Feste

Man hat mich geehrt, danke!

Ich bin der mit der Krawatte …

ICH HAB‘ DEN „INTEGRATIONSPREIS 2020/21“ der „Mallorca Zeitung“ bekommen! In einer noblen Veranstal- tung auf dem Castell Miquel vom Prof. Dr. Michael Popp („Biono- rica“) bei Lloseta. Mit seinen eigenen, köstlichen Weinen („Stairway to Heaven“), mallorkinischen Honoratioren, rund 100 wichtigen Gästen, feierlichen Reden, gut gemachten Videoclips zu den Geehrten (außer mir ein Sport-Impresario aus Österreich und die drei Benefiz-Engel von „Hope Mallorca“), einem nächtlichen „Flying Dinner“ im Park und einem schönen Metall-Kunstwerk als Trophäe. Ich fühle mich gerührt und geehrt, und weil es such ihm den „Integrationspreis“ handelt, habe ich meine Dankesrede zwar auf Deutsch gehalten, aber die mallorkinische Übersetzung aus einem Riesenbildschirm übertragen lassen – dafür bedankte sich die mallorkinische Kanzleramts-Ministerin Mercedes Garrido extra!

Psst! Jetzt kann ich’s ja verraten …

MIR WIDERFÄHRT EINE HOHE EHRE und ich bin gerührt: Die von uns allen geschätzte „Mallorca-Zeitung“ verleiht mir – vielleicht unverdienter-, sicher aber unwerwarteteweise – den diesjährigen „Preis für kulturelle Vermittlung“! Man könnte auch Deutsch-Mallorkinische Verständigung sagen. Da freue ich mich aber sehr, bedanke mich herzlich  – und bin gespannt auf das Fest bei Bionorica in Alaro (Prof. Michael Popp sponsert den Event wie früher schon), am Donnerstag, den 30. September, um 18 Uhr, ist es soweit und ich kann als Geehrter (nicht der einzige, es gibt auch zwei Preisträger für wirtschaftliche und herzensgute Verdienste) ein paar Freunde mitbringen, und wem danach gelüstet, der möge sich bitte bei mir melden, ich sorge dann dafür, dass Tickets bereit liegen. Alles Übrige steht in aller Ausführlichkeit in der „Mallorca Zeitung“ …

25 Jahre Insel-Radio!

… und der Rose
Daniel Vulic …

EIN STOLZES DATUM, im August ist es so weit! Von einem Sender, ohne den man auf Mallorca nicht mehr auskommt, und ich höre ihn auch, wenn ich mal nicht auf der Insel bin. Das „Insel-Radio“ ist die Nabelschnur zum Paradies, und daran ist vor allem ein Mann schuld, der von Anfang an dabei ist – und das in gleichbleibender höchster Qualität: Daniel Vulic, der höfliche Riese mit dem Auftreten eines vollendeten Gentleman. Das sage ich nicht, weil ich seit nunmehr über 10 Jahren sein Kolumnist sein darf, und das zweimal am Tag (siehe meinen Post vor ein paar Tagen), sondern weil der Sender wirklich wichtig ist für die, die auf der Insel leben, die, die sich zeitweise von ihr entfernen, und die, die vom „Urlaub auf Malle“ träumen. Gratulation, Daniel, gut gemacht! Und weil man Jubiläen gerne mit einem guten Tropfen begießt, hat Vulic speziellen Wein des Jahrgangs 2020 in vorzüglicher Qualität keltern lassen, in Rot, Weiß und Rosé (so eine Flasche zeige ich hier), mit einem feinen Sammler-Etikett – und wer auch so ein Fläschchen haben möchte, der sollte mal die Website des Insel-Radios durchstöbern. Übrigens: Vulic hat jetzt auch ein Programm auf Englisch installiert – und es wird bald einen TV-Sender geben … – sehr süffige Nachrichten!

Da hatte „Weingruber“ eine tolle Idee …

So ähnlich sieht’s aus …
… in diesem Restaurant …
… mit Stammtisch-Glocke!

… EINEN „STAMM- TISCH“ AUF DEM MARKT- PLATZ IN SON MACIA! Er findet jeden Mittwoch um 18:30 Uhr in die- sem kleinen Ort zwischen der Ostküste und Manacor statt, es erscheinen immer so um die 20 Gäste, vor allem Deutsche und Schweizer, aber auch andere Deutsch sprechende, gestandene Leute, die gute Karrieren hinter sich haben (Staatsanwalt, Banker, Modeunternehmer, Anwalt, Kapitän, Maler, um ein paar zu nennen) und Fincas im Umland besitzen. Die hocken an zwei langen Tischen, Männlein und Weiblein getrennt (das hat sich als günstiger herausgestellt), der Gesprächsstoff geht nie aus (die Witze auch nicht) und Wirtin Emily bekocht die Gruppe, beim letzten Mal gab’s köstliche Lammschulter, aber man kann auch a la Carte bestellen. Erfunden hat das Ganze vor etwa 20 Jahren der einst wohlbekannte Weinhändler- und -kolumnist Norbert Deingruber, von mir seit jeher „Weingruber“ getauft, und seine Idee blüht und blüht, und das besonders in der Einsamkeit der Corona-Quarantäne. Was mir auffiel: Wie gut sich die sonst eher fremdelnden Schweizer mit den Deutschen verstehen, und dass nie Streit ausbricht, weil alle Teilnehmer im Grunde die gleichen Sorgen und Freuden des Lebens im Ausland bewegen. Eine wirklich tolle Veranstaltung …

Augen auf bei „Tia Emma“!

IN DEN KLEINEN LÄDEN LIEGEN NÄMLICH SEHR NÜTZLICHE HEFTE HERUM – die „Programme der Saison“! So wie das auf dem Foto für den Sommer 2021 in Felanitx und Portocolom. Sowas gibt’s in nahezu jeder Gemeinde, für fast jede Jahreszeit, voll mit Terminen & Tipps, oft bebildert und dies hier hat die Größe eines Comic-Heftes und dicht gedrängte 44 Seiten. Da steht alles drin, was leider zu 99 % an den Ausländern, selbst den Residenten, vorbei huscht: Sehe besuchenswerte Konzerte, Sportereignisse, Vernissagen, Kirchenfeiern, Theateraufführungen, Kabaretts, Festmahle usw. Natürlich ist der Text auf Mallorquin, aber leicht zu lesen, da es sich um reine Informationen handelt. Und die Sprache der Einheimischen ist eh einfacher zu lesen als Spanisch. Kosten? Nix. Und seien Sie versichert, dass Sie trotz aller Überraschung über ihr Erscheinen herzlich willkommen sind …

Seltsame Jubileen …

Alberto Bayo landet mit seinen Truppen in der Bucht von Sa Coma …
… und so sah Bayo damals aus

… WERDEN GEFEIERT, IN GEDANKEN UND IN GEHEIMEN ZIRKELN. So bekam ich gerade mit, dass einige den 16. Au- gust (Sonntag) zelebriert haben, weil an diesem Tag vor 84 Jahren der Kubaner Alberto Bayo (1898-1967) mit seiner Truppe bei Portocristo gelandet war, um im Spanischen Bür- gerkrieg Mallorca für die Republikaner („Die Roten!“) zu- rückzuerobern! Die Invasion scheiterte nach heftigen Kämp- fen, die sich bis nach Sant Llorenc und Son Carrió hinzo- gen, etwa 1500 Soldaten das Leben kostete, und schon am 4. September wurden die Angreifer übers Meer nach Barce- lona gescheucht. Bayo kam später noch zu Weltbekannt- heit als militärischer Ausbilder von Fidel Castro und Che Guevara für ihre kommunistische Eroberung Kubas. – Zu feiern gibt’s da also nicht viel auf Mallorca, denn außer ein paar Einschusslöchern, z. B. an der Kirche in Son Carrió, ist nichts Sichtbares geblieben von Bayo, und man muss schon sehr aufrechten Sozi sein, um dieses Tages zu gedenken …

Der Stierkampf als Kunstwerk …

… EXISTIERT IN EINIGEN SEINER PLAKATE, und die sind wirklich großartig. Man betrachte sich nur mal die- ses Corrida-Plakat vom 17. August 1913. Geschaffen vor über 100 Jahren für einen Stierkampf in der Arena von Palma. Als Vorlage dienten die Grafiken eines da- mals sicher bekannten Malers und der barocke Schwung des „Modernismo“, das spani- schen Jugendstils, ist noch zu spüren. Das Plakat misst nur etwa 40 x 20 cm und ist vom Alter ausgefranst. Ein Picador ist zu sehen, die Lanze im Stiernacken, auf einem damals noch unge- schützten Pferd; weiter oben ein Hirte mit Jungstieren auf einer andalusischen Weide. Es handelt sich um eine dauerhaft verwendbare Ereignis-Vorlage, in die man ak- tuelle Termine, Orte und Teilnehmer schwarz eindrucken konnte, von Cadiz bis San Sebastian und hier eben Palm de Mallorca. Ein Schatz, finde ich, der die Erinnerung an die uralte Tradition des Stierkampfes ins Unendliche ver- längern wird …

 

 

 

Stierkampf I: Da erzählt eine Schwachsinn …

SIE HEISST STEPHANIE KINDERMANN, ist Synchronspre- cherin & TV-Kleinstdarstellerin, vertritt angeblich die Tier- schutzorganisation PETA auf Mallorca – und redet wirr-dummes Zeug, wenn’s um Stierkampf geht. So verzapfte sie in einem Mallorca-Blatt folgende Phantastereien: „Der Stier lebt eine Woche vorher in Dunkelheit (!), ihm wird wachshaltige Watte in die Ohren gesteckt (!) und Vaseline in die Augen geschmiert (!). Er erhält mehrere Tage lang Abführmittel (!). Am Tag des Stier- kampfes ist er also desorientiert, geschwächt und dehydriert … den Pferden (der Picadores) werden übrigens die Stimmbänder durchschnitten (!), damit sie sich in größter Panik still blei- ben.“ Und was hält sie von den Corridas in Südfrankreich, bei denen die Stiere nicht getötet werden? „Die Tiere sterben oft hinterher an Herz- und Kreislaufversagen.“ Vor Aufregung … Die Mini-Mimin tut ihrer Sache keinen gefallen, wenn sie diese ge- quirlte Propaganda-Kacke verzapft und ich habe den Chefredakteur aufgefordert, in Zukunft zu verhindern, dass solche Ignorantinnen ihren Schwachsinn auf seinen Seiten absondern dürfen. Und Frau Kindermann rate ich dringend, schauspielern zu lernen, damit sie in Zukunft die Texte von Profis sprechen darf …

Mein Gott, haben die Jesusse gefroren …

So erging’s dem armen Kerl in Felanitx …

… ZU OSTERN FAST NACKT AM KREUZ! Ich schreibe diesen Nachtrag zum Fest, weil ich die Fotos in den Zeitungen gesehen habe: Junge Männer, nur mit einem Lendenschürzchen bekleidet, spielen die Leidensgeschichte Jesu nach – bis zu mallorkinischen Golgathas. Und nun dürften sie alle krank sein, denn es war saukalt am Karfreitag und dazu pfiff noch ein eisiger Wind. Aber die tapferen Darsteller hielten durch und nun liegen sie, denke ich, alle flach. Mit Husten und Grippe, knapp an der Lungenentzündung vorbei. Und weil sie so erbärmlich gefroren haben, werden ihnen alle Sünden bis Ostern 2020 verziehen, malt sich meine Phantasie aus. Aber es nun mal leider so: Dass es in der Karwoche warm ist auf Mallorca, passiert nur einmal pro Jahrzehnt. Der echte Christus hat in Jerusalem sicher nicht gefroren, das wenigstens nicht. Ich bewundere seine Darsteller auf der Insel …

… und das Schwein wird mitgebracht!

WIE MAN INZWISCHEN WEISS, GRASE ICH DIE ZEITUNNGSANZEIGEN AB wie ein Trüffelschwein den Waldboden im Piemont – und entdecke immer wieder was! So wie diese interessante Annonce vor ein paar Tagen. Wenn ich sie richtig verstehe, bietet einer Matazas für Menschen an, die kein eigenes Schwein halten. Für die bringt er gesunde, freilaufende Bioschweine“ mit und organisiert Live-Schlachtungen nach Art der einheimischen Bauern! Das kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber so lese ich das Angebot. Interessant! Und wieder mal breche ich in den Ruf aus: Wat nich all jibt auf Malle!!! Und wer die Tötung der Schweine nicht aushält, dem bringt der Lieferant „komplett gesäuberte und für den Backofen zubereitete freilaufende, glückliche Brathähnchen“. Da laufen dann natürlich nicht mehr glücklich frei herum …