Leute

Haarschneiden auf Maurisch …

Das Nasenschild auf Arabisch …

DIE BESTE KOPFBEHANDLUNG, die mir je zuteil wurde (Haarschneiden, Rasieren, Nase und Ohren behandeln), erlebte ich in Gaziantep (Türkei). Weil die Pflege der männlichen Schönheit in moslemischen Ländern uralte Tradition hat. Und als ich nun in einem Städtchen im Innen-Inneren dieses Schild entdeckte, freute ich mich: Weil diese Kultur auf Mallorca übergesprungen war! Nun gibt’s sicher Nitwits, die aufschreien: „Ach, soweit sind wir schon!“ Aber ich denke nicht so, ich freue mich, wenn unsere Mitbürger aus Marokko, Algerien und Tunesien nicht mehr nur geduckt auf die Gemüsefelder, in die Obstplantagen und durch die Straßen huschen, sondern zeigen, dass sie mitten unter uns lebendig, nützlich und wichtig sind …

… und hinterher die Rechnung ohne Dank!

DIES IST EINE GESCHICHTE, die ich anonym erzählen will und nicht illustrieren kann. Ein interessanter Nachbarschaftsfall aus der Insel-Mitte. Er geht so: Ich habe einen Freund, der auf seinem und dem umliegenden Land eine kleine Herde Ponys frei herumlaufen lässt. Mit Einverständnis der Nachbarn. Eines Tages hat ein Nachbar einen Zaun errichten lassen (nichts gegen einzuwenden) und dabei übersehen, dass er eines der Ponys „aus- bzw eingesperrt“ hat (kann passieren in der Wildnis). Es war verschwunden, aber mein Freund ist ein schlauer Fuchs und vermutete nach ein paar Tagen des Nachdenkens sein Pferdchen im Stall des jetzt eingezäunten Nachbarn. Weil es dorthin gelaufen sein müsste, als es nicht mehr Nachhause konnte (ist ja nur natürlich). Er rief an, das Pony war da und er ließ es (mit Dank) abholen. Ein paar Tage später bekam er eine Rechnung: 250 Euro für Unterbringung und Fütterung! Kein Wort der Entschuldigung, dass das Pony aus- bzw eingesperrt worden war. Keine Andeutung von Nachbarschafts- oder Tierhilfe.Mein Freund zahlte und legte noch – als seinen Dank – eine Pralinenschachtel zum Geld. Er hat aber nichts mehr gehört vom Nachbarn. Von wegen „Ach, das ist aber nett – Danke!“ …

350 Euro? Prost, Mahlzeit …!

Das Hotel „Formentor“ …
… und der Anlass

ALS ICH DAS IM „DIARIO“ LAS, FIEL MIR DIE OLIVE AUS DER HAND – denn da wurde berich- tet, ein Hotel biete ein Frühstück für 350 Euro an! Kein Witz, eher ein Jubiläum, denn im Som- mer 1983 war die Schauspielerin Audrey Hepburn Gast im „Formentor“ (im Zimmer 229) und weil „Breakfast at Tiffany“ ihr bekanntester Film ist, servieren sie jetzt ein „Breakfast at Formentor“, und das kostet 350 Euro! Nun bin ich ja immer begeistert, wenn Leute, die zuviel Geld besitzen, ihr Vermögen unters Volk bringen. Aber ein Desayuno zum Preis einer Woche in einem ****-Hotel? Was wird geboten? Das Übliche. „Erlesene Zutaten“, heißt es, ein Butlerservice, Tischdeko mit weißen Tulpen (die Lieblingsblumen des Stars), eine 1/2 Grapefruit, mehrere Brotsorten, Eier nach Wahl,  „mallorkinische Backwaren, frische Früchte der Saison und Saft der Orangen aus dem Hotelgarten.“ Also nichts Anderes als in den schicken kleinen Landhotels. Ich sag’s mal so: Entweder ist das Hotelmanagement verrückt oder die Gäste, die das buchen … – aber interessant, was es nicht alles gibt auf unserer Insel!

Mein Freund Armin hilft jetzt auch auf YouTube …

Dr. Reichmann …
… und der Zugang zu seiner YouTube-Beratung

WER WIRKLICH JURISTISCHEN RAT BENÖTIGT, wendet sich seit Jahren an Dr. Armin Reichmann in Palma. Er ist der Anwalt der Insider und nun hat er sich entschlossen, seine Tipps öffentlich (und noch kostenlos) zu geben – auf seinem eigenen YouTube-Kanal (Zugang siehe oben). Mit schöner Musik und im persönlichen Gespräch. Jeden Sonntag, solange er das thematisch durchhält, stellt er einen neuen Film ein, und wer auf Mallorca lebt oder zu tun hat, dem sei geraten, die Beiträge zu durchforsten oder sogar zu speichern. Das ist ein geschickter PR-Schachzug, eine Strategie der neuen Zeit, und ich darf das sagen, weil ich ja auch auf YouTube zu sehen bin mit meinen 50 Geschichten über die interessantesten Kofferaufkleber der Hotelgeschichte …

 

 

 

Der Hans, der kann’s …

Das ist Rotenhan …
… und das sein neues Buch

… DAS SCHREIBEN NÄMLICH, und das Entdecken köstlicher Ereignisse, die man zu bezaubernden Geschichten verdichten kann. Den Anwalt HANS von ROTENHAN meine ich, deutscher Adeliger, spanischer Pass-Bürger, pendelnd zwischen Berlin und Palma und Verfasser von nun schon zwei Erzählbänden über Mallorca und Ibiza. Ich kenne nur wenige Bücher (außer meinen eigenen natürlich …), die derart dringend in die Hand eines Jeden gehören, der Mallorca besucht oder dort wohnt. Rotenhan schildert, was ich als das „Schmieröl im Motor der Begeisterung für die Insel“ bezeichnen möchte. Wer endlich verstehen will, was das für ein Eiland ist, und warum sein Zauber seit Jahrhunderten nicht nachlässt, muss in den Rotenhans schmökern. Die Wahrheit mit Augenzwinkern, die Realität mit einem Lächeln! Und als ich den ersten Band gelesen hatte, hoffte ich auf einen zweiten, und da ich jetzt mit dem zweiten durch bin, erwarte ich dringend einen dritten … – Hans, hock‘ Dich an die Tastatur und leg‘ los!

„Bauchi“ in den Bau – aber schnell!

Verschwendete Druckerschwärze …

LIEBE KOLLEGEN AUF DER INSEL, könnt Ihr endlich aufhören, über diesen Deppen zu berichten! Ein Nullinger der übelsten Art! Viel interessanter wäre doch, wem gehört denn nun die Becker-Finca, und warum schreitet der Eigentümer nicht ein, wenn Asoziale (von Euch als „Helden“ gefeiert) seinen Besitz okkupieren. Aber da tut Ihr nichts, stattdessen muss ich mir in fast jeder Ausgabe Eurer Zeitungen diese Kriminellen ansehen! Habt Ihr Euch mal überlegt, was da wirklich geschieht – und was dieser Idiot für ein katastrophales Beispiel abliefert, für das er in den Knast gehört? Besetzt Privatbesitz und wird „prominent“ dadurch. Toll, wenn das so ist, können ja noch mehr Penner anreisen, in Häuser und Wohnungen eindringen und dann so tun, als geschähe das für den „Weltfrieden“! Dieser Vollpfosten auf der Becker-Finca ist auch kein „Hippie-Guru“, als den Ihr ihn immer bezeichnet (seid Ihr eigentlich verrückt?), sondern ein stinkfauler Spinner, der dem anständigen Leben nicht gewachsen ist, und deshalb auf die übelste Art schmarotzt – und Ihr fallt doch tatsächlich auf seine blöden Sprüche rein!!! Schlimm genug, dass die spanische Polizei und die Staatsanwälte – und die Finca-Besitzer – zusehen. Aber noch schlimmer ist, dass dieses Nichts Euch derart viel Platz wert ist …

EIn neuer Society-Maler taucht auf!

Frank Krüger …
… einer seiner Stiere …
… und sein Udo Lindenberg

ER HEISST FRANK KRÜGER und malt nicht nur, sondern hat in Palma eine eigene Galerie. Er vermarktet sich also selbst (wie der berühmte Österreicher Hans Koller in Florida, Krüger malt auch so ähnlich). Der Mann kann was, ohne Zweifel und die In-Crowd liebt ihn, weil es an Krügers Kunst nicht viel zu verstehen oder zu interpretieren gibt: Er malt herrlich dekorativ und man bekommt, was man sieht! Ich konnte kaum Botschaften in seinen Bildern entdecken – aber für Apartment- und Finca-Wände sind seine bunten Werke ideal. Sie kosten auch keine Bausparverträge, mit 3000 bis 6000 Euro ist man gut dabei. Krüger kann jedoch auch anders, anspruchsvoller, aber das stört erst mal nur, wenn man sich als Maler auf Mallorca bei der Society (denen, die Kunst bezahlen können und wollen) durchsetzen und dabei möglichsts schnell wohlhabend werden möchte. Eine Bekannte hat gerade ein Bild von Krüger gekauft für ihre Dachgartenwohnung im Zentrum von Palma – und es wirkt fabelhaft auf der schwarzen Wand …

 

 

 

 

 

 

… und die Seligen vernehmen seinen Gesang! Kapitel 2

… mit Liedern von Frau Schubert
So sieht die CD aus …

(Fortsetzung von Kapitel 1) … DEN VON FRANZ SAILER, KELIM-KÖNIG von SANTANYI! Denn eigentlich ist er ausgebildeter Opernsänger, mit einer glasklaren Tenor- stimme, die auch im Alter kaum etwas von ihrem Schmelz verloren hat. Und wer meinen Rat befolgt und zu ihm eilt nach Santanyi (carrer de Bispe Verger, 6), da er sein Geschäft schließt und einen sensationellen Schlussverkauf von Boden-, Wand- und Raumschmuck anbietet – der kann ihn hören, wie er singt! Man muss Sailer nur bitten, die CD mit seinen Schubert-Liedern einzulegen und über das Soundsystem seines Palais zu jagen! Dann wird der Teppichladen zum Konzertsaal und anschließend kann man neben den Rabatt-Kelims auch noch die CD kaufen (für 10 Euro). Die in eine besondere Sammelbüchse gesteckt werden: für den Tierschutz auf Mallorca! 

Ich bin der 1. Deutsche im Klub …

Neu-Mitglied Thorer mit Pate Tofol (l.) und Präsident Sebastia …
… das Klub-Wappen …
… das Klub-Logo von Barcelo

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ER HEISST „LA PENYA BARCELONISTA ELS TAMARELLS“ und ist der größte Fan-Klub des FC Barcelona außerhalb Kataloniens mit 1370 Mitgliedernich bin der 1371. im Verein! Von allen Inseln kommen die Mitglieder, sie fliegen regelmäßig zu den Spielen von „Barca“ und in Felanitx haben sie ein bomfortionöses Klubheim mit Museum, das vor ein paar Monaten noch ein Laden für Sanitärbedarf war („Penya“ heißt übrigens auf Mallorquin soviel wie Klub und „Tamarells“ sind Bäume). Erstaunliche Menschen sind die Mitglied, der wunderbare Sänger Tomeu Penya (Namens- gleichheit Zufall!) und der weltberühmte Maler Miquel Barceló, der das Logo des Klubs entwor- fen hat. 35 Euro kostet der Jahresbeitrag, Frauen und Ausländer sind herzlich will- kommen, es gibt eine eigene Mitglieder-Zeitschrift und ein sportliches Klub-Wappen (neben dem Kunstwerk von Barceló) – man muss halt spezieller Fußball-Fan des FC Barcelona sein!  

Diese Nachricht gibt’s übrigens auch auf Mallorquin, veröffentlicht auf der Internetseite des Klubs:

EL PRIMER SOCI ALEMANY DE LA PB ELS TAMARELLS
Des de dimecres passat tenim el primer soci alemany en la nostra penya. Benvingut Axel Thorer, llegendari periodista muniquès, des de fa 35 anys estiueja a Mallorca, seguidor del Bayern Munich, i ara també soci de la PB Els Tamarells.
La Junta Directiva

Hier ist einer für Mallorca-Sammler

Das sind drei Casson-Bilder …
… aus dem Welterfolg …
… „Das Böse unter der Sonne“

ER HEISST HUGH CASSON (1910-1999), IST BRITE UND AQUARELLIST. Außerdem hat er Prinz Charles das Malen beigebracht und ist der Künstler, der den wunderbaren Vorspann und die in einzelnen Szenen verwendeten Blätter für den auf Mallorca spielenden Agatha Christie-Film „Das Böse unter der Sonne“ gepinselt hat (zu besichtigen im Londoner Victoria & Albert Museum). Deretwegen erwähne ich ihn, denn für einen Mallorca-Sammler müsste es höchste Priorität sein, diese Hercule Poirot-Aquarelle (ich nenn‘ sie mal so, Peter Ustinov hat ihn gespielt) zumindest als signierte Kunstdrucke zu besitzen. Casson ist vergleichsweise preiswert, kleine Bilder aus den 50er-Jahren kann man auf Ebay für umgerechnet rund 600 Euro erwerben.