Fernsehen/Film

… noch so ’ne Nullnummer …

Ja, von wegen …

DER WAR SCHON ZU LEBZEITEN EIN GLASMENSCH durch seine durchsichtige Bedeutungslosigkeit, für die er auch noch gefeiert … – nein, missbraucht wurde von einem TV-Sender, der ihn vorführte als Fundstück aus der Rumpelkammer menschlicher Existenzen. Er konnte nichts (vor allem nicht singen, aber tat es trotzdem öffentlich und gegen Geld), scheiterte dauernd, störte durch aufdringliche Dreistigkeit, und seine einzige Lebensleistung bestand darin, ohne Leistungsnachweis bekannt zu sein. Dann starb er, man dachte, nun ist der Spuk vorbei – und nun geht das übers Grab hinaus! Weil die Angehörigen in einer Art lukrativer Leichenfledderei rausquetschen, was aus dem gescheiterten Mann noch zu holen ist an Publicity und Pinunsen. Wen juckt das? Mich, weil damit, wie schon zu Lebzeiten des Nullingers, immer und immer wieder der Name unserer herrlichen Insel missbraucht wird. Dieser Typ, der so gar keine Rolle gespielt hat für Mallorca (für keinen Teil der Erde, überhaupt für keinen, nicht mal für sich selbst), erdreistet sich selbst posthum, ihren Namen als Vorvornamen zu missbrauchen: „Malle-Jens“. War er nie. „Ruhe in Frieden, du Nichts“, sage ich. Nein, sagen Andere, nicht, wenn’s noch was zu verdienen gibt mit ihm! Bauchi, Büchner … por dios, was wird da nicht alles angeschwemmt an den Küsten der Isla de la Calma!

Ein hoch interessantes Filmchen …

Der Titel im Vorspann …
… und Regisseur Rovira

HAT DEN SPERRIGEN TITEL „IMPROMPTU BALEAR“, dauert 25 Minuten, entstand 1972 und wurde von dem spanischen Regisseur Francisco Rovira Beleta gedreht. Es ist, das kann man so sagen, ein Werbefilm für die Inseln, aber dennoch eine Besonderheit. Denn erstaunliche Prominente erklären darin ihre Liebe zu den Balearen, und besonders zu Mallorca, darunter die Schriftsteller Jacob Lind, Camilo Jose Cela und Robert Graves, die Maler Erwin Bechthold, Leslie Grimes, Anna Truxell und Charles Orloff, die Schauspieler Christopher Plummer und Ann Russell, die Sängerin Maria Antonia Juan sowie eine Prinzessin von Bonbon y Parma. Dazwischen sind bezaubernde, fast schon nostalgische Aufnahmen touristischer Schauplätze zu sehen – mit sehr guter Musik unterlegt. „Impromptu Balearen“ ist ein Muss für die Bibliothek jeder Finca, die etwas auf sich hält, und wer darauf stößt, sollte ihn kaufen. Aber natürlich kann man ihn sich auch auf YouTube ansehen …

Mallorca hat einen neuen Star …

Er dreht gerade einen Film …

ER HEISST JOSEP ANTONI RIBAS, ist knappe 30, kommt aus Portocristo und ist ein Meister der filmischen Spezialeffekte. Er gilt als derart top, dass die amerikanischen und englischen Produzenten ihn nach Hollywood und London geholt haben, um die schwierigsten Kino- und TV-Hits am Computer und der Sound-Machine aufzupeppen, und so hat Ribas Filmen wie „Wonder Woman“, „Die Mumie“ und „Piraten der Karibik“ den letzten Schliff gegeben, sowie Serien wie „Sherlock“ und „Arrow“ bearbeitet. Sein Credo: „Was andere nervös macht, spornt mich an!“

So sieht das dann aus bei Pomorin …

Neueste Nachrichten vom TV-Autor …
… und „Ein starkes Team“

ICH HATTE NEULICH BERICHTET, wie nützlich es ist, als Freund gepflegter TV-Spannung von Drehbuchautor Jürgen Pomorin persönlich per Email mit Nachrichten über „seine“ Sendungen versorgt zu werden. Der deutsche Schriftsteller aus Manacor weist dann auf neue Werke hin, aber auch auf Wiederholungen, und es ist frappierend, wie fleißig und vielseitig Pomorin (Pseudonym: Leo P. Ard) ist. Um zu zeigen, wie so eine Benachrichtigung aussieht, schiebe ich diesen Post nach.