Deutsche

Entdeckt! Der Trick der Millionenganoven …

So ein Dokument scheuen die Gangster wie der Teufel das Weihwasser …

SIE HABEN DEN STAAT UND/ODER MITBÜRGER UM ZIG-MILLIONEN BETROGEN – und leben auf Mallorca wie die Made im Speck! Bewohnen Prachtvillen, und lügen, das sich die Balken biegen. Dass sie arm seien und nur geduldet im Haus eines Freundes. Dass sie von ihrer Ehefrau ausgehalten würden (denen sie vorher die ergaunerten Millionen überschrieben haben), und nichts gehöre ihnen mehr, alles geliehen, zur Verfügung gestellt, eingeladen. Bullshit! Als Journalisten einem dieser Gangster auf die Schliche gekommen waren, log der den nächsten Interviewer frech ins Mikrofon: Er sei nur Mieter in seinem Palast, bezahlt von einem Kumpel, und nein, den Namen des Hausbesitzers möchte er nicht nennen, den vom Kumpel natürlich auch nicht. Der Trick ist: Natürlich haben sie die Protzvilla gekauft mit dem gebunkerten, verschobenen Schwarzgeld – aber sie haben, was auf Mallorca ganz leicht ist, den Namen des Vorbesitzers im Grundbuch und dem Kataster-Eintrag stehen lassen! Offiziell gehört ihnen die Immobilie also nicht. Deshalb wollte der Ganove den Namen des Hausbesitzers nicht nennen. Den er missbraucht für seine kriminelle Existenz. Ich schätze mal, dass sich von diesen Typen derzeit 20 bis 30 auf der Insel rumtreiben und mit ihrem Luxusleben die lokalen Umsätze in die Höhe hieven. Deshalb sind sie auch so beliebt und zählen sogar zur Society …

MI MUSEU: An Bord der Legion Condor

Legion Condor im Anflug …

EIGENTLICH EIN SCHEUSSLICHES FOTO: Ein Pilot der Legion Condor fotografierte Puerto de Pollenca im Anflug! Dort ist die Lufttruppe der Nazis stationiert, die Franco im Bürgerkrieg unterstützt – durch rücksichtslose Vernichtung! In den 90er-Jahren tauchten immer mehr dieser Luftaufnahmen auf und erzielen zum Teil horrende Preise – bis zu 90 Euro pro Stück! Dabei sind das typische „Agfa-Klack!“Fotos, 8,5 x 6 cm klein, meist unscharf und vergilbt. Aber auch das ist mallorkinische Geschichte, ob’s beliebt oder nicht, und deshalb leiste auch ich mir einen dieser Schnappschüsse in meinem Museum. Ich habe ihn 1990 für 3 Euro im Internet ersteigert.

Tolles Angebot unter falscher Nummer!

So ein Puppenhaus             ist es wohl …

ES IST FAST EINE TRAUERANZEIGE, wie da einer „schwe- ren Herzens“ ein „ex- klusives, handgefertig- tes Puppenhaus mit liebevollen Details“ – leider ohne Preisanga- be – anbietet. Un- glaubliche 2 m hoch und 1 m breit! Der Telefonnummer nach muss es irgendwo bei Son Servera stehen und als ich anrief, meldete sich ein nettes Ehepaar an der Costa de los Pinos, die keine Ahnung hatten, um was es geht, aber schon mehrere Neugierige am Apparat. Denn die in der Anzeige genannte Nummer ist die ihre, also falsch! Nun gut, da war ja noch ein WhatsApp-Kontakt in Deutschland angegeben – aber auf dem ging nie einer ran. Schade, dumm gelaufen, ich hätte das Puppenhaus gerne mal gesehen oder sogar gekauft …

Uta Exner: Eine Idee in Zement …

Der Topf in Arbeit …
… unter den Händen von Uta Exner

BISHER WAR DIE KÜNSTLERIN AUS ARTA vor allem für ihre bezaubernden Aquarelle bekannt und beliebt. Jetzt ist der Deutschen was Neues und ganz Anderes eingefal- len: Blumen-Über- töpfe aus Stoff, mit Zement in Formen gebracht und jeder- zeit durch bunte  Bemalung deko- rativ und individuell zu gestalten! „Ziem- liche Schweinerei“, hat sie ihre Arbeit charakterisiert in einer Mail an mich – und ich war sofort überzeugt, vor allem wenn ihre Kreationen noch durch einen Strick auf- gehübscht werden. Noch ist Uta Exner in einer kreativen Gestaltungsphase, aber sowie man sie kennt, wird auch diese Idee ein Hit werden …

MI MUSEU: Eine Landschaft von Alfred Behle

Alfred Behle malt immer extrem breit, aber nie sehr hoch …

ER WAR DEUTSCHER KUNSTPROFESSOR, lebte zeitweise auf Mallorca und wurde leider nicht besonders alt: 1935 geboren und 1997 gestorben. Alfred Behle hat meist die Landschaft um Pollenca gemalt, oft in seltsam breiten Formaten (dies hier misst 62 x 30 cm) und auf Holzplatten, die er statt Rahmung auf allen Seiten weiß malte, mit intensiven Farben und äußerst sorgfältigen Details. Da erkennt man jedes Blatt und sogar die Stacheln der Agaven. Ich konnte dieses Ölbild 2001 im Internet erwerben, es kostet mich lächerliche 60 Euro – und später habe ich noch ein weiteres, viel größeres Gemälde ergattert, diesmal für 80 Euro. Was erstaunlich billig ist, denn Behle wird ständig auf dem Kunstmarkt gehandelt, aber scheinbar sind seine Mallorca-Bilder nicht besonders beliebt. Bei mir schon …

Die Exner-Gabel – ein Sammelobjekt!

Reine Handarbeit und gibt’s nur 20 Mal auf der Insel …
… und die Holzbox

DAS KREATIVSTE PAAR DER INSEL HAT WIEDER ZUGESCHLAGEN: Uta und Klaus Exner in Arta. Diesmal haben sie eine Spaghettigabel in purer Handarbeit geschaffen: 29 cm lang, aus verschiedenen Naturhölzern, mit Lederschlaufe und selbstgeschreinerter, kunstvoll gestalteter Holzbox und in einer Mini-Auflage von nur 20 Stück! Den Griff haben sie aus verschiedenen Spänen von auf Mallorca wachsenden Bäumen zusammengesetzt, das ergibt ein buntes Öko-Dekor – und in der Box liegen eine unterhaltsame Geschichte der Gabel an sich und das Echtheitszertifikat. Gedacht ist das Besteck „für Freunde und Genießer“, aber was es kostet, und ob es überhaupt zu verkaufen ist, weiß ich (leider) nicht …

 

 

 

 

Ein riesiges Rudel wartet auf Herrchen & Frauchen …

Das Logo ist gut!

ICH ZIEHE MEINEN HUT VOR DEN MITMENSCHEN, die sich mit Fanatismus der völlig sinnlosen Aufgabe gewidmet haben, das Leid der Hunde auf Mallorca zu lindern. Denn es ist unmöglich, den Wauwis wirklich zu helfen. Für jeden Hund, der adoptiert wird, entstehen genau in diesem Moment 100 neue Waisen-Welpen. Um sich als mitfühlender Tierfreund zu verwirklichen, mag die Anstrengung genügen, aber soviel kann gar nicht kastriert werden, wie begattet wird. In jeder der beiden deutschen Blätter stehen unter der Rubrik TIERE jede Woche Annoncen, in denen an die 20 Hunde angeboten werden (ich habe nachgezählt), darunter Kolosse von fast 50 Kilo und Greise/innen mit 15 Jahren. Jede Woche, und beileibe nicht immer dieselben! Macht pro Jahr 52 x 20 = über 1000 Hunde!!! Allein an dieser Zahl erkennt man, wie rührend hilflos sich die Tierfreunde anstrengen. Denn die Tierheime sind weiterhin überfüllt! Was tun außer Rummotzen? Mehr kastrieren erschient mir die einzige Lösung zu sein. Und mehr spenden, um mehr zu kastrieren. Daran würde auch ich mich beteiligen …

Ich hab‘ ein neues Buch gemacht!

So sieht der Titel aus …
… und so habe ich …
… einige der 30 Seiten …
… gestalten können

ES GEHT UM DIE WERBUNG, mit der deutsche Mallorca-Touristen zwischen 1902 und 1953 in Hotels, Restaurants, Geschäfte, Höhlen und zu Ausflugstouren gelockt werden sollten – und wurden! Es sind köstliche Stilblüten darunter, z. B. wenn Mallorca falsch eingedeutscht „Majorka“ geschrieben wird. Es gibt aber auch hochinteressante, nahezu politische Details, ganz zu schweigen von der feinen grafischen Gestaltung und der Frage, ob die Hotels und Shops von damals heute noch existieren (die meisten nicht) und was aus denen, die überlebt haben, geworden ist (da gibt es erstaunliche Funde). Mein selbstge- drucktes Buch hat 30 Seiten im Querformat, und wer es haben möchte, muss mich kontak- tieren. Aber ich vers- tehe, wenn’s keiner tut, denn ich möchte unglaubliche 50 Euro dafür haben, da mich die Produktion nicht recht viel weniger gekostet hat. Ich kann allerdings versichern, dass es so etwas kein zweites Mal gibt für Deutsche auf Deutsch.  Kontakt: axelthorer@yahoo.de

 

 

 

Deftige Strafen!

Das ist ein Haufen Geld …

WIEDER SO EINE GESCHICHTE OHNE NAMEN UND ECHTEM FOTO. Das muss sein. Weil es sonst noch peinlicher wäre für die Betroffenen. Denn sie haben ja mit Mühe verhindert, dass bekannt wird, was ihnen geschah. Deftige Strafen, gegen die es keinen Einspruch gibt! Und Glück haben sie dabei auch noch gehabt. Der 1. Fall spielt in der Umgebung von Soller: Da hat sich einer (Aleman) einen 20 x 7 m großen Pool in seinen Park graben lassen und vorher nicht gefragt, ob er das darf. Aber das Kataster-Flugzeug hat den Schwarzbau entdeckt – und da wurde der Deutsche zu 60 000 Euro verknackt. Das Schwimmbad durfte er behalten, und da hat er einfach eine neue Rechnung aufgemacht: Es kostet 30 000 Euro, mit der Strafe sind es 90 000 Euro – nun ja, „dann hat der Pool eben soviel gekostet wie in Deutschland“, hat er gesagt. Fall 2: In seiner Villa bei Arta hat sich einer (auch ein Aleman) in aller Stille seinen Keller in Heimarbeit ausgebaut. Leider wohnt er in einem Naturschutzgebiet. Auch ihn erwischte der Flieger bzw. seine Betonmischmaschine, die Schutthaufen und die an der Außenwand lehnenden neuen Fenster und Türen. Da haute ihm die Gemeinde 48 000 Euro um die Ohren. Diesmal lautet das „nun ja“: Er hätte den Kellerausbau nie genehmigt bekommen, nun hat er ihn! Die Frage, die mich bewegt, lautet: Müssen die Mallorkiner eigentlich derart unverschämt hohe Strafen verhängen, würde nicht ein Drittel genügen?

Auf dem Weg zur Ferkel-Insel

DEN EINDRUCK KANN MAN BEKOMMEN, liest man die Anzeigenspalten EROTIK in den Insel-Blättern. Da bekommt man Schamlosigkeiten geliefert – und Rätsel. Wenn z. B. eine „argentinische Therapeutin, reif, sexy und seriös“ (?) in „Mallorca Mitte“ ein reiches Veranstaltungsprogramm anbietet: „anal, Fesselspiele, fetisch, Peitsche, Erniedrigung“. Und noch etwas steht da: „Schwarzer Kuss“. Ich weiß nicht, was das ist, habe auch im Internet keinerlei Information gefunden. Es muss was furchtbar Schweinisches sein, wenn ich davon ausgehe, was ein „Weißer Kuss“ ist (diese Praktik tauchte bei meiner Internet-Suche auf). Es werden fast nur noch solche Sachen offeriert auf der Insel, so als wären die Perversen aus Deutschland nach hierher geflüchtet. Ich wundere mich, dass man das alles drucken darf, wenn man dafür bezahlt, um später dafür bezahlt zu werden …