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Perscheid ist ein Philosoph!

Das ist der Cartoon …

ER ZEICHNET ÄHNLICHE CARTOONS WIE DER GROSSE GARY LARSON und er beschäftigt sich ab und zu mit Mallorca: Martin Perscheid (*1966). Seine betexteten Zeichnungen zeugen (meistens) von großer Weisheit und eine habe ich mir neben mein Badezimmerfenster gehängt, da man von dort das Meer sieht und sein Cartoon das zum Thema hat. Mit der Legende: „Helmut wartete. Er wusste, irgendwann würde ein Wal stranden. Und dann wäre er der Held.“ Das ist großartig und macht mir jeden Morgen beim Rasieren Spaß. Ich kann das so nachvollziehen, das ist philosophisch nachdenklich und herrlich naiv träumerisch. Es wird Zeit, dass Perscheid einen Sammelband seiner Insel-Cartoons veröffentlicht …

 

 

 

Da irrst Du peinlich, Ursula!

SIE IST PRIVAT EINE REIZENDE PERSON, diese TV-Darstellerin Ursula Karven. Aber als sie Mallorca enttäuscht verließ, nach Jahren auf der eigenen Finca und einigen Liebschaften, da war sie so dämlich, u. a. folgenden Grund anzugeben: Mallorca biete ihr nicht genügend „Kultur“, die wünsche sie sich aber, und deshalb ziehe sie nach Berlin um. Mein Gott, wie peinlich! Auf keinem anderen Fleck auf Erden gibt es mehr anspruchsvolle Veranstaltungen als auf Mallorca – vergleichbar nur mit New York, Paris oder London. Vernissagen, Theaterpremieren, Happenings, Opern, Konzerte, Führungen, Ausstellungen, Eröff- nungen, Messen, Märkte, Kongresse, Shows, Buchvorstellungen, Signierstunden und so weiter und so weiter. Und das auf drei Bühnen: für Ausländer, unter den Einheimischen und an beide gerichtet. Wer be- hauptet, hier gebe es zu wenig Kultur, der hat selbst keine, liebe Ursula – oder ist eben doch einfach nur eine Party-Tussi, die sich kulturell an „Gala“ orientiert …

Na, na, na – „Can Davero“!

… und das die zweite!
Das ist die erste Übertreibung …

DASS DIE KONKURRENZ HART IST, DAS WEISS ICH – und dass die Hoteliers ordentlich auf die Kacke hauen müssen, um Gäste an- und von der Konkurrenz wegzu- locken, verstehe ich. Aber manchmal wird derart über- trieben, dass eigentlich nur der ignoranteste Tourist auf die Behauptungen reinfallen kann. Dabei mag ich den Besitzer von „Can Davero“, er hat in vielen harten Jah- ren ein Schatzkästchen aus seinem Besitz bei Binissa- lem gemacht. Aber ihn „das letzte Paradies der Insel“ zu nennen, ist keck. Und dass man „in 20 – 30 Minuten 150 Strände“ erreichen kann, da muss ich kichern. Lieber Freund, nimm den Fuß vom Gas und biete den Leuten an, 1. was wahr ist, und 2. was sie nur bei Dir bekommen, das reicht für gute Umsätze …

Manchmal bleibt einem die Spucke weg …

… BEI DER DREISTIGKEIT EINIGER LEUTE! Wie diesem tyke, der gleich seine Email-Adresse angibt, damit man auf sein PayPal-Konto überweisen kann. Warum? Man glaubt es kaum: „Für mein privates Ökoprojekt“, das es noch nicht mal gibt, sondern es ist „in Planung“. Erklärt wir nichts in der Kleinstan- zeige einer deutschen Zeitung auf Mallorca, man weiß also nicht, wofür man Geld geben soll, da kann man sich großzügigerweise erkundigen – und zum Schluss ringt sich der Spendensammler ein „Vielen Dank“ ab. Ich sag’s ja immer wieder: Solche schrägen (und meist deutschen) Typen wie auf unserer Insel trifft man sonst nirgendwo …

Zugreifen, das ist die Gelegenheit, Ihr Hobby-Winzer!

Dekorative Weinballons …
… und das ist eine Weinpresse

ICH HABE ES NUR DURCH ZUFALL ERFAHREN: Ein Deutscher, der seit etwa 1989 jedes Jahr rund 500 Liter eigenen Rotwein gekel- tert hat, gibt auf, weil ihm mit 83 Jahren die Mühe zuviel wird. Und deshalb verkauft er sein gesamtes Zubehör, sozusagen seine Winzerei, für 500 Euro – ein Schnäppchen! Im Angebot sind ca. 50 Weinballons aus Glas, die Weinpresse, die Trau- benmühle, 5 Weinfässer a 120 Liter, einige Gärpropfen und diverses anderes Zubehör. Da sind nicht nur dekorative Stücke zum Ausschmücken der Finca darunter, sondern  einer, der auch eigenen Wein produzieren möchte, kann mit dieser Ausstattung sofort loslegen. Kontakt: 971 / 16 55 22 – und der Ex-Winzer bittet um hartnäckiges Klingeln …

Dutzende unentdeckter Schriftsteller!

ES IST EIN JAMMER, WAS FÜR BÜCHER ÜBER MALLORCA ERSCHEINEN! Blanken Unsinn enthalten sie meist, mies geschrieben dazu – und man begreift nicht, wie die Verfasser einen Verlag finden konnten! Dem gegenüber stehen Dutzende von unterhaltsamen, spannenden, informativen und fundierten Manuskripten, die keinen Verlag finden. Geschrieben von überraschend guten Autoren, 90% Amateure – und veröffentlicht schließlich als Buch auf eigene Kosten im Selbstverlag. So hat es auch Eberhard Hickstein aus Port Alcudia gemacht, ein flotter Schreiber, wie er mit seinem Buch „Vom Labskaus zur Sobrassada“ beweist. 225 Seiten über das Leben auf Mallorca, mit wenig Gefühlsduselei, aber Dutzenden handfester und überraschender Tipps in Erzählform, die von profunder Kenntnis der Insel durch jahrzehntelanges eigenes Erleben zeugen.  „Vom Labskaus …“ hat sogar eine ISBN, so dass eine Bestellung möglich ist: 978-3-00-049130-6. Es kostet 9.41 Euro. Tipp: Es gibt das Buch auch in den Müller-Märkten (soweit vorrätig) …

„Florian“: Der nächste Verlust …

NACHDEM SICH STEWART MAGEE VOM „BONA TAULA“ in Cologne verabschiedet hat, droht der näch- ste Verlust einer geschätzten menschlichen Institution: Katharina vom „Florian“ in Portocolom scheint sich zurückziehen zu wollen! Das beliebte Restaurant an der Uferpromenade mit der familiären Atmos- phäre (und den mittleren Preisen) war ein geschätzter Treffpunkt der Residenten, mit eingesprenkelten Touristen, auch weil Katharina, die Schwester des vor einiger Zeit verstorbenen Namensgebers (ihres Bruders Florian), den Laden mit eiserner, aber liebenswürdiger Hand leitete. Ist auch sie weg, dürfte das „Florian“ erst mal ein paar Monate benötigen, um sich von dem Schock zu erholen …

Rührend: Feng Shui in der Macchia …

Die einsame Feng Shui-Finca

WEIT UND BREIT IST NICHTS, nur wilde Macchia. An einer einsamen Stelle steht im Gebüsch das Schild: FENG SHUI Beratung 500 m. Dazu eine Blüte und ein Pfeil. Dem bin ich gefolgt, immer tiefer in den Busch, auf einer Naturstraße, einspurig, zerlöchert. Und sah, zurückgesetzt in einem Bauernacker, eine Finca hinter einem schmiedeeisernen Doppeltor – mit wieder diesem Blumenschild an einer Kiefer, aber jetzt mit Namen, Telefon und Email. Eine Dame aus dem nördlichen Hessen bietet hier – rührenderweise – Beratung an, wie der Mensch zu Harmonie gebracht werden kann mit seiner Umgebung. Mal abgesehen davon, dass sich keiner verirrt in diese Einsamkeit, benötigt man noch Feng Shui, die Lehre von „Wind und Wasser“, wenn man auf Mallorca lebt? Nun ja, die alten Mallorkiner haben genau gewusst, wie sie in möglichst hohem Einklang stehen mit der Natur auf ihren Fincas; die Neubürger aus Germanistan stellen ihre Hütten geradeso hin, wie es ihnen passte. Aber ob sich von denen einer sagen lässt, wie er nach den chinesischen Regeln zu bauen hat …?

Stierkampf I: Da erzählt eine Schwachsinn …

SIE HEISST STEPHANIE KINDERMANN, ist Synchronspre- cherin & TV-Kleinstdarstellerin, vertritt angeblich die Tier- schutzorganisation PETA auf Mallorca – und redet wirr-dummes Zeug, wenn’s um Stierkampf geht. So verzapfte sie in einem Mallorca-Blatt folgende Phantastereien: „Der Stier lebt eine Woche vorher in Dunkelheit (!), ihm wird wachshaltige Watte in die Ohren gesteckt (!) und Vaseline in die Augen geschmiert (!). Er erhält mehrere Tage lang Abführmittel (!). Am Tag des Stier- kampfes ist er also desorientiert, geschwächt und dehydriert … den Pferden (der Picadores) werden übrigens die Stimmbänder durchschnitten (!), damit sie sich in größter Panik still blei- ben.“ Und was hält sie von den Corridas in Südfrankreich, bei denen die Stiere nicht getötet werden? „Die Tiere sterben oft hinterher an Herz- und Kreislaufversagen.“ Vor Aufregung … Die Mini-Mimin tut ihrer Sache keinen gefallen, wenn sie diese ge- quirlte Propaganda-Kacke verzapft und ich habe den Chefredakteur aufgefordert, in Zukunft zu verhindern, dass solche Ignorantinnen ihren Schwachsinn auf seinen Seiten absondern dürfen. Und Frau Kindermann rate ich dringend, schauspielern zu lernen, damit sie in Zukunft die Texte von Profis sprechen darf …

Suche Taucher, biete Handtuch …

MANCHMAL SIND KLEINANZEIGEN, die ich entdecke, so skurril, dass sie eigentlich nur als Scherz gemeint sein können. So wie diese hier, wo einer bei Santa Maria einen „Helfer mit kleiner Taucher-Ausrüstung“ sucht, um „im Pool kleine Fliesen anzukleben.“ Gegen „angenehme Bezahlung, dazu Handtuch, Kaffee etc.“.  Wie, bitte? Taucher-Ausrüstung, also arbeiten im vollen Pool? Wasser nicht ablassen und keinen echten Handwerker holen? Es sind zwar zwei Telefonnummern angegeben, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass einer diese Annonce im nüchternen Zustand aufgegeben hat, sorry. Nimmt man sie jedoch als Spaß, ist sie wirklich lustig – und deshalb zeige ich sie in meinem Blog …