? Weil ich jetzt die Chance habe, Atletico, Real und Barcelona im Stadion in Palma live zu sehen! Der Aufstieg holt die Spitzenmannschaften vom Festland auf die Insel, mit Stars wie Kroos, Modric, Benzema, Messi, Griezmann, Dembele und Suarez (hoffen wir mal, dass die alle bleiben!), und wenn es losgeht im Herbst mit der Saison 2021/22, dann wird sicher was geschehen sein, damit wieder Zuschauer zu den Fußballspielen dürfen. Dann sind wir sofort dabei und ich fahr wieder mit den einheimischen Aficianados im gecharterten Bus singend nach Palma, da gibt’s in jedem Ort eine fabelhafte Organisation, die das in Hand nimmt, man muss sich als Ausländer nur darum kümmern, willkommen ist man jedenfalls und das kostet auch nur ein paar Euro …

Netter Tipp gefällig?

SAN MIGUEL IN FELANITX! Die große Kirche im Zentrum. Daran ist so gut wie jeder Tourist schon mal vorbei gefahren, aber selbst die Residenten waren kaum je drin. Ich gebe hier mal die erstaunte Schilderung eines Freundes wider: „Ein Hit besonders für Freunde unerwarteter Zahlen! 14 Seitenkapellen und 20 Altäre! Mehr als in der Kathedrale in Palma! Vn der Gotik bis zur Neugotik. Nicht bayerisch hell und heiter, sondern spanisch dunkel und mystisch!“ Und wie ist Du reingekommen, San Miguel ist doch fast immer zu? „Scheinbar machen die jetzt zu Corona-Zeiten das Portal weit auf, ich hab‘ mich auch gewundert, aber kam problemlos rein.“ Es gibt kaum Infos zu dieser alten Kirche, nur Bruchstücke, nur die großen, fetten, teuren, älteren Guides berichten ein bisschen mehr. Umso dringender, da jetzt mal reinzuschauen – es gibt ja sonst wenig zu tun in diesen versuchten Zeiten …

Tapfer, Ingrid, weiter so …

WIE DIE TAPFEREN GALLIER UM ASTERIX BLEIBT EINE FRAU HARTNÄCKIG: Ingrid Flohr mit ihrem Kulturpro- gramm für uns alle! Das zieht sie durch mit großartigen Exper- ten, schriftlicher Anmeldung, begrenzter Teilnehmerzahl und Einhaltung aller Corona-Sicherheiten! Das sieht dann in den kommenden Wochen so aus:

Samstag, 24. April, Besichtigung der Talaiots rund um Santanyi.

Donnerstag, 29. April, Galerien-Tour durch Palma.

Sonntag, 2. Mai, Beethoven-Matinee auf der Finca Pescador bei Alqueria Blanca.

Freitag, 7. Mai, Lesung mit Michael Vogtmann in Santanyi.

Leute, es gibt nix Besseres in diesen schweren Corona-Zeiten, bei Ingrid wird immer was geboten (inkl. gepflegtem Speis & Trank) und gemessen am Spaß, sind die Kosten gering …

Anmeldung: iflohr.santanyi@gmail.com oder 690/21 87 09. 

Männer, stark sein – Frauenpower!

Der Gartenplan (Marke Eigenbau) …

DENN DA GIBT ES BEI ARTA DEN „JARDIN DE LES DONES”, den „Garten der Frauen“. Das ist ein bezaubernder Rundgang durch einen verwunschen wirkenden Park zu verstreut postierten Porträts oder sogar Werken von knapp zwei Dutzend berühmten Frauen, einige mallorkinisch, viele international, und dafür kann man telefonisch (672/11 31 43) einen Besuch vereinbaren (sonst geht nix!), der Eintritt kostet 15 Euro, und ich empfehle das vor allem Männern dringend, weil man sich danach im Shop weiterbilden kann und eine Menge lernt, auch über Gleichberechti-gung und Fairness. Der Garten, für sich selbst ein grünes, blühendes Kunstwerk, war schon mal fast am Abnippeln (zu wenig Interesse, mir auch zu männer- kratzbürstig), aber die neuen Besitzerinnen gehen beherzter ran, ihre Internet-Präsentation ist fröhlicher und einladender und sie scheinen mehr Erfolg zu haben. Kontakt: anna@gartenderfrauen.com

Das ist mal eine gute Idee!

… UND BESONDERS JETZT IN DER VERFLUCHTEN VIRUS-ZEIT! Karen Navarro aus Llubi hatte sie mit ihren „Rutes botaniques medicinals“, das sind Wanderungen auf den Spuren mallorkinischer Heilpflanzen. Sie dauern 2 Stunden, kosten 15 Euro/Person und der tiefere Sinn von Karens Idee ist, dass man nicht nur die Heilpflanzen kennen lernt (die bisher, da gehe ich von aus, für die meisten zu 99 % unentdeckt am Wegesrand wachsen!), sondern auch von ihr gesagt bekommt, zu welchen Wehwehchen man sie wie anwendet! Es mag eine gewisse Sprachbarriere bestehen, aber da die Gruppen nie groß sind, hat die Botanikerin immer Zeit, auf individuelle Fragen in geläufigen Sprachen einzugehen. Teuer: Unsinn – 8 Cent pro Minute sind ein erfreuliches Preisleistungsverhältnis bei einem derart nützlichen Thema …

Ich kann nur dringend dazu raten …

… NÄMLICH ZUR HAUSBESICHTIGUNG VON SA BASSA BLANCA! Das ist die Privatvilla von Yannick Vu und Ben Jakober auf der Halbinsel Victoria (hinter Port d’Alcudia). Erbaut vom legendären ägyptischen Architekten Hassan Fathy, ein „lebendes“ Museum voller überraschender Schätze, ein Traum aus 1001 Nacht, mit idyllischen Innenhöfen voller sprudelnder Brunnen, luftigen Umgängen aus filigraner Holzschnitzerei und Antiquitäten, die man sonst nur in verschlossenen Adelspalästen sieht. Es wird jetzt eine „Hausführung“ für 25 Euro angeboten, was nicht billig ist, aber jeden Cent wert, zumal Deutsch gesprochen wird! Anmelden kann man sich nur telefonisch (971/54 69 15), und nur kleine Gruppen werden reingelassen, aber schon mal reinschauen sollte man aus der Ferne (msbb.org). Und: Die ganzen herrlichen Ausstellungen rundherum – und vor allem den Turm ganz oben mit seinem aberwitzigen Inhalt und dem phantastischen Blick über die Bucht, kann man nebenbei auch noch mitnehmen …

Ein Museum, das noch fehlte …

ES IST DEN KORKENZIE- HERN GEWIDMET, was ja passt zur Weininsel Mallorca. Die Künstlerin und Ex-Winzerin Hanne Holze hat es am 19. August mit dem gemeinsamen Freund Friedrich „The Wüterich“ Panizza eröffnet. Ort: Vilafranca, c/. Bonany, 7. Es wird nicht ständig zu besichtigen sein, sondern sie zeigen die Kollektion mit über 150 z. T. Jahrhunderte alten Exemplaren immer mitt- wochs, wenn Markttag ist in Vilafranca. Als Friedrich mich einlud zur Vernissage, sprach er vom „ersten und einzigen Korkenziehermuseum“ der Insel, aber da erlaube ich mir einen Einwand: Ich habe z. B. im Privatmuseum, das in einem Wehrhof an der Straße von Portcolom nach Portocristo liegt, eine Sammlung von über 100 Korkenziehern gesehen – aber um sie anzuschauen, muss man die Telefonnummer erforschen, anrufen und um einen Termin bitten. Da hat man’s bei Hanne & Friedrich in Vilafranca einfacher – und ich bin grundsätzlich dankbar für jedes neue Museum auf Mallorca. Womit ihre Zahl, nach meiner privaten Kalkulation, auf über 120 gestiegen ist …

Ich habe ein Monument der Weisheit entdeckt …

… ES STEHT VOR DER HAUSTÜR VON SA BASSA BLANCA, dem fabelhaften Anwesen von Yannick Vu und Ben Jakober auf der Halbinsel Victoria, ist aus poliertem schwarzen Marmor (zumindest auf der Vorderseite), rund 1 m hoch und die Weisheit liegt in den eingravierten 2 Worten mit den 13 Buchstabern: EXPECT NOTHING. Was heißen soll: Je weniger du erwartest, desto weniger wirst du enttäuscht, oder: Wie kommst du darauf, dass ich was für dich tue? Oder: Sei mit dem Bescheidenen zufrieden, das ich dir anbiete! Es ist ein ideales Monument am Eingang jeder Finca, man müsste den Stein tausendfach kopieren und als Gebrauchsgegenstand der Gastlichkeit unter die Leute bringen. EXPECT NOTHING – ich denke, Ben wäre sicher bereit, mir die Weisheit zu überlassen, aber seine Kunstwerke sind leider zu teuer für mich, selbst mit einem kräftigen Freundschaftsrabatt.

P. S.: Als ich meinen Freund Ben um ein Foto seines Monuments bat, schrieb der göttliche Spötter mir eine Email mit nur 4 Buchstaben: NADA – so als hätte ich nichts zu erwarten! Aber das Foto kam dann doch …