Geld

Neues von Es Fangar und Eisenmann …

… UND ICH MUSS MICH KORRIGIEREN bzw. richtig stellen, was selbst in wichtigen Wirtschaftsblättern steht: Auf dem Paradies von Peter und Sabine Eisenmann regiert NICHT der Insolvenzverwalter und Es Fangar gehört keineswegs zur Konkursmasse der Eisenmann-Pleite! Nicht nur das: Die diesjährige Weinernte fällt über alle Maßen gut aus, die Verwaltung der „Farm“ („unter uns“-Bezeichnung für die Finca) klappt weiterhin vorzüglich mit der alten Mannschaft (erfahre ich nach einem Telefonat mit der Familie) und Peter Eisenmann kann davon träumen, seinen hochverdienten Lebensabend auf Mallorca zu verbringen. Ich muss mich entschuldigen, dass ich fehlerhafte Informationen aus deutschen und Schweizer Blättern übernommen habe, und den wabernden Gerüchten auf der Insel ist ebensowenig zu glauben. Das freut mich ungemein, besonders für Peter Eisenmann, und ich, der ich sein direkter Nachbar bin, erwarte ihn in alter Freundschaft …

Ganz schlechte Nachrichten …

Von solchen Schlagzeilen sollte man sich nicht täuschen lassen …

… VOM IMMOBILIENMARKT! Zwar lese ich dauernd, wie erfreulich (für wen?) die Preise anzögen, aber scheinbar gilt das nur in schicken Urbanisationen und mitten in Palma. Draußen auf dem Land stürzen die Preise so ab, dass einem Angst und Bange wird, wenn man dort etwas besitzt (wie ich), und ich weiß von ganz Schlauen, die sich jetzt Pracht-Immobilien in der Provinz schnappen. So kaufte ein Berliner Banker einen zu Manacor gehörenden, ummauerten Besitz mit Herrschaftsvilla, Gästehaus, Vierfach-Garage, 25 x 7 m-Pool, Außenküche, 7000 qm Grund und Meerblick für … – lächerliche 450 000 Euro!!! Und das 300 m von der Hauptstraße und 4 km vom nächsten Ort entfernt! Ein Arzt aus Bayern zahlte nur 400 000 Euro für eine alte, aber bis zuletzt bewohnte Finca auf 20 000 qm Land (!) mit eigener Quelle und reichem Bestand an Mandel-, Feigen- und Olivenbäumen. Das sind Liegenschaften, die hätten vor 2 Jahren noch mindestens 1 Million gekostet. Grund: Die Leute brauchen Geld und zwar schnell und cash …

Man sagt ja, wg. Corona sei alles teurer geworden …

BEI MIETWAGEN STIMMTE DAS SOOO NICHT, da haben nur die jede Notlage ausnützenden Aasgeier unverschämt hingelangt, die seriösen Firmen forder(te)n weiterhin ihre seriösen Preise! Meine Freunde zahlen z. B. zwischen 23 und 25 Euro für einen Wagen pro Tag – wie immer. Aber der „Wassermann“ stellt eine neue Rechnung: 57 statt 50 Euro für 10 000 Liter. Ich denke, dass ist bei der galoppierenden Wasserknappheit auf der Insel und der fast durchgehend regenlosen Hitze in Ordnung. Fünf Jahre hat er (meiner heißt Miguel und kommt aus Son Macia) seinen Preis stabil gehalten, vorher hat seine Ladung Agua Potable 45 Euro gekostet. Was, wenn ich das richtig erinnere, immer noch billiger ist als das Wasser aus der Leitung, das zudem nicht so ohne weiteres trinkbar ist oder angeblich sein soll. Auf dem Foto ist übrigens sichtbar, wie Miguel mit seinem dicken gelben Schlauch eine schöne alte Zisterne füllt …

Sterben am Virus Habgier …

DAS PASSIERT GERADE DEN BANKFILIALEN! Die werden geschlossen wie frische Gräber. Wo noch vor 5 Jahren 2, 3 oder sogar 4 Banken miteinander konkur- rierten, existiert jetzt nicht eine mehr – da, wo sie einst waren, hängen jetzt Hinweise, dass man sie im nächstgrößere Ort besuchen möge. Es existieren auch keine Bankomaten mehr! Vor allem die Santander zieht sich verstärkt zurück, die Banca March hält in einigen Orten noch durch, doch auch dort spricht man bereits von Schließung. Vor allem die Llogarets und Hafenstädtchen sind betroffen (z. B. Portocolom, Cala Murada), und wer nun glaubt, er könne in seine „neue“ Bank reinmarschieren wie in die gewohnte, wird herb enttäuscht: Da kommt der nächste Hinweis, dass man seine Geschäfte, bitte, per Internet erledigen – oder einen Termin telefo- nisch vereinbaren möge! Gelingt einem das (was keineswegs sicher ist), wird man auch noch von einer fremden Person bedient, das vertraute Gesicht gibt’s meist nicht mehr! Die habgierigen Bankiers sollten sich was schämen …

Der Greis ist heiß …

Fachliteratur …

… SAG‘ ICH EINFACH MAL SO! Denn als ich las, wie einer seiner Alters-Einsamkeit entkommen möchte, da dachte ich mir: Jetzt ist der Mann „Ende 70“ (schreibt er) und hat den Damen nur zwei Dinge zu bieten: „Rüstig“ ist er (behauptet er) und „super Rente“ bezieht er (behauptet er auch). Und dafür möchte er eine „Junggebliebene“ von sich überzeugen. Die wird, vermute ich, nicht so sehr auf das „rüstig“ fliegen (das stört eher), dafür mit Turbo auf „super Rente“ (das ist unwiderstehlich). Das ahnt der Rentner natürlich und hat sich deshalb in der Annonce nicht gescheut, zum fetten Köder seinen Vor- und Familiennamen anzugeben (nun ja, wenn sie denn stimmen!). Ich staune  immer wieder, wenn ich solche „Kontaktanzeigen“ entdecke, weil ich mir nicht vorstellen kann, das eine gemeinsame Zukunft unter diesen minimalen Voraussetzungen eine Zukunft hat – nicht mal auf Mallorca, wo die seltsamsten Existenzen überleben und sich auch noch auf Jahrmarkt-Sendern gegen Geld präsentieren lassen. Vielleicht sollten die heißen Greise erst einmal in der Fachliteratur stöbern, ehe sie sich ins Schaufenster stellen, z. B. in dem Cartoon-Band „Vorsicht, Senioren!“ von Mario Lars

Sollte man im Regal haben …

… DEN „IMMOBILIENRATGEBER SPANIEN“ von Lutz Minkner – auch wenn man seine passende Immobilie längst hat, also nichts sucht und zu arm für eine neue Finca ist. Denn es kann immer mal Streit mit Nachbarn geben, man wird doch ständig um Rat gefragt und weiß kaum eine Antwort, außerdem stehen da einige erstaunli- che Sachen drin (die sich spannend lesen!) und – man weiß ja nie! Zumal der Untertitel „Alles über Recht und Steuern“ andeutet, dass da mehr drin steht als nur die übliche Warnung vor Fallstricken. Der Ratgeber ist darüber hinaus so nützlich, da Minkner 1 Rechtsanwalt ist und 2 seit Jahren sehr erfolgreich mit Immobilien handelt. Diese Kombi ist selten bei einem solchen Buch. Gerade ist die 4. Auflage erschienen und kostet 29.95 Euro.

Ultimativer Luxus zu kleinstem Preis …

... WÜNSCHT EIN „EHEM. BUNDESTAGSABGEORD- NETER“ PER KLEINANZEIGE! Er bezeichnet sich auch noch als „zuverlässigen Dauermieter“ und benützt diese beiden Argumente, um möglichst wenig zu zahlen. Dabei soll sein Apartment „in Palma oder Umgebung“ liegen, über „2 SZ und 2 (moderne) Bäder“ verfügen, „Poolzugang“ haben – und auch noch „Meerblick“! Und warum nicht noch einen Vermieter, der jeden Tag um 17 Uhr einen Cognac mit Zigarre gratis serviert? Nein, Verehrtester, Sie müssen schon den üblichen Weg über einen Immobilienmakler beschreiten (ich kann Ihnen ein paar vertrauenswürdige nennen) und sich nach den Marktpreisen richten. Und auf Ihre politische Karriere zu verweisen, ist völlig sinnlos, wenn Sie nicht die Partei nennen, für die Sie im Bundes- tag saßen, das ist nämlich wichtiger, als Sie ahnen  … 

Das Angebot der Woche …

So groß wie meine (große) Hand …

… UND ICH BIN FROH, DASS MEIN GÄRTNER KEIN DEUTSCH KANN! Diese Anzeige im XL-Format (12,5 x 9,5 cm) ist ja mittlerweile in mehreren Zeitungen und Ländern erschienen – und durch so ziemlich alle Social Media gerast, weil sie als ungewöhnlich großzügig empfunden wird! Dabei lässt sie viele Fragen offen: 1 4000 Euro„pro Monat oder pro Jahr?“, mokierte sich einer. 2 Was heißt „Finca und Auto vorhanden“? Ein Gratishäuschen mit Dienstwagen exklusiv als Finca auf der Finca für die Gärtner? Donnerwetter! 3 Warum ein Ehepaar? Soll die Jardinera auch im Haus tätig werden? 4 „Lebenslauf inkl. Lichtbild“? Oha, das klingt nach einem Managementpos- ten! Frage: Wer bietet sowas an? Der Name W. klingt  typisch österreichisch und die Austriaker gelten ja als hervorragende Arbeitgeber. Und weil ich mich in der Gegend auskenne, ahne ich sogar, für welche Immobilie, am Abhang des Wallfahrtsbergs San Salvador, das Gärtnerehepaar gesucht wird. Der Besitz gehörte mal einem Mann aus Düsseldorf, der daraus ein Hotel gemacht hatte und eines Tages tot am Strand gefunden wurde. Dann kam die Finca unter die Räder – bis sie ein Millionär aus Tirol zum privaten Pracht-Landsitz umfunktionierte. Ist’s der? Aber eins muss ich auch noch sagen, und das meinte ich damit, dass mein Gärtner (dem ich auch nach deutschen Vorgaben ein wirklich anständiges Gehalt zahle) gottseidank kein Deutsch kann: Mit solchen Angeboten wird die Struktur des gewachsenen Miteinanders sträflich unterhöhlt, 50 000 Euro/Jahr und dazu Häuschen mit Dienstwagen – wenn sich das rumspricht, müssen wir in Zukunft unsere Gartenarbeit selber machen …

Wie ist das mit den Enteignungen …

Francisca Armengol
Hugo Chavez

… VON DENEN MAN JETZT HÖRT? Ich habe meinen guten Bekannten Lutz Minkner kontaktiert (Anwalt, Immobilien- händler, Galerist) und er hat dazu 1 interessante Informationen, 2 eine klare Meinung. Sein Text lautet: „Der Aufreger der Woche – die Linksregierung hat 56 Wohnungen, die im Eigentum von Banken und Fonds stehen und seit mehr als zwei Jahren unbewohnt sind, zeitweise enteignet. 27 liegen auf Mallorca … und für die Dauer von sieben Jahren ist den Eigentümern die Nutzung entzogen, sie sollen als Sozialwohnungen an Bedürftige vermietet werden. Die Eigentümer erhalten … Entschädigung, die … deutlich unter dem durchschnittlichen Mietzins liegt. Gesetzliche Grundlage für die Enteignung ist das Balearen-Wohnungsgesetz 5/2018 vom 19.06.2018, ein Wahlversprechen der Linksparteien an ihre Wähler.Die Regierung wendet das fragliche Gesetz erstmals an … und es sieht im Wesentlichen vor, wenn ein dringendes Bedürfnis Sozialschwacher nach Wohnraum besteht, das anderweitig nicht befriedigt werden kann, Wohnraum von ‚Großgrundbesit- zern‘ mit mehr als 10 Wohnungen – im wesentlichen Banken und Immobilienfonds – enteignet werden kann. Dagegen können die Eigentümer Berufung einlegen, was jedoch die Beschlagnahme und die Vermietung nicht hindert. Letztendlich werden Gerichte über die Rechtmäßigkeit entscheiden müssen. Verfassungsjuristen danken Ministerpräsidentin Armengol …, haben sie nun endlich die Möglichkeit, die Verfassungsmäßigkeit des Wohnungsgesetzes höchstrichterlich prüfen zu lassen. Die konservative PP erinnert an vergleichbare Gesetze des sozialistischen Präsidenten Chávez, der zunächst den Immobilienmarkt und dann die gesamte Wirtschaft Venezuelas ruiniert habe. Banken und Investmentgesellschaften weisen darauf hin, dass die Anwendung des Wohnungsgesetzes starke Verunsicherung in den Markt trage und Investoren abhalten werde, auf den Balearen in größere Wohnungsbauprojekte in investieren.“ So, nun wissen wir es genauer …

Endlich kann man mal hinter die Kulissen schauen …

                                                    Pickepackevoll – so sieht’s aus in Puerto Portals …

… DENN UM DIE PREISE FÜR LIEGEPLÄTZE machen die Yacht-Besitzer ein noch größeres Geschiss als um ihre Betriebskosten! Wieviel bezahlt man denn nun für die nasse Parkerei in den Häfen? Jaaa, sagen sie, das ist sehr unterschiedlich zwischen Port Andratx und Port de Pollenca, und dann käme es auch noch darauf an, wie weit draußen sich der Liegeplatz befindet. Da entdeckte ich eine Kleinanzeige: Ein Skipper bot sowas in Puerto Portals an, 8 x 3 m klein, Laufzeit bis 2031, „in guter Lage am Pantalan 7“ (was auch immer das sein mag)Preis: 45 000 Euro! Ich habe kein Schiff und kann deshalb nicht beurteilen, ob das ein anständiges Angebot ist, und was für „Overhead-Kosten“ dazu kommen. Aber zumindest erlaubt die Anzeige, der für uns Normalsterbliche verschlossenen Boat-Society mal unter den Rock zu gucken …