Kriminalität

Jetzt ist Zeit, mit dem Betrug aufzuhören …

Seezunge
Rotzunge

… UND ZWAR DEM AUF DER SPEI- SE- KAR- TE! Oder weiß jemand noch nicht, dass 99,9 % der auf Mallorca massenweise angebotenen (und kackfrech als solche bezeichneten) Seezungen gar keine sind, und frisch sind sie deshalb schon gleich gar nicht! Denn stattdessen werden vor allem in den Billigmenüs aus dem Senegal importierte Lamm- oder Rotzungen serviert, die zwar ein sehr ähnlicher Plattfisch sind, allerdings weit weniger gut schmecken! Wie unterscheidet man Original von Fälschung? Die Afrikaner haben ihre Augen auf der linken Seite, die Seezungen auf der rechten Seite. Außerdem haben die rohen Fische eine unterschiedliche Färbung (siehe Fotos), weswegen man sie nie von den Wirten und Kellnern gezeigt bekommt. Der Grund für den Betrug ist so simpel wie jede kriminelle Tat: Habgier! Denn die Afrikaner kosten einen Bruchteil dessen, was für die mediterranen oder atlantischen Seezungen bezahlt werden muss, denn die gelten inzwischen als Luxusfisch. Liebe Seezungen-Servieren, die Corona-Zeit ist schwierig genug, jetzt serviert endlich die richtige Zunge, oder sagt wenigstens, wenn’s die falsche ist …

Ein Fall für Agatha Christie …

Hier ist es passiert …

… ODER LEO P. ARD WÄRE DAS ZIMMER 527 IN EINEM BILLIG-HOTEL IN ARENAL! Was da passiert ist, darf man als Krimiautor (der ich nicht bin) nicht einfach so liegen lassen. Um die Geschehnisse kann man eine faszinierende Detektiv-Geschichte bauen. Was ist passiert? Sommer 2011, 300 Gäste im Hotel. Im Zimmer 527 stirbt eine ukrainische Urlauberin ohne erkennbare Todesursache. Sie wird rausgebracht, das Zimmer gereinigt und ein Franzose zieht ein. Auch der stirbt und keiner findet heraus, wie er umgekommen ist. Einige Tage später bezieht ein dritter Tourist die 527, kämpft um sein Leben – und kann gerade noch gerettet werden! Daraufhin wird das Hotel geschlossen und der Besitzer angezeigt: wegen fahrlässiger Tötung. Vermutung: Kohlenmonoxid in der Klimaanlage! Aber warum nur in Zimmer 527 und nicht in anderen Räumen? Mysteriös! Der Prozess gegen den Hotel- besitzer beginnt gerade in Palma, aber das Geheimnis wird er kaum lüften … – ich sagte ja: ein erstklassiger Krimi um 2 1/2 Tote im selben Bett …

Es wird geklaut …

… UND ZWAR IMMER DREISTER! Der gute Geist Maic, der verschiedene Fincas versorgt, deren Besitzer wg. Corona Zuhause in Deutschland, Frankreich, Schweden und der Schweiz sind, meldet das. Es wird den Ganoven ja auch leicht gemacht, sie müssen ja nur über Mäuerchen steigen und können sich aussuchen, was sie mitnehmen: Gartenmöbel und -geräte, Wandlampen, Tontöpfe mit und ohne Pflanzen, Deko-Skulpturen und sogar meterweise Wasserschläuche. Noch, sagt Maic, scheuen sie sich, die Häuser selbst zu knacken; weil es zu viele Nachbarn gibt, die Zeugen sein könnten, weil sie daheim in Quarantäne sind und vor Langeweile in die Gegend starren. Da auch die Polizei präsenter ist als sonst, haben sie gerade, wie ich höre, einen Dieb am Kreisel in Llucmajor hopps genommen, der mit einem Auto voller „Ware“ auf dem Weg nach Palma war. Ich hatte das ja schon gefürchtet und in meinem Corona-Tagebuch darüber geunkt …

Korruption? Das ist Notwehr …

… AUF MALLORCA, SO WIE ICH ES SEHE! Es gibt nur noch ca. 300 000 echte Angehörige dieses Volksstammes – und jedes Jahr werden es weniger. Sie werden umzingelt von Festlandsspaniern und Ausländern. Sehr selten (eigentlich nie!) trifft ein deutscher Tourist einen Original-Insulaner, die Residenten wenigstens ab und zu (wenn sie in bäuerlichen Gegenden wohnen). Die einzige Macht, die diese Minderheit noch hat, ist etwas zu genehmigen oder zu verbieten. In den Behörden, die sie besetzen aus Tradition, Erbfolge und Heimatrecht. Und da Millionen-Projekte über ihre Tische gehen, wäre es ja unmenschlich, sich nicht zu bedienen: Sie wollen etwas von mir, das nur ich Ihnen verschaffen kann, also stimmen Sie mich freundlich. Dass das illegal ist – klar! Wenn’s auffliegt, droht Gefängnis. Auch klar. Und werden sie verurteilt, marschieren selbst gottgleiche Insel-Gestalten in den Knast (da sitzen einige). Aber Korruption passiert doch am ehesten, wenn Mallorkiner überredet werden sollen, Eindringlingen ein Stück ihrer Insel zu opfern, also von sich selbst. Ich habe tiefstes Verständnis dafür, wenn sie dafür einen Preis verlangen. Als Eintrittskarte in ihre Welt. Aus Überlebenswillen, Minderheitenangst und Habgier. Ungerecht daran ist allerdings, dass ein Armer nicht bestechen kann, dass Wohlhabende sich Vorteile verschaffen. Aber was für Genehmigungen zu lohnenswert teuren Projekten benötigen arme Ausländer auf Mallorca? Kaum welche. Und wenn sich Mallorkiner untereinander bestechen, geht uns das nichts an, finde ich. Solange daraus nicht etwas folgt, das allgemeinen Schaden anrichtet. Wissen Sie, wieviel 300 000 sind? Weniger als die Hälfte der Bremer …

Nanu, was ist denn da passiert?

MAN MUSS DIE BEIDEN ANZEI- GEN AUF- MERKSAM LESEN. Ich habe sie in der heimlichen Schatzkammer der Mallorca-Kuriositäten, dem viel zu wenig beachteten Anzeigenteil der beiden deutschen Wochenzeitungen entdeckt. Da hat also ein gewisser Ralf in Son Bugadelles sein Geschäft „Möbelschnäppchen“ aufgelöst (auweia, wohl eine Corona-Folge) und da muss sich jemand kriminell bedient haben. Nun klaut man eine Kunstlederliege und ein zweisitziges Ledersofa nicht einfach so, indem man sie unter dem Arm mitnimmt. Da muss man schon mit einem Lieferwagen anrücken („Abholwagen“ wäre in diesem Fall der bessere Begriff). Kurios, und noch kurioser ist daraufhin die Frage: „Wer weiß etwas?“ Wahrscheinlich nur einer und sein Komplize, und die halten dicht … – aber den Versuch per Annonce war’s immerhin wert!

Die Wahrheit über Ekel-Restaurants …

So berichtete die „Mallorca Zeitung“ …

DIE SACHE IST NÄMLICH DIE, DASS DER SKANDAL EINEN DOPPELTEN BODEN HAT, und die Geschichte geht so: 1. kommt ein Inspekteur des Gesundheits- ministeriums der Balearen und prüft. Leider gibt es für alle Inseln nur knapp 25 dieser Kontrolleure – viel zu wenig. 2. Die 25 stellen Mängel fest, verwarnen die Wirte oder schließen die Restaurants. 3. Da müsste nun ein Schild rausgehängt werden, dass das Ministerium die Gaststätte wegen gruseliger Zustände dicht gemacht hat, aber so ein Schild sieht man äußerst selten, stattdes- sen heißt es: „Wegen Renovierung geschlossen“ oder „Urlaub bis zum …“. Das ist illegal! Die Tatsachen: Wer sich anschaut, was 2019 geschah, dem wird fast übel. Denn 3564 Lokale wurden bewertet, 522 hatten entsetz- liche Mängel, 1663 klare Mängel. Das heißt: In 61,2 % dieser Restaurants war die Gesundheit der Gäste hygi- enisch bedroht und 83 (davon 44 allein auf Ibiza) mussten die Inspekteure sofort – von einer Minute auf die andere – schließen und saftige Geldstrafen verhängen. Und was sind die Kriterien der akuten Bedrohung? 1. Extremer Schmutz, 2. Fehlen einer Spülmaschine, 3. Kein heißes Wasser, 4. Wimmelnde Kakerla- ken, 5. Deutlicher Rattenbefall. Im Klartext heißt das also: 2019 war es gefährlich, rund zwei Drittel der Lokale zu betreten, geschweige denn, dort zu essen! Mein Fazit: Auf einigen Speisekarten steht ab sofort auch das große Schaudern mit Soße …

Da kamen ein LKW mit Felsbrocken und ein Bagger …

 

Steine im Weg, das lieben Hausbesetzer gar nicht …

… UND SCHON WAR DAS PROBLEM GELÖST! Denn wenn illegale Besetzer nicht mehr nah ranfahren können mit ihren Autos, dass interessiert sie die Immobilie nicht. So einfach ist das. Ich hatte ja berichtet von einem seit Jahren unbenutzten Gebäude an der Straße von Portocolom nach Portocristo, und wie dort ein Clan eingezogen war mit Kind & Kegel, 4 Autos (!), Lagerfeuern, Wäscheleinen, Generator, Ghettoblaster und Anzapfen einer Wasserquelle. Und wie eines Tages die Polizei erschien und die Besetzer rauswarf. Und dann hatten die Eigentümer der Finca etwas Cleveres veranlasst und das gab’s bisher nicht: Ein Lkw fuhr vor, hoch beladen mit Felsbrocken, und ein Bagger rollte an, und dann wurde die ganze Straßenfront mit den dicken Steinen abgesperrt (siehe Foto), jetzt kann keiner mehr den Zaun öffnen und aufs Grundstück fahren – die Immobilie ist sicher. Der Nachteil: Auch die Eigentümer kommen nicht rein, aber das wollen sie in nächster Zeit wohl nicht. Hauptsache, Andere bleiben draußen …

Bestechungsspiel mit echten Politikern!

ES IST EIN FRECHER  GESELLSCHAFTS- SPASS, HEISST „LADRILLAZO“ und besteht aus 162 Karten. Es ist 2017 erschienen, und es geht darum, Amtspersonen mit Geld zu kau- fen, um sich vor allem auf dem Immobilien- markt Vorteile zu verschaffen – weshalb die Packung als Ziegelstein gestaltet ist. Unter den abgebildeten korrupten Beamten sind auch die zu Gefängnisstrafen verurteilten mallorkinischen Ex-Politiker Jaume Matas und Maria Antononia Munar. Das Kartenspiel kostet 26-30 Euro und ist über die französische Kaufhauskette Fnac zu bekommen, die auch eine Website hat. P. S.: Ich denke, dass sich Matas & Munar das nicht gefallen lassen und das Kartenspiel vom Markt klagen werden. Dann wird es natürlich zum teuren Sammelobjekt …

… und dann zogen 60 Illegale ein!

Das besetzte Restaurant „Can Andreu Cos“, als es noch florierte …

DA REGEN WIR UNS AUF, wenn ein Narr und seine Freunde Boris Beckers Finca besetzt. Oder eine Sinti-Familie die Villa eines seit Monaten abwesenden Deutschen. Was soll da die Bürgermeisterin von Campos sagen, Francisco Porquer, wenn sie damit fertig werden soll/muss, dass etwa 60 (!) Squatter das leerstehende Restaurant „Can Andres Cos“ okkupieren, illegal Wasseranschlüsse legen und heimlich Elektrizität zuleiten? Das Gelände ist zwar rund 1500 qm groß und war unbenützt, aber es sieht inzwischen aus wie eine Müllhalde, kombiniert mit einem Schrottplatz. „So wie die Gesetze gegenwärtig sind, können wir kaum etwas machen“, sagt die Bürgermeisterin, obwohl es massive Klagen zum Teil verängstigter Nachbarn gibt. Wenn man geahnt hätte, dass dort eine ganze Kompanie illegaler Besetzer einmarschiert, wäre tatsächlich etwas Cleveres möglich gewesen, um das zu verhindern. Das haben sie in einem ähnlichen Fall an der Nordostküste gemacht; darüber werde ich nächste Woche berichten …

Es tut sich was – bravo!

So sieht das Haus nach der Räumung (wieder) aus …

ZUGEGEBEN: DAS HAUS, ein ehemaliges Restaurant, STEHT SEIT JAHREN LEER. Solide gebaut, aber ausgeraubt bis auf die Fensterrahmen. Hübsch anzusehen immer noch, aber ohne Wasser & Elektrizität. Plötzlich fiel ein Clan aus Palma ein, mit etwa 20 Personen,  4 Autos (!), dem kompletten Hausstand und etwas Kleinvieh. Richtete sich häuslich ein, reparierte den Brunnen, kochte am offenen Feuer im Garten, bedrohte die Vorbeifahrenden, wenn sie starrten oder gar fotografierten, und versetzte die Nachbarschaft in Angst & Schrecken. Nicht dass die Herrschaften irgendwo eingebrochen wären oder jemanden ausgeraubt hätten, das nicht; aber die bloße Präsenz erschien vielen als Bedrohung – übrigens auch den Mallorkinern! Nun ist Polizei angerückt, dazu ein LKW und ein Bagger. Die einen haben das Haus geräumt, die anderen den Garten. Ziemlich brutal lief das ab, der Clan bekam 60 Minuten, um seine Habseligkeiten zu packen. Zurück ins Getto bei Palma. Im Viertel (an der Ostküste bei Cala Murada) ist wieder Ruhe. Dennoch bleibt ein zwiespältiges Gefühl: Das Haus gehört einer Anwältin in Manacor und die ließ es zur Ruine verkommen. Dass jemand das leer stehende, aber eigentlich luxuriöse Gebäude besetzt, ist illegal, aber nicht wirklich verwerflich. Ich gebe der Anwältin eine dicke Mitschuld, und dass Polizei mit Bagger anrückt, klappt in solchen Fällen wohl auch nur, wenn man alteingesessener Jurist aus nobler Insel-Familie ist, aber immerhin – es ist ein Präzedenzfall, den auch Andere nutzen können …