Leute

Der Hans, der kann’s …

Das ist Rotenhan …
… und das sein neues Buch

… DAS SCHREIBEN NÄMLICH, und das Entdecken köstlicher Ereignisse, die man zu bezaubernden Geschichten verdichten kann. Den Anwalt HANS von ROTENHAN meine ich, deutscher Adeliger, spanischer Pass-Bürger, pendelnd zwischen Berlin und Palma und Verfasser von nun schon zwei Erzählbänden über Mallorca und Ibiza. Ich kenne nur wenige Bücher (außer meinen eigenen natürlich …), die derart dringend in die Hand eines Jeden gehören, der Mallorca besucht oder dort wohnt. Rotenhan schildert, was ich als das „Schmieröl im Motor der Begeisterung für die Insel“ bezeichnen möchte. Wer endlich verstehen will, was das für ein Eiland ist, und warum sein Zauber seit Jahrhunderten nicht nachlässt, muss in den Rotenhans schmökern. Die Wahrheit mit Augenzwinkern, die Realität mit einem Lächeln! Und als ich den ersten Band gelesen hatte, hoffte ich auf einen zweiten, und da ich jetzt mit dem zweiten durch bin, erwarte ich dringend einen dritten … – Hans, hock‘ Dich an die Tastatur und leg‘ los!

„Bauchi“ in den Bau – aber schnell!

Verschwendete Druckerschwärze …

LIEBE KOLLEGEN AUF DER INSEL, könnt Ihr endlich aufhören, über diesen Deppen zu berichten! Ein Nullinger der übelsten Art! Viel interessanter wäre doch, wem gehört denn nun die Becker-Finca, und warum schreitet der Eigentümer nicht ein, wenn Asoziale (von Euch als „Helden“ gefeiert) seinen Besitz okkupieren. Aber da tut Ihr nichts, stattdessen muss ich mir in fast jeder Ausgabe Eurer Zeitungen diese Kriminellen ansehen! Habt Ihr Euch mal überlegt, was da wirklich geschieht – und was dieser Idiot für ein katastrophales Beispiel abliefert, für das er in den Knast gehört? Besetzt Privatbesitz und wird „prominent“ dadurch. Toll, wenn das so ist, können ja noch mehr Penner anreisen, in Häuser und Wohnungen eindringen und dann so tun, als geschähe das für den „Weltfrieden“! Dieser Vollpfosten auf der Becker-Finca ist auch kein „Hippie-Guru“, als den Ihr ihn immer bezeichnet (seid Ihr eigentlich verrückt?), sondern ein stinkfauler Spinner, der dem anständigen Leben nicht gewachsen ist, und deshalb auf die übelste Art schmarotzt – und Ihr fallt doch tatsächlich auf seine blöden Sprüche rein!!! Schlimm genug, dass die spanische Polizei und die Staatsanwälte – und die Finca-Besitzer – zusehen. Aber noch schlimmer ist, dass dieses Nichts Euch derart viel Platz wert ist …

EIn neuer Society-Maler taucht auf!

Frank Krüger …
… einer seiner Stiere …
… und sein Udo Lindenberg

ER HEISST FRANK KRÜGER und malt nicht nur, sondern hat in Palma eine eigene Galerie. Er vermarktet sich also selbst (wie der berühmte Österreicher Hans Koller in Florida, Krüger malt auch so ähnlich). Der Mann kann was, ohne Zweifel und die In-Crowd liebt ihn, weil es an Krügers Kunst nicht viel zu verstehen oder zu interpretieren gibt: Er malt herrlich dekorativ und man bekommt, was man sieht! Ich konnte kaum Botschaften in seinen Bildern entdecken – aber für Apartment- und Finca-Wände sind seine bunten Werke ideal. Sie kosten auch keine Bausparverträge, mit 3000 bis 6000 Euro ist man gut dabei. Krüger kann jedoch auch anders, anspruchsvoller, aber das stört erst mal nur, wenn man sich als Maler auf Mallorca bei der Society (denen, die Kunst bezahlen können und wollen) durchsetzen und dabei möglichsts schnell wohlhabend werden möchte. Eine Bekannte hat gerade ein Bild von Krüger gekauft für ihre Dachgartenwohnung im Zentrum von Palma – und es wirkt fabelhaft auf der schwarzen Wand …

 

 

 

 

 

 

… und die Seligen vernehmen seinen Gesang! Kapitel 2

… mit Liedern von Frau Schubert
So sieht die CD aus …

(Fortsetzung von Kapitel 1) … DEN VON FRANZ SAILER, KELIM-KÖNIG von SANTANYI! Denn eigentlich ist er ausgebildeter Opernsänger, mit einer glasklaren Tenor- stimme, die auch im Alter kaum etwas von ihrem Schmelz verloren hat. Und wer meinen Rat befolgt und zu ihm eilt nach Santanyi (carrer de Bispe Verger, 6), da er sein Geschäft schließt und einen sensationellen Schlussverkauf von Boden-, Wand- und Raumschmuck anbietet – der kann ihn hören, wie er singt! Man muss Sailer nur bitten, die CD mit seinen Schubert-Liedern einzulegen und über das Soundsystem seines Palais zu jagen! Dann wird der Teppichladen zum Konzertsaal und anschließend kann man neben den Rabatt-Kelims auch noch die CD kaufen (für 10 Euro). Die in eine besondere Sammelbüchse gesteckt werden: für den Tierschutz auf Mallorca! 

Ich bin der 1. Deutsche im Klub …

Neu-Mitglied Thorer mit Pate Tofol (l.) und Präsident Sebastia …
… das Klub-Wappen …
… das Klub-Logo von Barcelo

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ER HEISST „LA PENYA BARCELONISTA ELS TAMARELLS“ und ist der größte Fan-Klub des FC Barcelona außerhalb Kataloniens mit 1370 Mitgliedernich bin der 1371. im Verein! Von allen Inseln kommen die Mitglieder, sie fliegen regelmäßig zu den Spielen von „Barca“ und in Felanitx haben sie ein bomfortionöses Klubheim mit Museum, das vor ein paar Monaten noch ein Laden für Sanitärbedarf war („Penya“ heißt übrigens auf Mallorquin soviel wie Klub und „Tamarells“ sind Bäume). Erstaunliche Menschen sind die Mitglied, der wunderbare Sänger Tomeu Penya (Namens- gleichheit Zufall!) und der weltberühmte Maler Miquel Barceló, der das Logo des Klubs entwor- fen hat. 35 Euro kostet der Jahresbeitrag, Frauen und Ausländer sind herzlich will- kommen, es gibt eine eigene Mitglieder-Zeitschrift und ein sportliches Klub-Wappen (neben dem Kunstwerk von Barceló) – man muss halt spezieller Fußball-Fan des FC Barcelona sein!  

Diese Nachricht gibt’s übrigens auch auf Mallorquin, veröffentlicht auf der Internetseite des Klubs:

EL PRIMER SOCI ALEMANY DE LA PB ELS TAMARELLS
Des de dimecres passat tenim el primer soci alemany en la nostra penya. Benvingut Axel Thorer, llegendari periodista muniquès, des de fa 35 anys estiueja a Mallorca, seguidor del Bayern Munich, i ara també soci de la PB Els Tamarells.
La Junta Directiva

Hier ist einer für Mallorca-Sammler

Das sind drei Casson-Bilder …
… aus dem Welterfolg …
… „Das Böse unter der Sonne“

ER HEISST HUGH CASSON (1910-1999), IST BRITE UND AQUARELLIST. Außerdem hat er Prinz Charles das Malen beigebracht und ist der Künstler, der den wunderbaren Vorspann und die in einzelnen Szenen verwendeten Blätter für den auf Mallorca spielenden Agatha Christie-Film „Das Böse unter der Sonne“ gepinselt hat (zu besichtigen im Londoner Victoria & Albert Museum). Deretwegen erwähne ich ihn, denn für einen Mallorca-Sammler müsste es höchste Priorität sein, diese Hercule Poirot-Aquarelle (ich nenn‘ sie mal so, Peter Ustinov hat ihn gespielt) zumindest als signierte Kunstdrucke zu besitzen. Casson ist vergleichsweise preiswert, kleine Bilder aus den 50er-Jahren kann man auf Ebay für umgerechnet rund 600 Euro erwerben.

Eine Eisenbahn bis Portocolom? Den Plan gab’s …

… und das einzige Foto
Der Plan der Bahn …

EIN UNIVERSALGENIE AUS PALMA HAT SIE ENTWORFEN: Pere d’Alcantara Penya i Nicolau (1823.1906). Er lebte in Felanitx, war eigentlich Anwalt, aber lieber Baumeister, der rund ein Dutzend Kirchen auf der Insel entworfen  (z. B. in Portocolom) oder restauriert hat (die Pfarrkirche in Felanitx), daneben schrieb er Kunstraktate, zeichnete fabelhaft – und dann kam er 1886  auf die Idee, die Eisenbahnstrecke von Felanitx (die es damals noch gab) bis nach Portocolom zu verlängern! Penya zeichnete das bestmögliche Gleisbett, berechnete die Kosten, veröffentlichte sein Projekt – aber es scheiterte an der Finanzierung und dem Widerstand der Grundstücksbesitzer. Schade, denn wenn sie schon die Eisenbahn nach Felanitx stillgelegt haben, die ich noch gefahren bin, dann hätten sie vielleicht die Schienen nach Portocolom liegen lassen und man würde heute so gemütlich an die Küste fahren wie im „Roten Blitz“ von Palma nach Soller.

Ein hoch interessantes Filmchen …

Der Titel im Vorspann …
… und Regisseur Rovira

HAT DEN SPERRIGEN TITEL „IMPROMPTU BALEAR“, dauert 25 Minuten, entstand 1972 und wurde von dem spanischen Regisseur Francisco Rovira Beleta gedreht. Es ist, das kann man so sagen, ein Werbefilm für die Inseln, aber dennoch eine Besonderheit. Denn erstaunliche Prominente erklären darin ihre Liebe zu den Balearen, und besonders zu Mallorca, darunter die Schriftsteller Jacob Lind, Camilo Jose Cela und Robert Graves, die Maler Erwin Bechthold, Leslie Grimes, Anna Truxell und Charles Orloff, die Schauspieler Christopher Plummer und Ann Russell, die Sängerin Maria Antonia Juan sowie eine Prinzessin von Bonbon y Parma. Dazwischen sind bezaubernde, fast schon nostalgische Aufnahmen touristischer Schauplätze zu sehen – mit sehr guter Musik unterlegt. „Impromptu Balearen“ ist ein Muss für die Bibliothek jeder Finca, die etwas auf sich hält, und wer darauf stößt, sollte ihn kaufen. Aber natürlich kann man ihn sich auch auf YouTube ansehen …

Vornehm kam der Tod …

Trauer um Nona von Haeften in zwei Todes-anzeigen nebeneinander …
… links die Familie, rechts die Freunde

DIE NACHRICHT, DASS  MALLORCAS  PROMINEN- TE INNENEINRICHTERIN NONA VON HAEFTEN am 19. September ihrem Krebsleiden erlegen ist (mit immerhin gnadenvollen 81 Jahren), war bekannt. Aber dann erschienen am Freitag, 28. September, eine doppelte Todesanzeige, die man sich ausschneiden muss – so beispielhaft edel, dezent und ohne posthumen Firlefanz sind sie. Links hat sich die Familie um die geborene Gräfin von Lehndorff, Tochter und Schwiegertochter zweier Helden vom 20. Juli 1944, versammelt und rechts beklagen die Freunde ihr Ableben, einige bescheiden nur mit Vornamen wie im Leben mit Nona, etwa Tatiana (von Hessen) sowie Onika und Dieter (Sögner) vom „Colon“ in Portocolom. So trauert man mit Würde, so muss gedruckte Trauer aussehen …

An der Hand von Frau Flohr …

Frau Flor und ich in der Nähe von Alaro

ICH BEKENNE, DASS ICH WENIG DAZU SAGEN KANN, ich habe so einen Ausflug noch nicht mitgemacht – und auch keiner meiner Bekannten und Informanten. Ich kann nur berichten, dass Ingrid Flohr, eine deutsche Kunstexpertin und ehemalige Galeristin mit Basis in Santanyi, solche Exkursionen neuerdings veranstaltet: Atelierbesuche, Palma-Touren, Museumsführungen sowie kulturelle  Veranstaltungen nach Maß. So etwas finde ich außerordentlich wünschenswert in der viel zu häufig unter Ausländern zur Wüste geratenen Kulturlandschaft Mallorca. Aber wie gesagt: Ob das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, muss jeder selbst herausfinden. Um ein Beispiel zu geben: Für eine Wanderung durch das Rolf Schaffner-Museum und den Skulpturenpark in Santanyi, die zwei bis drei Stunden dauert, berechnet Frau Flohr bei einer mindestens fünfköpfigen Gruppe 10 Euro pro Person. Das ist wirklich nicht zu hoch gegriffen. Kontakt: galeriaflohr@gmx.net und (0034) 690 12