Fliegen

Da flogen die Preise in die Höhe …

Es ist wieder losgegangen …

… UND ICH SCHEINE ZIEMLICH BLÖD DAZUSTEHEN! Aber es war so, wie ich geschrieben habe: Als die Bundesrepublik Mallorca den „Passierschein“ erteilte und Ostern näher rückte, packten Tausende von Deutschen ihr Ränzel und buchten Palma!!! Und da langten die Fluggesellschaften hin wie Ochsenkarl am Büffet, begründeten das offiziell mit Sitzplatz-Knappheit und inoffiziell mit der alten kapitalistischen Weisheit, dass man den Preis von plötzlich begehrter Ware vervielfachen muss, und deshalb kostete Deutschland-Mallorca eine Woche nach meinem Post bis zu 500 Euro! Gemein – ja, üblich – ja, hat’s jemanden gestört – nein, waren die Finger voll – ja! Nun, war auf mich gehört hat und rechtzeitig geflogen ist, kam mit einem Schnäppchenpreis davon …

Mal Flüge angeguckt?

DA TUT SICH WAS ANGE- NEH- MES FÜRS KONTO! Ich hab‘ mal ein bisschen gegraben (z. B. bei Opodo) und als Beispiel München-Palma-München gecheckt. Sieht gut aus in diesen schweren Zeiten. Da hat die Lufthansa den Preis für Hin & Zurück im April – freiwillig – von 174,99 auf 130,75 Euro gesenkt! Bei Eurowings, etwa zur gleichen Zeit, sieht der Rabatt so aus: von 149,99 auf 111,92 Euro oder von 176,99 auf 131,98 Euro! Da spart man als Ehepaar fast 100 Euro oder eine Strecke (sozusagen). Und das, obwohl die Bundesregierung die Balearen eben vom Corona-Risiko-Makel befreit hat und die Flieger allmählich voller sein müssten …

Hoffnung trotz Alarm …

DIE NACHRICHTEN AUS SPANIEN SIND FURCHTBAR, nahezu unerklärlich, wie sich das Land selbst immer tiefer in die Corona-Krise reißt! Da macht es ein bisschen Freude, was mein Freund Hano berichtet, der zwischen Schleswig-Holstein und seinem Haus an der Ostküste pendelt: „Wir sind seit einer Woche wieder auf Mallorca. 20 bis 24 Grad kann man gut aushalten. Für uns sind genug Gaststätten geöffnet, aber für die Branche ist es natürlich katastrophal! In unserem Flugzeug aus Hamburg saßen 20 Passagiere – und gähnende Leere auf den Flughäfen! Wir gehen heute mit Freunde nach Canyamel zum Golfen. Schade, dass Du nicht mitgehst …“.

Ich sah einen Lastwagen mit Koffern …

… UND DA AHNTE ICH, dass das was sehr Nützliches war. Tatsächlich: Als ich googelte, was da auf dem LKW gepinselt worden war – „Resort Flight Check-in“, da stellte sich heraus, dass es einen Service gibt, der Touristen die Mühe des Selbst-Eincheckens mit Koffer erspart! Weil die das Gepäck im Hotel abholen, zum Flughafen bringen, aufgeben – und der Reisende holt es dann, wie gewohnt, am Heimatflughafen vom Band! Ich hatte keine Ahnung, dass sowas geht, bei all der Security-Hysterie, deretwegen ja bekanntlich kein Koffer ohne den dazu gehörenden Besitzer fliegen darf. Was ich herausfand, war, dass gewisse Hotels mitmachen und man schrittweise vorgehen muss: 1 Liste der Hotels anschauen, die dabei sind, 2 Online einchecken, 3 Koffer im Ferienort bei „Resort Flight Check-in“ abgeben. Unklar blieb mir, ob nur britische Urlauber bestimmter Reiseveranstalter mitmachen dürfen, und was das kostet. Aber da kann man sich ja bei „Resort Flight Check-in“ erkundigen, die haben einen ganz starken Internet-Auftritt.

Das Quiz mit dem Gebiss …

AUF WELCHER AIRLINE MÜSSEN GEBISSE RAUSGENOMMEN WERDEN, wenn Gefahr droht? Es ist eines der seltsamsten Verbotsschilder im internationalen Flugverkehr und zeigt eine Brille und ein Gebiss im roten Kreis mit rotem Diagonalbalken. Welche Airline möchte, dass man sich halblind und zum „Mümmelmann“ macht, wenn der Pilot „Mayday“ meldet? Naaa – wie heißt sie? Es ist die Ryanair! Ich habe das Schild auf einem Mallorcaflug entdeckt, es klebte, allerdings winzig klein, an der Rückwand jedes Sessels. Ich fand es ziemlich einmalig und gewissermaßen peinlich, aber auch wieder erheiternd …

Ein Lob für Ryanair …

ICH WOLL- TE NIE RYAN- AIR FLIEGEN! Zu grausig klingen die Berichte der Passagiere. Dann buchte ich einen Mallorca-Flug mit Laudamotion (er war der billigste und von den Flugzeiten der angenehmste) – und musste in eine Ryanair-Maschine mit Ryanair-Personal steigen. Ein Schock und ich begriff, dass Laudamotion zu Ryanair gehört (gut, dass sie es mir nicht vorher gesagt haben!). Dann die Überraschung: Der Flug war keinen Deut schlechter als mit Eurowings, Condor, Vueling oder Norwegian. Kein Mensch hat Größe & Gewicht des Handgepäcks kontrolliert, die Preise an Bord sind die gleichen und das Personal von bewusster Freundlichkeit. Und nun kommt’s: Ich hatte bei üblicher Breite (in Reihe 11) die größte Knie-Freiheit alles meiner bisherigen Mallorca-Flüge, egal ob Linie oder Charter – und ich bin 1.91 m mit 100 kg Gewicht! Das mag Zufall gewesen sein auf diesem einem Flug (von München) und in dieser einen Maschine. Ich hatte jedenfalls angenehme 130 Minuten an Bord …

SE VENDE: Zwei alte Ersttagsbriefe der Lufthansa und KLM

Post von KLM und Lufthansa …

DAS IST POST, DIE AIRLINES BEFÖRDERN, DIE ZUM ERSTEN MAL AUF MALLORCA LANDEN – von den verschiedensten Orten! Meine Briefe stammen von der Lufthansa und der KLM, der deutsche wurde am 5. April 1963 für die Strecke Palma-Frankfurt verausgabt, der niederländische am 20. April 1956 für die Premiere von Amsterdam nach Palma. Es wurden sogar die Flugnummern auf den Kuverts vermerkt, sie sind interessant frankiert und gestempelt, in erstklassigem Zustand und ich möchte für die Beiden 8 Euro haben.

 

 

 

Noch ein Wörtchen zu Vueling …

Die „First Class“ bei Vueling …
… und die „Business Class“

MAN SOLLTE VORBEREITET SEIN auf dieser spanischen Airline, dann fliegt man angenehmer. Deshalb hier ein kleiner Verhaltenscodex von mir:

  1. An Bord gibt es 3 Klassen: die Reihen 1 und 2 („Asiento Excellence“) mit breiten Sitzen und viel Fußfreiheit, die Reihen 3 bis 5 („Asiento XL“) mit mehr Fußfreiheit, und der Rest des Flugzeugs ab Reihe 6. Da sind die Reihen extrem eng, ich konnte, normal sitzend, meine Knie kaum unterbringen. Aber: Man kann an Bord Plätze „umbuchen“, sofern bessere frei sind! Reihe 1 und 2 kosten 110 Euro mehr, Reihe 3 bis 5 nur 20 Euro. 
  2. Es gibt keine Information- und Unterhaltungs-Screens an Bord. Irgendein Gratis-Catering sowieso nicht.
  3. Das Handgepäck wird aufs Gramm genau gewogen.
  4. Wer mit Haustier reist, kann nicht elektronisch einchecken, sondern muss zum Schalter, weil das Tier gewogen und der Impfpass kontrolliert wird.
  5. Die Flugzeuge sind etwas unsauber, da wegfliegende Passagiere vorne schon einsteigen, während ankommende Passiere hinten noch aussteigen (bildlich gesprochen). Für Putzen bleibt da kaum Zeit, ich hatte eine Menge Müll um meinen Sitz 6E …
  6. Man muss dauernd seinen Ausweis parat halten.
  7. Aber sonst? Eigentlich wie auf der Air Berlin in der Endzeit …

Mein Hund flog eben mit Vueling …

Da steht auf der Bordkarte PETC, was bedeutet: Haustier in der Kabine …

DAUERND WIRD BEHAUPTET, diese spanische Airline transportiere keine Hunde und Katzen! Das stimmt einfach nicht – sie dürfen sogar mit Frauchen/Herrchen in die Kabine! Für meinen Hund (6 kg) musste ich zwar 110 Euro auf der Strecke München-Palma-München zahlen und ich konnte mich nicht elektronisch einchecken mit ihm (dort erschien jedoch der Hinweis: Fliegt mit Haustier), sondern wir mussten zum Schalter. Aber sonst gab’s nicht die geringsten Probleme mit Vueling. Also, bitte, keinen Unsinn mehr erzählen – und schreiben …