Finca

Man sagt ja, wg. Corona sei alles teurer geworden …

BEI MIETWAGEN STIMMTE DAS SOOO NICHT, da haben nur die jede Notlage ausnützenden Aasgeier unverschämt hingelangt, die seriösen Firmen forder(te)n weiterhin ihre seriösen Preise! Meine Freunde zahlen z. B. zwischen 23 und 25 Euro für einen Wagen pro Tag – wie immer. Aber der „Wassermann“ stellt eine neue Rechnung: 57 statt 50 Euro für 10 000 Liter. Ich denke, dass ist bei der galoppierenden Wasserknappheit auf der Insel und der fast durchgehend regenlosen Hitze in Ordnung. Fünf Jahre hat er (meiner heißt Miguel und kommt aus Son Macia) seinen Preis stabil gehalten, vorher hat seine Ladung Agua Potable 45 Euro gekostet. Was, wenn ich das richtig erinnere, immer noch billiger ist als das Wasser aus der Leitung, das zudem nicht so ohne weiteres trinkbar ist oder angeblich sein soll. Auf dem Foto ist übrigens sichtbar, wie Miguel mit seinem dicken gelben Schlauch eine schöne alte Zisterne füllt …

Da muss Corona schuld sein …

So wird der private Flohmarkt angeboten …

… WENN IN EINER WOHNGEGEND VERKAUFSTISCHE FÜR JEDERMANN ANGEBOTEN WERDEN! Ich entdeckte den Aushang an der Schaufensterscheibe eines Supermarktes. Er bedeutet: Jeder kann/konnte auf einem privaten Flohmarkt, den eine Besucher-Finca im Umland veranstaltet/e, einen Platz mieten, an dem er verscherbeln kann, wovon er sich trennen will/muss. An 4 Terminen, jeweils einen von Juni bis September, von 16 bis 20 Uhr. Die Finca liegt günstigerweise in der Nähe von zwei riesigen Urbanisationen, die von Tausenden von meist älteren Ausländern, vor allem Deutschen, bewohnt werden, und bei diesen kann die Seuche mit all ihren Randerscheinungen (z. B. Quarantäne) leicht zu einer Ebbe in der Kasse und einem Überdenken der Lebensumstände geführt haben. Ich bin gespannt, ob das Angebot funktioniert, und auf das, was da so alles auf den Tischen liegt. Ich werde zum nächsten Termin Ende Juli dort erscheinen (ohne etwas zu verkaufen, nur zum Gucken) und später in meinem Blog darüber berichten …

Einfach nur ein Idyll …

… FOTOGRAFIERT VON EINEM FREUND morgens um 8 Uhr aus seinem Schlafzimmerfenster hinunter auf seine Terrasse! Er ahnte ja nicht, dass sich eine Katze zwischen die Kakteen-Töpfe geschlichen hatte und nun ihn von unten beäugte mit sehnsüchtigen Miauen. Ein schönes Foto, ein sogenannter Schnappschuss, auch wenn weder etwas geschnappt hat, noch geschossen wurde. Lauschig still war’s, als die Sonne allmählich goldrot über den Hügel kroch, schon 25° warm und windarm. Nur das Miauen war zu hören, das ja bekanntlich nie Lärm bedeutet, und wäre mein Freund rausgesprungen aus dem Schlafzimmer, hätten ihn die Blumen mit ihren Töpfen aufgefangen! Er hätte lediglich die Kakteen auf der gemauerten Anrichte, auf der auch die Katze Platz genommen hatte, vermeiden müssen …

Jetzt erzähl‘ ich Ihnen mal was …

… VON EINER FINCA IN MEINER NACHBARSCHAFT, die von „Okupads“ besetzt worden war. Es waren Marokkaner und die Finca gehörte einem Deutschen. Den ließen die Besetzer nicht mehr rein, bewarfen ihn mit Steinen, spuckten nach ihm und das bleib ihm nichts weiter übrig, als sich eine Rausschmeißer-Truppe zu besorgen. Solche organisierten Profis, wie ich sie hier im Foto zeige. Leute zum Fürchten – aber immer nur bedrohlich, nie handgreiflich. Also alles legal! Die rückten an und da machten die Okupadsein Angebot: 12 000 Euro und dann würden sie auch nichts kaputt machen. Das lehnte der Deutsche als „viel zu teuer“ ab. Da gingen sie auf 10 000 Euro runter, das lehnte er auch ab, worauf die Rausschmeißer sich daran machten, das Tor zu knacken und die Villa zu erobern. Die Marokkaner antworteten mit handfestem Krieg: Schlägerten los, zückten die Messer, fingen wieder zu werfen an (mit Gartenmöbeln, Küchengeräten usw., alles im Besitz des Deutschen) – und lieferten damit die Handhabe, die Polizei zu rufen! Die kam tatsächlich (die Qualität, das lernte ich, ist eben von Revier zu Revier verschieden), machte kurzen Prozess mit den Okupads, der deutsche Besitzer zog wieder ein in seine Finca – und die Rausschmeißer halfen ihm (für ihr Honorar) beim Restaurieren …

Ich besitze eine Kostbarkeit …

… UND HATTE KEINE AHNUNG! Dann erfuhr ich es: Die „Rot-gefüllte blühende Bougainvillea“, vornehm auf Latein „Bouganinvillea spectabilis“ (die „prächtige“) genannt, kommt auf Mallorca selbst in gehegten Parks & Gärten kaum vor, und wenn eine Jardinera sie anbietet, was so gut wie nie vorkommt, kostet sie einen fetten Batzen! Bei mir steht sie üppig rund ums Haus, auch in violett, wofür ich nichts kann, das haben meine Eltern vor 60 Jahren so arrangiert, und weil ich von Garteln keine Ahnung habe, habe ich mich im Internet kundig gemacht. Da klingt das so: „Eine ebenso schöne wie selten erhältliche Gruppe der Bougainvillea sind die gefüllt blühenden Sorten. Ihre farbigen Hochblätter sind deutlich kleiner als die einfachblühender Verwandter. Dafür stehen sie in Doppel- oder Dreifach-Ausführung in dichten Büscheln beisammen, die eingefleischte Kübel- und Wintergartenfans begeistern. Die Pflanzen selbst sind schwachwüchsig und bleiben mit Zuwächsen von vergleichsweise geringen 20-30 cm im Jahr klein. Gießen Sie im Winter und in den Übergangsjahreszeiten mit Bedacht, um die Wurzeln nicht zu vernässen, da der Wasserbedarf gering ist.“ Meine Güte, was bin ich stolz auf meine Raritäten-Blumen in der zweiten Generation …

Eine Finca auf vier Rädern …

… STEHT BEIM KÄUFER EINES URALTEN HÄUSCHENS IM GARTEN! Ein riesiges Luxus-Wohnmobil mit deutscher Zulassung, und als ich mich, neugierig seit Geburt, danach erkundigte, erfuhr ich das der Besitzer schlau ist: Er muss natürlich eine Menge umbauen an seinem gerade erworbenen Malle-Heim und da hat er sich das PS-Apartment mitgebracht, um 1. immerhin schon auf dem eigenen Grundstück und 2. zur Kontrolle direkt neben der Renovierung zu nächtigen! Ein Glück, wer sich die rollende Casita leisten kann und für die Mallorkiner ist das Wohnmobil eine Attraktion: Sie kommen aus Nah & Fern, um es staunend zu betrachten, denn ich bin mir sicher, dass einige in Hütten wohnen, die weniger Lebensfläche besitzen …

Ein Gästeklo im Garten?

DEN GEDANKEN HATTE ICH IMMER SCHON: Ein mobiles WC in einer stillen Gartenecke (wohl dem, der einen Garten hat!), benutzbar für Handwerker und bei Affenhitze, da es den Weg ins Haus erspart – und natürlich für Gäste, wenn man nur über eine, die eigene, Toilette verfügt. Oder ist das diskriminierend? Jetzt ist mir ein Prospekt der Fa. WeekClean zugeflattert, mit einem Angebot: Ich kann das WC-Häuschen mieten, es wird inselweit aufgestellt, ich kann unter rund 20 Farben auswählen („Passend zu Ihren Blumen“, sagte der Scherzkeks am anderen Ende der Leitung), es ist ökologisch ohne Kanalanschluss, verfügt über ein Waschbecken und WeekClean reinigt es, je nach Vereinbarung und Benutzerfrequenz, täglich oder wöchentlich. Anruf genügt! Tja, da fehlt nur noch der Preis, und da bin ich mit WeekClean nicht ganz klar gekommen, da muss man wohl scharf verhandeln und es hängt auch davon ab, ob die Firma einen geeigneten Platz im Garten selbst präparieren muss. Aber die Idee bleibt gut und ich zeige mal zwei Fotos von der Website der WCler …

Das Angebot der Woche …

So groß wie meine (große) Hand …

… UND ICH BIN FROH, DASS MEIN GÄRTNER KEIN DEUTSCH KANN! Diese Anzeige im XL-Format (12,5 x 9,5 cm) ist ja mittlerweile in mehreren Zeitungen und Ländern erschienen – und durch so ziemlich alle Social Media gerast, weil sie als ungewöhnlich großzügig empfunden wird! Dabei lässt sie viele Fragen offen: 1 4000 Euro„pro Monat oder pro Jahr?“, mokierte sich einer. 2 Was heißt „Finca und Auto vorhanden“? Ein Gratishäuschen mit Dienstwagen exklusiv als Finca auf der Finca für die Gärtner? Donnerwetter! 3 Warum ein Ehepaar? Soll die Jardinera auch im Haus tätig werden? 4 „Lebenslauf inkl. Lichtbild“? Oha, das klingt nach einem Managementpos- ten! Frage: Wer bietet sowas an? Der Name W. klingt  typisch österreichisch und die Austriaker gelten ja als hervorragende Arbeitgeber. Und weil ich mich in der Gegend auskenne, ahne ich sogar, für welche Immobilie, am Abhang des Wallfahrtsbergs San Salvador, das Gärtnerehepaar gesucht wird. Der Besitz gehörte mal einem Mann aus Düsseldorf, der daraus ein Hotel gemacht hatte und eines Tages tot am Strand gefunden wurde. Dann kam die Finca unter die Räder – bis sie ein Millionär aus Tirol zum privaten Pracht-Landsitz umfunktionierte. Ist’s der? Aber eins muss ich auch noch sagen, und das meinte ich damit, dass mein Gärtner (dem ich auch nach deutschen Vorgaben ein wirklich anständiges Gehalt zahle) gottseidank kein Deutsch kann: Mit solchen Angeboten wird die Struktur des gewachsenen Miteinanders sträflich unterhöhlt, 50 000 Euro/Jahr und dazu Häuschen mit Dienstwagen – wenn sich das rumspricht, müssen wir in Zukunft unsere Gartenarbeit selber machen …

Noch ein Sehnsuchtsvoll-Foto …


MEIN HAUS, EINGESPONNEN VON GLYZINIEN!
Eine lila Wolke rund um die Terrasse. Wie schön, dass sich die Natur von Corona nicht in Quarantäne schicken lässt! Unbeeindruckt tut sie das, was sie immer gemacht hat, weil ihr das vor Jahrmillionen so aufgetragen worden ist. Mir geht das Herz auf, wenn ich das Meer betrachte durch einen Rahmen aus lila Nektarkelchen, an denen sich alles friedlich tummelt, was Hunger auf Pollenklößchen hat. Klar, fallen die Blüten ab und man tritt drauf, entsteht eine Sauerei auf der Terrasse. Aber was soll’s, das ist ein winziges Übel in diesen schweren Zeiten und leichter zu beseitigen als dieser blöde Virus

Männer, stark sein – Frauenpower!

Der Gartenplan (Marke Eigenbau) …

DENN DA GIBT ES BEI ARTA DEN „JARDIN DE LES DONES”, den „Garten der Frauen“. Das ist ein bezaubernder Rundgang durch einen verwunschen wirkenden Park zu verstreut postierten Porträts oder sogar Werken von knapp zwei Dutzend berühmten Frauen, einige mallorkinisch, viele international, und dafür kann man telefonisch (672/11 31 43) einen Besuch vereinbaren (sonst geht nix!), der Eintritt kostet 15 Euro, und ich empfehle das vor allem Männern dringend, weil man sich danach im Shop weiterbilden kann und eine Menge lernt, auch über Gleichberechti-gung und Fairness. Der Garten, für sich selbst ein grünes, blühendes Kunstwerk, war schon mal fast am Abnippeln (zu wenig Interesse, mir auch zu männer- kratzbürstig), aber die neuen Besitzerinnen gehen beherzter ran, ihre Internet-Präsentation ist fröhlicher und einladender und sie scheinen mehr Erfolg zu haben. Kontakt: anna@gartenderfrauen.com