Irrtümer

Ein riesiges Rudel wartet auf Herrchen & Frauchen …

Das Logo ist gut!

ICH ZIEHE MEINEN HUT VOR DEN MITMENSCHEN, die sich mit Fanatismus der völlig sinnlosen Aufgabe gewidmet haben, das Leid der Hunde auf Mallorca zu lindern. Denn es ist unmöglich, den Wauwis wirklich zu helfen. Für jeden Hund, der adoptiert wird, entstehen genau in diesem Moment 100 neue Waisen-Welpen. Um sich als mitfühlender Tierfreund zu verwirklichen, mag die Anstrengung genügen, aber soviel kann gar nicht kastriert werden, wie begattet wird. In jeder der beiden deutschen Blätter stehen unter der Rubrik TIERE jede Woche Annoncen, in denen an die 20 Hunde angeboten werden (ich habe nachgezählt), darunter Kolosse von fast 50 Kilo und Greise/innen mit 15 Jahren. Jede Woche, und beileibe nicht immer dieselben! Macht pro Jahr 52 x 20 = über 1000 Hunde!!! Allein an dieser Zahl erkennt man, wie rührend hilflos sich die Tierfreunde anstrengen. Denn die Tierheime sind weiterhin überfüllt! Was tun außer Rummotzen? Mehr kastrieren erschient mir die einzige Lösung zu sein. Und mehr spenden, um mehr zu kastrieren. Daran würde auch ich mich beteiligen …

… und nun auch noch Mario Basler!

Nun wird’s auch ihn erwischen …

TJA, UND ES MÜSSTE SCHON EIN WUNDER GESCHEHEN, wenn endlich mal die Gastronomie eines Prominenten nicht schon bald pleite gehen  und geschlossen würde! Reihenweise haben diese Herrschaften geglaubt, auf Mallorca genüge es, unter seinem Namen eine Kneipe zu eröffnen – und dann würden die Menschen nur so reinströmen. Pustekuchen! Ein paar Sosolala-VIPs erscheinen zur Vernissage, Fußvolk drängt zu Gratisdrinks, nach drei Tagen ward der prominente Wirt nicht mehr gesehen, weil sein Etablissement in Arbeit ausartete, dafür hatte er ja seine Leute. Die beschissen ihn nach Strich & Faden, der Geldgeber wollte nach ein paar Wochen was in der Kasse sehen, der Prominente hielt seine Kneipe bald für eine Zumutung (und die Menschen, die nicht mehr kamen, weil sie plötzlich ihre Drinks teuer bezahlen mussten, für Ars … cher) und – weg war er. Gerupft & gebeutelt und nur noch gut genug, bei VOX oder ProSieben als als Vorführmodell des tapferen Scheiterns über den Bildschirm zu schleichen, was – nun ja – wenigstens noch ein paar Euro in den Beutel fließen ließ und die TV-Prominenz bestätigte. Und nun also Ex-Fußballer und Experten-Wanderpokal Mario Basler mit einer „MB 30 Lounge“ in Cala Rajada. Er würde sogar selber anwesend sein, sagt sein Partner. Ach was! Im Mai (2019) soll’s losgehen. Wollen wir wetten, dass spätestens im Herbst (2019) eine Immobilie in Geschäftslage frei wird in Cala Rajada? Mallorca ist nämlich eine kluge Insel, die lässt sich nicht bescheißen. Hier hat nur Erfolg, wer genauso diszipliniert ist wie die einheimischen Unternehmer. Hat nicht dieser Jens Büchner (oder wie auch immer er hieß) das Paradebeispiel abgegeben? Von der Sorte könnte ich noch ein Dutzend nennen: Katze, Katze’s Mutter, Rocchigiani

… noch so ’ne Nullnummer …

Ja, von wegen …

DER WAR SCHON ZU LEBZEITEN EIN GLASMENSCH durch seine durchsichtige Bedeutungslosigkeit, für die er auch noch gefeiert … – nein, missbraucht wurde von einem TV-Sender, der ihn vorführte als Fundstück aus der Rumpelkammer menschlicher Existenzen. Er konnte nichts (vor allem nicht singen, aber tat es trotzdem öffentlich und gegen Geld), scheiterte dauernd, störte durch aufdringliche Dreistigkeit, und seine einzige Lebensleistung bestand darin, ohne Leistungsnachweis bekannt zu sein. Dann starb er, man dachte, nun ist der Spuk vorbei – und nun geht das übers Grab hinaus! Weil die Angehörigen in einer Art lukrativer Leichenfledderei rausquetschen, was aus dem gescheiterten Mann noch zu holen ist an Publicity und Pinunsen. Wen juckt das? Mich, weil damit, wie schon zu Lebzeiten des Nullingers, immer und immer wieder der Name unserer herrlichen Insel missbraucht wird. Dieser Typ, der so gar keine Rolle gespielt hat für Mallorca (für keinen Teil der Erde, überhaupt für keinen, nicht mal für sich selbst), erdreistet sich selbst posthum, ihren Namen als Vorvornamen zu missbrauchen: „Malle-Jens“. War er nie. „Ruhe in Frieden, du Nichts“, sage ich. Nein, sagen Andere, nicht, wenn’s noch was zu verdienen gibt mit ihm! Bauchi, Büchner … por dios, was wird da nicht alles angeschwemmt an den Küsten der Isla de la Calma!

Stierkampf geht in den Untergrund …

Das Klub-Logo …

DER STIERKAMPF AUF SPANISCHE ART KANN NICHT ÜBERLEBEN, nachdem so viele Ausländer, vor allem Deutsche, sich angemaßt haben, die einheimischen Tierschützer aufzuhetzen gegen die Corridas. Klar: Keiner sieht einen Stier gerne leiden, Toreros, die’s nicht können, muss man aus den Arenas verbannen. Da sind sich die Aficionados mit den Tierschützern einig. Aber wie immer schütten die Tierfreunde auch beim Stierkampf  das Kind mit dem Bade aus – und verlangen von der Regierung, diesen jahrtausendealten Brauch komplett abzuschaffen! Das Resultat? Wie bei den Hahnenkämpfen (die wirklich scheußlich sind)! Der Stierkampf geht ebenfalls in den Untergrund und ich zeige hier das Logo eines Klubs in Felanitx, der es sogar wagt, die lokalen Losverkäufer der Nationallotterie zu sponsern. Es wird also weiterhin Corridas geben, heimlich, mit schlecht ausgebildeten Toreros, die Stiere werden mehr leiden als vorher – und ein groteskes, historisches Verbrechen wiederholt sich: der von sogenannten „Tierschützern“ durchgesetzte Großwild-Jagdbann von 1977. Über ihn jubelten die Wilderer, keiner kontrollierte sie mehr und seitdem wurden 70 % aller jagbaren Tiere Afrikas ermordet! Da lastet schwere Schuld auf den Leuten, die nicht wissen, wie man Tiere wirklich liebt …

Die Wahrheit zu „Fuerst Heinz“ …

Da waren sie noch zu Zweit …

ER NENNT SICH „FÜRST HEINZ“. Nettes Pseudonym, gut im Karneval zu gebrauchen. Aber hinter dem Fürst hängt noch eine Fortsetzung: von Sayn-Wittgenstein. Und da wird’s schräg, oder wie es bei Wikipedia heißt: „Die Neutralität dieses Artikels … ist umstritten.“ Denn echte Sayn-Wittgensteins heißen „zu“ und nicht „von“. Der sogenannte „Fürst Heinz“ ist also kein echter Fürst (er ist geborener Karl-Heinz Richard Böswirth aus Dachau), er ist nicht mal wirklich adelig geworden durch seinen Adoptivvater gleichen Namens (denn der ist ein geborener Bruno Lothar Koch). Und da gibt es noch so einiges zu sagen: Wie der „Fürst Heinz“ Auktionator in München war und plötzlich nicht mehr (ich weiß mehr und auch das warum!); wie er eiligst verschwand aus Deutschland, plötzlich als Immobilienhändler auf Mallorca auftauchte und sich – nanu! – Unternehmer, Entertainer und Designer nennt. Und auf meinem Schädel kräuseln sich die verlorenen Haare, wenn ich sehe, wie dämliche Journalisten ihm die untertänigste Reverenz erweisen, zweitklassige TV-Sender ihn unzensiert auf die unbedarften Zuschauer loslassen und die Arrivierten-Society denkt, sie hätte den Nachfolger von Fürst Bismarck als Cocktail-Gast auf der Terrasse ihrer Schwarzgeld-Finca. Dabei ist „Fürst Heinz“ kein unsympathischer Mann, deswegen wundere ich mich, dass er diese dünne Möchtegern-Hülle um seine Existenz benötigt. Wie sagte neulich ein Freund? „Weißt Du, dass Angeblich die Hauptstadt von Scharlatanien ist?“ Ich wusste es nicht, hatte es aber immer schon geahnt. Und jetzt haben der angebliche  „Fürst Heinz“ und seine Frau, die angebliche „Fürstin Andrea“, auch noch ihre Trennung bekanntgegeben …

Ich konnt‘ nicht anders – ich hab’s gekauft!

Jetzt gehört die Kuriosität mir …

DAS VERRÜCKTE RESTAURANT-SCHILD! Das mit der köstlichen Bezeichnung „Tageszeitungsbüfett“ am „Sa Travessia“ in Campos! Die berühmteste öffentliche Fehl-Übersetzung Mallorcas! Weil „Diario“ natürlich „täglich“ heißt, aber auch der Name der großen spanischen Tageszeitung auf der Insel ist („Diario de Mallorca“). „Was wollen Sie denn damit?“ hat mich der Wirt erstaunt gefragt, als ich das Kaufangebot machte. „Für meine Sammlung“, erwiderte ich ausweichend. Weil ich nicht wusste, ob er weiß, dass das Schild komisch ist. Jetzt wird es in meinem Patio hängen, damit ich täglich was zum Schmunzeln habe. UND ACHTUNG: Nächste Woche präsentiere ich das „Sa Travessia“ aus einem ganz anderen Grund …

Von wegen es gibt keinen Nebel!

Nichts mehr zu sehen weiter unten …

SELBST DER OLLE ERZHERZOG HAT ANNO DUNNEMAL GESCHRIEBEN: „Nebel treten sehr selten auf und meistens nur in den gebirgigen Theilen …“. Da muss sich was geändert haben seitdem, denn ich bin in auf der Insel in Watte geraten, die so dicht war, dass ich mir überlegt habe, nicht mehr weiterzufahren. Eines Tages, ich hatte mir erlaubt, in der „Reserva Rotana“ zu übernachten, wollte ich heim, fuhr aus dem Hof in die Straße raus – und war umhüllt von Nebel! Das ganze Tal in Richtung Manacor war voll davon. Das sah, von oben, grandios aus, aber als ich eintauchte, blieb mir alles weg – der Blick, die Straße, die Richtung und die Spucke. Ich konnte nur noch Hinkeschritt fahren, bei voller Beleuchtung, und schließlich gab ich auf, wendete mühsam und fuhr zurück zu einem zweiten Frühstück. Was blieb mir übrig? Es war 8 Uhr morgens und ein kalter Dezembertag. Man muss also mit Nebel rechnen im Winter, selbst in Katastrophenform: Im März 2002 musste ein deutscher Wanderer aus einem Trockenflussbett bei Andratx befreit werden, er hatte sich im Nebel verlaufen, sein Hund war bereits tödlich abgestürzt. Und im April 2007 legte Nebel sogar den Flughafen lahm. Ach, übrigens: Auf Mallorca gibt es auch noch den sogenannten „Sonnennebel“, das ist ein diesiges Sommer-Phänomen, als sei ein weißes Wölkchen auf der Erde gelandet …

Der blühende Blödsinn mit der Mandelblüte …

Sie blühen rosa …
… und sie blühen weiß

SEIT JAHRZEHNTEN WIRD UNAUSROTT- BAR BEHAUPTET, dass Mandelbäume, die rosa blühen, bittere Mandeln tragen! Dass die süßen Mandeln, die wir alle so lieben als aromatische Nuss (die neuerdings auch zu einem köstli- chen Mehl verarbeitet werden!), nur von Bäumen mit weißen Blüten stammen. Das stimmt einfach nicht, das ist einer jener Irrtümer, die durch Reiseführer und andere Bücher geistern, durch Abschreiben gebetsmühlenartig wiederholt werden und bei Besitzern von Mandelbäumen (ich bin einer) Kopfschütteln auslösen. Es ist ganz einfach so, dass keiner weiß, welcher Baum bittere Mandeln hervorbringt, und mein Nachbar Jaume, der Felder mit Hunderten von Mandelbäumen hat, behauptet sogar, süße und bittere Mandeln könnten an demselben Baum wachsen, und bestimmte Mandeln könnten in einem Jahr süß sein, im nächsten bitter. Das allerdings glaube ich ihm nicht, obwohl er es unbestreitbar wissen müsste. Fazit: Die kategorische Formel „Rosa ist bitter“ ist jedenfalls Blödsinn. Und nun? „Auf Wiedersehen“ im nächsten Jahr um die gleiche Zeit …

Hier lernen Sie das besch… Buch über Mallorca kennen!!!

ES HEISST „MALLORCA EXTREM ERLEBEN“, hat angeblich 216 Seiten (ich bekam auf meinem Kindle für 17.99 Euro nur etwa 80 Seiten), hat mit der Insel, ihren Sehenswürdigkeiten, den Landschaften und Schönheiten absolut nichts zu tun, wurde von einem Menschen namens Herold zu Moschdehner verfasst und enthält nichts als 26 kurze Aufforderungen zwischen drei und 12 Zeilen Länge. Auf jeder der fast leeren Seiten steht da ein Befehl, und jeder wird, um das Buch auf Format zu bringen, auf den folgenden Seiten 2 x wörtlich wiederholt! Ich bin fassungslos, dass Amazon seinen Kunden so etwas anzubieten wagt. Als Taschenbuch sogar für 25.99 Euro! Dabei wird diese Witznummer auf Amazon so angepriesen: „Dieser Reiseführer richtet sich nicht an NormalTouristen. Wenn Du Mallorca so erfahren willst, wie vor Dir schon Unzählige, dann ist dies das falsche Buch. Sinn und Zweck dieses Werkes ist es, dass Du ein unverfälschtes und authentisches Bild der Insel bekommst.“ Wirklich? Beispielhaft möchte ich 5 der 26 Aufforderungen zitieren, und wenn mir keiner glaubt, kann ich das berstehen: „Spring auf einem Bein“ – „Siehst Du Graffiti?“ – „Masturbiere“ – „Du brauchst unbedingt ein Bier“ – „Suche Muster auf dem Asphalt“. So geht das noch 21 mal weiter! Sonst nichts! Für weiteren Text fehlen mir die Worte ebenso wie diesem angeblichen Reiseführer …

Der Hass hat Konjunktur – bei einigen Idioten!

… und Demonstranten in Palma!
Schmiererei in Cala Murada …

SO VIELE BÖSE BOT- SCHAFTEN AN HAUS- WÄNDEN UND STRAS- SENRÄN- DERN habe ich noch nie gesehen! Selbst die spanischen Insel-Publikationen mokieren sich darüber. Etwa die Wochenzeitschrift „Manacor“ am 21. Oktober 2017 über den (immerhin aufwendig gestalteten) Graffito „Tourism kills Mallorca“, mit einem piratischen Totenkopf vor zwei Selfie-Sticks. Er tauchte mehrfach in der zweitgrößten Stadt der Insel auf. – Sehr viel brutaler, aber einfallsloser: Der übliche Nazi-Kack, diesmal auf einem Parkplatz-Mäuerchen der Urbanisation Cala Murada im Insel-Osten. Der ist so dämlich, dass einem die Worte fehlen, und das in einem Land, in dem bis mindestens 1975 der Faschismus regierte, als 30 Jahre länger als in Deutschland. Vielleicht mache ich einen Fehler, über diese Schmähbotschaften einiger Weniger zu berichten; aber sie zu verschweigen, würde schon so etwas wie Zensur bedeuten. Nun ist „Nazis NO“ ein Spruch, den man grundsätzlich unterschreiben kann – nur nicht am falschen Ort! Aber „Tourism kills …“ können nur Idioten schreiben, die nicht eingestehen wollen, dass es die sonnenhungrigen Besucher waren, die ihre Eltern und Großaltern aus der Armut geholt und durch ihre bloße Anwesenheit geholfen haben, das Franco-Regime zu stürzen …