Nützliches

Nein, liebe Telefonica, das klappt nicht …

 

Die „Gelben Seiten“    fürs Handschuhfach …

… MIT DEM GUTEN ALTEN TELEFONBUCH! Ab und zu möchte man eine Nummer auf die alte Art finden und da bekommt man den Tipp, dass dieses gedruckte Telefonbuch virtuell existiert, man es also „online“ benützen kann und zwar über die Adresse „paginas blancas telefonica“. „Gracias“, ruft man – verfrüht, denn das klappt nicht! Gibt man die 3 Worte ein, landet man im spanischen Kommunikations-Dschungel. Nichts passiert, wenn man Mallorca oder z. B. Andratx eingibt. Ich jedenfalls, durchaus ein virtueller Neandertaler, konnte mir meine gesuchte Nummer auf diese Weise nicht beschaffen …

P.S.: Wenigstens habe ich das Büchlein „Paginas Amarillas para el Coche“ immer bei mir. Das sind rund 300 Seiten auf Spanisch und Englisch im handlichen Format von 19,3 x 11,3 cm (ich bin nur mit dem Jahrgang etwas hinterher), für das ich der Telefonica herzlich danke …

Jetzt machen sie auch noch Messer …!

Ein größeres Küchenmesser …
… und ein Taschenmesser

DIE EXNERS (Uta & Klaus), DIESES VOR KREATIVITÄT EXPLODIERENDE KÜNSTLERPAAR! Sie malen, zeichnen, produzieren Bücher, kochen, entwerfen Rezepte, töpfern, bildhauern, kalligraphieren und und und… – auf ihrer versteckten Finca bei Arta. Und jetzt ist KE auf die Idee gekommen, Messergriffe aus mallorkinischen Hölzern zu machen. Verschieden- farbig, reine Handarbeit, jedes Stück ein Unikat, mit rustikalem Charme und von eigenwilliger Schönheit. Man kann die Messer (für die Hosentasche oder den Küchentisch) nicht eigentlich kaufen, KE stellt immer nur eins her („Gemach, gemach, eins nach anderen“, so er sprach), aber man kann mit den Beiden Kon- takt aufnehmen (utaexner@yahoo.com) oder mit mir, ich leite den Wunsch dann weiter. Die Crux ist, dass ich keinen Preis nennen kann, denn die Messer sind zu unterschiedlich, zu individuell in Größe und Gestaltung, nach Holzarten und Funktion. Aber ist es nicht erstaunlich, was man auf unserer herrlichen Insel alles findet?

Mein CORONA-Tagebuch: Warum ich es schreibe …

DIE INSEL IST STILLGELEGT. Nur noch die Eingeborenen und die ausländischen Residenten leben hier. Alles ist dicht. Aber die Mallorkiner sind, seit 5000 Jahren, noch mit allen Krisen fertig geworden und bekanntlich gibt es für jedes Verbot ein Hintertürchen. Beim Tricksen sind sie Weltmeister, so haben sie alle Eroberer überlebt, da kann man von ihnen nur lernen. Zumal sie selten wirklich illegal tricksen, oder gesundheitsgefährdend, oder gar lebensgefährlich – sie sind ja nicht blöd! Nur schlau. Ich lerne gerade von ihrem täglichen Umgang mit der Notsituation und bewundere sie dafür. Deshalb schreibe ich dieses Corona-Tagebuch. Als Lehrstück für kluges menschliches Verhalten und zur puren Unterhaltung. Morgen folgt das 1. Kapitel: Wasser!

Zum Shoppen segeln …

Ich war mal ein altes Segel …

DAS IST DIE IDEE VON URSULA PIBER: Aus Windstoff von den Booten neue Taschen zu machen! Deshalb hat sie eine Kleinanzeige aufgegeben: „Hast Du alte Segel? Wir recyceln Segel zu wunderschönen Taschen.“ Ich habe sie angerufen (die Nummer steht in der Anzeige: 610 / 217210) und mit ihr geredet. Eine nette Deutsche, seit 20 Jahren auf der Insel, und sie hat ein großzügiges Angebot: Wer ihr ein ganzes Segel gibt (sie holt das auch ab), bekommt eine Tasche nach Wahl! Dann habe ich sie gebeten, mir ein Foto zu schicken, was sie tat – und das ist das, was hier zu sehen ist: Sieht doch hübsch aus und vor allem strapazierfähig! Ach ja, eine Email-Adresse hat sie auch noch: ursula@piberstyling.net

Ich sah einen Lastwagen mit Koffern …

… UND DA AHNTE ICH, dass das was sehr Nützliches war. Tatsächlich: Als ich googelte, was da auf dem LKW gepinselt worden war – „Resort Flight Check-in“, da stellte sich heraus, dass es einen Service gibt, der Touristen die Mühe des Selbst-Eincheckens mit Koffer erspart! Weil die das Gepäck im Hotel abholen, zum Flughafen bringen, aufgeben – und der Reisende holt es dann, wie gewohnt, am Heimatflughafen vom Band! Ich hatte keine Ahnung, dass sowas geht, bei all der Security-Hysterie, deretwegen ja bekanntlich kein Koffer ohne den dazu gehörenden Besitzer fliegen darf. Was ich herausfand, war, dass gewisse Hotels mitmachen und man schrittweise vorgehen muss: 1 Liste der Hotels anschauen, die dabei sind, 2 Online einchecken, 3 Koffer im Ferienort bei „Resort Flight Check-in“ abgeben. Unklar blieb mir, ob nur britische Urlauber bestimmter Reiseveranstalter mitmachen dürfen, und was das kostet. Aber da kann man sich ja bei „Resort Flight Check-in“ erkundigen, die haben einen ganz starken Internet-Auftritt.

Palmen? Da lohnt es sich zu suchen …

Eine Palma aus meinem Tagebuch …

SIE KOSTEN EIN VERMÖGEN (wenn man nicht aufpasst), aber zu jedem „Apothekenpreis“ gibt es auch ein Schnäppchen-Angebot auf Mallorca. Dafür ist die Insel berühmt! Gerade bei Palmen, die hier nicht Zuhause sind. Ich will mal die Spannen nennen, die einem so begegnen: Eine 5 m hohe Kanarische Dattelpalme kann 6000 Euro kosten, aber ich habe eine ähnliche Palma für 800 Euro gesehen. Was für ein krasser Unterschied! Zweites Beispiel: Eine Washington-Palme von 6 m Höhe gab’s für rund 1500 Euro, und nicht weit davon für 300 Euro. Preisunterschiede von 1500 Euro für nahezu identische Bäume sind gang und gäbe und ich merkte es, als ich eine Dattelpalme suchte (ich liebe die Früchte!) und eine für 550 Euro bekam, obwohl eine andere Gärtnerei sie mir für 2500 Euro angeboten hatte – übrigens auch so um die 5 m.Was tun? A bisserl rumfahren und den Vierstelligen heimlich den Vogel zeigen …

Ratten? Nein, Siebenschlaefer …

Eine Ratte …
… ein Siebenschläfer …
… und ein Eichhörnchen

ALS MEINE FRAU 1973 ZUM ERSTEN MAL NACH MALLORCA KAM, wollte meine Mutter (ihre Schwiegermutter) ihr den Schock ersparen, den Ratten gemeinhin auslösen. Wir wohnen auf dem Land und in den Bergen, Ratten sind nicht zu vermeiden, und auch nicht auszurotten, sie werden bei uns bis zu 25 cm lang (ohne Schwanz) und sind furchtlos bis aufdringlich. Also log meine Mutter, indem sie behauptete, was da herumhusche, seien niedliche und sehr nützliche Siebenschläfer! Ein paar Wochen glaube meine Frau das, aber schließlich dämmerte ihr die Wahrheit und seitdem grault sie sich vor den Ratten. – Jetzt las ich eine ähnliche Geschichte in William Graves‘ bezau- berndem Buch „Wild Olives“. Da sagt seine Frau Elena zu einem Gast in ihrem Hotel, als die eine Ratte sah: „Oh, that! That’s the Majorcan squirrel which loses its tail-hair in summer. It stores up almonds in September and lives off them all winter.“ Was noch kurioser ist als Mutters Siebenschläfer-Lüge: Die Ratte sei ein Mallorca-Eichhörnchen und die verlören im Sommer ihre Schwanzhaare! Jetzt kann jeder, der seinen Kindern, Ehefrauen, Müttern, Tanten und Mallorca-Neulingen ganz allgemein die Existenz von Ratten verschleiern möchte, zwischen zwei Tierarten wählen …

Bohren ist – schweineteuer! Teil 2

Eigenes Wasser im eigenen Brunnen!

… UND HÖLLISCH RISKANT! Denn jeder Meter Bohrung kostet, sagen wir mal, um die 150 Euro bei seriösen Firmen, er kann aber wesentlich teurer werden, wenn’s in größere Tiefen geht und die Gesteinslage fatal wird. Ich schildere ihnen mal ein aktuelles Beispiel: Einer hat, weil kein Wasser gefunden wurde, bis auf 60 m bohren lassen. Kosten: 9000 Euro. Da versicherten ihm die Experten: „Nur noch ein paar Meter, Wasser ist da!“ Also auf 100 m. Kosten: 15 000 Euro. Nichts gefunden. Was nun? 15 000 Euro sind schon mal sicher weg – ohne Wasser. Wieder die Experten: „Nur ein paar Meter noch!“ Also weiter, schweren Herzens und erleichtertn Bankkontos. Auf 150 m. Wieder nichts. Kosten: 22 500 Euro. Weitermachen? „Unbedingt!“, so die Experten. „Nicht aufgeben, wenn Sie schon soviel Geld investiert haben!“ Die haben leicht reden, also Limit setzen bei 30 000 Eur0, das sind 200 m. Wieder nichts. Letzter Versuch: 250 m! Kosten: 37 500 Euro. Wieder nix! „Da ist zu 100 Prozent Wasser da unten“, versichern beide Experten. „Sie werden fündig, nicht aufgeben!“ Jetzt geht’s richtig ins Geld. Er zögert, seine Frau nicht: „Soll all das teure Geld futsch sein?“ Allerletzter Versuch: 300 m! Kosten: 45 000 Euro. Ach, wär’s das schön – eine eigene Quelle! Keine Angst mehr haben vor der Dürre, dem Versiegen der Hähne, den Horrormeldungen von Mallorca. Also bitte, der allerallerletzte Versuch: 20 m weiter. Kosten: 48 000 Euro. Beschluss: „50 000 und keinen Euro mehr!“ Dann der Jubel: Agua marsch! bei 317 m – es sprudelt, die Experten hatten recht, „Hurra, wir haben eigenes Wasser!“ Kosten: 47 550 Euro, über den Daumen gepeilt. Fazit: Reine Nervensache, echtes mallorkinisches „Bohr-Lotto“, nichts für Arme!

Die Frage ist doch: Soll man selbst bohren? Teil I

Die traditionelle Suche …
… und so sieht das Bohren aus

EINE EIGENE QUELLE WÄRE EIN TRAUM, ODER? Zwei meiner Nachbarn sind so glücklich. Einer hat sie mit dem Kauf einer alten Finca geerbt, der andere hat selbst gebohrt. Wie? Grundsätz- lich in zwei Etap- pen, hier die Kurz- form: Erst lässt man eine Stelle suchen, an der der Bohrer fündig werden könnte, dann muss das Loch mit Rohren eingefasst und ein Brunnen installiert werden. Claro. Teil 1: Kluge lassen zwei Experten suchen – einen Wünschelrutengänger mit Ölzweig und einen Geologen mit Tiefenradar. Beide kosten natürlich was (und nicht wenig). Sind sie sich einig, kann’s losgehen. Widersprechen sie sich, hat man ein Glaubensproblem: Tradition gegen Technik. Mein Nachbar, der Selbstbohrer, hatte das Glück: Beide deuteten auf dieselbe Stelle! Geht’s los, wird „Bohr-Lotto“ gespielt. Mit dem Bankkonto und den Nerven des Auftraggebers. Und eine Genehmigung benötigt man natürlich auch. Denn wer eine eigene Quelle besitzt, die sprudelt, zapft den allgemeinen Grundwasserspiegel an – man könnte ihn einen egoistischen „Wasserdieb“ nennen. Der nur zum raren Nass kam, weil er … – ja, weil er ein Vermögen investiert und riskiert, das andere nicht haben. Wieviel? Das schildere ich demnächst in Teil 2 …

Lassen Sie uns über Geld reden (Telefon) …

MAG SEIN, DASS DAS MEIN PERSÖNLICHES PROB- LEM IST, aber vielleicht kann ich doch dem einen oder anderen helfen mit diesem Post. Der Fall: Ich habe ein Mallorca-Handy mit einer Insel-Nummer, das ich (z. B. an Tankstellen) mit Euros aufladen muss, wenn es nach Geld schreit. Mein Provider war Movistar und ich zahlte, zu meinem Erstaunen, pro Woche zwischen 20 und 30 Euro! Obwohl das Handy 6 Monate/Jahr gar nicht ein- geschaltet ist und ich es auch nicht sehr häufig benütze, wenn ich auf Mallorca bin. Da bat ich meine Freunde von Beep in Portocolom um Hilfe, die haben Movistar ge- kündigt, mir den Provider Lebara draufgeladen – und nun kann ich 400 Minuten bzw. 28 Tage für 10 Euro telefonieren. Warum nicht gleich so? Aus Unwissenheit. Ich denke, da habe ich heute Vormittag eine Menge Geld gespart …