Auto

Schon mal einen Hirsch von rechts gesehen?

ICH NICHT! NICHT MAL VON LINKS ... – es gibt kein Hochwild auf der Insel, abgesehen von den scheuen Bergbewohnern, den Balea- rischen Wildziegen. Und dennoch habe ich an der Ostküste dieses Verkehrsschild gesehen, das davor warnt, dass einem ein Hirsch vors Auto springen könnte. Was ja nicht möglich ist, aber wer oder was ist damit gemeint? Kühe, Pferde, Muli, Esel, Schafe, Ziegen? Oder hat irgendeine verquere EU-Anordnung die Mallorkiner veran- lasst, dieses Wildwechsel-Zeichen völlig sinnlos an ihre in dieser Be- ziehung sicheren Straßen zu platzieren?

 

 

 

Alle loben dieses Schiff

So sieht die neue Fähre von Südfrankreich nach Alcudia aus …

ES IST DIE VON TOULON NACH ALCUDIA. Sie sei fast genauso schnell wie die von Barcelona nach Palma und wesentlich angenehmer, weil es viel mehr Kabinenauswahl gebe. Sie verfüge über 4 ausgezeichnete und preiswerte Restaurants, man könne seinen Hunde überall mitnehmen, die Mannschaft sei von ausgesuchter Höflichkeit, und das Beste: Sie sei mit rund 190 Euro (für eine Strecke) auch noch wesentlich billiger! Franzosen betreiben den Fährverkehr, mit dem man um 19 Uhr in Toulon startet und um 6 Uhr in Alcudia ankommt. Ein Freund sagte sogar: „Du wirst direkt von der Autobahn problemlos zum Schiff geführt – jetzt erinnere Dich mal an das Tohuwabohu im Hafen von Barcelona!“ Ich hab‘ die neue Verbindung noch nicht ausprobiert, weil ich ein Auto auf der Insel habe. Aber ich verlass‘ mich auf die Meinung erfahrener Reisender, deren positive Stimmen sich auffallend mehren. Es scheint, dass sich die Spanier warm anziehen müssen …

Fahrer kommt bei Anruf!

Fahren mit Chauffeuse …

IDEE GUT, ABER KANN MAN IHR VERTRAUEN? Ich fand diese Anzeige in den deutschen Blättern, versteckt unter „DIES & DAS“. Für Residenten, die sich nicht im eigenen Auto über die Insel trauen, oder keins haben, oder zu träge sind, oder sich nicht allein in eine Klinik trauen – aber ein paar Euro erübrigen können. Die haben jetzt die Chance, mal raus zu kommen oder was erledigen zu lassen. Unter folgender Bedingung: „Minimum halber Tag gegen Pauschale.“ Ich hab‘ angerufen, wollte den genauen Preis wissen, es ist eine nett klingende Chauffeuse namens Birgit, die ihre Basis in Palma hat, und sie verlangt für 4 Stunden 220 Eurofür maximal drei Personen in ihrem Mercedes der A-Klasse … 

Wer, bitte, darf hier nicht fahren?

Was sieht man da?

ALSO ENTWEDER IST DAS EIN VERBOTSSCHILD VON ANNO DUNNEMAL – oder in Portocristo verkehren Fahrzeuge, die man sonst nirgendwo sieht! Ich stand davor und rätselte: ein Oldtimer-Bus? Ein 12-sitziges Safari-Auto? Ein Reparaturwagen der nordkoreanischen Verkehrsbetriebe? Ein Eigenbau zum Kindergeburtstag? Das Schild ist mitten im Ort angebracht und verbietet dem, den’s betrifft, eine Straße zum Hafen hinunter zu befahren. Aber wer soll sich da betroffen fühlen? Ein kleines Kuriosum, witzig, finde ich, und ich werde mal nachfragen, ob ich es haben kann. Dann werde ich auch erfahren, für oder gegen wen es gedacht ist, das teile ich dann sofort mit …

… und die Gemeinde mauert!

Hier geht’s ja noch …
… hier wird’s tief …
… und das ist ganz arg!

WAS MAN HIER SIEHT, IST DIE STRASSE, AN DER ICH LEBE! Nicht asphaltiert, 1 km lang, den Berg hoch und in 16 Häusern von 16 Familien bewohnt: 6 Mallorkiner, 5 Deutsche, 3 Schweizer und 1 Französin. Ab und zu ist die Straße kein Camino, sondern ein Torrente. Wenn’s regnet. Und wenn’s dann wieder trocken ist, bleibt ein Bachbett zurück. Das ruiniert selbst Traktoren und schwere Geländewagen. Weil sich bis zu 30 cm tiefe Canyons auftun und tiefe Seen entstehen. Und weil Felsbrocken nach oben geschwemmt werden. Seit Jahren versuchen die Anwohner, die zuständige Stadt Manacor um Abhilfe zu bitten – vergeblich! Das Problem: Nur 16 Anwohner und 9 davon sind Ausländer, die nicht ständig an dieser Straße wohnen. Nun gut, ich sehe das ein: Nach den Unwettern gibt es schlimmer Betroffene. Solange wir noch irgendwie rauf und runter kommen, liegt kein echter Notfall vor. Begriffen! Dennoch: Der Weg ist Gemeindegebiet und auch die 6 Ausländer zahlen Steuern, und das nicht zu knapp! Wir verlangen ja nichts, wir bitten nur (seit Jahren) …

 

 

E-Autos: Soweit sind wir jetzt schon!

Gesehen in Portocristo …

ZUMINDEST IN PORTOCRISTO, da habe ich auf dem großen Parkplatz im Zentrum das Arrangement gesehen, das ich hier zeige: Zwei  Flächen nur für E-Autos („Exzepte Vehicles Electrics en Carrega“ – Ausgenommen Elektro-Fahrzeuge, die aufgeladen werden), das dazugehö- rige Halteverbotsschild und eine Aufladestati- on mit zwei Zapfstellen. Portocristo gehört zu Manacor und somit gratuliere ich dem dortigen Gemeinderat zu seiner weitsichtigen Entschei- dung. Ich vermute allerdings, dass es mehrere solche E-Park- & Zapfplätze auch in kleineren Insel-Orten gibt, gestern in Palma habe ich mindestens ein Dutzend gesehen – Mallorca macht sich! Aber die an der Touristenküste waren die ersten, die ich bemerkt habe.

Eine attraktive Waldbrand-Warnung …!

Hübsch und eine gute Idee …

DIE REGIERUNG DER BALEAREN HAT DIESEN STICKER DRUCKEN LASSEN – mit gezeichneten Dramen, schön bunt und groß wie Joghurtbecher-Deckel. Gleich mit der dicken Notrufnummer 112 und den (angeblichen) Hauptursachen für die Brände in den Baumbeständen: Feuerwerk, Zigarettenkippen aus dem Auto werfen und Grillen. Es wird erwartet, dass die Insulaner (Residenten und Leihwagenmieter) die Sticker auf ihre Autos pappen und die Verbote verinnerlichen. Ob’s hilft, steht noch nicht fest, den Versuch ist’s aber wert.

 

 

 

… und wieder hatte einer eine Idee!

Das ist die Kleinanzeige …

ICH FAND DIESE KLEINANZEIGE IN DEN MALLORCA-BLÄTTERN und vermutete sofort, dass einer der sich 1. langweilt, oder 2. dringend Geld braucht, aber in jedem Fall viel Zeit hat, auf diesen Einfall gekommen war: Er fährt Autos heim nach Deutschland, oder holt sie dort, wenn die Besitzer lieber fliegen, aber auf der Insel nicht auf ihren Wagen verzichten möchten. Und: Sie können sogar den Hund oder die Katze im Auto lassen, der Chauffeur betreut sie „liebevoll“, wie er schreibt. Als Kontakt angegeben hat er seine mobile Inselnummer, bietet aber auch „WhatsApp und Telegram“. Clever? Klingt so. Erfolgschancen? Minimal, denke ich. Außerdem hat der Anbieter kein Honorar genannt und den Flug von/nach Mallorca muss man ja auch bezahlen. Ganz abgesehen von der Übernachtung auf der 1200 km-Strecke. Oder will der durchbrettern mit Wauwi und Mieze? Interessant als „What nich all gibt“ in jedem Fall …

Wer hat denn diese geile Nummer?

ICH WAR NICHT SCHNELL GENUG! Ich habe den schwarzen Geländewagen aus Österreich entgegen kommen gesehen, war in Schockstarre wegen seines Nummernschildes – und weg war er! Bevor ich ein Foto machen konnte, leider. Ein Typ aus Murau in der Steiermark, und da er wohl ein Haus in Cala Murada besitzt und er 2 von 6 Buchstaben eh fahren muss, hat er sich die Zulassung MU-RADA 1 geben lassen. Sollten Sie, lieber Besitzer der geilen Nummer, meinen Blog zufällig lesen, bitte melden Sie sich bei mir: axelthorer@yajoo.de – ich hätte gern ein Foto Ihres Wagens …

Das Geheimnis meiner „Ente“ …

Die „Ente“ frontal …
… die Seitenansicht …

KEINE ANGST, SIE WIRD NICHT AUS DEM VERKEHR GEZOGEN! Ich habe mich nur deshalb zu diesem Post entschlossen, weil mich so viele Leute immer wieder nach meinem blaugrauen, schweratmig röhrenden, fröhlich schunkelnden „2CV“ von Citroen, genannt „Ente“ oder „Pato“, fragen. Es gibt sogar freundliche Menschen, die behaupten, es sei „das bekannteste Auto auf Mallorca“ – nun ja, zumindest ist es eines der kuriosesten. Also, Ihr Lieben: Meine „Ente“ ist Jahrgang 1972, wurde am 8. Mai 1973 von meiner Großmutter gekauft und auf der Insel zugelassen und fährt seitdem, 44 Jahre lang, ununterbrochen, im Originalzu- stand, mit denselben Nummernschildern und ohne bemerkenswerte Schäden. Sie hatte im Sommer 2017 mehr als 130 000 km auf dem Buckel, das Verdeck war noch nie auf aus Angst, es nicht mehr schließen zu können,  sie wird täglich benützt, seit Beginn von einer Werkstat in Felanitx technisch versorgt und die Fenster kann man nur öffnen, indem man die Klappscheiben auf die Außenspiegel legt. Beim TÜV in Manacor gibt es einen Ingenieur, der sie unbedingt für 500 Euro kaufen möchte (was mir zu wenig ist) und sie jedes Jahr eigentlich nur durchwinkt, eine deutsche Dame bot mir 5000 Euro, „um die ‚Ente‘ geöffnet als dekorativen Behälter für meine Gartengeräte in meinem Park auf einen Sockel zu stellen“ (was ich im Namen meiner verblichenen Oma entrüstet ablehnte) und ein britischer Sammler stoppte mich letzte Woche auf der Straße, um sie „als Ersatzteillager für meine etwas jüngere Ente“ zu erwerben (ausschlachten? Das wäre Schändung … – no, Sir!). Nur mal so am Rande erwähnt: Als dieses Auto zugelassen wurde, habe ich geheiratet. Meine Ehe und meine „Ente“ sind also gleichaltrig und beide haben sich fabelhaft gehalten, finde ich …