Corona

Großartig großzügig …

ICH SAG’S JA IMMER WIEDER: Nach dem „Can March“ in Manacor ist das „Can Bernat“ in Portocolom das beste authentisch-mallorkinische Restaurant! Papa & die Söhne bedienen, Mama kocht meisterlich, täglich das gleiche nette Stammpublikum an der Theke, 70 % einheimische Gäste, eine köstlich-traditionelle Speisekarte, die besten Weine der Insel, gelegen über der Cala Marcal mit einer Terrasse unter alten Bäumen– und dann das: Ich war mit meinem Sohn nach langer Corona-Pause 2021 zum 1. Mal wieder da und der Wirt Miguel begrüßte uns nicht nur wärmstens, sondern präsentierte uns anschließend diese fabelhafte Rechnung: „Eingeladen“ zu 3 Vorspeisen! Aus Freude über unsere Rückkehr! Als großzügige Geste nach der Quarantäne! Da kann ich nur sagen: Respekt, Miguel, uns siehst Du oft wieder …

Arme Cala Varques …!

UNGLAUBLICH, WAS ICH EBEN ERLEBT HABE! Ich bin eben auf der Straße vorbeigefahren am Zugang zur Bucht – und habe beim 200. geparkten Auto angehört zu zählen. ZWEIHUNDERT! Ich musste Schritt fahren, so dicht haben sich rund mehrere Dutzend PKW neben die Straße geklemmt, als alle anderen Parkmöglichkeiten dicht waren. Dazu kam die Kolonne der Badewilligen mit ihren ausladenden Gummireifen, Luftmatratzen, Eimerchen & Schäufelchen, dicken Taschen, breiten Hüten, Klein-Else und Oma Helga. Ein Zug der Lemminge in Schwimmsuits. Nicht zu fassen: Die Cala Varques ist ja wirklich traumhaft südseehaft schön, aber der Zugang ist mühsam, Exhibitionisten haben sie gestürmt (verkleidet als Nacktbader), Camper nisteten sich ein und am Strand geht’s enger zu als im Leichenschauhaus. Corona? Nie gehört in der Varques … – ein Virus-Hotspot

Ganz schlechte Nachrichten …

Von solchen Schlagzeilen sollte man sich nicht täuschen lassen …

… VOM IMMOBILIENMARKT! Zwar lese ich dauernd, wie erfreulich (für wen?) die Preise anzögen, aber scheinbar gilt das nur in schicken Urbanisationen und mitten in Palma. Draußen auf dem Land stürzen die Preise so ab, dass einem Angst und Bange wird, wenn man dort etwas besitzt (wie ich), und ich weiß von ganz Schlauen, die sich jetzt Pracht-Immobilien in der Provinz schnappen. So kaufte ein Berliner Banker einen zu Manacor gehörenden, ummauerten Besitz mit Herrschaftsvilla, Gästehaus, Vierfach-Garage, 25 x 7 m-Pool, Außenküche, 7000 qm Grund und Meerblick für … – lächerliche 450 000 Euro!!! Und das 300 m von der Hauptstraße und 4 km vom nächsten Ort entfernt! Ein Arzt aus Bayern zahlte nur 400 000 Euro für eine alte, aber bis zuletzt bewohnte Finca auf 20 000 qm Land (!) mit eigener Quelle und reichem Bestand an Mandel-, Feigen- und Olivenbäumen. Das sind Liegenschaften, die hätten vor 2 Jahren noch mindestens 1 Million gekostet. Grund: Die Leute brauchen Geld und zwar schnell und cash …

Da hatte „Weingruber“ eine tolle Idee …

So ähnlich sieht’s aus …
… in diesem Restaurant …
… mit Stammtisch-Glocke!

… EINEN „STAMM- TISCH“ AUF DEM MARKT- PLATZ IN SON MACIA! Er findet jeden Mittwoch um 18:30 Uhr in die- sem kleinen Ort zwischen der Ostküste und Manacor statt, es erscheinen immer so um die 20 Gäste, vor allem Deutsche und Schweizer, aber auch andere Deutsch sprechende, gestandene Leute, die gute Karrieren hinter sich haben (Staatsanwalt, Banker, Modeunternehmer, Anwalt, Kapitän, Maler, um ein paar zu nennen) und Fincas im Umland besitzen. Die hocken an zwei langen Tischen, Männlein und Weiblein getrennt (das hat sich als günstiger herausgestellt), der Gesprächsstoff geht nie aus (die Witze auch nicht) und Wirtin Emily bekocht die Gruppe, beim letzten Mal gab’s köstliche Lammschulter, aber man kann auch a la Carte bestellen. Erfunden hat das Ganze vor etwa 20 Jahren der einst wohlbekannte Weinhändler- und -kolumnist Norbert Deingruber, von mir seit jeher „Weingruber“ getauft, und seine Idee blüht und blüht, und das besonders in der Einsamkeit der Corona-Quarantäne. Was mir auffiel: Wie gut sich die sonst eher fremdelnden Schweizer mit den Deutschen verstehen, und dass nie Streit ausbricht, weil alle Teilnehmer im Grunde die gleichen Sorgen und Freuden des Lebens im Ausland bewegen. Eine wirklich tolle Veranstaltung …

Von wegen „Delta-Variante“ …

MAN SOLLTE JA KEINE WITZ- CHEN MA- CHEN über einen Virus, der Menschen umbringt! Aber manchmal hilft ein wenig Spaß über die Tristesse der Corona-Zeit hinweg und so erlaube ich mir, von meinem Schrecken zu berichten, der mich in zwei Cafés der Insel befiel, nachdem ich zwei Cortado bestellt hatte: Sie wurden in Tässchen mit der Aufschrift „Delta“ serviert! Nun bin ich ja nicht ganz blöd und weiß, dass „Delta“ eine Böhnchen-Marke ist, die den Kaffeehausbesitzern Porzellan als PR liefert, und dass auf den Tässchen „Delta“ steht, war jahrelang belanglos. Aber jetzt, da die so genannte „Indische Variante“ als Todbringer um den Erdball rast, mutet ein derartiges Gefäß doch befremdlich an. „Haben Sie keine anderen Tassen?“, habe ich eine Kellnerin gefragt, aber sie starrte mich so entgeistert an, als hätte ich sie um andere Füße gebeten …

Achtung, hier spricht Axel Thorer!

So saß ich in Palma im Studio …

MAN ERLAUBE MIR EIN PAAR ZEILEN EIGEN-PR! Denn ich habe dieser Tage beim Insel-Radio, dieser segensreichen Kommunikation auf Mallorca, neue Folgen meiner nun schon seit über 10 Jahren scheinbar sehr beliebten Kolumne abgeliefert (auf Band). Die werden nun die kommenden Monate vermutlich zweimal am Tag gesendet werden, meist kurz vor 8 und kurz vor 14 Uhr, die Kolumne heißt diesmal „Das Leben geht weiter, Leute!“, bezieht sich auf die blöde Corona-Zeit und steckt voller Tipps zu sehenswerten Menschen, Orten, Ereignissen und Dingen. Meine Beiträge sind mit Absicht nie gelabert lang, sondern prägnant kurz, so um die 2 1/2 bis 3 Minuten – und ich empfehle Papier & Bleistift parat zu haben, denn ich nenne auch Adressen, Telefonnummern und andere nützliche Hinweise. Also, bitte, beim Frühstück und Mittagessen ein bisschen Thorer lauschen …

So fährt man ohne TÜV/itv …

... MIT EINEM BLATT PAPIER, gedruckt aus dem Internet und versehen mit einem dieser listigen Codes! Es ist nämlich so, dass in diesem Moment Tausende auf der Insel herumfahren und seit 1 bis 1 1/2 Jahren keine Auto-Inspektion machen lassen konnten. Erst ging’s wg. Corona gar nicht, nun sind die Prüfer derart überlastet, dass ich, als ich am 26. Juni in Manacor einen Termin haben wollte, frühestens einen am 31. August bekam – das sind satte 9 Wochen! Und was mache ich, wenn mich die Polizei stoppt? Da sagte der hilfreiche TÜV-Caballero: „Jetzt haben Sie ja einen Termin von uns bekommen, nun füllen Sie das Formular von unserer Website aus, drucken es, legen es ins Handschuhfach – und zeigen es vor, wenn Sie kontrolliert werden!“ Sehr nett, gracias, und so geschah es. Damit sichtbar ist, wie so ein Beleg aussieht, zeige ich ihn hier– und dass mir ja keiner meinen Code klaut, denn das geschieht auch dauernd, wie ich höre …

Wieder verabschiedet sich eine Institution …

… DIESMAL EIN SEHR GESCHÄTZTES RESTAURANT! Das „Estragon“ in Felanitx, äußerst beliebt bei Feinschmeckern, oft ausgebucht, geführt von einem mallorkinisch-deutschen Ehepaar, German (er heißt wirklich so – Zufall!) in der Küche, seine Anna im Service. An einem lauschigen Platz, beschützt von üppigem Grün, und es gab viele, die kilometerweit gefahren sind, um hier zu speisen (man findet die interessante Menükarte noch im Internet). Als ich gestern am „Estragon“ vorbeifuhr, klebte an den gelben Persianas der fatale Zettel SA VENDE! Ich war kein besonderer Fan dieses Restaurants, kam irgendwie nicht klar mit der launischen Anna, aber dennoch tut es mir herzlich leid, wenn so eine geschätzte Institution, die sich durchgesetzt hat mehr als zwei Jahrzehnte lang, plötzlich verschwindet, nur weil so ein saublöder Virus aus Wuhan in China über ein gesundes gesellschaftliches Gefüge herfällt. Oder gibt es einen anderen Grund? Egal, das SE VENDE ist als Menetekel deutlich genug …

Was wirklich passiert bei der Einreise ..

ICH VERSTEH‘ NICHT, WARUM EINEM KEINER SAGT, wie’s wirklich zugeht! Also: Man steigt maskiert aus dem Flugzeug und marschiert, wie immer, endlose Gänge entlang bis zur Gepäckausgabe. Auf dem Weg wird man vier Mal kontrolliert!!! Hat man den von Spanien verlangen Code auf dem Smartphone und hält das hoch, wird man dreimal nach rechts abgeleitet und durchgewinkt; besitzt man den Code nur gedruckt auf Papier, wird man nach links abgeleitet und steht in einer längeren Schlange. Dann kommt die vierte Kontrolle und die ist heftig: Da scannt einer den Code, man muss Pass oder Personalausweis vorlegen, die Daten im Dokument und auf den Code werden verglichen und erst dann darf man einreisen! Das alles bedingt, dass die Laufbänder im gesamten Flughafen abgestellt sind (sonst könnte man die Schlangen nicht so gut überwachen) und selbst Fußkranke dieser endlosen Hatscherei unterworfen werden. Tja, das ist die Realität … 

Warten auf Band 2 – aber …

… DER KLUGE KURT BLANK IST LEIDER KRANK! Der Autor des Werkes, das eine Lücke in der Mallorca-Literatur schloss: „Die Geschichte Mallorcas und sein Christentum“ (im Eigenverlag, 25 Euro, erhältlich auf Deutsch und Mallorquin). Dann machte er, der Unternehmer, Informatiker, Historiker und Bewohner von Cala Murada, sich mit nahezu 80 Jahren daran, einen 2. Band zu schreiben, die Fortsetzung ab 715 n. Chr. War fast fertig, da zwang ihn die Krankheit zum Aufhören, und es war nicht das Virus, der ihn befiel, sondern eine scheußliche OP-Folge. Jetzt hat sich seine ebenso kluge Frau Birgitta, die schon immer auch seine Assistentin war, an das Manuskript gesetzt und ich habe meine Hilfe als Lektor angeboten, weil ich möchte, dass dieses Buch erscheint, das so spannend, informativ und wichtig ist wie Band 1 – ich kenne Auszüge und bin begeistert. Herr Blank, alles Gute, vielleicht sogar schnelle Rekonvaleszenz, wir brauchen Sie dringend …