Kriminalität

Wehe, wenn Ihnen das begegnet!

ICH HATTE NOCH NIE WAS MIT RAUSCHGIFT AM HUT – und schon gar nicht im Blut! Oder wie mein Freund Sir Peter Ustinov immer gesagt hat: „Drogen können hilfreich sein, aber leider ist der Genuss finanziell ruinös!“ Was Sie hier (leider etwas unscharf) sehen, sind die handelsüblichen, winzigen Gramm-Beutelchen mit Kokain, wie sie auf Mallorca angeboten werden, zusammengezwirbelt aus Plastikmaterial mit einer Art Schwänzchen als Griff oben dran. Diese 26 Stück konnte die Guardia Civil bei einem Marokkaner in Manacor konfiszieren, ohne jedoch feststellen zu können, wieviele Portionen der Rauschgifthändler ursprünglich bei sich gehabt hatte. Wert: Nicht genau auszumachen, aber ca. 20 bis 40 Euro pro Beutelchen, je nach Notlage und Dummheit des Süchtigen. Übrigens: Auf der Insel sind Hunderte Dealer mit Beutelchen unterwegs …

Man kann’s kaum glauben …

… MIT WELCHER DREISTIGKEIT, SCHARLATANE VERSUCHEN, naiven Menschen Geld aus den Taschen zu ziehen! Verehrte Leser meines Blogs wissen ja, dass es mein spezielles Hobby ist, derlei Machenschaften zu entdecken, und letzte Woche fiel mir diese Kleinanzeige in die Hände: Da bietet eine/r über seine mallorkinische Handynummer nicht nur „Quatch“ (ich hielt das anfangs für Selbstironie – was für ein Irrtum!), sondern dazu noch „Auch Tabak lesen“. Bisher dachte ich, Tabak würde man rauchen, kauen oder schnupfen, und als ich im Internet nachgeschaut habe, wie das „Tabak lesen“ geht, habe ich nichts gefunden. Nun, da vernünftige Zeitgenossen über derlei Unsinn („Ich löse alle möglichen Probleme in Ihrem Leben …“) grinsend hinweggehen, tu ich das auch – allerdings mit meinem bewährten Bedauern, was für zweibeinige Parasiten unsere geliebte Insel befallen haben, ebenso unnötig wie das Covid 19-Virus

Am Marktplatz mit einem Großen …

Mehlis mit UN-Generalsekretär Kofi Annan

ACH, DA GEHT EINEM DAS HERZ AUF, wenn man merkt, dass auf unserer Insel nicht nur die peinlichen Nullingers ihr Unwesen treiben („Schamlos in Funk und Fernsehen“), sondern auf richtig gute Leute, über die nur keiner berichtet. Denn da hockte ich in einem kleinen Dorf im Pla an einem Wirtshaustisch auf dem Marktplatz und in der Nähe sah ich einen Herrn, der mir bekannt vorkam, mir fiel nur der Name nicht ein, aber ich war mir sicher: Der Mann ist weltberühmt, ein Deutscher mit Wohnsitz auf Mallorca und gefeiert durch einen derart wichtigen Job, dass man stolz sein würde, ihn zu kennen. Inzwischen weiß ich, wer er ist: Detlev Mehlis, Staatsanwalt aus Berlin, rund um den Globus unterwegs im Auftrag der UN und der EU!!! „Der Terrier“ nennen sie ihn, weil er nie vergisst und gnadenlos jagt. Die Mörder von Hariri, dem Präsidenten des Libanon, und Weinrich, den mörderischen Assi des Ober-Terroristen Carlos, mit internationalem Haftbefehl Gesuchte auf den Philippinen, in Ruanda und Südafrika. Wo ein Staatsanwalt benötigt wird, der weder Tod noch Teufel fürchtet, erscheint Mehlis (Germany)! Und da saß er vor der Kneipe, trank ein Weinchen und lächelte verbindlich. Mein Gott, und da wird mein Fernsehschirm verschmutzt mit Gestalten wie Danni B., Andreas R., Isi G. und … – ach, ich will’s gar nicht wissen! Herzlich willkommen, Herr Staatsanwalt!

 

 

Die Jagd ist eröffnet …

LESEN SIE DEN TEXT MAL GANZ GENAU – was bedeutet das? Da zeigt einer im Anzeigenteil eines Mallorca-Blattes einen Anderen mit Namen und sogar mit Porträtfoto (das ich aus rechtlichen Gründen unscharf gemacht habe), stellt eine peinliche Frage und gibt eine Telefonnummer an. Ich habe natürlich angerufen, sprach überraschenderweise mit einem Mitglied der internationalen Top-Society und der sagte mir Folgendes (und ich gebe das mal so weiter): Er habe auf Mallorca eine Yacht gechartert, 11 000 Euro angezahlt, dann festgestellt, dass das Boot einem Ehepaar aus Baden-Baden privat gehöre, das entsetzt sei über die Vercharterung – und natürlich von dem Geld keinen Cent gesehen habe. Der Typ im Foto sei aber längst mit dem Geld abgehauen, er wisse aber, wo er sich gerade aufhalte, und nun suche er andere Geschädigte für eine Sammelklage. Der Typ im Foto habe nun seinerseits gedroht, ihn – den Geschädigten – wegen der Veröffentlichung seines Foto zu verklagen, denn das sei nicht erlaubt! Interessanter Fall, denn der Society-Zampano sagte mir auch, es gehe ihm nicht ums Geld, sondern um die Peinlichkeit, reingelegt worden zu sein, und da werde er keine Ruhe geben, bis er „den Kerl“ erwischt habe …

Da hab‘ ich mal zwei Fragen …

DIE STELLTEN SICH MIR, als ich dieses alte Auto auf einem Müllplatz sah: 1 Was macht die Müllabfuhr in so einem Fall von Schrott? Und 2 Was passiert mit dem Besitzer des Wracks, wenn man ihn findet? Die Karre, ein VW, ist ziemlich ausgeschlachtet und hat keine Kennzeichen mehr. Wahrscheinlich hat man auch ein paar Nummern weggefeilt. So fühlte sich einer sicher, seinen ollen Wagen neben den Müll-Containern abzustellen (woraus ich schließe, dass er zu dem Zeitpunkt noch einen funktionierenden Motor hatte). Jetzt warte ich täglich erst mal darauf, dass einer die Felgen samt Pneus abmontiert. Bei aller Impertinenz: Interessanter Fall eines pedantischen Umweltsünders, der seinen Abfall am scheinbar korrekten Ort völlig illegal entsorgt …

Gibt’s tatsächlich Flüchtlinge nach Deutschland?

ICH GEB’S ZU: ICH WÄR‘ DA NICHT DRAUFGEKOMMEN! Aber dann sah ich zwei Anzeigen, eine mit dem fürchterlichen Titel „Für alle, die zurück in die Heimat wollen …“. Denen wird Rundum-Hilfe angeboten, damit sie ihre Bleibe auf der Insel möglichst schnell loswerden. Die zweite Anzeige richtete sich an Betrogene: Ein sich als durchschlagskräftig anbietender Inkasso-Zeitgenosse verspricht, Betrüger zu jagen, die sich mit dem Geld von Mallorca-Residenten nach Deutschland abgesetzt haben: „Sie haben es satt, dass sich Ihre Schuldner mit Ihrem Geld … ein angenehmes Leben machen?“ Hoppla, ich dachte bisher, die Betrüger würden sich mit erschwindeltem Geld von Deutschland nach Mallorca absetzen! Das scheint aber auch umgekehrt zu funktionieren! Doch zurück zu meiner Anfangsfrage zurück: Wieviele Deutsche verlassen die Insel wirklich? Und gibt’s neben „Goodbye Deutschland“ tatsächlich ein statistisch erfassbares „Goodbye Mallorca“? Das wird keiner ausloten können, aber die ersten Menetekel erscheinen an der Wand …

Jetzt erzähl‘ ich Ihnen mal was …

… VON EINER FINCA IN MEINER NACHBARSCHAFT, die von „Okupads“ besetzt worden war. Es waren Marokkaner und die Finca gehörte einem Deutschen. Den ließen die Besetzer nicht mehr rein, bewarfen ihn mit Steinen, spuckten nach ihm und das bleib ihm nichts weiter übrig, als sich eine Rausschmeißer-Truppe zu besorgen. Solche organisierten Profis, wie ich sie hier im Foto zeige. Leute zum Fürchten – aber immer nur bedrohlich, nie handgreiflich. Also alles legal! Die rückten an und da machten die Okupadsein Angebot: 12 000 Euro und dann würden sie auch nichts kaputt machen. Das lehnte der Deutsche als „viel zu teuer“ ab. Da gingen sie auf 10 000 Euro runter, das lehnte er auch ab, worauf die Rausschmeißer sich daran machten, das Tor zu knacken und die Villa zu erobern. Die Marokkaner antworteten mit handfestem Krieg: Schlägerten los, zückten die Messer, fingen wieder zu werfen an (mit Gartenmöbeln, Küchengeräten usw., alles im Besitz des Deutschen) – und lieferten damit die Handhabe, die Polizei zu rufen! Die kam tatsächlich (die Qualität, das lernte ich, ist eben von Revier zu Revier verschieden), machte kurzen Prozess mit den Okupads, der deutsche Besitzer zog wieder ein in seine Finca – und die Rausschmeißer halfen ihm (für ihr Honorar) beim Restaurieren …

Es war einmal ein Mörder …

Messerer 2009 vor Gericht …
… und da sitzt er jetzt

ER HEISST RUDOLF MESSERER und hat in Cala Murada seine Lebens- gefährtin erschossen. Das war 2006 und 2009 wurde er dafür in Palma zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach einiger Zeit verlegte man ihn ins Zuchthaus Straubing (Bayern), da erkrankte er so schwer, dass er auf den Rollstuhl angewiesen ist, aber obwohl er mittlerweile 87 Jahre alt ist und die Strafe fast abgesessen hat, begnadigt man ihn nicht, weil er keinerlei Reue zeigt – im Gegenteil: aggressiv ist und Drohungen ausstößt! Ich wollte ihn besuchen aus reiner Menschlichkeit, denn ich kenne ihn, weil meine Großmutter auch mal in Cala Murada gewohnt hat, und das auch noch in Messerers (nicht sehr angenehmer) Nachbarschaft; aber das hat mir eine Oberregierungsrätin verboten, und zwar mit der dämlichsten Begründung, die Beamten heutzutage einfällt: Das ginge aus „Datenschutzgründen“ nicht! Dabei wollte ich dem uralten Mann, der nicht mehr lange zu leben hat, eine letzte Freude bereiten, ihm was mitbringen von der Insel, die er so geliebt hat (vielleicht Oliven, Sobrassada oder einen Wein), und ihm erzählen von seinem ehemaligen Haus (dem Tatort) und den beiden schönen Autos, die immer noch in der Garage stehen und ihm gehören. Aber nein, selbst in einem christlich-sozial regierten Land wird mein humanitäres Ansinnen mit dieser fadenscheinigen Begründung blockiert … – Inzwischen weiß ich aus anderer Quelle mehr: Messerer ist seit März 2019 nicht mehr in Haft, wurde in einem Sanatorium im Landkreis Rosenheim (Bayern) untergebracht und bezieht 550 Euro Rente!

Jetzt ist Zeit, mit dem Betrug aufzuhören …

Seezunge
Rotzunge

… UND ZWAR DEM AUF DER SPEI- SE- KAR- TE! Oder weiß jemand noch nicht, dass 99,9 % der auf Mallorca massenweise angebotenen (und kackfrech als solche bezeichneten) Seezungen gar keine sind, und frisch sind sie deshalb schon gleich gar nicht! Denn stattdessen werden vor allem in den Billigmenüs aus dem Senegal importierte Lamm- oder Rotzungen serviert, die zwar ein sehr ähnlicher Plattfisch sind, allerdings weit weniger gut schmecken! Wie unterscheidet man Original von Fälschung? Die Afrikaner haben ihre Augen auf der linken Seite, die Seezungen auf der rechten Seite. Außerdem haben die rohen Fische eine unterschiedliche Färbung (siehe Fotos), weswegen man sie nie von den Wirten und Kellnern gezeigt bekommt. Der Grund für den Betrug ist so simpel wie jede kriminelle Tat: Habgier! Denn die Afrikaner kosten einen Bruchteil dessen, was für die mediterranen oder atlantischen Seezungen bezahlt werden muss, denn die gelten inzwischen als Luxusfisch. Liebe Seezungen-Servieren, die Corona-Zeit ist schwierig genug, jetzt serviert endlich die richtige Zunge, oder sagt wenigstens, wenn’s die falsche ist …

Ein Fall für Agatha Christie …

Hier ist es passiert …

… ODER LEO P. ARD WÄRE DAS ZIMMER 527 IN EINEM BILLIG-HOTEL IN ARENAL! Was da passiert ist, darf man als Krimiautor (der ich nicht bin) nicht einfach so liegen lassen. Um die Geschehnisse kann man eine faszinierende Detektiv-Geschichte bauen. Was ist passiert? Sommer 2011, 300 Gäste im Hotel. Im Zimmer 527 stirbt eine ukrainische Urlauberin ohne erkennbare Todesursache. Sie wird rausgebracht, das Zimmer gereinigt und ein Franzose zieht ein. Auch der stirbt und keiner findet heraus, wie er umgekommen ist. Einige Tage später bezieht ein dritter Tourist die 527, kämpft um sein Leben – und kann gerade noch gerettet werden! Daraufhin wird das Hotel geschlossen und der Besitzer angezeigt: wegen fahrlässiger Tötung. Vermutung: Kohlenmonoxid in der Klimaanlage! Aber warum nur in Zimmer 527 und nicht in anderen Räumen? Mysteriös! Der Prozess gegen den Hotel- besitzer beginnt gerade in Palma, aber das Geheimnis wird er kaum lüften … – ich sagte ja: ein erstklassiger Krimi um 2 1/2 Tote im selben Bett …