Bücher

Die Wurst und der Weltbestseller …

NATÜRLICH KENNEN SIE J. P. SALINGER! Den geheimnisumwitterten US-Schriftsteller mit dem globalen Bestseller „Der Fänger im Roggen“. Der sich jahrzehntelang eingemauert hatte, weil er nichts mehr zu tun haben wollte mit der Welt da draußen. In dessen Mönchstum eines Tages der berühmte Reporter Ron Rosenbaum eingedrungen war – und bei ihm entdeckte ich folgende interessante, sich auf Mallorca beziehende Episode (wobei klar sein sollte, dass S. eben jener Salinger ist):

Übersetzt heißt das: In dem Städtchen im US-Staat New Hampshire, in dem sich Salinger versteckte, gab es einen Delikatessen-Laden, in dem er inkognito einkaufte und zwar besonders gern eine „ländliche Salami“ namens „Soppressata“, die er „dünn geschnitten und in mehreren Lagen“ bevorzugte. Wobei Rosenbaum spekuliert, dass Salinger sie im Geschäft seines Vaters kennen gelernt haben könnte, der ein New Yorker Importeur von Fleisch- und Käsewaren war. Interessant, nicht? Wobei ich aber heftig dagegen protestiere, Sobrassada als „junk food“ zu bezeichnen …

Sic transit gloria mundi …

… SAGTEN DIE ALTEN RÖMER: „So vergeht der Ruhm der Welt“. Und in diesem Kleinanzeigen-Fall gleich dreimal: 1. verschwand die Galeria Sailer in Santanyi, Schatzkammer kostbarer Webstoffe (weil die wohlhabenden Finca-Banausen einen billigen Perserteppich nicht von einem antiken Kelim unterscheiden wollen/können), 2. vermag man dadurch den glockenhellen und einst hochgeschätzten Tenor von Señor Sailer nicht mehr zu vernehmen, und 3. hält uns diese Kleinanzeige vor Augen, dass der legendäre Brockhaus im Zeitalter von Google nichts mehr wert ist. Man kann ihn in der ehemaligen Galeria Sailer gratis abholen, denn natürlich bringt es Señor Sailer nicht übers Herz, die 24 Bände auf den Müll zu werfen (wie mir mein Leib-Antiquar geraten hatte: „In eine Umzugskiste packen, zum Wertstoffhof  und in den Papierfresser! Für den kriegen Sie nicht mal 5 Euro …!“). Wie wahr: Bei Ebay wird eben jener Brockhaus für 1 Euro angeboten – mit Selbstabholung irgendwo in der Wallachei …

Noch ’n Gedicht! Poesie Nr. 7 …

ICH HABE HERUMGEHORCHT und zu meiner großen Überraschung entdeckt, dass anscheinend Hunderte von unter uns lebenden Menschen Mallorca-Gedichte reimen und veröffentlichen – in Büchern und im Internet. Zum Teil sind es seitenlange Balladen, andere wirken eher wie balearische Haikus. Einerseits erheitern sie, was sicher oft nicht in der Absicht des Lyrikers lag, andererseits gibt es aber auch professionelle Poesie von literarischer Klasse. Ich werde von nun an jede Woche einen der Reimer mit einer Strophe vorstellen und zwar diesmal Roman Herberth – und sein Gedicht „Auf der Insel Mallorca“, das ein paar kecke Reime enthält:

… und dann folgen 4 Strophen, die eine Insel-Werbung sein könnten. Auf der Zunge zergehen lassen und viel Spaß beim Staunen! Sollte der Wunsch bestehen, die Gedichte vollständig zu lesen, so verweise ich auf Google

Wem die Originale zu teuer sind …

… FÜR DEN HABE ICH HIER 4 BÜCHER ZU ERSCHWING- LICHEN PREISEN! Sie erin- nern sich: Vor ein paar Wochen habe ich den für mich interes- santesten Maler auf Mallorca vorgestellt: Andreu Maimó aus Felanitx. Dessen „Spezialitä- ten“ vielfältige, aber kahle Bäume, vergammelndes Obst & Gemüse sowie bezaubernde Porträts sind. Ein Freund, der durch meine Vermittlung Maimós Atelier besuchen konnte, moserte ein bisschen, dass er nicht gefunden habe, „das weniger als 1500 Euro kostet.“ Was absolut kein Preis ist für das, was dieser gewaltige Maler auf die Leinwand bringt! Lösung: Es gibt eine ganze Reihe bezaubernder Bücher, in denen Maimó entweder Gedichte illustriert oder seine Kunst präsentiert. Vier stell‘ ich hier vor, und eins ist schöner als das andere. Aber grundsätzlich kann ich nur nochmal sagen: Ich würde, wenn ich könnte, von Maimó auf einen Schlag Bilder und Skulpturen für 50 000 Euro kaufen! Und ich wüsste, dass sie in spätestens 10 Jahren 500 000 Euro wert sind …

Noch ’n Gedicht! Poesie Nr. 6 …

ICH HABE HERUMGEHORCHT und zu meiner großen Überraschung entdeckt, dass anscheinend Hunderte von unter uns lebenden Menschen Mallorca-Gedichte reimen und veröffentlichen – in Büchern und im Internet. Zum Teil sind es seitenlange Balladen, andere wirken eher wie balearische Haikus. Einerseits erheitern sie, was sicher oft nicht in der Absicht des Lyrikers lag, andererseits gibt es aber auch professionelle Poesie von literarischer Klasse. Ich werde von nun an jede Woche einen der Reimer mit einer Strophe vorstellen und zwar diesmal Andreas Kley – und sein eher mühsam erotisches Gedicht „Du Insel“, das reimmäßig etwas holpert:

… und dann folgen 4 Strophen eines Stranderlebnisses. Auf der Zunge zergehen lassen und viel Spaß beim Staunen! Sollte der Wunsch bestehen, die Gedichte vollständig zu lesen, so verweise ich auf Google

Jetzt aber ran an das Kochbuch!!!

… und das Kochbuch
Toni Ramon und Maria Pinya …

IN DER TRAUER UM DAS RESTAURANT „SA SINIA“ in PORTOCOLOM (gesch- lossen nach fast 100 Jahren) erwacht der Ehrgeiz: das Kochbuch „Mallorca in Ihrer Küche“ zu kaufen. Es ist das heiterste, professionellste, authentischste und originell- ste Rezept- und Küchenver- öffentlichung der Insel. Ges- taltet auf 93 Seiten innen und außen vom großen Maler Miquel Barcelo, bestückt mit alten Fotos aus Familienbesitz, voller skurriler Schnur- ren, geliefert vom damaligen Chef, dem legendären Toni Ramon, geschrieben von der Philologin Maria Antonia Pinya, fabelhaft übersetzt von Hartmut Botsmann – und die Rezepte stammen von den sagenhaften Köchinnen Maria Martorell und Maria Ramon. Das Buch, auf Deutsch erschienen 2006, kostete mal 18 Euro, als es noch im „Sa Sinia“ zu haben war, jetzt ist es höchs- tens noch antiquarisch zu bekommen (Editorial el far, ISBN 978 8493 283 780), aber es ist jede noch so große Mühe wert! 

Noch ’n Gedicht! Poesie Nr. 5 …

ICH HABE HERUMGEHORCHT und zu meiner großen Überraschung entdeckt, dass anscheinend Hunderte von unter uns lebenden Menschen Mallorca-Gedichte reimen und veröffentlichen – in Büchern und im Internet. Zum Teil sind es seitenlange Balladen, andere wirken eher wie balearische Haikus. Einerseits erheitern sie, was sicher oft nicht in der Absicht des Lyrikers lag, andererseits gibt es aber auch professionelle Poesie von literarischer Klasse. Ich werde von nun an jede Woche einen der Reimer mit einer Strophe vorstellen und zwar diesmal Roswitha Buding – und ihr witzig gemeintes Gedicht „Dreiste Diebinnen auf Mallorca“:

… und dann folgen 3 Strophen a la Ballermann. Auf der Zunge zergehen lassen und viel Spaß beim Staunen! Sollte der Wunsch bestehen, die Gedichte vollständig zu lesen, so verweise ich auf Google

Noch ’n Gedicht! Poesie Nr. 4 …

ICH HABE HERUMGEHORCHT und zu meiner großen Überraschung entdeckt, dass anscheinend Hunderte von unter uns lebende Menschen Mallorca-Gedichte reimen und veröffentlichen – in Büchern und im Internet. Zum Teil sind es seitenlange Balladen, andere wirken eher wie balearische Haikus. Einerseits erheitern sie, was sicher oft nicht in der Absicht des Lyrikers lag, andererseits gibt es aber auch professionelle Poesie von literarischer Klasse. Ich werde von nun an jede Woche einen der Reimer mit einer Strophe vorstellen und zwar diesmal Hermann Knödelesser – und sein Gedicht „Das Mädchen von Mallorca“, das sich durch eine heitere Wortwahl auszeichnet:

… und dann folgen 7 Strophen (wobei ich davon ausgehe, dass der Name ein Scherz-Pseudonym ist). Auf der Zunge zergehen lassen und viel Spaß beim Staunen! Sollte der Wunsch bestehen, die Gedichte vollständig zu lesen, so verweise ich auf Google

Achtung, Comic-Freunde, ein Tipp, der aber nicht komisch ist …!

ES IST KEINE FRÖHLICHE LEKTÜRE, aber fabelhaft wie so vieles, was von mallorkinischen Zeichnern stammt! Pedro J. Colombo heißt er und er hat in einem großformatigen Band das Schicksal des Fotografen Francisco Boix dargestellt. Der überlebte das KZ Mauthausen (als Hilfsfotograf der SS), schaffte es, seine Fotos rauszuschmuggeln und Colombo hat aus ihnen und den Erzählun- gen von Boix diesen Comic geschaffen, an dem nichts komisch ist, aber der so heißt, weil er zum Genre gehört. Name: „Der Fotograf von Mauthausen“. Das Buch kostet 29 Euro, ist auch auf Deutsch erschienen und für Mallorca ist es insofern bedeutend, als es auch  das grausige Leben der 60 Insulaner beschreibt, die in Mauthau- sen gequält wurden.

 

Noch ’n Gedicht! Poesie Nr. 3 …

ICH HABE HERUMGEHORCHT und zu meiner großen Überraschung entdeckt, dass anscheinend Hunderte von unter uns lebenden Menschen Mallorca-Gedichte reimen und veröffentlichen – in Büchern und im Internet. Zum Teil sind es seitenlange Balladen, andere wirken eher wie balearische Haikus. Einerseits erheitern sie, was sicher oft nicht in der Absicht des Lyrikers lag, andererseits gibt es aber auch professionelle Poesie von literarischer Klasse. Ich werde von nun an jede Woche einen der Reimer mit einer Strophe vorstellen und zwar diesmal Gerhard Ledwina – und sein besonders für Fahrradfreunde interessantes Gedicht, das reimmäßig etwas holpert:

… und dann folgen einige Zeilen mit Insel-Begebenheiten. Auf der Zunge zergehen lassen und viel Spaß beim Staunen! Sollte der Wunsch bestehen, die Gedichte vollständig zu lesen, so verweise ich auf Google