Nützliches

MI MUSEU: Zwei alte Hausfrauen-Instrumente

Sie stammen von einem Bauernhof …

SIE STAMMEN VON EINEM BAUERNHOF IN MEINER NÄHE, die Dame des Hauses hat sie mir für einen denkbaren Händedruck überlassen. Ich hätte gerne auch die dazugehörigen Gefäße gekauft, aber sie waren verschwunden, zerbrochen wohl oder weggeworfen als nicht mehr benötigt. Die Stössel sind 22 cm hoch und schlicht, aber nützlich geschnitzt aus Oliven- oder Mandelholz und bei dem dunklen hat sich der Hersteller besondere Mühe gegeben mit dem gebauchtem Griff und einem Zäpfchen am Ende. Ihr Alter schätze ich auf – na, sagen wir – 50 bis 80 Jahre, sie sind gut erhalten und haben in der Küche nichts mehr verloren. Schnuppert man an ihnen, vermeint man, gewisse Gewürze zu erkennen, aber es ist wohl nur der ewige Duft des Baumes, aus dem sie stammen …

 

 

 

 

 

 

 

 

MI MUSEU: Ein seltsames Werkzeug …

Ein 40 cm langes Horn an einem Eisenring …

ICH WEISS NICHT, WOZU ES BENÜTZT WURDE – klar, in der Landwirtschaft! Aber wozu, erschließt sich mir nicht. Ich habe dieses 40 cm lange Gerät in meiner Nachbarschaft auf einem Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert entdeckt und der Campesino hat es mir geschenkt. Eine Art Dorn oder Spitzhacke, aber warum hängt es an einem schweren handgeschmiedeten Eisenring? Es besteht aus Horn, aber von welchem Tier? Doch nicht etwa von einem Myotragus! Denn wer auf Mallorca hatte ein so langes Gehörn? Der Bauer wusste auch nicht, wozu es gedient hatte – und je länger ich das Ding habe, desto wertvoller erscheint es mir.

Uta Exner: Eine Idee in Zement …

Der Topf in Arbeit …
… unter den Händen von Uta Exner

BISHER WAR DIE KÜNSTLERIN AUS ARTA vor allem für ihre bezaubernden Aquarelle bekannt und beliebt. Jetzt ist der Deutschen was Neues und ganz Anderes eingefal- len: Blumen-Über- töpfe aus Stoff, mit Zement in Formen gebracht und jeder- zeit durch bunte  Bemalung deko- rativ und individuell zu gestalten! „Ziem- liche Schweinerei“, hat sie ihre Arbeit charakterisiert in einer Mail an mich – und ich war sofort überzeugt, vor allem wenn ihre Kreationen noch durch einen Strick auf- gehübscht werden. Noch ist Uta Exner in einer kreativen Gestaltungsphase, aber sowie man sie kennt, wird auch diese Idee ein Hit werden …

Das beste Hotel? Und das schlechteste …?

Das ist top in Palma …
Das Park Hyatt in Canyamel
… das in Felanitx …
… und das in Pollenca

SCHWERE FRAGEN, KAUM ZU BEANT- WORTEN!  Jeder Gast empfindet anders, es gibt keine gültigen Kriterien für Alle. Ich habe z. b. lieber ein Hotel mit kuscheligem Personal und beklagens- werten Zim- mern als umgekehrt. Ich brauche keine Lobbys wie Foyers von Royals, und wenn der Portier so tut, als dringe ich in sein Privatleben ein, checke ich sofort aus. Ich mag das etwas mönchisch karge „Born“ in Palma, das heimelige Landhotel „Aumallia“ bei Felanitx und Direktor Saloms fabelhaftes, wenn auch etwas turbulentes „Illa d’Or“ in Pollenca. Dort bin ich noch nie enttäuscht worden, aber das Beste? Keine Ahnung. Nun, nach allem, was ich höre, scheint das als Prachtbau aufgezogene „Park Hyatt“ in Canyamel das Hotel zu sein, das am wenigsten die eigenen Ansprüchen erfüllt. Ich kenne einen Villenbesitzer aus Son Vida, der nach all den überschwänglichen Rezensionen mal ein luxuriöses Wochenende mit seiner Frau dort verbringen wollte, am Freitagabend eincheckte – und am Samstagmittag aus! So entsetzlich fand er den Service und den Rest für viel zuviel teures Geld! Auch Alexander Gorkow hat es ja in seinem Buch „Hotel Laguna“ vernichtend beurteilt. Noch Fragen nach dem Besten und Schlechtesten …?

HIER GIBT’S WEIN VOM FASS – WEISS, ROT und ROSE!

Aus diesen Fässern wird abgezapft …

ICH HABE DIE WEINHANDLUNG „CAN RAMIS“ in FELANITX SCHON MAL ERWÄHNT, aber gestern war ich wieder mal da, hab‘ mir je 1 Liter Weißwein (2.30 Euro) und Rose (2.40 Euro) abfüllen lassen. Normalerweise müssen Kunden einen leeren Behälter mitbringen, aber inzwischen hat sich Remis eine Batterie leerer Plastikflaschen zugelegt und füllt die ab. Der Wein stammt aus der Bodega Ripoll, wird aus 100 Liter-Fässern abgezapft – und ist erstaunlich gut als Tafelwein! Ich war überrascht, denn früher wurde da oft mal Plörre ausgeschenkt, nun ist die Qualität deutlich verbessert. Und das zu dem Preis! Man findet „Can Ramis“ in einer schmalen Gasse namens calle Convent, 39-41. Ach, übrigens: Ein Stück weiter die Straße rauf liegt liegt rechts der Friseursalon KISKA. Chefin ist eine alte Dame gleichen Namens, die in ihrer Jugend eine berühmte lokale Schlagersängerin war – ich habe sie in Palma noch auf der Bühne gesehen und sie war sensationell gut …

Ganz neue Mode – und eine großartige Idee!

Die große Runde …
… ist wie die große Ovale …
… mit Leder eingefasst!

HANDTASCHEN WIE KÖRBE, geflochten aus Palmwedeln! Made in Mallorca – und das war überfällig! Ich habe sie im Supermarkt am Hauptplatz in San Macia (bei Manacor) entdeckt: kreisrund und oval, in Fußball- und Handballgröße, hübsch und praktisch mit weichem braunem Leder verstärkt, samt langem Schultergurt, per Reißverschluss zuzumachen – und sonst so simpel gestaltet wie die typisch mallorkinischen Körbe! Zwischen 23 und 29 Euro kosten die Taschen, die ich nirgendwo sonst gesehen habe. Schönes Souvenir: Gruß von der Insel …

Die Exner-Gabel – ein Sammelobjekt!

Reine Handarbeit und gibt’s nur 20 Mal auf der Insel …
… und die Holzbox

DAS KREATIVSTE PAAR DER INSEL HAT WIEDER ZUGESCHLAGEN: Uta und Klaus Exner in Arta. Diesmal haben sie eine Spaghettigabel in purer Handarbeit geschaffen: 29 cm lang, aus verschiedenen Naturhölzern, mit Lederschlaufe und selbstgeschreinerter, kunstvoll gestalteter Holzbox und in einer Mini-Auflage von nur 20 Stück! Den Griff haben sie aus verschiedenen Spänen von auf Mallorca wachsenden Bäumen zusammengesetzt, das ergibt ein buntes Öko-Dekor – und in der Box liegen eine unterhaltsame Geschichte der Gabel an sich und das Echtheitszertifikat. Gedacht ist das Besteck „für Freunde und Genießer“, aber was es kostet, und ob es überhaupt zu verkaufen ist, weiß ich (leider) nicht …

 

 

 

 

Diese Schlangen taugen nichts!

Davon rate ich ab …

MAN DARF AUCH MAL KRITIK ÜBEN, wenn einem was auffällt, und ich muss sagen, dass mir diese „Espirales Antimosquitos“ nicht gefallen haben. Ich habe sie gekauft, weil unten auf der Packung steht: „ecologia de fibra 100% vegetal“, aber das nützt nichts: Die Schlangen sehen aus wie aus Pappe, brennen viel zu kurz (nur eine halbe Nacht lang) und ihre Wirkung auf die Plagegeister ist gleich null. Die „Bio Cuchol“ sind nicht mal billiger, aber stinken genauso wie die anderen Spiralen. Also erlaube ich mir, vom Kauf abzuraten und weiterhin die grünen Schlangen vorzuschlagen …

 

 

 

 

Lokalpatriotismus in Hausschuhen …

Meine RCD-Füße …
… und ein Schlappen aus der Nähe

NUN JA, WENN MAN SCHON AUF MALLORCA WOHNT (oder ab und zu einfliegt) und sich für Fußball interessiert (oder auch nicht), kann man doch, ohne gleich zum Hooligan-Fan zu werden, in Hausschuhe schlüpfen, die nicht nur schick sind, sondern auch lokalpatriotisch – die Schlappen des besten Kickerklubs der Insel! Der heißt Real Club Deportivo Mallorca (RCD), ist in Palma Zuhause, war lange Jahre in der 1. Liga, spielt im Moment in der 2. Liga und hat ein heraldisch raffiniertes, aber sehr dekoratives Wappen in Rot und Gold mit Krone und Olivenzweigen. Natürlich hat der RCD auch eine Tienda plus Internet-Shop und da gab es diese wunderbaren Hausschuhe aus strammen schwarzem Filz mit diesem Klub-Logo, wie ich sie auf dem Foto trage.Im Moment sind sie nicht im Angebot, was die Puschen zu Antiquitäten macht, aber sind sie wieder verfügbar, kaufe ich mir sofort ein Ersatzpaar. Wie gesagt, aus tief unten angesiedeltem Lokalpatriotismus, und weil sie ebenso bequem und gut gearbeitet wie mollig warm sind. Und dass es überhaupt so etwas gibt auf Mallorca, wollte ich hiermit verkündet haben …

Neuigkeiten aus dem Hafen von Portocolom

Die Mole jetzt (l.) und die geplante Mole …

ER SOLL EINE NEUE MOLE BEKOMMEN, 15 bis 20 m bauen sie an. Die alte, gegenüber der hübschen Altstadt, ist zu klein geworden und mit einer langen Mole kann man mehr Geld verdienen. Noch ist alles in der Planung, es könnte sogar bis 2023 dauern, aber die Pläne liegen vor, wie man sieht, und Platz ist genügend vorhanden. Wen interessiert’s? Die Boatpeople, die nautischen Ausflügler und die Spaziergänger – sie können dann viel weiter ins Meer vordringen!