Finca

Ein Scherzbold – oder ein Tiroler …

DIESES SCHILD SAH ICH IM ROMANTISCHEN TAL VON SON MACIA! Bedeutung in den Alpen: Schneeketten sind Pflicht! Ein Finca-Besitzer hat es am Beginn der Sackgasse angebracht, die zu seinem Haus führt, verbunden mit der Warnung: „Keine Wende-Mög- lichkeit“. Zugegeben – es geht zu ihm steil aufwärts und gewaltig in die Höhe! Aber er wohnt noch weit unter der mallorquinischen Schneegrenze und die letzten Flocken haben sie in Son Macia erlebt, als damals Ostern auf Weihnachten fiel, und auch dann nur für 10 Minuten. So meine ich, dass der Warner ist ein scherzboldiger Tiroler ist, der mit den Mitteln seiner Heimat Neugierige abschrecken möchte, die nur mal gucken wollen, wer denn da oben wohnt. Übrigens: In der tiefsten Tramuntana kommt das Schneeketten-Schild in sehr strengen Wintern ab und zu vor …

Die Hermes-Society gibt nicht auf!

ÜBER SIE HABE ICH SCHON EINIGE MALE BERICHTET: Leute, die an der Straße zu ihrem Besitztum, seidene Halstücher von Hermés als Flaggen aufziehen, damit man weiß, wo sie wohnen, und schon mal ahnt, dass sie – im wahrsten Sinne des Wortes – „gut betucht“ sind! Das Stück zu, naja, mindestens 390 Euro, und weil der Küstenwind gnadenlos zerfetzend ist, benötigen sie drei bis vier Stück pro Jahr! Aber das scheint sie nicht zu stören. Leider kenne ich die Herrschaften nicht, plane aber, ihnen zu begegnen. Einfach weil ich wissen will, warum einer die teuersten Foulards der Welt als skurrile Noblesse benützt und deren regelmäßige Zerstörung in Kauf nimmt. Dabei kosten die schönsten „normalen“ Flaggen (z. B. die grafisch herrlichen der 51 Insel-Gemeinden) oft keine 10 Euro und halten mindestens 1 Jahr und einen Winter durch (ich weiß das, ich bin Fahnenmast- besitzer). Hier zeige ich das aktuell im Sommerwind flatternde Tuch der Hermés-Society, das ich, man verzeihe mir es, aus modischem Desinteresse und innerem Widerstand nicht identifiziert habe …

Noch so ein Heimlicher …

… VON DEM MAN NICHT WUSSTE, DASS ER EINE FINCA BESITZT: Bernd Freier, 74, der Gründer und Inhaber der Modemarke s.Oliver! Ein Multimilliardär und Selfmademan aus dem fränkischen Rottendorf. Der kaum Interviews gibt, sich nicht gerne fotografieren lässt und derart diskret auf die Insel fliegt, dass selbstverständlich nicht bekannt ist, in welcher Gegend seine Finca liegt. Man weiß allerdings, dass sie groß genug ist für eine Oliven-Plantage, denn er keltert (angeblich exzellentes) Öl und verteilt ab und zu ein Fläschchen als Geschenk an Besucher seiner Firmenzentrale. Tja, und ich beklage es nochmal: Da gibt’s solche phantastischen Leute auf Mallorca, aber lesen müssen wir dauernd irgendwelche Primitivo-Storys von drittklassigen Nullingern a la Danni B. …

Lasst uns den Feigenmann besuchen …

 

Das ist Apotheker Pons aus Llucmajor …
… und sein Buch über die Balearen-Feigen

ER HEISST MONTSERRAT PONS I BOSCANA, ist eigentlich Apotheker, besitzt die Finca Son Mut Nou bei Llucmajor und pflegt ein herrliches Lebensziel: Er möchte endlich die beste Feige finden!!! Dazu hat er in 35 Jahren in der ganzen Welt fast 3000 Bäume gesammelt und bei sich angepflanzt, auf denen aktuell 1300 Sorten gedeihen. Heute gilt Son Mut Nou in Fachkreisen als die vielfältigste, also größte Feigensammlung auf Erden, und weil Pons kein Eigenbrötler ist, hat er seine Farm für Besucher geöffnet, die hier selbst pflücken dürfen, aber auch fachmännisch durch die Feigen geführt werden. Beides ist unterhaltsam, weil man u. a. erfährt, dass es allein auf den Balearen an die 260 Feigenarten gibt, und dass man wählen kann unter unendlichen Farbschattierungen in Grün, Violett und Gelb. Dass ich frische, also saftige Feigen in „Carlos I“ einlege, bis sie sich vollgesaugt haben, lehnt meine Frau übrigens ab: „Nach drei dieser Alkohol-Bomben sprichst Du immer so undeutlich …“. Bin aber glücklich …

Neues von Es Fangar und Eisenmann …

… UND ICH MUSS MICH KORRIGIEREN bzw. richtig stellen, was selbst in wichtigen Wirtschaftsblättern steht: Auf dem Paradies von Peter und Sabine Eisenmann regiert NICHT der Insolvenzverwalter und Es Fangar gehört keineswegs zur Konkursmasse der Eisenmann-Pleite! Nicht nur das: Die diesjährige Weinernte fällt über alle Maßen gut aus, die Verwaltung der „Farm“ („unter uns“-Bezeichnung für die Finca) klappt weiterhin vorzüglich mit der alten Mannschaft (erfahre ich nach einem Telefonat mit der Familie) und Peter Eisenmann kann davon träumen, seinen hochverdienten Lebensabend auf Mallorca zu verbringen. Ich muss mich entschuldigen, dass ich fehlerhafte Informationen aus deutschen und Schweizer Blättern übernommen habe, und den wabernden Gerüchten auf der Insel ist ebensowenig zu glauben. Das freut mich ungemein, besonders für Peter Eisenmann, und ich, der ich sein direkter Nachbar bin, erwarte ihn in alter Freundschaft …

Man sagt ja, wg. Corona sei alles teurer geworden …

BEI MIETWAGEN STIMMTE DAS SOOO NICHT, da haben nur die jede Notlage ausnützenden Aasgeier unverschämt hingelangt, die seriösen Firmen forder(te)n weiterhin ihre seriösen Preise! Meine Freunde zahlen z. B. zwischen 23 und 25 Euro für einen Wagen pro Tag – wie immer. Aber der „Wassermann“ stellt eine neue Rechnung: 57 statt 50 Euro für 10 000 Liter. Ich denke, dass ist bei der galoppierenden Wasserknappheit auf der Insel und der fast durchgehend regenlosen Hitze in Ordnung. Fünf Jahre hat er (meiner heißt Miguel und kommt aus Son Macia) seinen Preis stabil gehalten, vorher hat seine Ladung Agua Potable 45 Euro gekostet. Was, wenn ich das richtig erinnere, immer noch billiger ist als das Wasser aus der Leitung, das zudem nicht so ohne weiteres trinkbar ist oder angeblich sein soll. Auf dem Foto ist übrigens sichtbar, wie Miguel mit seinem dicken gelben Schlauch eine schöne alte Zisterne füllt …

Da muss Corona schuld sein …

So wird der private Flohmarkt angeboten …

… WENN IN EINER WOHNGEGEND VERKAUFSTISCHE FÜR JEDERMANN ANGEBOTEN WERDEN! Ich entdeckte den Aushang an der Schaufensterscheibe eines Supermarktes. Er bedeutet: Jeder kann/konnte auf einem privaten Flohmarkt, den eine Besucher-Finca im Umland veranstaltet/e, einen Platz mieten, an dem er verscherbeln kann, wovon er sich trennen will/muss. An 4 Terminen, jeweils einen von Juni bis September, von 16 bis 20 Uhr. Die Finca liegt günstigerweise in der Nähe von zwei riesigen Urbanisationen, die von Tausenden von meist älteren Ausländern, vor allem Deutschen, bewohnt werden, und bei diesen kann die Seuche mit all ihren Randerscheinungen (z. B. Quarantäne) leicht zu einer Ebbe in der Kasse und einem Überdenken der Lebensumstände geführt haben. Ich bin gespannt, ob das Angebot funktioniert, und auf das, was da so alles auf den Tischen liegt. Ich werde zum nächsten Termin Ende Juli dort erscheinen (ohne etwas zu verkaufen, nur zum Gucken) und später in meinem Blog darüber berichten …

Einfach nur ein Idyll …

… FOTOGRAFIERT VON EINEM FREUND morgens um 8 Uhr aus seinem Schlafzimmerfenster hinunter auf seine Terrasse! Er ahnte ja nicht, dass sich eine Katze zwischen die Kakteen-Töpfe geschlichen hatte und nun ihn von unten beäugte mit sehnsüchtigen Miauen. Ein schönes Foto, ein sogenannter Schnappschuss, auch wenn weder etwas geschnappt hat, noch geschossen wurde. Lauschig still war’s, als die Sonne allmählich goldrot über den Hügel kroch, schon 25° warm und windarm. Nur das Miauen war zu hören, das ja bekanntlich nie Lärm bedeutet, und wäre mein Freund rausgesprungen aus dem Schlafzimmer, hätten ihn die Blumen mit ihren Töpfen aufgefangen! Er hätte lediglich die Kakteen auf der gemauerten Anrichte, auf der auch die Katze Platz genommen hatte, vermeiden müssen …

Jetzt erzähl‘ ich Ihnen mal was …

… VON EINER FINCA IN MEINER NACHBARSCHAFT, die von „Okupads“ besetzt worden war. Es waren Marokkaner und die Finca gehörte einem Deutschen. Den ließen die Besetzer nicht mehr rein, bewarfen ihn mit Steinen, spuckten nach ihm und das bleib ihm nichts weiter übrig, als sich eine Rausschmeißer-Truppe zu besorgen. Solche organisierten Profis, wie ich sie hier im Foto zeige. Leute zum Fürchten – aber immer nur bedrohlich, nie handgreiflich. Also alles legal! Die rückten an und da machten die Okupadsein Angebot: 12 000 Euro und dann würden sie auch nichts kaputt machen. Das lehnte der Deutsche als „viel zu teuer“ ab. Da gingen sie auf 10 000 Euro runter, das lehnte er auch ab, worauf die Rausschmeißer sich daran machten, das Tor zu knacken und die Villa zu erobern. Die Marokkaner antworteten mit handfestem Krieg: Schlägerten los, zückten die Messer, fingen wieder zu werfen an (mit Gartenmöbeln, Küchengeräten usw., alles im Besitz des Deutschen) – und lieferten damit die Handhabe, die Polizei zu rufen! Die kam tatsächlich (die Qualität, das lernte ich, ist eben von Revier zu Revier verschieden), machte kurzen Prozess mit den Okupads, der deutsche Besitzer zog wieder ein in seine Finca – und die Rausschmeißer halfen ihm (für ihr Honorar) beim Restaurieren …

Ich besitze eine Kostbarkeit …

… UND HATTE KEINE AHNUNG! Dann erfuhr ich es: Die „Rot-gefüllte blühende Bougainvillea“, vornehm auf Latein „Bouganinvillea spectabilis“ (die „prächtige“) genannt, kommt auf Mallorca selbst in gehegten Parks & Gärten kaum vor, und wenn eine Jardinera sie anbietet, was so gut wie nie vorkommt, kostet sie einen fetten Batzen! Bei mir steht sie üppig rund ums Haus, auch in violett, wofür ich nichts kann, das haben meine Eltern vor 60 Jahren so arrangiert, und weil ich von Garteln keine Ahnung habe, habe ich mich im Internet kundig gemacht. Da klingt das so: „Eine ebenso schöne wie selten erhältliche Gruppe der Bougainvillea sind die gefüllt blühenden Sorten. Ihre farbigen Hochblätter sind deutlich kleiner als die einfachblühender Verwandter. Dafür stehen sie in Doppel- oder Dreifach-Ausführung in dichten Büscheln beisammen, die eingefleischte Kübel- und Wintergartenfans begeistern. Die Pflanzen selbst sind schwachwüchsig und bleiben mit Zuwächsen von vergleichsweise geringen 20-30 cm im Jahr klein. Gießen Sie im Winter und in den Übergangsjahreszeiten mit Bedacht, um die Wurzeln nicht zu vernässen, da der Wasserbedarf gering ist.“ Meine Güte, was bin ich stolz auf meine Raritäten-Blumen in der zweiten Generation …