Kommunikation

Nein, liebe Telefonica, das klappt nicht …

 

Die „Gelben Seiten“    fürs Handschuhfach …

… MIT DEM GUTEN ALTEN TELEFONBUCH! Ab und zu möchte man eine Nummer auf die alte Art finden und da bekommt man den Tipp, dass dieses gedruckte Telefonbuch virtuell existiert, man es also „online“ benützen kann und zwar über die Adresse „paginas blancas telefonica“. „Gracias“, ruft man – verfrüht, denn das klappt nicht! Gibt man die 3 Worte ein, landet man im spanischen Kommunikations-Dschungel. Nichts passiert, wenn man Mallorca oder z. B. Andratx eingibt. Ich jedenfalls, durchaus ein virtueller Neandertaler, konnte mir meine gesuchte Nummer auf diese Weise nicht beschaffen …

P.S.: Wenigstens habe ich das Büchlein „Paginas Amarillas para el Coche“ immer bei mir. Das sind rund 300 Seiten auf Spanisch und Englisch im handlichen Format von 19,3 x 11,3 cm (ich bin nur mit dem Jahrgang etwas hinterher), für das ich der Telefonica herzlich danke …

Da passen zwei zusammen …

GUCKEN SIE MAL, WAS ICH ENTDECKT HABE: Zwei einsame Herzen, die Partner suchen! Nun ist die Anzeigenspalte KONTAKTE im Moment nur spärlich bestückt (wg. Virus), aber diese beiden Annoncen standen letzte Woche drin, lagen schon mal wie im Doppelbett, der Herr und die Dame wussten zwar offensichtlich nichts von einander, fügen sich jedoch ganz gut zusammen – und da dachte ich mir, ich versuche einen Bund fürs Leben in meinem Blog! Er ist 59 und möchte eine SIE auf Mallorca kennen lernen, SIE ist 45 und will mit IHM die Insel erleben und genießen. Passt doch, meldet Euch und schreibt mir, wenn’s geklappt hat …

Nur eine kleine Albernheit …

ICH ENTDECKTE SIE IN EINER MALLORKINISCHEN LOKALZEITUNG, und sie ist ein lustiges Wortspiel. Da stand, dass die Firma Rafel Bover „Feines en Pedra“  anzubieten hat. Komisch, dachte ich, ds hätte auch in einer deutschen Anzeige stehen können: „Was Feines aus Stein“. Wäre ja möglich, dass dieses positive deutsche Wort vor Jahrhunderten (zur Vandalenzeit?) seinen Weg ins Mallorquin gefunden hat, wie so viele andere. Aber so ist es natürlich nicht: „Feines“ heißt Arbeiten in der Inselsprache, Bover ist Steinmetz und klopft Mares, Marmor und andere Erdfunde nach Maß zurecht. Und wenn mein privater Alleskönner Pedro das nächste Mal kommt, um was auszubessern am Haus, werde ich mir den Scherz erlauben und zu ihm sagen: „Aber bitte feine Feines, ja?“

Pst, ein bisschen was Privates ..

Das Logo der „Insel-Zeitung“ …
… und Fitzners Kolumne

ICH SCHREIBE DAS NUR, weil weil mein Freund Thomas Fitzner, der wunderbare Autor aus Österreich (er lebt aber in Cos- titx), ein geradezu verstörend beschei- dener Mensch ist. Da hat er doch in seiner Kolumne in der „Insel-Zeitung“ mitgeteilt, eine Lesung von mir habe einen „Publi- kumsrekord“ auf der Kulturfinca Son Baulo erzielt – und verschwiegen, dass wir beide an diesem Abend aufgetreten sind: Fitzner & Thorer. Der Rekord, auf den wir ziemlich stolz sind, gehört zur Hälfte ihm, und ich bin mir dessen wohl bewusst, und wir werden unsere so erfolgreiche Le- sung in diesem Frühjahr wiederholen (mit neuen Texten natürlich) und dann werde ich sofort veröffentlichen, dass auch Fitzner dabei war, um ihm seine Bescheidenheit auszutreiben …

Felanitx versinkt im Schnee …

... ZUMINDEST AUF DEM OFFIZIELLEN WEIHNACHTSPROGRAMM „Nadal 2019 a Felanitx“! Was sich die Veranstalter dabei gedacht haben, bleibt ein Rätsel, aber offensichtlich waren die Winter-Romantiker unter ihnen überwältigt von verschneiten und vereisten Szenen aus dem Ötztal oder dem Erzgebirge. Das Programm ist ein sechsseitiges Faltblatt im Quadrat und angeboten werden in Felanitx, Portocolom, Cas Concos und s’Horta rund 100 Veranstaltungen zwischen dem 5. Dezember und dem 5. Januar, wenn die „Reis d’Orient“ erscheinen. Donnerwetter, und das mit Pudelmützen, Ohrenschützern und Wollschals – aber die raffinierten Felanigenser haben mit so einer skurrilen Idee die anderen Gemeinden optisch ausgestochen …

Lassen Sie uns über Geld reden (Telefon) …

MAG SEIN, DASS DAS MEIN PERSÖNLICHES PROB- LEM IST, aber vielleicht kann ich doch dem einen oder anderen helfen mit diesem Post. Der Fall: Ich habe ein Mallorca-Handy mit einer Insel-Nummer, das ich (z. B. an Tankstellen) mit Euros aufladen muss, wenn es nach Geld schreit. Mein Provider war Movistar und ich zahlte, zu meinem Erstaunen, pro Woche zwischen 20 und 30 Euro! Obwohl das Handy 6 Monate/Jahr gar nicht ein- geschaltet ist und ich es auch nicht sehr häufig benütze, wenn ich auf Mallorca bin. Da bat ich meine Freunde von Beep in Portocolom um Hilfe, die haben Movistar ge- kündigt, mir den Provider Lebara draufgeladen – und nun kann ich 400 Minuten bzw. 28 Tage für 10 Euro telefonieren. Warum nicht gleich so? Aus Unwissenheit. Ich denke, da habe ich heute Vormittag eine Menge Geld gespart …

Nett, wie die Regierenden für uns sorgen!

Der deutsche Formentor-Flyer …
… und der 112-Sticker

ES IST NÄMLICH NICHT SO, wie uns einige Leserbrief-Schreiber weismachen wollen, dass „die Mallorkiner nur unser Geld nehmen, sich aber sonst einen Sch … um uns kümmern!“ Sie wissen genau, was sie an uns Milchkühen haben und tun eine Menge. Aber ich gebe zu, dass vieles unbemerkt an uns vorbei geht. Wie z. B. der Anfang Juni herausgegebene, vierseitige Flyer auf Deutsch (mit Planskizze und Hashtag) zur Sperrung der Formentor-Straße. Oder der Sticker für den Leihwagen oder andere Fenster, auf dem grafisch drastisch die Notrufnummer 112 empfohlen wird. An der Kommunikation hapert’s, nicht am guten Willen, und meist nehme selbst ich überrascht zur Kenntnis, was sie wieder alles getan haben für die Ausländer …

 

 

 

Manchmal bleibt einem die Spucke weg …

… BEI DER DREISTIGKEIT EINIGER LEUTE! Wie diesem tyke, der gleich seine Email-Adresse angibt, damit man auf sein PayPal-Konto überweisen kann. Warum? Man glaubt es kaum: „Für mein privates Ökoprojekt“, das es noch nicht mal gibt, sondern es ist „in Planung“. Erklärt wird nichts in der Kleinstan- zeige einer deutschen Zeitung auf Mallorca, man weiß also nicht, wofür man Geld geben soll, da kann man sich großzügigerweise erkundigen – und zum Schluss ringt sich der Spendensammler ein „Vielen Dank“ ab. Ich sag’s ja immer wieder: Solche schrägen (und meist deutschen) Typen wie auf unserer Insel trifft man sonst nirgendwo …

Ich hab‘ ein neues Buch gemacht!

So sieht der Titel aus …
… und so habe ich …
… einige der 30 Seiten …
… gestalten können

ES GEHT UM DIE WERBUNG, mit der deutsche Mallorca-Touristen zwischen 1902 und 1953 in Hotels, Restaurants, Geschäfte, Höhlen und zu Ausflugstouren gelockt werden sollten – und wurden! Es sind köstliche Stilblüten darunter, z. B. wenn Mallorca falsch eingedeutscht „Majorka“ geschrieben wird. Es gibt aber auch hochinteressante, nahezu politische Details, ganz zu schweigen von der feinen grafischen Gestaltung und der Frage, ob die Hotels und Shops von damals heute noch existieren (die meisten nicht) und was aus denen, die überlebt haben, geworden ist (da gibt es erstaunliche Funde). Mein selbstge- drucktes Buch hat 30 Seiten im Querformat, und wer es haben möchte, muss mich kontak- tieren. Aber ich vers- tehe, wenn’s keiner tut, denn ich möchte unglaubliche 50 Euro dafür haben, da mich die Produktion nicht recht viel weniger gekostet hat. Ich kann allerdings versichern, dass es so etwas kein zweites Mal gibt für Deutsche auf Deutsch.  Kontakt: axelthorer@yahoo.de

 

 

 

Der seltsame Weg der Post …

Wenn doch alle Briefe so schön (und schnell) wären …

MANCHMAL BRAUCHT EIN BRIEF VON MANACOR NACH MÜNCHEN 3 TAGE, manchmal 10 Tage – und es kann geschehen, dass man Nachforschungen anstellen muss. Wieso das? Die Insel ist von Süddeutschland nur rund 1200 km entfernt, täglich fliegen direkte Maschinen in 2-3 Stunden nach Palma. Und was macht die spanische Post? Sammelt alles in Palma, bringt es nach Madrid (Luftlinie: 550 km), fliegt es nach Frankfurt (etwa 1450 km) und dort wird es von der Deutschen Post für die ganze Bundesrepublik sortiert! Verschwurbelter geht’s nicht, und auf diesem Umweg verschwinden manchmal mehrere Tage. Lösung? Die kalte elektronische Postund das Zugeständnis, dass die Ansichtskarte in Buxtehude ankommt, wenn der Schreiber längst wieder Zuhause ist …