Kommunikation

Ich hab‘ ein neues Buch gemacht!

So sieht der Titel aus …
… und so habe ich …
… einige der 30 Seiten …
… gestalten können

ES GEHT UM DIE WERBUNG, mit der deutsche Mallorca-Touristen zwischen 1902 und 1953 in Hotels, Restaurants, Geschäfte, Höhlen und zu Ausflugstouren gelockt werden sollten – und wurden! Es sind köstliche Stilblüten darunter, z. B. wenn Mallorca falsch eingedeutscht „Majorka“ geschrieben wird. Es gibt aber auch hochinteressante, nahezu politische Details, ganz zu schweigen von der feinen grafischen Gestaltung und der Frage, ob die Hotels und Shops von damals heute noch existieren (die meisten nicht) und was aus denen, die überlebt haben, geworden ist (da gibt es erstaunliche Funde). Mein selbstge- drucktes Buch hat 30 Seiten im Querformat, und wer es haben möchte, muss mich kontak- tieren. Aber ich vers- tehe, wenn’s keiner tut, denn ich möchte unglaubliche 50 Euro dafür haben, da mich die Produktion nicht recht viel weniger gekostet hat. Ich kann allerdings versichern, dass es so etwas kein zweites Mal gibt für Deutsche auf Deutsch.  Kontakt: axelthorer@yahoo.de

 

 

 

Der seltsame Weg der Post …

Wenn doch alle Briefe so schön (und schnell) wären …

MANCHMAL BRAUCHT EIN BRIEF VON MANACOR NACH MÜNCHEN 3 TAGE, manchmal 10 Tage – und es kann geschehen, dass man Nachforschungen anstellen muss. Wieso das? Die Insel ist von Süddeutschland nur rund 1200 km entfernt, täglich fliegen direkte Maschinen in 2-3 Stunden nach Palma. Und was macht die spanische Post? Sammelt alles in Palma, bringt es nach Madrid (Luftlinie: 550 km), fliegt es nach Frankfurt (etwa 1450 km) und dort wird es von der Deutschen Post für die ganze Bundesrepublik sortiert! Verschwurbelter geht’s nicht, und auf diesem Umweg verschwinden manchmal mehrere Tage. Lösung? Die kalte elektronische Postund das Zugeständnis, dass die Ansichtskarte in Buxtehude ankommt, wenn der Schreiber längst wieder Zuhause ist …

Mein Freund Armin hilft jetzt auch auf YouTube …

Dr. Reichmann …
… und der Zugang zu seiner YouTube-Beratung

WER WIRKLICH JURISTISCHEN RAT BENÖTIGT, wendet sich seit Jahren an Dr. Armin Reichmann in Palma. Er ist der Anwalt der Insider und nun hat er sich entschlossen, seine Tipps öffentlich (und noch kostenlos) zu geben – auf seinem eigenen YouTube-Kanal (Zugang siehe oben). Mit schöner Musik und im persönlichen Gespräch. Jeden Sonntag, solange er das thematisch durchhält, stellt er einen neuen Film ein, und wer auf Mallorca lebt oder zu tun hat, dem sei geraten, die Beiträge zu durchforsten oder sogar zu speichern. Das ist ein geschickter PR-Schachzug, eine Strategie der neuen Zeit, und ich darf das sagen, weil ich ja auch auf YouTube zu sehen bin mit meinen 50 Geschichten über die interessantesten Kofferaufkleber der Hotelgeschichte …

 

 

 

Jetzt lob‘ ich auch die Regierung!

Hübsch und auf Deutsch …

... FÜR DIESE PR-AKTION MIT PLAKATEN, ANNONCEN UND HANDZETTELN, nachdem ich vor kurzem die Eisenbahngesellschaft für ihre Werbung auf Deutsch positiv erwähnt hatte! „Von Hier für Dich“ heißt der Slogan (mit „Hier“ sind die Balearen gemeint, mit „Dich“ alle Touristen und Residenten). Man wird geduzt und bekommt gezeigt, was die Inseln so alles zu bieten haben: vom Wein über die Mandel, Tomate und Sobrassada bis zur Mandeltorte, der speziellen Webarbeit und dem Schuh. Hübsch ist das gemacht, wenn auch ein bisschen wirr im Bild, und wer’s genau wissen möchte, kann die links unten genannte Internet-Adresse anklicken: www.aepib.org

Was ist ein „kleiner Meerblick“?

So etwa …?
Das ist das Angebot

DAS HABE ICH AUF DEM AKTUEL- LEN IM- MOBILI- ENMARKT GESEHEN: Ein 50 qm-Apartment in Santa Ponca für 165 000 Euro. Angepriesen „,mit Flair & kleinem Meerblick“. Da habe ich mich gefragt: Was ist das? Flair ist eine leere Worthülse, weil laut Duden jeder etwas Anderes darunter versteht. Und „kleiner Meerblick“? Sieht man da fast gar nichts, oder nur ein wenig, wenn man auf eine Leiter steigt, oder einen knappen Meter Mittelmeer-Horizont, wenn die Sonne scheint, oder über einen Spiegel, wenn man ihn an einem langen Stock hoch hält? Ich kannte den Begriff bisher nicht, aber in der Annonce stand auch noch: „… teilüberdachte Meerblickterrasse“! Aha, fiel mir ein, da wird die Terrasse wohl größer sein als das Stück Ozean, das man von ihr aus sehen kann. Erstaunlich, was für ein variables Deutsch die Klitschen-Verkäufern sprechen, wenn sie müssen …

 

 

 

Was für eine reizende Anzeige!

SIE STAMMT VON DER SOLLER-EISENBAHN, zeigt ein hübsches, zur Grafik umgestaltetes Foto (der „Rote Blitz“ auf einer Überführung) und den wirklich höflichen Text auf Deutsch: „Steig‘ ein und lass‘ Dich mitnehmen!“ Gerne, liebe Freunde, wenn man so nett gebeten wird – und an dieser ganzseitigen Annonce in den Wochenzeitungen sollten sich ungefähr 50 andere Unternehmen, die auf deutsche (und andere)  Touristen und Residenten angewiesen sind, dringend ein Beispiel nehmen!

 

 

 

 

 

 

Warum man Bikinis essen kann …

Dreiecke = Bikini …

ES GIBT NOCH EINE SPRACHE AUF DER INSEL, den trendigen Slang. Er besteht aus deutschen, spanischen, englischen, französischen, arabischen, kastilianischen und katalanischen Brocken, wird ständig von den Einheimischen weiterentwickelt – und Ausländer erlernen diesen Gesellschafts-Dialekt (so möchte ich ihn nennen) erstaunt, aber amüsiert. Ich will ein Beispiel geben: Bestellt man ein Toast-Sandwich mit Schinken und Käse (siehe Foto), bittet man kurz um einen „Bikini“. Das klappt durchweg (vielleicht nicht in vornehmen den *****-Hotels) in allen Restaurants und Bars, so albern die Bezeichnung ist: Der Toast heißt so, weil er aus Dreiecken besteht – wie der Bikini! Es gibt Dutzende solcher Ausdrücke, inzwischen vielleicht sogar Hunderte, und ich lerne täglich einen neuen kennen, und irgendwann wird dieser Slang die Sprache durchdrungen haben und dann benötigt man keine Übersetzungen mehr …Halleluja!

Da steht eine Menge drin …

So sieht die Zeitung aus …

… DAS MAN ANDERSWO NICHT FINDET! Klar, die Rede ist von lokalen Zeitungen in der Sprache Mallorquin, gemacht für die Einheimischen, nicht für Touristen, und dennoch: Beider Interessen sind, wie ich immer wieder feststelle, wenn ich mich durch die Artikel mühe, erstaunlich deckungsgleich! Es sind Zusatzinformationen, die man bekommt, es ist detaillierteres Wissen, und für jemanden, der z. B. im Gemeindebereich von FELANITX wohnt, ist das (übrigens seit 1936 erscheinende) „Felanitx“ mit seinen 14 Seiten eine Fundgrube. Untertitel: „Setimanari d’Interessos Locals“ – auf Deutsch: „Wochenzeitung für lokale Interessen“. Es gibt, schätze ich, auf der Insel rund 40 solcher Gemeinde-Blätter und ich besorge sie mir immer, wenn ich durch die Orte komme. Dieses hier kostet 1.10 Euro und erscheint immer freitags.

 

 

Aufladen am Bahnhof: Funktioniert’s?

ALS DER GRATIS-SERVICE EINGERICHTET WURDE, gab’s Berichte. Aber keiner hat es damals ausprobiert – und funktioniert es immer noch? Es ist eine Art Kiosk, genannt „Free Charge Station“, eher eine dicke, viereckige Säule auf dem Platz des Bahnhofs „Intermodal“ an der Placa Espanya in Palma (links vor den Treppen in die Tiefe). Eine Servicestation zum Aufladen verschiedener Handytypen und der iPads auf Kosten der Eisenbahngesellschaft SFM. Ziemlich verschmutzt natürlich durch Gebrauch, die vier Jahreszeiten und Mangel an Personal, aber es klappt! Ich habe mein iPhone angeschlossen und kurz aufgeladen. Danke! ABER: Höllisch aufpassen auf Taschen- und sonstige -diebe. Nichts aus den Augen lassen, denn Aufladen lenkt ab. Aber dafür kann die nette Bahn nichts, deren Angebot ist großartig. KLEINER NACHTEIL: Die aufzuladenden Geräte müssen „nackt“ sein, wenn sie in Hüllen stecken, passen die Kontakte nicht …

Drei kleine Palabras, die enorm helfen

Sprache 1Sprache 2ES HAT KEINEN ZWECK, sie in der Original-Schreibweise zu präsentieren, denn die hat mit dem gesprochenen Lauten sehr wenig zu tun. Ich zeige sie deshalb phonetisch-deutsch. Der tiefere Sinn hinter diesem Tipp ist, dass der Gebrauch dieser drei Wörter ein Akt der Höflichkeit ist. Ein Zeichen, dass man mit der Eigenart der Mallorkiner vertraut ist – oder zumindest bereit zu einer heiteren Note gegenseitiger Verständigung. 1 „Molve“ – bedeutet „Ist gut“, „Verstanden“, „Na, dann…“. Es ist der freundlichste Gesprächsabschluss. 2 „Tanmetä-isch“ – soviel wie „Alles Blödsinn“, „Deckel zu“, „Sch…-drauf!“ Ein Ausdruck gemeinsamer Verachtung. – Nimmt die Konversation eine unglückliche Wendung, kann: 3 „Menfot“ nützlich sein – „Das ist mir schnurzpiepe“, „Für mich kein Thema!“, „Mir sowas von egal …“. Hört man von einem Mallorkiner (ich zeige hier einige in Tracht auf alten Stichen) den Satz: „No te preocupis!“, dann hat man es geschafft. Er signalisiert: „Mach Dir keine Sorgen, ich erledige das …“.