Geld

Bohren ist – schweineteuer! Teil 2

Eigenes Wasser im eigenen Brunnen!

… UND HÖLLISCH RISKANT! Denn jeder Meter Bohrung kostet, sagen wir mal, um die 150 Euro bei seriösen Firmen, er kann aber wesentlich teurer werden, wenn’s in größere Tiefen geht und die Gesteinslage fatal wird. Ich schildere ihnen mal ein aktuelles Beispiel: Einer hat, weil kein Wasser gefunden wurde, bis auf 60 m bohren lassen. Kosten: 9000 Euro. Da versicherten ihm die Experten versichert: „Nur noch ein paar Meter, Wasser ist da!“ Also auf 100 m. Kosten: 15 000 Euro. Nichts gefunden. Was nun? 15 000 Euro sind schon mal sicher weg – ohne Wasser. Wieder die Experten: „Nur ein paar Meter noch!“ Also weiter, schweren Herzens und erleichtertn Bankkontos. Auf 150 m. Wieder nichts. Kosten: 22 500 Euro. Weitermachen? „Unbedingt!“, so die Experten. „Nicht aufgeben, wenn Sie schon soviel Geld investiert haben!“ Die haben leicht reden, also Limit setzen bei 30 000 Eur0, das sind 200 m. Wieder nichts. Letzter Versuch: 250 m! Kosten: 37 500 Euro. Wieder nix! „Da ist zu 100 Prozent Wasser da unten“, versichern beide Experten. „Sie werden fündig, nicht aufgeben!“ Jetzt geht’s richtig ins Geld. Er zögert, seine Frau nicht: „Soll all das teure Geld futsch sein?“ Allerletzter Versuch: 300 m! Kosten: 45 000 Euro. Ach, wär’s das schön – eine eigene Quelle! Keine Angst mehr haben vor der Dürre, dem Versiegen der Hähne, den Horrormeldungen von Mallorca. Also bitte, der allerallerletzte Versuch: 20 m weiter. Kosten: 48 000 Euro. Beschluss: „50 000 und keinen Euro mehr!“ Dann der Jubel: Agua marsch! bei 317 m – es sprudelt, die Experten hatten recht, „Hurra, wir haben eigenes Wasser!“ Kosten: 47 550 Euro, über den Daumen gepeilt. Fazit: Reine Nervensache, echtes mallorkinisches „Bohr-Lotto“, nichts für Arme!

Die Frage ist doch: Soll man selbst bohren? Teil I

Die traditionelle Suche …
… und so sieht das Bohren aus

EINE EIGENE QUELLE WÄRE EIN TRAUM, ODER? Zwei meiner Nachbarn sind so glücklich. Einer hat sie mit dem Kauf einer alten Finca geerbt, der andere hat selbst gebohrt. Wie? Grundsätz- lich in zwei Etap- pen, hier die Kurz- form: Erst lässt man eine Stelle suchen, an der der Bohrer fündig werden könnte, dann muss das Loch mit Rohren eingefasst und ein Brunnen installiert werden. Claro. Teil 1: Kluge lassen zwei Experten suchen – einen Wünschelrutengänger mit Ölzweig und einen Geologen mit Tiefenradar. Beide kosten natürlich was (und nicht wenig). Sind sie sich einig, kann’s losgehen. Widersprechen sie sich, hat man ein Glaubensproblem: Tradition gegen Technik. Mein Nachbar, der Selbstbohrer, hatte das Glück: Beide deuteten auf dieselbe Stelle! Geht’s los, wird „Bohr-Lotto“ gespielt. Mit dem Bankkonto und den Nerven des Auftraggebers. Und eine Genehmigung benötigt man natürlich auch. Denn wer eine eigene Quelle besitzt, die sprudelt, zapft den allgemeinen Grundwasserspiegel an – man könnte ihn einen egoistischen „Wasserdieb“ nennen. Der nur zum raren Nass kam, weil er … – ja, weil er ein Vermögen investiert und riskiert, das andere nicht haben. Wieviel? Das schildere ich demnächst in Teil 2 …

Lassen Sie uns über Geld reden (Telefon) …

MAG SEIN, DASS DAS MEIN PERSÖNLICHES PROB- LEM IST, aber vielleicht kann ich doch dem einen oder anderen helfen mit diesem Post. Der Fall: Ich habe ein Mallorca-Handy mit einer Insel-Nummer, das ich (z. B. an Tankstellen) mit Euros aufladen muss, wenn es nach Geld schreit. Mein Provider war Movistar und ich zahlte, zu meinem Erstaunen, pro Woche zwischen 20 und 30 Euro! Obwohl das Handy 6 Monate/Jahr gar nicht ein- geschaltet ist und ich es auch nicht sehr häufig benütze, wenn ich auf Mallorca bin. Da bat ich meine Freunde von Beep in Portocolom um Hilfe, die haben Movistar ge- kündigt, mir den Provider Lebara draufgeladen – und nun kann ich 400 Minuten bzw. 28 Tage für 10 Euro telefonieren. Warum nicht gleich so? Aus Unwissenheit. Ich denke, da habe ich heute Vormittag eine Menge Geld gespart …

Manchmal bleibt einem die Spucke weg …

… BEI DER DREISTIGKEIT EINIGER LEUTE! Wie diesem tyke, der gleich seine Email-Adresse angibt, damit man auf sein PayPal-Konto überweisen kann. Warum? Man glaubt es kaum: „Für mein privates Ökoprojekt“, das es noch nicht mal gibt, sondern es ist „in Planung“. Erklärt wird nichts in der Kleinstan- zeige einer deutschen Zeitung auf Mallorca, man weiß also nicht, wofür man Geld geben soll, da kann man sich großzügigerweise erkundigen – und zum Schluss ringt sich der Spendensammler ein „Vielen Dank“ ab. Ich sag’s ja immer wieder: Solche schrägen (und meist deutschen) Typen wie auf unserer Insel trifft man sonst nirgendwo …

Das waren noch Zeiten …

Eine Bank alter Schule …

… ALS BANKEN AUF MALLORCA MEHR KONNTEN ALS HEUTE! Folgenden Schriftzug in antikem Edelmetall entdeckte ich an der Fassade eines schönen alten Mares-Gebäudes in Llucmajor: CAJA DE AHOR- ROS Y MONTE DE PIEDAD DE LAS BALEARES. Ich übersetzte: „Sparkasse und Gipfel der Gnade“ oder „Berg des Erbarmens“. Das ist keck. War’s möglich, dass ein Direktor vor 130 Jahren seiner Bank einen solch zynischen Namen verpassen konnte? Ja, aber es heißt etwas Anderes: „Monte de Piedad“ bedeutet Leihhaus. Hier konnten kurzzeitig klamme Menschen ihre Wertsa- chen versetzen. Banken waren damals auch Pfandhäu- ser. Das sind sie längst nicht mehr, aber einige Schrift- züge haben überlebt. Heilige Muttergottes von Lluc, Mallorca ist voller Skurrilitäten, wenn man es offenen Auges durchstreift …

Achtung, ganz gemeine neue Radarfalle!

Nicht zu erkennen …
… nicht mal von nah!

SIE IST NEU und steht an der Straße von Campos nach Felanitx (nach dem Berg rechts). Ich hielt die Anlage für ein geodätisches Instrument, erkannte die Tücke nicht. Aber ein mallorkinischer Freund hat mich gewarnt: Es ist tatsächlich eine neue Art von Radarfalle, mit einer raffiniert versteckten Kamera, betrieben mit Sonnenenergie und absichtlich getarnt als Straßenbau-Relikt. Da hat sich die Policia wirklich was einfallen lassen! Durchaus möglich, dass ähnliche Fallen auch anderswo auf der Insel angebracht wurden, für die gilt meine Warnung dann auch.

Haben die Vandalen wirklich nichts hinterlassen?

Geiserich …
… Hilderich …
… Gunthamund

NICHTS, WOFÜR SICH ARCHÄOLOGEN INTERESSIEREN. Keine Bauten, oder wenigstens Ruinen, keine Steine mit Inschriften und noch nicht mal ein kleines Schmuckstück, den Rest eines Schwertes oder die Scherben eines Tontöpfchens. Zumindest nichts, was man ihnen eindeutig zuordnen könnte. Immerhin dauerte ihre Besetzung der Insel 79 Jahre, von 465 bis 534, sie waren Germanen und Christen, da müsste es doch Reste eines Sakralbaus geben. Ja, hofft man, gefunden wurde bisher nicht mal eine Spur. Nun ja, es mag da ein paar vandalische Sprachbrocken im Mallorquinischen geben, z. B. „Jac“ for Jacke. Aber darüber streiten die Experten noch. Und doch: Man fand Münzen! Ganz wenige nur, und selbst der Top-Profi des Insel-Münzwesens, Emilio Trilla in Palma (Kiosk Nr. 13 auf der Rambla), hat kein Geldstück auf Lager, das auf Mallorca gefunden wurde. „Nur Münzen aus Karthago“, das war die Hauptstadt des Vadalenreiches. Ich wollte eine „einheimische Münze“ kaufen und Vandalen-Geld ist nicht mal soooo teuer – zwischen 50 und 800 Euro. je nach Material und Zustand. Aber wie Trilla schon sagte: Alle nicht aus Mallorca …

P. S.: Die drei Könige, die auf den Münzen zu sehen sind, herrschten über Mallorca! Dieses Geld könnte noch in der Erde stecken …

Wahnsinn, was Palmen kosten …

Kanarische Dattelpalme
Echte Dattelpalme
Washington-Palme (jung)
Silber-Dattelpalme

WENN ICH PALMEN-ALLEEN ALS AUFFAHRTEN SEHE, denke ich mir immer: Was haben die Leute für ein Geld! Denn eins muss man wissen: Palmen, die größer sind als Hüfthöhe, kosten ein Vermögen. Angeboten werden: 1. Washington-Palmen, 6 m hoch, für ca. 1400 Euro. 2. Kanarische Dattelpalmen, 5 m hoch, für ca. 6000 Euro. 3. Echte Dattelpalmen, 5 m hoch, ca. 2400 Euro. 4. Silber-Dattelpalme, 5 m hoch, auch ca. 2400 Euro. Wobei „hoch“ Stamm ohne Krone bedeutet. Eine Auffahrt mit 20 stattlichen Palmen kann also glatt mit 50 000 Euro ins Bankkonto schlagen. Nun gibt es den „Palmenservice Mallorca“ in Llucmajor, die bieten bei „Plantagenräumungen“ (so nennen sie das) einen erheblichen Discount von rund 90 % an. Warum, ist mir nicht ganz klar, aber eine Echte Dattelpalme mit 5 m Stamm kostet dann nur noch ca. 400 Euro. Das ist ein Wort! Dennoch: Palmen gedeihen nicht überall auf der Insel, es gehen fast soviel Bäume ein, wie gepflanzt werden, und wirklich heimisch fühlt sich nur die einheimische Garballo, aber das ist leider nur eine Zwergpalme im Gebüsch-Format.

 

 

 

 

 

 

 

Deftige Strafen!

Das ist ein Haufen Geld …

WIEDER SO EINE GESCHICHTE OHNE NAMEN UND ECHTEM FOTO. Das muss sein. Weil es sonst noch peinlicher wäre für die Betroffenen. Denn sie haben ja mit Mühe verhindert, dass bekannt wird, was ihnen geschah. Deftige Strafen, gegen die es keinen Einspruch gibt! Und Glück haben sie dabei auch noch gehabt. Der 1. Fall spielt in der Umgebung von Soller: Da hat sich einer (Aleman) einen 20 x 7 m großen Pool in seinen Park graben lassen und vorher nicht gefragt, ob er das darf. Aber das Kataster-Flugzeug hat den Schwarzbau entdeckt – und da wurde der Deutsche zu 60 000 Euro verknackt. Das Schwimmbad durfte er behalten, und da hat er einfach eine neue Rechnung aufgemacht: Es kostet 30 000 Euro, mit der Strafe sind es 90 000 Euro – nun ja, „dann hat der Pool eben soviel gekostet wie in Deutschland“, hat er gesagt. Fall 2: In seiner Villa bei Arta hat sich einer (auch ein Aleman) in aller Stille seinen Keller in Heimarbeit ausgebaut. Leider wohnt er in einem Naturschutzgebiet. Auch ihn erwischte der Flieger bzw. seine Betonmischmaschine, die Schutthaufen und die an der Außenwand lehnenden neuen Fenster und Türen. Da haute ihm die Gemeinde 48 000 Euro um die Ohren. Diesmal lautet das „nun ja“: Er hätte den Kellerausbau nie genehmigt bekommen, nun hat er ihn! Die Frage, die mich bewegt, lautet: Müssen die Mallorkiner eigentlich derart unverschämt hohe Strafen verhängen, würde nicht ein Drittel genügen?

… und nun auch noch Mario Basler!

Nun wird’s auch ihn erwischen …

TJA, UND ES MÜSSTE SCHON EIN WUNDER GESCHEHEN, wenn endlich mal die Gastronomie eines Prominenten nicht schon bald pleite gehen  und geschlossen würde! Reihenweise haben diese Herrschaften geglaubt, auf Mallorca genüge es, unter seinem Namen eine Kneipe zu eröffnen – und dann würden die Menschen nur so reinströmen. Pustekuchen! Ein paar Sosolala-VIPs erscheinen zur Vernissage, Fußvolk drängt zu Gratisdrinks, nach drei Tagen ward der prominente Wirt nicht mehr gesehen, weil sein Etablissement in Arbeit ausartete, dafür hatte er ja seine Leute. Die beschissen ihn nach Strich & Faden, der Geldgeber wollte nach ein paar Wochen was in der Kasse sehen, der Prominente hielt seine Kneipe bald für eine Zumutung (und die Menschen, die nicht mehr kamen, weil sie plötzlich ihre Drinks teuer bezahlen mussten, für Ars … cher) und – weg war er. Gerupft & gebeutelt und nur noch gut genug, bei VOX oder ProSieben als als Vorführmodell des tapferen Scheiterns über den Bildschirm zu schleichen, was – nun ja – wenigstens noch ein paar Euro in den Beutel fließen ließ und die TV-Prominenz bestätigte. Und nun also Ex-Fußballer und Experten-Wanderpokal Mario Basler mit einer „MB 30 Lounge“ in Cala Rajada. Er würde sogar selber anwesend sein, sagt sein Partner. Ach was! Im Mai (2019) soll’s losgehen. Wollen wir wetten, dass spätestens im Herbst (2019) eine Immobilie in Geschäftslage frei wird in Cala Rajada? Mallorca ist nämlich eine kluge Insel, die lässt sich nicht bescheißen. Hier hat nur Erfolg, wer genauso diszipliniert ist wie die einheimischen Unternehmer. Hat nicht dieser Jens Büchner (oder wie auch immer er hieß) das Paradebeispiel abgegeben? Von der Sorte könnte ich noch ein Dutzend nennen: Katze, Katze’s Mutter, Rocchigiani