Deutsche

Ja, was ist denn das?

Wie ein grünlicher Bergkristall …
… wie ein Smaragd …
… und wie Milchglas …

… SAGEN ALLE, DIE ICH BEI MIR BEGRÜSSEN DARF! „Das“ sind gläserne Brocken auf der Terrassenmauer, manche milchig, mache grünlich-transparent, und keiner glaubt mir, dass das mal Cola-Flaschen waren! Meine Großmutter, Gott hab‘ sie selig, hat sich ihre Gläser zwischen 1960 und 1970 in der Glasbläserei in Consell  (… auch sie hat Gott längst selig …) nach eigenen Entwürfen anfertigen lassen, das war damals billiger als die fertigen Gläser im Laden (und schöner), und da fielen ihr diese Glasbrocken auf. Es war das Rohmaterial der Glasbläser, eingeschmolzen aus den Wegwerfen-Flaschen, und dann erneut geschmolzen, eingefärbt und zu neuem Leben erweckt. Der Chef hatte gesehen, wie meine Großmutter gestaunt hat, und da sie eine gute Kundin war, hat er ihr die Brocken geschenkt, von denen einige mehr als ein Kilo wiegen. Heute sind sie als glitzernde Dekoration auf der Terrassenmauer ebenso schön wie die Gläser nach Maß, die Abkömmlinge der Brocken sind, drinnen im Geschirrschrank …

Der unklare Dauerbrenner …

Wer weiß mehr?

ÜBER DIESE ANZEIGE HABE ICH SCHON EINMAL BERICHTET, im Oktober 2018. Ich habe sie damals schon nicht verstanden – und jetzt, in der erweiterten Form, noch weniger. Seit Monaten steht sie in den Mallorca-Blättern und scheinbar reagiert keiner (außer mir). Ich habe vor ein paar Tagen die angegebene Telefonnummer angerufen, aber – wie fast zu erwarten – funktionierte sie nicht. Was will dieses Pärchen? Gruppensex, billige Bleibe, Business aufbauen, erben, abstauben? Wieso muss der Sponsor „enamorado“ sein, und wieso gibt’s eine „Dringlichkeit“? Und und und – aber wenn man bedenkt, dass so eine Anzeige Geld kostet, und das über Monate, muss doch ein fester Plan dahinter stecken! Hiermit werfe ich diese Anzeige als „Conversation Piece“ unter die meine Leser …

 

 

… noch so ’ne Nullnummer …

Ja, von wegen …

DER WAR SCHON ZU LEBZEITEN EIN GLASMENSCH durch seine durchsichtige Bedeutungslosigkeit, für die er auch noch gefeiert … – nein, missbraucht wurde von einem TV-Sender, der ihn vorführte als Fundstück aus der Rumpelkammer menschlicher Existenzen. Er konnte nichts (vor allem nicht singen, aber tat es trotzdem öffentlich und gegen Geld), scheiterte dauernd, störte durch aufdringliche Dreistigkeit, und seine einzige Lebensleistung bestand darin, ohne Leistungsnachweis bekannt zu sein. Dann starb er, man dachte, nun ist der Spuk vorbei – und nun geht das übers Grab hinaus! Weil die Angehörigen in einer Art lukrativer Leichenfledderei rausquetschen, was aus dem gescheiterten Mann noch zu holen ist an Publicity und Pinunsen. Wen juckt das? Mich, weil damit, wie schon zu Lebzeiten des Nullingers, immer und immer wieder der Name unserer herrlichen Insel missbraucht wird. Dieser Typ, der so gar keine Rolle gespielt hat für Mallorca (für keinen Teil der Erde, überhaupt für keinen, nicht mal für sich selbst), erdreistet sich selbst posthum, ihren Namen als Vorvornamen zu missbrauchen: „Malle-Jens“. War er nie. „Ruhe in Frieden, du Nichts“, sage ich. Nein, sagen Andere, nicht, wenn’s noch was zu verdienen gibt mit ihm! Bauchi, Büchner … por dios, was wird da nicht alles angeschwemmt an den Küsten der Isla de la Calma!

… und das Schwein wird mitgebracht!

WIE MAN INZWISCHEN WEISS, GRASE ICH DIE ZEITUNNGSANZEIGEN AB wie ein Trüffelschwein den Waldboden im Piemont – und entdecke immer wieder was! So wie diese interessante Annonce vor ein paar Tagen. Wenn ich sie richtig verstehe, bietet einer Matazas für Menschen an, die kein eigenes Schwein halten. Für die bringt er gesunde, freilaufende Bioschweine“ mit und organisiert Live-Schlachtungen nach Art der einheimischen Bauern! Das kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber so lese ich das Angebot. Interessant! Und wieder mal breche ich in den Ruf aus: Wat nich all jibt auf Malle!!! Und wer die Tötung der Schweine nicht aushält, dem bringt der Lieferant „komplett gesäuberte und für den Backofen zubereitete freilaufende, glückliche Brathähnchen“. Da laufen dann natürlich nicht mehr glücklich frei herum …

INTERESSANTE ALTE REISEPROSPEKTE …

Von 1928 …
… 1930 …
… und 1931

ICH ENTDECKE SIE IMMER WIEDER auf den Grabbeltischen der Flohmärkte und sie kosten, wenn man klug handelt, nur wenige Euros. Es sind die Prospekte, nach den die Deutschen Mallorca in den 20er- und 30er-Jahren erkundet haben – und für uns sind sie spannende Lektüre, wenn man feststellt, was damals im Vergleich zu heute sehenswert war, und was man einst bezahlt hat auf der Insel. Oft sind die Beschreibungen sehr viel intensiver und die Fotos plakativer – und nicht selten wird Mallorka mit -k- geschrieben! Interessant auch, welche Hotels in den vergangenen 90 Jahren überlebt haben. Ich jedenfalls werde weiterhin jeden Grabbeltisch nach diesen Schätze. durchstöbern und bitte alle meine Leser, das nicht zu tun, weil sie mich sonst bestehlen …

„Bauchi“ in den Bau – aber schnell!

Verschwendete Druckerschwärze …

LIEBE KOLLEGEN AUF DER INSEL, könnt Ihr endlich aufhören, über diesen Deppen zu berichten! Ein Nullinger der übelsten Art! Viel interessanter wäre doch, wem gehört denn nun die Becker-Finca, und warum schreitet der Eigentümer nicht ein, wenn Asoziale (von Euch als „Helden“ gefeiert) seinen Besitz okkupieren. Aber da tut Ihr nichts, stattdessen muss ich mir in fast jeder Ausgabe Eurer Zeitungen diese Kriminellen ansehen! Habt Ihr Euch mal überlegt, was da wirklich geschieht – und was dieser Idiot für ein katastrophales Beispiel abliefert, für das er in den Knast gehört? Besetzt Privatbesitz und wird „prominent“ dadurch. Toll, wenn das so ist, können ja noch mehr Penner anreisen, in Häuser und Wohnungen eindringen und dann so tun, als geschähe das für den „Weltfrieden“! Dieser Vollpfosten auf der Becker-Finca ist auch kein „Hippie-Guru“, als den Ihr ihn immer bezeichnet (seid Ihr eigentlich verrückt?), sondern ein stinkfauler Spinner, der dem anständigen Leben nicht gewachsen ist, und deshalb auf die übelste Art schmarotzt – und Ihr fallt doch tatsächlich auf seine blöden Sprüche rein!!! Schlimm genug, dass die spanische Polizei und die Staatsanwälte – und die Finca-Besitzer – zusehen. Aber noch schlimmer ist, dass dieses Nichts Euch derart viel Platz wert ist …

EIn neuer Society-Maler taucht auf!

Frank Krüger …
… einer seiner Stiere …
… und sein Udo Lindenberg

ER HEISST FRANK KRÜGER und malt nicht nur, sondern hat in Palma eine eigene Galerie. Er vermarktet sich also selbst (wie der berühmte Österreicher Hans Koller in Florida, Krüger malt auch so ähnlich). Der Mann kann was, ohne Zweifel und die In-Crowd liebt ihn, weil es an Krügers Kunst nicht viel zu verstehen oder zu interpretieren gibt: Er malt herrlich dekorativ und man bekommt, was man sieht! Ich konnte kaum Botschaften in seinen Bildern entdecken – aber für Apartment- und Finca-Wände sind seine bunten Werke ideal. Sie kosten auch keine Bausparverträge, mit 3000 bis 6000 Euro ist man gut dabei. Krüger kann jedoch auch anders, anspruchsvoller, aber das stört erst mal nur, wenn man sich als Maler auf Mallorca bei der Society (denen, die Kunst bezahlen können und wollen) durchsetzen und dabei möglichsts schnell wohlhabend werden möchte. Eine Bekannte hat gerade ein Bild von Krüger gekauft für ihre Dachgartenwohnung im Zentrum von Palma – und es wirkt fabelhaft auf der schwarzen Wand …

 

 

 

 

 

 

MI MUSEU Diesmal: Der Fisch meiner Mutter

Ein wahrhaft einmaliges Kachel-Gemälde …

SIE HAT IHN GEMALT, auf eine leere weiße Kachel im Format 50 x 20 cm. Vielleicht auch deshalb, weil meine Eltern beschlossen hatten, auf Mallorca möglichst wenig Fleisch und möglichst viel Fisch zu essen. Mit der gemalten Kachel ist meine Mutter zur Ceramica in Felanitx und die haben sie gebrannt. Dann wurde der Fisch an die Freiluft-Wand der Essecke unserer Finca zementiert, vor nunmehr über 40 Jahren, und seitdem hängt er dort, bewundert, anregend und als einmaliges Kunstwerk aus der Familie. Meine Mutter hat noch mehr „Mallorkinisches“ gemalt, aber das zeige ich später mal …

Ein seltsames Buch, aber lesenswert!

So sieht das Büchlein aus

ES HAT NUR 80 SEITEN, entstand 1993 im Eigenverlag, jeder Satz ist ein neuer Absatz (um das Buch zu strecken, aber dadurch wirkt es wie ein Gedichtband), vom Layout her gibt es zahlreiche Ungereimtheiten, der Titel ist grotesk, aber jede der 38 Geschichten ist ein Schatzfund aus den Anfangstagen der touristischen Eroberung der Insel: „In der Wüste tragen die Frauen keine Miniröcke“ von Marlis Schlobben König. Das ist eine Journalistin aus Hannover, die beim Schreiben 54 Jahre alt war und seit 30 Jahren einen Wohnsitz in der frühen Urbanisation Cala Murada (an der Ostküste) hatte. Es gibt ihr Werk bei Amazon für 9.99 Euro und ich empfehle es Allen, die ernsthaft wissen wollen, wo sie eigentlich ihre Tage an der Sonne verbringen: „In der Wüste …“ ist unterhaltsam, überraschend und sogar informativ …

 

 

 

Neues aus der Abteilung: Auch sowas gibt’s …

Der Vermerk auf der Rechnung …

MIR IST DAS PASSIERT IN EINEM MALLORKINI- SCHEN RESTAURANT, in dem ich häufig esse. Ich möchte seinen Namen nicht nennen, nicht mal den Ort, weil ich überzeugt bin, dass es Dutzende von Unverschämtlingen gibt, die dann auch Gratis-Wein verlangen nach dem Motto: „Wenn der das …, warum nicht …?“ Ich war selbst überrascht, als ich die Rechnung las: 4 Copa Vino Rosada Invita. Die hätten mich normalerweise um die 15 Euro gekostet, aber es kommt immer auf die Art an, wie man mit Mallorkinern verkehrt, es geht um „Benimm-Integration“, und die wird von echten Mallorkinern belohnt, was zur Folge hat, dass man sich richtig heimisch fühlt. Selbstverständlich fiel mein Trinkgeld üppiger aus … – und noch eins: Die Frau des Besitzers ist die Köchin und es werden fabelhafte Gerichte serviert!