Geld

Wir renovieren jetzt unsere Straße selbst …

… SAGTEN EINIGE DEUTSCHE UND NAHMEN IHRER GEMEINDE DIE KOSTEN AB! Nun frage ich mich: Ist das gut? Soll man das einreißen lassen? Da wo ich wohne, standen wir auch vor diesem Problem: 16 Nachbarn – 7 Mallorkiner, 5 Deutsche, 3 Schweizer und 1 Französin. Die Frage war: Einen löchrigen Schafspfad asphaltieren mit anständiger Drainage? Die Gemeinde weigerte sich: Zu hohe Kosten für nur 16 Parteien. Sie schickte stattdessen eine Fuhre Schotter und glich die Unebenheiten aus. Und die Anwohner? Von den 9 Ausländern wollten sich 8 am Neubau beteiligen, von den 7 Mallorkinern nicht ein einziger! Plan tot. Nicht so in der Urbanisation „Es Pelats“ in Cala Rajada, genannt „Der deutsche Berg“. Da übernahmen die 50 Deutschen die Kosten für die Erneuerung der Straßen (50 000 Euro), zahlten also jeder 1000 Euro. Die Gemeinde Capdepera war fein raus. Und die eingeborenen Bewohner von „Es Pelats“? Da schrieb ein Deutscher vielsagend: „Jetzt sind alle glücklich, auch die Spanier, dass sie gefahrlos zu ihren Wohnungen gelangen können.“ Aha! Ein bemerkenswerter Vorgang, aber ich ahne, dass die Gemeinderatsmitglieder (und die spanischen Nachbarn) sich insgeheim an die Stirn tippen über die doofen Deutschen … – aber sei’s drum!

Euro-Münzen von Mallorca?

So sieht das Angebot aus …
… und das sind …
… die acht Münzen

MAN FINDET SIE, eingeschweißt in Plastik und als „Probe“ gekennzeichnet. Ein Gag, könnte man sagen, er kostet ca. 10 Euro, und ist täuschend echt gemacht. Die Münzen steigen Motive von der Insel, z. B. den Frosch Ferreret, die Balearen-Ziege, einen Talayot, die Soller-Eisenbahn und die Kathedrale. Aber, wehe!, man holte das „Geld“ aus der Verpackung und versucht, damit zu bezahlen. Dann steht sich der Fake heraus. Obwohl der Hersteller persönlich signiert hat (neben zwei Bundesadlern!) und so tut, als hätte die EU mal Regionalausgaben geplant, in dem Fall die von Mallorca. Aber lassen Sie sich da nicht täuschen – als Herzeige-Späßchen sind die acht Münzen aber ihren Preis wert …

 

 

Gold aus Mallorca …

Das Auktions-Ergebnis

ES IST ARABISCHEN URSPRUNGS, geprägt irgendwann im 12. Jahrhundert, wohl von Ishaq Ibn Muhammad. Ein Münzchen, klein wie ein 5 Cent-Stück, fabelhaft erhalten, nur flacher und leichter (3,3 g). Um diese Münze gab’s hinter den Kulissen ein Gezerre, denn das Museu de Mallorca griff ein, wollte sie kaufen vom anonymen Privatbesitzer (wobei sich die Frage stellt: Wie kam er zu dem Schatz?). Der schätzte sie auf 40 000 Euro, aber das war dem Museum zuviel, also blieb das Goldstück in der Auktion bei Aureo & Calico in Barcelona, wurde für 30 000 Euro aufgerufen (wozu noch mindestens 20 % an Gebühren kommen) und letzte Woche für 31 500 Euro (+ Gebühren) verkauft! An den Inselrat, der es dem Museu übergeben wird, als Prunkstück, denn von dieser Münze haben sich nur 2 Exemplare erhalten (soweit man weiß). Jetzt würde ich gerne wissen, ob jemals Gold gefunden wurde auf der Insel, oder ob die Mauren es eingeführt haben aus ihren Liegenschaften in Südspanien? Und: Wurde dieser Dinar auf Mallorca gegossen oder geprägt? Ich muss meinen alten Freund Emilio Trilla vom Kiosk Nr. 13 auf der Rambla fragen, der weiß es bestimmt …

Die Wahrheit über Es Fangar

Der Krauthausen-Text …
… und der Thorer-Text

STEHT DIESE WOCHE IN DER „MALLORCA ZEITUNG“ auf den Seiten 22 und 23 (ab Mittwoch). Der Chefredakteur Dr. Ciro Krauthausen und ich haben uns in aller Fairness bemüht, die Eisenmann-Insolvenz, die in die Milliarden geht, und die Zukunft des Paradieses Es Fangar (bei Felanitx) zu erläutern und zu bemessen. Es sieht nicht gut aus! Weshalb ich einen leidenschaftlichen Appell starte, dieses kostbare Stück Mallorca in Gänze zu erhalten. Aber nach dem, was mein Kollege recherchiert hat, wird das wohl kaum möglich sein. Deshalb mein Tipp: „MZ“ lesen, es ist spannend …

Wem die Originale zu teuer sind …

… FÜR DEN HABE ICH HIER 4 BÜCHER ZU ERSCHWING- LICHEN PREISEN! Sie erin- nern sich: Vor ein paar Wochen habe ich den für mich interes- santesten Maler auf Mallorca vorgestellt: Andreu Maimó aus Felanitx. Dessen „Spezialitä- ten“ vielfältige, aber kahle Bäume, vergammelndes Obst & Gemüse sowie bezaubernde Porträts sind. Ein Freund, der durch meine Vermittlung Maimós Atelier besuchen konnte, moserte ein bisschen, dass er nicht gefunden habe, „das weniger als 1500 Euro kostet.“ Was absolut kein Preis ist für das, was dieser gewaltige Maler auf die Leinwand bringt! Lösung: Es gibt eine ganze Reihe bezaubernder Bücher, in denen Maimó entweder Gedichte illustriert oder seine Kunst präsentiert. Vier stell‘ ich hier vor, und eins ist schöner als das andere. Aber grundsätzlich kann ich nur nochmal sagen: Ich würde, wenn ich könnte, von Maimó auf einen Schlag Bilder und Skulpturen für 50 000 Euro kaufen! Und ich wüsste, dass sie in spätestens 10 Jahren 500 000 Euro wert sind …

Hier kommt was Interessantes, Mallorca-Sammler!

Die Münze vorne und hinten …
… und Toni, der Korsar aus Mallorca

ES IST EINE SILBRIGE MEDAILLE MIT BUNTEM BILD, geprägt von der königlich-spanischen Münze in Madrid und sie ehrt den berühmtesten Seefahrer aus Mallorca: Antonio Barceló (1717-1797), genannt „Capita Toni“. Das war ein Korsar, also ein staatlich lizensierter (legaler) Pirat, der 19 Jahre lang feindliche oder auch nur lohnende Schiffe kaperte, die eigenen Frachtschiffe schützte und seine Millionen-Beute im Schatzamt zu Madrid ablieferte. Die ihm zu Ehren geprägte Münze zeigt sein Schiff, besteht aus einer Kupfer-Nickel-Mischung, wiegt 15 Gramm und hat einen Durchmesser von 3,3 cm. Der Nominalwert beträgt 1,5 Euro, aber da die Auflage ziemlich limitiert ist, muss man mit 14 Euro rechnen. Bezug: Die Münze wird im Internet angeboten. 

Ich glaub‘ einfach nicht an den Greenfee-Rabatt!

Das Wapperl der IGM

ES WÄRE JA ZU SCHÖN, wenn man sich die völlig überteuerten Greenfees auf Mallorcas Golfplätzen ersparen könnte. 120 Euro für 18 Löcher? Blanke Habgier – aber warum nicht, wenn’s klaglos gezahlt wird, sagen sich die Besitzer! Und nun erscheint der IGM, der „International Golfclub Mallorca“, und verkündet: „Einfach günstig Golf spielen!“ Man traut seinen Augen nicht: „Ab 37,50 Euro pro Runde.“ Wirklich? Man kann sich auf deren Website melden (www.international-golfclub-mallorca.com) melden oder sogar anrufen: 628 62 16 73. Da versichern sie einem, dass alles wahr ist. Aber ich möchte wetten, dass mich mein alter Freund Celestino in Vall d’Or erheitert behandeln würde, wenn ich nur das IGM-Greenfee zu zahlen bereit bin statt der 89 Euro, die es kostet, wenn ich mit einem Mitglied spiele. Da gibt es noch einiges zu klären und vor allem, welche Klubs da wirklich zu welchen Konditionen sowie Jahres-,Wochen- und Tageszeiten mitmachen …

Wenn man hinter die Kulissen guckt …

So hoch kann die Strafe sein für eine Fuhre Kies …

… WIRD EINEM MANCHMAL GANZ SCHLECHT! Zum Beispiel, was einem die Mallorkiner erlauben, und was nicht, wovon was abhängt, und was für Strafen sie aussprechen können. Da darf einer, der ein Grundstück von 14 206 qm besitzt, nicht mal Kies aufschütten in seiner Auffahrt oder rund um den Pool, und manche Gemeinden erhöhen jetzt die Mindest-Quadratmeterzahl, bei der Veränderungen – selbst kosmetischer Art – erlaubt sind, auf 21 000 qm! Sich ein niedliches kleines Gartenhäuschen für Geräte, Liegen und Matten hinstellen? Das kann teuer werden! Die Idee dahinter ist an sich nicht schlecht: Man will vermeiden, dass Mini-Grundstücke vollgestellt oder zugebaut werden. Der Ästhetik und Infrastruktur wegen. Aber inzwischen wird die gute Absicht als Knebel benützt, um dem Fiskus zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, und ein bisschen auch, um Macht zu demonstrieren. Denn bis zu 100 000 Euro kann ein Verstoß kosten, als Minimum gelten 20 000 Euro. Nicht verhandelbar, zumindest nicht als Ausländer ohne beste Beziehungen. Ich weiß, wovon ich rede, Nachbarn ist das gerade passiert. Da ist es gut, einen cleveren, möglichst einheimischen Anwalt in der Hinterhand zu haben …

Manacor-Mieten – da staunt man!

„Hand aufs Herz“ – das Wappen von Manacor

WER STÖBERT, DER ENTDECKT! Mir ging das gerade so auf der spanischen Immobilien-Website Idealisa. Da fand ich interessante, sogar kaum glaubliche Zahlen: Zum Beispiel dass die Mieten in Manacor von 2018 auf 2019 um 14,2 % gestiegen sind, das ist der höchste Zuwachs auf den Balearen, wenn nicht sogar in Spanien. Dort muss man jetzt mit mindestens 12,6 Euro pro Quadratmeter rechnen! Andererseits gibt es einen Ort, an dem die Mieten um 4,4 % fielen – in Marratxi. Warum das so ist in Manacor mit seinen nur rund 35 000 Einwohnern, wurde nicht erklärt, aber man darf nicht vergessen, dass einige aufstrebende (Küsten-)Orte zur Stadt gehören, etwa Portocristo, Cala Moranda, S’Illot, Cala Anguila, Cala Murada und Son Macia.

 

 

 

Ein tolles Buch – leider zu teuer!

ANTONIA & ALEXANDER FEIG haben den Deutschen Fotobuchpreis 2019/20 gewonnen, völlig zurecht! Ihr preisgekröntes Buch „Mallorca – Mar i Muntanya“ ist ein Meisterwerk, das jeder Insel-Liebhaber haben sollte und gerne hätte. 183 bestechende Hochglanzfotos auf 264 Seiten in einem Bildband, größer als die guten alten Telefonbücher. Nur – kaum einer hat das Werk, ich auch nicht (ich durfte nur mal reinkiebitzen). Weil es zu teuer ist: 98 Euro!!! Das gibt nicht mal ein Mallorca-Fanatiker (wie ich es bin) für so ein Buch aus, das keine antiquarische Kostbarkeit ist. Da wartet jeder Interessent, bis es 2020 oder 2023 „gebraucht“ billiger angeboten wird. Schade eigentlich …