Feste

Was für ein kreatives Osternest!

DAS FEST IST ZWAR VORBEI, aber dieser Nachschlag sei erlaubt: Ein Freund von mir, der ununterbrochen Gedanken wälzt, hat mir dieses Foto geschickt und dazu geschrieben: Eier legende Hühner habe ich keine. „Vögel“ gibt es viele, zu viele. Nestbesetzer ebenso. Entstanden ist eine mallorkini- sche Okkupation von einheimischen Ansässigen …! Mandarinen als Eier, warum nicht? Denn mit bemalten Eiern war in den Läden dieses Jahr auch nicht viel her. Gute Idee und sieht hübsch aus. Muss man sich merken für 2022

Silvester ist gerettet …

… WEIL WILL WAS FEINES GEPLANT HAT auf seiner Kulturfinca Son Baulo in Lloret de VistalegreMit drei Möglichkeiten: Entweder ein Fünfgänge-Menü um 16 Uhr für 28 Euro oder um 17:30 Uhr Musikshow mit Paul Gant und Yvonne Franke, hinterher Feuerwerk mit Cava für 24 Euro. Zwar scheint mir die Zeit für das Menü mit 90 Minuten etwas knapp bemessen (oder gibt’s so wenig?), aber man kann ja beide Events buchen – für insgesamt 54 Euro, was ja so besehen kein Preis ist, wenn man das pralle Leben auf Son Baulo kennt. Will hat noch eine Bitte: „Unbedingt anfragen / anmelden: 971  52 42 06 oder E-Mail!“

Weihnachtsmarkt oder Keinachtsmarkt?

DA WIRD WIDERSPRÜCHLI- CHES BERICHTET! Ein Beispiel: Während der an sich sehr zu- verlässige Newsletter von Minkner & Part- ner berichtet, der Weihnachtsmarkt in Puerto Portals finde statt, weist mich der Maß-Schuhmacher Mandala in Santanyi darauf hin, dass ich zum Advent in seinem Laden herzlich willkommen sei, da er wg. Absage des Weihnachtsmarktes nicht in Puerto Portals vertreten sein könne. Was nun? Zeitung lesen bzw. ihre Internet-Auftritte. Oder doch in bei newsletter@minkner.eu reinschauen, die zählen die Weihnachtsmärkte mit ihren Öffnungszeiten alphabetisch auf (10 Stück) und da erfährt man zumindest, was geplant ist.

Das ist wirklich schade …!

Es Capdella

… DASS DER SEIT, nun ja, SEIT JAHRZEHNTEN BELIEBTE COCKTAIL AUSFÄLLT! Die legendäre Literaturagentin Lianne Kolf und ihr Lebensmann Christian-Andreas Beyer veranstalte(te)n ihn immer am 29. Dezember in ihrem kurios-köstlichen Haus in Capdella und er ist/war ein fest in der Insel-Society verankerter Termin. Und nun bekamen die Stammgäste folgende Meldung: „Liebe Freunde, selbstverständlich fällt in diesem Jahr unser Cocktail am 29. Dezember aus. Das ist sehr schade“ – wobei am meisten „schade“ dieses fatale Wörtchen „selbstverständlich“ ist. Und noch „schader“ ist, dass es dafür keinerlei Alternative gibt, zu exklusiv, zu freundschaftlich, zu perfekt war diese Party immer. Was tun? Im Moment nichts, aber es hilft, den Gastgebern aus heiterem Himmel ein langes Leben zu wünschen, damit diese Cocktails wieder stattfinden und zwar bis weit ins 21. Jahrhundert …

Es tut sich doch was!

So sieht die Einladung aus …

MAN MUSS NUR WISSEN, WO!!! Ich habe jetzt z. B. diese hübsche Einladung für Samstag, 5. Dezember, bekommen. Sie nennt sich „Winzerglühwein“ und findet auf dem Freigelände (so nennen sie das) der Bodega Son Campaner in Sencelles statt. Es gibt weißen (!) Glühwein, eine Weinprobe, Live-Musik, mallorkinische Delikatessen und einen weihnachtlichen Geschenkemarkt. Das Motto: „Wer zuerst zusagt …“. Denn die Plätze sind begrenzt durch das Corona-Sicherheitskonzept, warnt der Veranstalter. Klingt alles sehr gut, von Eintrittspreisen ist keine Rede, und wer nicht weiß, wo Sencelles liegt, das lässt sich leicht nachschauen. Anmelden kann man sich unter weihnachten@isla.wein (so steht’s in der Einladung, ohne .de, .es oder .com) und ich denke, man würde in dieser ereignisarmen Zeit einen Fehler machen, da nicht hinzugehen. Übrigens, interessant ist der Hinweis am Schluss der Einladung: „Während des Weihnachtstreffs möchten wir Fotos machen, die wir auch auf unsere Homepages stellen und in den sozialen Medien verwenden werden. Bitte lassen Sie es uns bei der Anmeldung wissen, wenn Sie nicht abgebildet sein möchten.“ Tja, so läuft das heutzutage …

Geburtstag abgesagt, weil …

… EIN NEUES CORONA-PROBLEM AUFGETAUCHT IST! Eine liebe Freundin wollte auf ihrer Finca einen „Runden“ feiern, mit Gästen, die aus Deutschland eingeflogen wären. Pustekuchen – der Jubel muss verschoben werden. Weil die Chefs von ihren anreisenden Angestellten verlangt haben, dass sie sich nach der Rückkehr 10 Tage in Quarantäne begeben!!! Weil die Insel als „Hotspot“ gilt (obwohl sie es eigentlich nicht ist). Der Befehl ist ja an sich ganz vernünftig, besonders nach einer Feier mit mindestens 40 Personen, aber dadurch platzte die Party – fast alle haben abgesagt. Für mich ist das eine neue Dimension, und auf meine Frage, wieso die Chefs überhaupt wissen, wer nach Mallorca geflogen ist, bekam ich zur Antwort: „Weil wir das gemeldet haben, da war uns das Risiko einer Abmahnung oder sogar Entlassung zu groß!“ Die Angst geht um, und ich habe meiner enttäuschte Freundin beruhigt mit dem Satz: „Sei froh, dann wirst Du erst ein Jahr später ein Jahr älter …“ .

Seltsame Jubileen …

Alberto Bayo landet mit seinen Truppen in der Bucht von Sa Coma …
… und so sah Bayo damals aus

… WERDEN GEFEIERT, IN GEDANKEN UND IN GEHEIMEN ZIRKELN. So bekam ich gerade mit, dass einige den 16. Au- gust (Sonntag) zelebriert haben, weil an diesem Tag vor 84 Jahren der Kubaner Alberto Bayo (1898-1967) mit seiner Truppe bei Portocristo gelandet war, um im Spanischen Bür- gerkrieg Mallorca für die Republikaner („Die Roten!“) zu- rückzuerobern! Die Invasion scheiterte nach heftigen Kämp- fen, die sich bis nach Sant Llorenc und Son Carrió hinzo- gen, etwa 1500 Soldaten das Leben kostete, und schon am 4. September wurden die Angreifer übers Meer nach Barce- lona gescheucht. Bayo kam später noch zu Weltbekannt- heit als militärischer Ausbilder von Fidel Castro und Che Guevara für ihre kommunistische Eroberung Kubas. – Zu feiern gibt’s da also nicht viel auf Mallorca, denn außer ein paar Einschusslöchern, z. B. an der Kirche in Son Carrió, ist nichts Sichtbares geblieben von Bayo, und man muss schon sehr aufrechten Sozi sein, um dieses Tages zu gedenken …

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus …

… UND DAS NÄCHSTE SOLLTE AM AM FREITAG, 25. SEPTEM- BER, STATTFINDEN: Die „Mallorca Zeitung“ wollte auf dem Wein- gut Bodega Castell Miquel ihren begehrten und vielbeachteten Jahrespreis vergeben an „Menschen, die sich um das Zusammenleben und Wohlergehen auf der Insel verdient gemacht haben.“ Die Verleihung, auf dem prachtvollen Gelände des Pharma-Unternehmers (Bionorica) Prof. Popp bei Alaro, ist nie öffentlich, aber man kann sich um Tickets bewerben unter preise@mallorcazeitung.es – und 2020 gab es unter den drei zu ehrenden Persönlichkeiten eine besondere Überraschung, und wieder sollte es eines der großen gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres werden – trotz Corona. Da kam „Die 2. Welle“, Mallorca wurde zum „Risikogebiet“ erklärt und der Verlag musste die Preisverleihung auf unbestimmte Zeit verschieben – schade!!!

Der Stierkampf als Kunstwerk …

… EXISTIERT IN EINIGEN SEINER PLAKATE, und die sind wirklich großartig. Man betrachte sich nur mal die- ses Corrida-Plakat vom 17. August 1913. Geschaffen vor über 100 Jahren für einen Stierkampf in der Arena von Palma. Als Vorlage dienten die Grafiken eines da- mals sicher bekannten Malers und der barocke Schwung des „Modernismo“, das spani- schen Jugendstils, ist noch zu spüren. Das Plakat misst nur etwa 40 x 20 cm und ist vom Alter ausgefranst. Ein Picador ist zu sehen, die Lanze im Stiernacken, auf einem damals noch unge- schützten Pferd; weiter oben ein Hirte mit Jungstieren auf einer andalusischen Weide. Es handelt sich um eine dauerhaft verwendbare Ereignis-Vorlage, in die man ak- tuelle Termine, Orte und Teilnehmer schwarz eindrucken konnte, von Cadiz bis San Sebastian und hier eben Palm de Mallorca. Ein Schatz, finde ich, der die Erinnerung an die uralte Tradition des Stierkampfes ins Unendliche ver- längern wird …