Gesundheit

Ein Wort zu Mückenschlangen …

Grau: Nicht zu empfehlen …
Grün: Der sichere Schutz …
Braun: Geht gerade so …

 „ESPIRALES ANTIMOSQUITOS“ genannt. Die Dinger, die kokeln und mit giftigem Gestank die Plagegeister vertreiben. Sie werden, importiert aus Asien, angeboten in Braun, Grau und Grün, eckig, rund und flach, zu höchst unterschiedlichen Preisen – und ich möchte meinen geliebten Lesern mit diesem Beitrag Kosten und Ärgernis ersparen. Denn um’s schonungslos zu sagen: 1 Die flachen grünen Spiralen/Schlangen sind mit Abstand die besten, weil sie lange glühen (z. B. eine ganze Nacht) und die Moskitos nicht nur vertreiben, sondern killen. 2 Die flachen Grauen, die sich anfühlen wie alter Filz, halten sehr schlecht auf ihrem Blechfuß, glühen zu kurz und die Stecher warten einfach ab, bis sie runtergebrannt sind (was wohl am Prädikat „Bio“ liegt …). 3 Die runden Braunen, die aussehen wie Bindfäden, brennen zwar lang, sitzen jedoch ebenfalls mies auf den Blechfüßen und dampfen zu sanft, um die Mücken zu verschrecken. Mein Urteil: Ich kaufe nur die seit Jahren bewährten grünen Schlangen und schlafe wie unterm Moskitonetz …

Von wegen „Delta-Variante“ …

MAN SOLLTE JA KEINE WITZ- CHEN MA- CHEN über einen Virus, der Menschen umbringt! Aber manchmal hilft ein wenig Spaß über die Tristesse der Corona-Zeit hinweg und so erlaube ich mir, von meinem Schrecken zu berichten, der mich in zwei Cafés der Insel befiel, nachdem ich zwei Cortado bestellt hatte: Sie wurden in Tässchen mit der Aufschrift „Delta“ serviert! Nun bin ich ja nicht ganz blöd und weiß, dass „Delta“ eine Böhnchen-Marke ist, die den Kaffeehausbesitzern Porzellan als PR liefert, und dass auf den Tässchen „Delta“ steht, war jahrelang belanglos. Aber jetzt, da die so genannte „Indische Variante“ als Todbringer um den Erdball rast, mutet ein derartiges Gefäß doch befremdlich an. „Haben Sie keine anderen Tassen?“, habe ich eine Kellnerin gefragt, aber sie starrte mich so entgeistert an, als hätte ich sie um andere Füße gebeten …

Was wirklich passiert bei der Einreise ..

ICH VERSTEH‘ NICHT, WARUM EINEM KEINER SAGT, wie’s wirklich zugeht! Also: Man steigt maskiert aus dem Flugzeug und marschiert, wie immer, endlose Gänge entlang bis zur Gepäckausgabe. Auf dem Weg wird man vier Mal kontrolliert!!! Hat man den von Spanien verlangen Code auf dem Smartphone und hält das hoch, wird man dreimal nach rechts abgeleitet und durchgewinkt; besitzt man den Code nur gedruckt auf Papier, wird man nach links abgeleitet und steht in einer längeren Schlange. Dann kommt die vierte Kontrolle und die ist heftig: Da scannt einer den Code, man muss Pass oder Personalausweis vorlegen, die Daten im Dokument und auf den Code werden verglichen und erst dann darf man einreisen! Das alles bedingt, dass die Laufbänder im gesamten Flughafen abgestellt sind (sonst könnte man die Schlangen nicht so gut überwachen) und selbst Fußkranke dieser endlosen Hatscherei unterworfen werden. Tja, das ist die Realität … 

Ein Gästeklo im Garten?

DEN GEDANKEN HATTE ICH IMMER SCHON: Ein mobiles WC in einer stillen Gartenecke (wohl dem, der einen Garten hat!), benutzbar für Handwerker und bei Affenhitze, da es den Weg ins Haus erspart – und natürlich für Gäste, wenn man nur über eine, die eigene, Toilette verfügt. Oder ist das diskriminierend? Jetzt ist mir ein Prospekt der Fa. WeekClean zugeflattert, mit einem Angebot: Ich kann das WC-Häuschen mieten, es wird inselweit aufgestellt, ich kann unter rund 20 Farben auswählen („Passend zu Ihren Blumen“, sagte der Scherzkeks am anderen Ende der Leitung), es ist ökologisch ohne Kanalanschluss, verfügt über ein Waschbecken und WeekClean reinigt es, je nach Vereinbarung und Benutzerfrequenz, täglich oder wöchentlich. Anruf genügt! Tja, da fehlt nur noch der Preis, und da bin ich mit WeekClean nicht ganz klar gekommen, da muss man wohl scharf verhandeln und es hängt auch davon ab, ob die Firma einen geeigneten Platz im Garten selbst präparieren muss. Aber die Idee bleibt gut und ich zeige mal zwei Fotos von der Website der WCler …

Das ist mal eine gute Idee!

… UND BESONDERS JETZT IN DER VERFLUCHTEN VIRUS-ZEIT! Karen Navarro aus Llubi hatte sie mit ihren „Rutes botaniques medicinals“, das sind Wanderungen auf den Spuren mallorkinischer Heilpflanzen. Sie dauern 2 Stunden, kosten 15 Euro/Person und der tiefere Sinn von Karens Idee ist, dass man nicht nur die Heilpflanzen kennen lernt (die bisher, da gehe ich von aus, für die meisten zu 99 % unentdeckt am Wegesrand wachsen!), sondern auch von ihr gesagt bekommt, zu welchen Wehwehchen man sie wie anwendet! Es mag eine gewisse Sprachbarriere bestehen, aber da die Gruppen nie groß sind, hat die Botanikerin immer Zeit, auf individuelle Fragen in geläufigen Sprachen einzugehen. Teuer: Unsinn – 8 Cent pro Minute sind ein erfreuliches Preisleistungsverhältnis bei einem derart nützlichen Thema …

Wo wir gerade von Krankheiten sprechen …

Die Lepra-Station auf dem Gemälde von Carlos de Haes

… GIBT’S EIGENTLICH LEPRA AUF DER INSEL? Ja, die scheußliche Seuche kommt vor, wird aber hinter hohen Mauern versteckt. Betroffen sind ausschließlich eingereiste Ausländer, und das waren seit 1959 immerhin 41 Patienten (z. B. aus dem Senegal und der DomRep), die dann hier behandelt wurden. Vor 150 Jahren war Lepra allerdings keine Seltenheit auf Mallorca, und dazu habe ich ein Gemälde des belgisch-spanischen Malers Carlos de Haes (1829-1898) entdeckt, auf dem er eine Lepra-Station an der Küste bei Palma dargestellt hat. Und da verlieren einige die Nerven bei einer Grippe …

Die erstaunlichen Apotheken!

ICH MAG DIE INSEL-FARMACIAS AUS DREI GRÜNDEN: 1. Die netten Apothekerinnen sind geschult, ärztliche Beratung zu erteilen. 2. Vie- le Medikamente, die in Deutschland vom Arzt verschrieben werden müssen, sind rezeptfrei. 3. Die meisten kosten nur einen Bruchteil dessen, was deutsche Apotheken verlangen. „Lixiana“ z. B., das sündhaft teure Bluthochdruckmittel, kaufe ich einfach so (es ist allerdings nicht billiger als Zuhause). Für andere Arzneien warte ich, bis ich auf Mallorca bin, weil ich hier oft nur ein Drittel bezahle. Andere Namen? Kein Problem, es gibt immer ein spanisches Equivalent und durch die vielen deutschen Patienten sind nahezu alle Apotheken auf diese Kundschaft eingestellt. Inso- fern betrachtet, ist die Insel ein pharmakologischen Paradies …

Rührend: Feng Shui in der Macchia …

Die einsame Feng Shui-Finca

WEIT UND BREIT IST NICHTS, nur wilde Macchia. An einer einsamen Stelle steht im Gebüsch das Schild: FENG SHUI Beratung 500 m. Dazu eine Blüte und ein Pfeil. Dem bin ich gefolgt, immer tiefer in den Busch, auf einer Naturstraße, einspurig, zerlöchert. Und sah, zurückgesetzt in einem Bauernacker, eine Finca hinter einem schmiedeeisernen Doppeltor – mit wieder diesem Blumenschild an einer Kiefer, aber jetzt mit Namen, Telefon und Email. Eine Dame aus dem nördlichen Hessen bietet hier – rührenderweise – Beratung an, wie der Mensch zu Harmonie gebracht werden kann mit seiner Umgebung. Mal abgesehen davon, dass sich keiner verirrt in diese Einsamkeit, benötigt man noch Feng Shui, die Lehre von „Wind und Wasser“, wenn man auf Mallorca lebt? Nun ja, die alten Mallorkiner haben genau gewusst, wie sie in möglichst hohem Einklang stehen mit der Natur auf ihren Fincas; die Neubürger aus Germanistan stellen ihre Hütten geradeso hin, wie es ihnen passte. Aber ob sich von denen einer sagen lässt, wie er nach den chinesischen Regeln zu bauen hat …?

Diese Schlangen taugen nichts!

Davon rate ich ab …

MAN DARF AUCH MAL KRITIK ÜBEN, wenn einem was auffällt, und ich muss sagen, dass mir diese „Espirales Antimosquitos“ nicht gefallen haben. Ich habe sie gekauft, weil unten auf der Packung steht: „ecologia de fibra 100% vegetal“, aber das nützt nichts: Die Schlangen sehen aus wie aus Pappe, brennen viel zu kurz (nur eine halbe Nacht lang) und ihre Wirkung auf die Plagegeister ist gleich null. Die „Bio Cuchol“ sind nicht mal billiger, aber stinken genauso wie die anderen Spiralen. Also erlaube ich mir, vom Kauf abzuraten und weiterhin die grünen Schlangen vorzuschlagen …

 

 

 

 

Es ist kalt in Drac …!

drachIN SORGE UM DAS WOHL- ERGEHEN MEINER LESER erlaube ich mir diesen Tipp: Wer im Hoch- sommer, während der ärgsten Hitze, die Drach-Höhlen in Portocristo besucht, riskiert seine Gesundheit – wenn er nicht vorbereitet ist! Die Höhlenbetreiber selbst warnen dringend vor dem Temperatur- sturz: Selbst wenn es draußen 36 Grad heiß ist, wird es in der Drach nie wärmer als 17 bis 21 Grad! Ein Gefälle von 20 Grad oder sogar mehr. Dabei beträgt die Luftfeuchtigkeit dort unten 90 bis 95 Prozent, was die Kühle noch unangeneh- mer macht. Man muss also eine Windjacke oder einen Pulli dabei haben, sonst haut es einen um! Denn immerhin dauert die Besichtigung (die nur in Gruppen stattfindet, auf der Karte von rechts außen bis links oben) ungefähr eine Stunde – 60 Minuten in der Kälte. Ich weiß, das ist ein spießiger Tipp, aber sonst erwähnt das ja kaum einer …