Meer

Leider bisher nichts gefunden …

DIE ARME FRAU, die ihren goldenen Ehering im Meer vermisst! Ich hatte neulich über den Fall berichtet in meinem Blog, in Serra de Marina hat sich das Unglück im August ereignet: Im Urlaub beim Schwimmen im warmen Meer rutschte er ihr vom Finger und da hatte sie in einer Mallorca-Zeitung eine Kleinanzeige aufgegeben, damit sich die Sandschnüffler und Wassergründler, die immer die merkwürdigsten Dinge finden, auf die Suche machen und, so ist zu hoffen, ihn ihr zurückbringen. Ich hab‘ die arme Verliererin kontaktiert, aber leider konnte sie mir nach vier Wochen nur einen negativen Bescheid geben: „Leider bisher nicht gefunden …“. Hat ihn ein Fisch verschluckt? Sowas gibt’s auch auf Mallorca in den Märchen. Leute, weiter suchen, und vielleicht hilft ja der Freund alles Strandgutes, die liebe Brandung …

Ach, ist das lieb …!

DA MÖCHTE MAN DOCH SOFORT AUFBRECHEN nach Son Serra de Marina und die Küste scannen! Und vermutlich haben sich längst Hundertschaften von Schatzsuchern ihre Tauchermasken übergezogen und gründeln im Mittelmeer herum. Es ist ja auch zu traurig, dass nach fast vier Jahren Ehe der gravierte Ring vom Finger (seiner, ihrer?) rutscht, man nimmt sowas bekanntlich als böses Omen wahr und muss deshalb des goldene Band der ewigen Liebe wiederbekommen. Viel Glück, Marc & Karina, aber es wäre schon ein Mordszufall, wenn ihn einer finden würde …

50 Wracks warten …

… DARAUF, DASS EINER SIE PLÜNDERT! Wenn man nur wüsste, wo genau sie vor der Küste liegen. ABER: 60 % des Meeresgrundes in 200 m Tiefe rund um Mallorca sind überhaupt noch nicht kartografiert!!! Was da noch alles an Schätzen ruhen mag, scheint ungeheuerlich zu sein, allerdings ist das zu tief für Hobbytaucher. Dennoch: Ich kenne einen, der kennt einen, und der … – irgendwoher müssen die Funde aus den Jahren 200 vor bis 2000 nach Christus ja kommen, die immer mal wieder, sozusagen: unter der Hand, angeboten werden. Von der versiegelten oder angebrochenen Amphore bis zum winzigen, verrosteten und verkrusteten, kaum identifizierbaren Bronze-Objekt. Natürlich ist das Plündern der gescheiterten Schiffe auf eigene Faust verboten, und die 50 Wracks, von denen man weiß, sind entweder „ausgeschlachtet“ oder werden bewacht. Und nun traf ich einen, der lächelte: „50 Wracks, sagt die Regierung? Lächerlich. Es sind mindestens viermal so viele. Ich garantiere: Den unbekannten Rest besuchen Neffen und Freunde von Ministern und Staatssekretären – bis rauf nach Madrid!“ Tja, warum eigentlich nicht. ich hätte auch gerne ein Tongefäß mit 2000 Jahre altem Rotwein …