Medizin

Das Geheimnis der „Pau“

pau-1pau-2ES IST DAS GEHEIMNIS, das am konsequentesten von den (echten) Mallorkinern bewahrt wird – vor den Ausländern, aber auch vor den Festlandsspaniern. Es ist das Rätsel der Männer, die „Pau“ genannt werden, auch wenn sie Toni, Andreu oder Simo heißen. Alle – und es sind immer nur Männer – wurden am 29. Juni geboren, dem Tag von Peter & Paul (Pau), das ist die Voraussetzung für ihre unerklärliche Gabe: Sie können mit Spucke Wunden oder sogar interne Wehwehchen heilen! Indem sie ihren Speichel mit dem Finger in/auf die schmerzende Stelle reiben. Nicht mehr, nur das. Die Mallorkiner schwören auf die „Pau“, jeder kennt mindestens einen in seiner Umgebung, und mir sagte eine Bäuerin: „Warum soll ich mir die Mühe machen, in ein Krankenhaus zu gehen, um mir eine teure Spritze geben zu lassen? Der Pau kann das viel besser.“ Inzwischen kenne auch ich einen „Pau“ in der Nachbarschaft und einige meiner deutschen Freunde, sofern sie wirklich altingesessen sind und als integriert gelten, haben Heilungen mit Spucke erlebt. Fragen Sie doch mal einen echten Mallorkiner, sofern Sie je einen treffen, nach so einem geheimnisvollen Heiler, und übrigens: Da sie für ihre Gabe nichts können, nehmen sie kein Honorar; Geschenke sind aber erlaubt. Appetitlich? Nun ja, aber wenn’s hilft …

Erstklassige Optik in der Augenklinik …

HABEN SIE’S AN DEN AUGEN? Wollen Sie mal einen kleinen Check machen lassen? Der Spezialist heißt Dr. Lluis Salva, er hat mehrere Kliniken auf der ganzen Insel („Oftalmed Laser Clinic“) – und, jetzt komme ich zum eigentlichen Thema, ist bedeutender Kunstsammler. Nicht nur das: Er dekoriert seine Wartesäle, Behandlungs- zimmer und OP-Räume mit großartigen Bilder (Originale und auf ihn signierte Drucke) namhafter Maler, die man sonst nur in Museen und Galerien sieht. Das ist ein optisches Geschenk für die Patienten, und eigentlich müsste man zu den Empfangsdamen sagen: „Entschuldigen Sie, meine Augen sind perfekt, aber darf ich mal die Gemälde in Ihren Räumen besichtigen?“ Wahrscheinlich würde man es Ihnen lachend gestatten! Als ich vor ein paar Tagen bei Dr. Salva in Mancor war, entdeckte ich Bilder von Riera Ferrari, Mir, Coll Bardolet, Cittadini, Ramis, Torrents Llado, Singer Sargent und Dutzenden anderer Künstler. Die hängen da einfach so. Ich war baff …

 

 

 

Ein Ayurveda-Sanatorium!

Ayurveda 2Ayurveda 3Ayurveda 1WAS WERDE ICH ÜBERSCHÜTTET mit Angeboten reizender Damen, die alle möchten, dass ich über ihr Ayurveda-Beauty-Spa berichte! Mit 600 steinernen Elefanten im Garten und versorgt von tanzenden Fingern herrlicher Thai-Pflegerinnen! Ich glaube nicht daran, zumal ich weiß, wieviele der „Therapeutinnen“ dreist eine eigene Praxis aufmachen, nachdem sie einen dreimonatigen Kurs in Karala absolviert haben. Nein, für Scharlatanerie ist Avurveda zu kostbar, aber was „Ayurveda Mallorca“ anbietet in einem ausgeklügelt schicken  „House of Silence“ auf einem bewaldeten Hügel über Montuiri, das leuchtet mir ein: ein Sanatorium, in dem doppelt ausgebildete Mediziner (Arzt-Studium in Deutschland und Ausbildung zum Ayurveda-Arzt in Indien) mit der uralten Kunst Leiden heilen, oder es zumindest versuchen, z. B. Tinnitus, Bandscheibenvorfälle, Migräne und Fettleibigkeit. Der Erfolg des Sanatoriums ist derart durchschlagend, dass es bis Ende 2017 ausgebucht ist (Interessenten sollten es dennoch probieren, eine kleine frühere Chance gibt es immer). Schon deshalb muss sich das Sanatorium ergrößern und die Betreiber planen deshalb im Moment einen Neubau in der Nähe von Sa Rapita. Es ist eine gepflegte Anlage ohne den üblichen Beauty-Chi-Chi, ein indischer Koch sorgt für adäquate Ayurveda-Speisen, und was die Preise betrifft, so möchte ich mich raushalten, das muss jeder selbst mit dem Management ausmachen.

Internet: www.ayurvedamallorca.eu. Email: ayurvedamallorca@gmail.com. Telefon: 971/ 64 66 20.