Immobilien

Der nächste herbe Verlust …

Das „Can Pelut“ …
… und Emily

… UND ER PAS- SIERT AUF DEM MARKTPLATZ VON SON MACIA! Die „Casa Can Pelut“ macht dicht, das seit Jahren beliebte Restaurant von Wirtin Emily. Am Sonntag, 31. Oktober, ist Schluss. Und nicht nur das: Das „Can Besso“ im Haus daneben trifft das gleiche Schicksal, also verliert Son Macia auf einen Schlag zwei Gaststätten! Ich weiß auch warum: Der Besitzer der beiden Häuser, übrigens ein Österreicher, will selbst etwas eröffnen: Aus dem „Can Besso“ wird eine Pizzeria, als dem „Can Pelut“ ein Restaurant der gehobenen Ansprüche. So ist es geplant. Die Klientel verdrückt eine Träne, Emily nicht unbedingt – sie hatte ein bisschen geplant, in den Ruhestand zu gehen, die Kündigung hat den Wunsch beschleunigt …

P. S.: Wo der legendäre Mittwoch-Stammtisch von Norbert Deingruber in Zukunft stattfinden wird, ist noch nicht geklärt, es wird aber heftig überlegt …

Stierkampf-Arena zu verkaufen!

ES HANDELT SICH UM DIE LA MACARENA IN FELANITX. Eine bezaubernde Plaza de Toros, mitten in der Stadt, ein historisches Gebäude über drei Etagen, das für einen skurrilen Millionär ein phantastische Palast mit Dutzenden von Gemächern werden könnte. Und der sandigen Arena als Innenhof! Elektrizität, Wasseranschluss und sanitäre Einrichtungen vorhanden, sogar eine Krankenstation! Es kleben zwei Arten von Angeboten an den Portalen: ZUM VERKAUFEN und ZU MIETEN. Der Besitzer, ein Corrida-Veranstalter in Barcelona, kann mit La Macarena nichts mehr anfangen, seit der Stierkampf selbst in Spanien derartig fanatisch bekämpft wird, es drohen ihm 60 Mio. Euro (!) Renovierungskosten (verlangt von der Stadt) und so möchten er das Ding so schnell wie möglich loswerden, es werden sogar weiche Verhandlungen – „a convenir“ – angeboten …

Ein bedeutender Mann ist tot!

ALLERDINGS WERDEN DIE WENIGSTENS IHN PERSÖNLICH GEKANNT HABEN, denn er lebte quasi als erotisch aktiver Eremit auf der Insel, kam heimlich, traf niemanden und flog unerkannt heim: Alois Pindl, höchstgeehrter Bayer, der eine ganze Reihe privater Schulen gegründet hat und beneidenswert reich damit wurde, jede verfügbare Ehrung einheimsen konnte und vor rund 40 Jahren einen Prachtbesitz an der Nordost- küste, in Espinagar, kaufte und ausbaute. Hinter meterhohen Mauern und einem gewaltigen elektrischen Tor, unzugänglich und nicht einsichtbar (wenn nicht aus der Luft), hier hatte er eine Mercedes-Limousine geparkt, mit der ihn und seine jugendliche Lebensgefährtin der Verwalter seiner Liegenschaft, ein mallorkinischer Nachbar, vom Flughafen abholte und dorthin brachte. Nun ist Alois Pindl gestorben, zwei Monate nach seinem 101. Geburtstag – und mit 100, als er sein Ende ahnte, hat er den Besitz schnell noch verkauft, obwohl sein Sohn ihn gerne geerbt hätte …

Die Wahrheit über „Dhraa“ …

Die Disco „Dhraa“: Irgendwannn ist jeder schon mal daran vorbeigefahren …

… ODER: WARUM SCHREIBT SIE KEINER? Das ist wieder mal so ein Fall, wo ich bekennen muss: Ich bin wahrscheinlich der am längsten schreibende deutsche Autor auf Mallorca! Seit 1966. Da hat sich eben mehr im Hirn festgekrallt als bei Anderen. Zu der Erkenntnis kam ich, als über den Verkauf der Disco „Dhraa“ links an der Straße von Portocristo nach Cala Millor berichtet wurde: zum Schnäppchenpreis von 245 000 Euro an den deutschen Unternehmer Markus W. Breisch. Plus 2,5 bis 3 Mio. Euro für die Renovierung (kalkuliert er). „Dhraa“ war seit 1993 stillgelegt (bis auf ein Restaurant im Außenbereich), 28 Jahre! Dabei hatten nach der Eröffnung 1986 jeden Abend von 23 Uhr bis Sonnenaufgang bis zu 10 000 Enthemmte in dem seltsamen Gebäude gefeiert. Unter der Regie des neuen Besitzers soll das Entertainment nobler werden rund um den Pool, in den Gärten und auf den Türmen. Die Genehmigungen hat er angeblich alle. Und nun der Griff in die Historie: Gebaut hat „Dhraa“ ein berüchtigter Mallorkiner – tja, aber da fehlten leider ein paar Genehmigungen. So wie immer. Den ersten Entwurf für die weltweit einmalige Anlage hatte er sich bei Jörn Utzorn geholt, dem Erbauer der Oper von Sydney. Der stieg aber schnell aus, als das Honorar ein warmer Händedruck sein sollte. Dann machten sich die Künstler Guillermo Perez Villalta und Miguel Barcelo ans Werk – und stiegen ebenfalls aus. Grund? Derselbe. Inzwischen bröckelte „Dhraa“, der Aufenthalt wurde unsicher, und die Gemeinde entdeckte plötzlich, dass wichtige Genehmigungen fehlten, und die Statik, mein Gott – und da schlossen sie den Komplex! Eigentlich schade, denn er sieht toll aus, man kann richtig spaßig feiern darin. Aber wie das so ist auf der Insel: Erst mal aufmachen und Kohle scheffeln, alles andere ergibt sich schon/vielleicht/irgendwie! Der Besitzer gab jedoch auf, weil ihm die versiegelte Riesen-Disco zu teuer wurde und sie ihn eher verknackten, als ihm die fehlenden Lizenzen zu geben. „Dhraa“ wurde später angeboten wie Sauerbier, anfangs für 1,7 Mio. Euro. Und jetzt ist es deutsch – zu einem Siebtel des Preises …

Ganz schlechte Nachrichten …

Von solchen Schlagzeilen sollte man sich nicht täuschen lassen …

… VOM IMMOBILIENMARKT! Zwar lese ich dauernd, wie erfreulich (für wen?) die Preise anzögen, aber scheinbar gilt das nur in schicken Urbanisationen und mitten in Palma. Draußen auf dem Land stürzen die Preise so ab, dass einem Angst und Bange wird, wenn man dort etwas besitzt (wie ich), und ich weiß von ganz Schlauen, die sich jetzt Pracht-Immobilien in der Provinz schnappen. So kaufte ein Berliner Banker einen zu Manacor gehörenden, ummauerten Besitz mit Herrschaftsvilla, Gästehaus, Vierfach-Garage, 25 x 7 m-Pool, Außenküche, 7000 qm Grund und Meerblick für … – lächerliche 450 000 Euro!!! Und das 300 m von der Hauptstraße und 4 km vom nächsten Ort entfernt! Ein Arzt aus Bayern zahlte nur 400 000 Euro für eine alte, aber bis zuletzt bewohnte Finca auf 20 000 qm Land (!) mit eigener Quelle und reichem Bestand an Mandel-, Feigen- und Olivenbäumen. Das sind Liegenschaften, die hätten vor 2 Jahren noch mindestens 1 Million gekostet. Grund: Die Leute brauchen Geld und zwar schnell und cash …

Die bösesten Corona-Schilder …

Vier Se Vende-Schilder auf einen Blick!

… SIND DIE, AUF DENEN „SE VENDE“ STEHT! Meinem Empfinden nach, haben sie sich verdoppelt. Daran merkt man, dass der Virus einige Mallorkiner wirklich verarmt hat – sie müssen verkaufen! In einem blühenden Jahr hätten sie das nie getan, und ich war ziemlich betroffen, als ich in einem Ort im Insel-Inneren gleich vier SE VENDE-Schilder nebeneinander sah, und da ging es um ein neu erbautes Haus, eine Garage, eine Werkstatt und ein Hinterhof-Grundstück – und die Telefonnummern auf den Schildern waren unterschiedlich. Bedauerlich, und wenn ich daran denke, dass die Immobilienpreise auf dem Land abgestürzt sind, noch bedauerlicher, aber darüber werde ich in einem anderen Beitrag berichten …

Sie wollten so schlau sein …

… VERONA POOTH UND IHR FRANJO, aber nicht mit uns, dem Spezialisten! Da steht in „Bunte“, sie hätten sich „westlich von Palma“ eine Villa mit 1000 qm Grund für 4,18 Mio. Euro gekauft, in „exponierter Lage in der Nähe des Royal Golf Clubs“. Wo genau, wird natürlich aus sich selbst überschätzender VIP-Hysterie verschwiegen, aber … – es gibt keinen „Royal Golf Club“, jedoch den Klub „Real Golf de Bendinat“, den einzig „königlichen“ Golfplatz auf der Insel. Ich denke, als der von mir sehr geschätzte Autor seinen Text geschrieben hatte und den Pooths zum Gegenlesen vorlegen musste, da haben sie in ihrer Unkenntnis von Mallorca das verräterische Bendinat aus dem „Royal Golf Club Bendinat“ gestrichen! Aber durch das „Royal“ blieb klar, dass ihre Villa nur in Bendinat liegen kann. Herrschaften, es ich nicht leicht, auf Mallorca ein Geheimnis zu bewahren …

Sollte man im Regal haben …

… DEN „IMMOBILIENRATGEBER SPANIEN“ von Lutz Minkner – auch wenn man seine passende Immobilie längst hat, also nichts sucht und zu arm für eine neue Finca ist. Denn es kann immer mal Streit mit Nachbarn geben, man wird doch ständig um Rat gefragt und weiß kaum eine Antwort, außerdem stehen da einige erstaunli- che Sachen drin (die sich spannend lesen!) und – man weiß ja nie! Zumal der Untertitel „Alles über Recht und Steuern“ andeutet, dass da mehr drin steht als nur die übliche Warnung vor Fallstricken. Der Ratgeber ist darüber hinaus so nützlich, da Minkner 1 Rechtsanwalt ist und 2 seit Jahren sehr erfolgreich mit Immobilien handelt. Diese Kombi ist selten bei einem solchen Buch. Gerade ist die 4. Auflage erschienen und kostet 29.95 Euro.

Diskriminierung? Wie, bitte …?

 

Ortsschild von Marratxi, das an die Bergpredigt erinnert …

EIN MERKWÜRDIGER FALL: In der Urbanisation Son Negre (Marratxi) stand seit etwa 1998 ein Haus, das ohne Baugenehmigung errichtet worden war. Anfang Mai ließ es die Gemeinde, nach einer gerichtlichen Anordnung, abreißen – unter Geleitschutz einer, wie es heißt, auffällig großen Polizeitruppe. Nun hat sich der Anwalt der Bewohnerin gemeldet: Er will/wird die Gemeinde wegen „Diskriminierung“ verklagen! Warum? Weil das beseitigte Haus einer Roma-Familie gehörte – und weil der Aufmarsch der Polizeitruppe ja so ausgesehen habe, als müsste die Abrissfirma vor wütenden Anwohnern geschützt werden. Was eine böse Unterstellung sei und ein Imageschaden. Ist er das? Oder liegt die „Diskriminierung“ darin, dass schon der Abriss rassistisch interpretiert werden könnte? Die Autoritäten haben es, ein ich mir’s recht überlege, im Jahr 2021 nicht leicht und die Welt würde ein ganzes Stück lebenswerter sein, wenn man die anonymen Social Media dauerhaft abschalten würde …

Ultimativer Luxus zu kleinstem Preis …

... WÜNSCHT EIN „EHEM. BUNDESTAGSABGEORD- NETER“ PER KLEINANZEIGE! Er bezeichnet sich auch noch als „zuverlässigen Dauermieter“ und benützt diese beiden Argumente, um möglichst wenig zu zahlen. Dabei soll sein Apartment „in Palma oder Umgebung“ liegen, über „2 SZ und 2 (moderne) Bäder“ verfügen, „Poolzugang“ haben – und auch noch „Meerblick“! Und warum nicht noch einen Vermieter, der jeden Tag um 17 Uhr einen Cognac mit Zigarre gratis serviert? Nein, Verehrtester, Sie müssen schon den üblichen Weg über einen Immobilienmakler beschreiten (ich kann Ihnen ein paar vertrauenswürdige nennen) und sich nach den Marktpreisen richten. Und auf Ihre politische Karriere zu verweisen, ist völlig sinnlos, wenn Sie nicht die Partei nennen, für die Sie im Bundes- tag saßen, das ist nämlich wichtiger, als Sie ahnen  …