Geld

SE VENDE Ein wunderbarer Scheck von 1906

Ein Scheck, der mit den Jahrzehnten zu einer Grafik wurde …

DAS IST WAS FÜR SAMMLER VON BANKBELEGEN – und ich trenne mich ungern davon: Ein mit 28,2 cm sehr breiter Scheck über 100 Pesetas, ausgestellt am 11. Oktober 1906 in Mahon (Menorca). Mit einem hübschen Kupferstich-Merkur, einer eingestanzten roten Steuermarke und vielen verschnörkelten Unterschriften auf der Vorderseite- und Rückseite. Wenn man so will, ist das eine dekorative Grafik, durchaus vorstellbar gerahmt und hinter Glas an einer Finca-Wand. Ich würde gern 15 Euro haben für dieses hervorragend erhaltene Stück Papier …

Der Wein ist noch nicht ausgereizt …

Die prallen Encursac-Trauben …

MEINE EINSTELLUNG ZUM MALLORCA-WEIN ist je bekannt: Von zu vielen Winzern wird getrickst und gepanscht, denn was in all den Flaschen angeboten wird, gibt die Anbaufläche der Insel gar nicht her! Da landen nachts Tankschiffe mit Wein vom Festland und der mallorkinische Traubensaft wird gestreckt, dass sich die Etiketten biegen … ABER: Es gibt vergessene, kaum noch existierende, bemerkenswert gute einheimische Rebsorten, die nirgendwo sonst vorkommen, und eine heißt ENCURSAC (mit den Synonymen Corcac, Cursach, Escorcac, Escursag und Excursach). Der Erzherzog hat Encursac in seinen „Balearen“ um 1871 erwähnt, dann rottete die Reblaus Ende des 19. Jh. die blühende Winzerei auf Mallorca fast ganz aus und erst 2006 konnte Encursac auf einer lächerlichen Fläche von 0,5 ha wiederbelebt werden – und hat sich prächtig erholt seitdem. Man zieht einen aromatischen Rotwein aus dieser Rebe, mit mäßigem Alkoholgehalt und zurückhaltendem Tannin. In ersten Flaschen steckt Encursac schon drin, also immer mal auf die Flaschen-Rückseite gucken! Und, bitte, die Winzer ermutigen, die restlichen zehn oder 12 Insel-Rebsorten zu retten und wieder anzubauen (und nicht die billige Plörre vom Festland dazuzugießen) …

P. S.: Es gibt allerdings ein Problem. Denn die feinen, fast verschollenen Rebsorten der Insel sind von der Balearen-Regierung (noch) nicht „anerkannt“. Die Encursac ist es, aber erst nach zehnjährigem harten Kampf …

Alles Mallorca-Kleingeld auf einen Blick …

44 Münzen auf einen Blick

DIE INSEL IST REICH – aber wieviele Münzen gibt es, auf denen der Name Mallorca eingeprägt ist? 44 Stück – beginnend mit einem punischen Cuarto und endend 1937 mit 2.50 Peseten. Runde, quadratische, achteckige, kleine dicke und große flache Münzen. Aus Eisen und aus Gold. Mit arabischen Inschriften und Königsporträts. Woher ich das weiß? Weil ich bei einem uralten Mallorkiner, der jeden Tag um 10 Uhr seine Garage öffnet und zum Betreten einer Schatzhöhle einlädt, diese Schautafel aus dicken Karton entdeckt habe. Leider kann ich seine Adresse nicht nennen, da ich mir keine Konkurrenz einhandeln möchte! Auf der Schautafel sind alle 44 Münzen eingelassen – als täuschend echte Kopien*! Ein feines Fundstück, das ich jetzt gerahmt und hinter Glas aufhängen werde. Wenn jemand so neugierig ist und wissen will, was ich dafür bezahlt habe – 5 Euro!

* Die 30 Sous von 1808 (unterste Reihe, 3. Münze von links) sind sogar echt – dafür fehlen einige …

Unglaublich, was für Preise verlangt werden …

Das ist das teure Gemälde …

DA GIBT ES EINEN MALER AUS RUMÄNIEN, er heißt Dimitri Berea. Der wurde 1908 geboren und starb 1975. Er gilt als der „Rembrandt Rumäniens“, war mit Prinzessinnen von königlichem Geblüt verheiratet und wurde von der Society, vor allem in den USA und Italien, verehrt. Berea hat sich auch auf Mallorca aufgehalten und hier gemalt – nicht viel und, wie ich finde, nicht so, dass man sich seine Bilder spontan an die Wand hängen möchte; aber dafür werden Preise verlangt, dass einem schwindelig wird: 22 000 US-Dollar für eine handlich kleine Kathedrale in Öl! Dazu kommen 200 $ für en Versand. Das Bild ist die mit Abstand teuerste Mallorca-Darstellung, die man zurzeit im Internet kaufen kann, und ich würde mich sehr wundern, wenn auch nur ein einziges Gebot abgegeben würde.

Das sind Immobilienpreise …!

Die Lokalzeitung …
… und die Anzeige

ES HAT SICH WIE- DER MAL GE- LOHNT, INS LOKALBLÄTTCHEN ZU SCHAUEN! Gestern habe ich mir das „Felanitx“ gekauft, das jede Woche auf Mallorquin in der gleichnamigen Stadt erscheint, und da entdeckte ich eine Kleinanzeige. Angeboten wurden (mit Telefonnummer) 3 Objekte: 1. Eine Finca von 7100 qm mit einem Häuschen von 35 qm Wohnfläche für 30 000 Euro. 2. Eine Finca mit 18 000 qm für 65 000 Euro (beide zwischen Felanitx und Manacor). 3. Ein renovierungsbedürftiges Haus mit 230 qm Wohnfläche in Felanitx für 80 000 Euro. Nun weiß man nicht, wie der Zustand der Immobilien ist, aber bei den Preisen kann man wenig falsch machen. Und für mich ist das die erneute Bestätigung, dass in diesen Lokalnachrichten, die sich kaum ein Ausländer je anschaut, Perlen der Information versteckt sind.

Rabattmarken bei „Spar“ – da spart man wirklich!

4 x Rabatt auf Attraktionen …

WER JETZT BEI SPAR EINKAUFT, KÖNTE MIT WACHEN AUGEN EINEN STAPEL GUTSCHEINE ENTDECKEN! Ich bilde einen hier ab. Er besagt, dass man Rabatt bekommt, wenn man die Abschnitte im „Aqualand“ in El Arenal (4 Euro), im „Marineland“ in Costa d’en Planes (4 Euro), im „Waterpark“ in Magaluf (4 Euro) und in der Hams-Höhle in Portocristo (2 Euro + 50% für Kinder) an der Kasse vorzeigt. Das gilt für maimal 4 Erwachsene, allerdings ist kein Verfallsdatum angegeben. Nicht schlecht, das kann 16 Euro Ersparnis bedeuten – und dafür bekommt man in so manchem Laden zwei „Menu del Dia“. Übrigens: Hinten auf dem Gutschein sind auch noch die Anfahrtwege abgebildet, was für ein Service!

Habgier gegen Hitze!

Selbst bei 36° wird …

 

… das volle Greenfee verlangt

ES HABEN SICH GOLFER BESCHWERT BEI MIR – und ich konnte es nicht glauben! Dass der Golfklub Vall d’Or (und vielleicht auch andere, das kann ich mir gut vorstellen auf Mallorca) im Moment keine halbierten Greenfees für 9 Löcher akzeptiert! Man ist herzlichst eingeladen, die halbe Runde zu spielen – muss aber für die ganze zahlen. Ich habe extra dort angerufen und sie haben es mir bestätigt. Also nix 60 Euro, sondern 120 Euro (als Fremder) oder 89 Euro (mit einem Mitglied). Trotz der Hitze, die keiner 2 1/2 oder gar 4 Stunden unter praller Sonne aushält, selbst nicht mit Auto und Abschlag um 7 Uhr! Da negiert die Habgier die Hitze und der Prinz, der den Klub besitzt, kennt keine Gnade …

Ein traditionelles Restaurant – es ist zu haben …

Man kann ein Hotel daraus machen …

ES HEISST „CAN GUSTI“ (das „Haus des guten Geschmacks“) und liegt an der Ostküste, direkt an der #401-4 zwischen Portocolom und Portocristo, besteht seit weit über 100 Jahren und ist ein beliebter Knotenpunkt für die gesamte Gegend, Tausende von Touristen (im Laufe der Jahre) kennen es, die Residenten lieben es. Früher ein Schmugglernest, eine Poststation und ein Guardia Civil-Posten, weshalb es im 1. Stock mehrere schöne, seit Jahren ungenutzte Zimmer hat, und noch ein paar mehr in der Dependence gegenüber. Zwei Apartments gibt’s auch noch, ebenerdig im Rückbau. „Can Gusti“ floriert, es wird von einem kastilianischen Ehepaar sehr nett bewirtschaftet, aber die drei Geschwister, denen der Besitz gehört, würden sich – zum rechten Preis, den sie mir aber leider nicht verraten – davon trennen oder auch den gesamten Besitz, nicht nur das bestehende Restaurant, verpachten.

Eine seltsame Geschichte …

Eine fette Strafe …

MEIN FREUND ROBERT HATTE EINEN UNFALL mit seinem neuen Fiat 500. Schuld war der andere, aber seine Frau war verletzt und musste ins Krankenhaus. Schaden insgesamt: rund 8000 Euro. Die Polizei aus einer größeren Stadt im Insel-Inneren nahm ein Protokoll auf – Anfang November. Dann passierte nichts. Wochenlang. Kein Polizeibericht über den Hergang und die Schuld des Anderen. Robert beauftragte einen Anwalt, der erkundigte sich mehrmals telefonisch – nichts. Nachfragen im Januar, Februar, März – nichts! Aber ohne Polizeibericht zahlte die Versicherung nicht, folglich reparierte die Werkstatt den Wagen nicht, und Robert (der eine Wohnung in Palma hat)  blieb außerdem auf den Krankenhauskosten sitzen. Da fuhr der Anwalt Ende April zur Polizei und die präsentierte ihm sofort eine Rechnung über 150 Euro – als „Bearbeitungsgebühr.“ Da war dem Anwalt, ein Mallorkiner, doch sehr erstaunt. 150 Euro weil Roberts Wagen ein deutsches Kennzeichen hat (aber er hatte ihn gerade erst von Hamburg nach Palma mitgenommen)? Der Anwalt beschwerte sich, aber es half nichts, die Beamten blieben stur – da zahlte er zähneknirschend (bekam sogar eine Quittung, als er sie verlangte) und erhielt, nach fast einem halben Jahr, den Polizeibericht! Mitte Mai durfte Robert seine Auto, tadellos repariert, aus der Werkstatt abholen und die Krankenhauskosten wurden von der Versicherung erstattet. Die hatte inzwischen auch die Reparatur bezahlt. Das ging dann sehr schnell. Aber wieso ließ sich die Polizei für die Beurteilung eines Auffahrunfalls fast 6 Monate Zeit? Und wieso kassierte sie „Bearbeitungsgebühr“? Mallorkinische Rätsel …

Golf-Mitgliedschaft für 6000 Euro! Wow …

JA, WIRD ANGEBOTEN – FÜR VALL D’OR! Ein sympathischer Deutscher steckt hinter dieser Anzeige, der seine Mitgliedschaft unbedingt verkaufen will. Er weiß natürlich, dass der „Normalpreis“ mindestens 18 000 Euro beträgt, aber das Geld steckt nicht mehr so leicht im Golfsack, er ist wohl froh, wenn er ein Drittel bekommt. Was mich sofort angelockt hat, da der nette Herr ja seine Telefonnummer in der Anzeige im „Mallorca Magazin“ genannt hat. Also habe ich mit ihm telefoniert – und nun überlege ich den Kauf. Wobei noch zu sagen ist, dass Vall d’Or einer der interessantesten, gepflegtesten (der Prinz hat da ordentlich Euro reingesteckt) und unterschätztesten Plätze ist und ein bemerkenswertes Restaurant hat. Aber dafür auch ein strammes Greenfee: 120 Euro. Dafür fliegt man hin und zurück und das dauert ebenso lang wie 18 Löcher auf diesem Bergziegenplatz, und wenn man 50 Mal spielt, haben sich die 6000 Euro amortisiert …