Auto

Fahrer kommt bei Anruf!

Fahren mit Chauffeuse …

IDEE GUT, ABER KANN MAN IHR VERTRAUEN? Ich fand diese Anzeige in den deutschen Blättern, versteckt unter „DIES & DAS“. Für Residenten, die sich nicht im eigenen Auto über die Insel trauen, oder keins haben, oder zu träge sind, oder sich nicht allein in eine Klinik trauen – aber ein paar Euro erübrigen können. Die haben jetzt die Chance, mal raus zu kommen oder was erledigen zu lassen. Unter folgender Bedingung: „Minimum halber Tag gegen Pauschale.“ Ich hab‘ angerufen, wollte den genauen Preis wissen, es ist eine nett klingende Chauffeuse namens Birgit, die ihre Basis in Palma hat, und sie verlangt für 4 Stunden 220 Eurofür maximal drei Personen in ihrem Mercedes der A-Klasse … 

Wer, bitte, darf hier nicht fahren?

Was sieht man da?

ALSO ENTWEDER IST DAS EIN VERBOTSSCHILD VON ANNO DUNNEMAL – oder in Portocristo verkehren Fahrzeuge, die man sonst nirgendwo sieht! Ich stand davor und rätselte: ein Oldtimer-Bus? Ein 12-sitziges Safari-Auto? Ein Reparaturwagen der nordkoreanischen Verkehrsbetriebe? Ein Eigenbau zum Kindergeburtstag? Das Schild ist mitten im Ort angebracht und verbietet dem, den’s betrifft, eine Straße zum Hafen hinunter zu befahren. Aber wer soll sich da betroffen fühlen? Ein kleines Kuriosum, witzig, finde ich, und ich werde mal nachfragen, ob ich es haben kann. Dann werde ich auch erfahren, für oder gegen wen es gedacht ist, das teile ich dann sofort mit …

… und die Gemeinde mauert!

Hier geht’s ja noch …
… hier wird’s tief …
… und das ist ganz arg!

WAS MAN HIER SIEHT, IST DIE STRASSE, AN DER ICH LEBE! Nicht asphaltiert, 1 km lang, den Berg hoch und in 16 Häusern von 16 Familien bewohnt: 6 Mallorkiner, 5 Deutsche, 3 Schweizer und 1 Französin. Ab und zu ist die Straße kein Camino, sondern ein Torrente. Wenn’s regnet. Und wenn’s dann wieder trocken ist, bleibt ein Bachbett zurück. Das ruiniert selbst Traktoren und schwere Geländewagen. Weil sich bis zu 30 cm tiefe Canyons auftun und tiefe Seen entstehen. Und weil Felsbrocken nach oben geschwemmt werden. Seit Jahren versuchen die Anwohner, die zuständige Stadt Manacor um Abhilfe zu bitten – vergeblich! Das Problem: Nur 16 Anwohner und 9 davon sind Ausländer, die nicht ständig an dieser Straße wohnen. Nun gut, ich sehe das ein: Nach den Unwettern gibt es schlimmer Betroffene. Solange wir noch irgendwie rauf und runter kommen, liegt kein echter Notfall vor. Begriffen! Dennoch: Der Weg ist Gemeindegebiet und auch die 6 Ausländer zahlen Steuern, und das nicht zu knapp! Wir verlangen ja nichts, wir bitten nur (seit Jahren) …

 

 

E-Autos: Soweit sind wir jetzt schon!

Gesehen in Portocristo …

ZUMINDEST IN PORTOCRISTO, da habe ich auf dem großen Parkplatz im Zentrum das Arrangement gesehen, das ich hier zeige: Zwei  Flächen nur für E-Autos („Exzepte Vehicles Electrics en Carrega“ – Ausgenommen Elektro-Fahrzeuge, die aufgeladen werden), das dazugehö- rige Halteverbotsschild und eine Aufladestati- on mit zwei Zapfstellen. Portocristo gehört zu Manacor und somit gratuliere ich dem dortigen Gemeinderat zu seiner weitsichtigen Entschei- dung. Ich vermute allerdings, dass es mehrere solche E-Park- & Zapfplätze auch in kleineren Insel-Orten gibt, gestern in Palma habe ich mindestens ein Dutzend gesehen – Mallorca macht sich! Aber die an der Touristenküste waren die ersten, die ich bemerkt habe.

Eine attraktive Waldbrand-Warnung …!

Hübsch und eine gute Idee …

DIE REGIERUNG DER BALEAREN HAT DIESEN STICKER DRUCKEN LASSEN – mit gezeichneten Dramen, schön bunt und groß wie Joghurtbecher-Deckel. Gleich mit der dicken Notrufnummer 112 und den (angeblichen) Hauptursachen für die Brände in den Baumbeständen: Feuerwerk, Zigarettenkippen aus dem Auto werfen und Grillen. Es wird erwartet, dass die Insulaner (Residenten und Leihwagenmieter) die Sticker auf ihre Autos pappen und die Verbote verinnerlichen. Ob’s hilft, steht noch nicht fest, den Versuch ist’s aber wert.

 

 

 

… und wieder hatte einer eine Idee!

Das ist die Kleinanzeige …

ICH FAND DIESE KLEINANZEIGE IN DEN MALLORCA-BLÄTTERN und vermutete sofort, dass einer der sich 1. langweilt, oder 2. dringend Geld braucht, aber in jedem Fall viel Zeit hat, auf diesen Einfall gekommen war: Er fährt Autos heim nach Deutschland, oder holt sie dort, wenn die Besitzer lieber fliegen, aber auf der Insel nicht auf ihren Wagen verzichten möchten. Und: Sie können sogar den Hund oder die Katze im Auto lassen, der Chauffeur betreut sie „liebevoll“, wie er schreibt. Als Kontakt angegeben hat er seine mobile Inselnummer, bietet aber auch „WhatsApp und Telegram“. Clever? Klingt so. Erfolgschancen? Minimal, denke ich. Außerdem hat der Anbieter kein Honorar genannt und den Flug von/nach Mallorca muss man ja auch bezahlen. Ganz abgesehen von der Übernachtung auf der 1200 km-Strecke. Oder will der durchbrettern mit Wauwi und Mieze? Interessant als „What nich all gibt“ in jedem Fall …

Wer hat denn diese geile Nummer?

ICH WAR NICHT SCHNELL GENUG! Ich habe den schwarzen Geländewagen aus Österreich entgegen kommen gesehen, war in Schockstarre wegen seines Nummernschildes – und weg war er! Bevor ich ein Foto machen konnte, leider. Ein Typ aus Murau in der Steiermark, und da er wohl ein Haus in Cala Murada besitzt und er 2 von 6 Buchstaben eh fahren muss, hat er sich die Zulassung MU-RADA 1 geben lassen. Sollten Sie, lieber Besitzer der geilen Nummer, meinen Blog zufällig lesen, bitte melden Sie sich bei mir: axelthorer@yajoo.de – ich hätte gern ein Foto Ihres Wagens …

Das Geheimnis meiner „Ente“ …

Die „Ente“ frontal …
… die Seitenansicht …

KEINE ANGST, SIE WIRD NICHT AUS DEM VERKEHR GEZOGEN! Ich habe mich nur deshalb zu diesem Post entschlossen, weil mich so viele Leute immer wieder nach meinem blaugrauen, schweratmig röhrenden, fröhlich schunkelnden „2CV“ von Citroen, genannt „Ente“ oder „Pato“, fragen. Es gibt sogar freundliche Menschen, die behaupten, es sei „das bekannteste Auto auf Mallorca“ – nun ja, zumindest ist es eines der kuriosesten. Also, Ihr Lieben: Meine „Ente“ ist Jahrgang 1972, wurde am 8. Mai 1973 von meiner Großmutter gekauft und auf der Insel zugelassen und fährt seitdem, 44 Jahre lang, ununterbrochen, im Originalzu- stand, mit denselben Nummernschildern und ohne bemerkenswerte Schäden. Sie hatte im Sommer 2017 mehr als 130 000 km auf dem Buckel, das Verdeck war noch nie auf aus Angst, es nicht mehr schließen zu können,  sie wird täglich benützt, seit Beginn von einer Werkstat in Felanitx technisch versorgt und die Fenster kann man nur öffnen, indem man die Klappscheiben auf die Außenspiegel legt. Beim TÜV in Manacor gibt es einen Ingenieur, der sie unbedingt für 500 Euro kaufen möchte (was mir zu wenig ist) und sie jedes Jahr eigentlich nur durchwinkt, eine deutsche Dame bot mir 5000 Euro, „um die ‚Ente‘ geöffnet als dekorativen Behälter für meine Gartengeräte in meinem Park auf einen Sockel zu stellen“ (was ich im Namen meiner verblichenen Oma entrüstet ablehnte) und ein britischer Sammler stoppte mich letzte Woche auf der Straße, um sie „als Ersatzteillager für meine etwas jüngere Ente“ zu erwerben (ausschlachten? Das wäre Schändung … – no, Sir!). Nur mal so am Rande erwähnt: Als dieses Auto zugelassen wurde, habe ich geheiratet. Meine Ehe und meine „Ente“ sind also gleichaltrig und beide haben sich fabelhaft gehalten, finde ich …

Hier kann man noch tolle Oldtimer entdecken …

Ford A Double Phaeton 1928: 21 500 Euro
Mercedes-Benz Ponton 180D 1956:  17 000 Euro
Willys-Amphibien-Jeep M38: 26 000 Euro

NICHT MEHR SO VIELE WIE FRÜ- HER, aber dafür seltnere Modelle. Denn ich erinne- re mich mit Wehmut an die späten 50er-Jahre, als jede Menge Autos aus den 20er-, 30er- und 40er-Jahren über die Insel tuckerten. Bis nach den Touristen, die das nötige Geld auf die Insel brachten, die Aufkäufer-Heuschre- cken einfielen, die den Oldtimer-Besitzern, meist Bäuerlein, soviel Geld boten, dass diese ihre alten Karossen beglückt verkauften und sich gesichtslose moderne Wagen von der Stange/ Fließband anschafften. Aber ab und zu entdecke ich noch Fahrzeuge, die ich gerne hätte, was natürlich Unsinn ist, da ich am Ende einer nicht asphaltierten Straße lebe – an einem etwas breiteren Schafspfad. Aber 3 Beispiele möchte ich ihnen zeigen, die zur Zeit (Mai 2018) auf Mallorca angeboten werden …

Eine seltsame Geschichte …

Eine fette Strafe …

MEIN FREUND ROBERT HATTE EINEN UNFALL mit seinem neuen Fiat 500. Schuld war der andere, aber seine Frau war verletzt und musste ins Krankenhaus. Schaden insgesamt: rund 8000 Euro. Die Polizei aus einer größeren Stadt im Insel-Inneren nahm ein Protokoll auf – Anfang November. Dann passierte nichts. Wochenlang. Kein Polizeibericht über den Hergang und die Schuld des Anderen. Robert beauftragte einen Anwalt, der erkundigte sich mehrmals telefonisch – nichts. Nachfragen im Januar, Februar, März – nichts! Aber ohne Polizeibericht zahlte die Versicherung nicht, folglich reparierte die Werkstatt den Wagen nicht, und Robert (der eine Wohnung in Palma hat)  blieb außerdem auf den Krankenhauskosten sitzen. Da fuhr der Anwalt Ende April zur Polizei und die präsentierte ihm sofort eine Rechnung über 150 Euro – als „Bearbeitungsgebühr.“ Da war dem Anwalt, ein Mallorkiner, doch sehr erstaunt. 150 Euro weil Roberts Wagen ein deutsches Kennzeichen hat (aber er hatte ihn gerade erst von Hamburg nach Palma mitgenommen)? Der Anwalt beschwerte sich, aber es half nichts, die Beamten blieben stur – da zahlte er zähneknirschend (bekam sogar eine Quittung, als er sie verlangte) und erhielt, nach fast einem halben Jahr, den Polizeibericht! Mitte Mai durfte Robert seine Auto, tadellos repariert, aus der Werkstatt abholen und die Krankenhauskosten wurden von der Versicherung erstattet. Die hatte inzwischen auch die Reparatur bezahlt. Das ging dann sehr schnell. Aber wieso ließ sich die Polizei für die Beurteilung eines Auffahrunfalls fast 6 Monate Zeit? Und wieso kassierte sie „Bearbeitungsgebühr“? Mallorkinische Rätsel …