Nützliches

Mandelmilch ist was Besonderes …

Ein wunderbarer Hinweis …

… VOR ALLEM, WENN SIE NICHT INDUSTRIELL HERGESTELLT UND IMPORTIERT WIRD! Daran wurde ich erinnert, als ich an einerm Gehöft vorbeifuhr und dieses Schild im Fenster sah: Tenemos leche de almendras! Hier wird sie noch frisch gepresst und, sozusagen, schlückchenweise verkauft. Zu welchem Preis konnte ich nicht herausfinden, da die Bewohner gerade nicht da waren. Das ist ja auch egal: Mir genügt es, dass die Mandelmilch immer noch „privat“ und auf die antike Art hergestellt wird (meine Frau besorgt sie sich seit jeher und kocht damit). Und damit ist eine weitere, uralte Sitte noch nicht ausgestorben – halleluja …

 

 

 

Die Chips der Eingeborenen …

Das Regal voll …
… und mein Favorit

SNACKS GIBT’S WIE SAND AM MEER IN DEN SUPERMÄRKTEN, die Regale sind voll davon – aber ich greife nur nach der einheimischen Ware. Nach denen, die mit mallorkinischem Meersalz, spanischen Oliven, Paprika aus Murcia, Anchovis aus Andalusien und vielleicht sogar mit Kartoffeln aus sa Pobla gemacht wurden. „Marinas“ heißen die, oder „Mediterranean Chips“. Man findet sie z. B. bei „Spar“ und die dicke Tüte mit 150 g Inhalt kostet 1.90 Euro! Bekanntlich werde ich leider nie bezahlt dafür, wenn ich Werbung mache, so kann ich unbeschwert nach meinem Gusto urteilen – und deshalb empfehle ich die olivgrüne Packung mit Salz vom es Trenc-Strand, schwarzen Oliven und Anchovis, die ich hier etwas größer zeige!

Hui, sowas gibt’s noch …

Die erstaunliche Rechnung …

… ABER WOHL NUR IN DER STILLEN ZEIT! Meine Frau und ich fuhren ein bisschen in der Gegend rum, die Sonne kam raus, schaffte 18°, es wurde Mittag und wir suchten was zum Essen. da fanden wir unten am Strand in Cala Murada eine Kneipe namens „ca’n Perello“. Nix besonderes, aber mit Terrasse. Es gab nur Menü, ab 13 Uhr: Graupensuppe, Hühnerschenkel mit Pommes frites und Reis, als Dessert Flan. Normale Touristenküche. Wir bestellten eine Flasche Rosado und eine Flasche Agua con gas, danach einen Cortado und einen Café con leche. Der Wirt bediente, seine Frau kochte. Dann bat ich um die Rechnung – und da stand: 20.60 Euro! Menü 9.50 Euro, Café con leche 1.60 Euro. Alles andere inbegriffen, auch Oliven & Brot (knackig). Die Kneipe war um 14°° voll, mit deutschen Residenten und spanischen Handwerkern. Ich weiß nicht, wie die Sommerpreise sind im „ca’n Perello“, aber im Winter ist das ein Tipp. Nix für Gourmets, Benzinsparer und südliche Inselbewohner, aber ein gutes Beispiel, dass es auf Mallorca so etwas noch gibt …

 

 

Ganz feines Secondhand …

Das Angebot …

MAN KANN’S KAUM GLAUBEN, deshalb zeige ich deren Annonce: Der Gebrauchtwarenladen „Secondella“ in Palma behauptet, erstklassige Designerstücke (Kleidung, Schuhe, Schmuck) anbieten zu können! Von Chanel bis Jimmy Choo, von Hermes bis Stella McCartney, von Givenchy bis Moncler. Wie kamen die Sachen auf die Insel? Und alles echt? Sieht so aus. Man kann sie ja anrufen und nachfragen (667/94 34 47), und wer in der Nähe ist (Baron Sta. Maria del Sepulcre, 10 – das ist bei der Jaime III, nicht weit vom Café C’an Joan de s’Aigo), schaut schnell mal vorbei. Übrigens: „Secondella“ ist eine Kette, die gibt’s z. B. auch in Hamburg …

 

 

Noch ein Hoteltipp in Palma …

Top-Lage an der Placa Cort …
… mit Blick aufs Rathaus!

ICH WEISS, ICH WEISS … – jeder hat einen, täglich bekommt man einen neuen, und kaum einer lässt sich beraten! Und in Palma gibt es derart viele und unterschiedliche Hotels, dass selbst ich zögere, eine Empfehlung abzugeben. Aber: das „Hotel Mama“, dass zum Kaffeehaus-Konzern „Cappuccino“ gehört, hat eine unüberbietbare Lage an der Placa Cort (gegenüber vom Rathaus und mit Blick darauf), und wenn der Service so gut klappt wie in den Restaurants, dann hat’s die Konkurrenz schwer. Ab 167 Euro kann man sich einmieten und natürlich muss man darauf bestehen, ein Zimmer noch vorne raus zu bekommen. Das Altstadt-Palais, in dem sich das „Mama“ eingenistet hat, ist alt, wurde entkernt, total-modernisiert und 2017/18 eröffnet. Tel.: 871/03 74 37. 

Endlich weiß ich, was ein „Regenbrett“ ist …

Ein Regenbrett in Aktion …
… und das hier sah ich in Santanyi

JETZT IST MEINE FAMILIE SEIT 60 JAHREN AUF DER INSEL – und peinlicherweise lerne ich jede Woche was Neues! Oft nur deshalb, weil ich zu dämlich war nachzufragen, wenn mir etwas Unbekanntes vorgeführt wurde. Wie dieses lose Brett, das an den meisten Häusern neben den Außentüren steht: das sogenannte „Regenbrett“. Es ist die simpelste Methode, bei Wolkenbrüchen zu verhindern, dass Wasser ins Haus eindringt – man legt das Brett einfach quer vor die Tür! Und wenn die Sonne zurückkehrt, stellt man es wieder daneben. Nicht dass einer denkt, da sei meine findige Nachbarin alleine darauf gekommen: Das „Regenbrett“ ist uralte Tradition, wurde immer wieder in der Mallorca-Literatur erwähnt und ich sah es seit einem halben Jahrhundert, aber – wie gesagt – nie in Funktion, nur an der Wand lehnend, weil keiner rausgeht bei Schauern. Wollte ich mal wieder nur so erzählt haben …

Wertvoller Tipp: C ist besser als I …

Der Zettel ist schlecht …
… diese Nachricht ist gut!

… IN DEN AMTS- STUBEN UND SOGAR AUF DER POST! Denn C bedeutet, dass man einen vorher telefo- nisch oder schriftlich gebuchten Termin hat und zu einer bestimmten Uhrzeit drankommt. I sind Termine, die man bei Betreten der Büros aus einer Maschine zieht und, wie es mir in Manacor bei der Steuerbehörde passiert wäre, wenn ich nicht auf C umgeschaltet hätte und am nächsten Tag dran warbis zu 2 Stunden war- ten muss, bis man an der Reihe ist. Also Termin vereinbaren (der sogar per SMS mit Nummer aus Handy bestätigt wird, wow!) und Zeit sparen. Guter Tipp, oder?

Cati kocht mit Fortsetzungen …

Sie sieht der 3. Band aus …
… und so eine Seite

WENN MAN NUR BESSER MALLORQUIN LESEN KÖNNTE! Dann könnte man die 3 Bücher der Cati Blanco so richtig genießen. Unglaublich: Da gibt es in Felanitx eine Frau, die keine gelernte Köchin ist und auch nie ein Restaurant geführt hat, die dennoch ein Kochbuch nach dem anderen schreibt und alle sind sofort ausverkauft, weil sie so gut sind. Die Bücher heißen „Les rezeptes de Catalina Blanco“, sind praktische Ringbinder, haben 92 Seiten, bieten jeweils 65 Rezepte und kosten lächerliche 8 Euro. Allerdings ohne Abbildungen, die Seiten sehen so schlicht aus, wie ich eine hier zeige. Meine Frau meint, man könne durchaus nach Catis Rezepten kochen, sie seien auch für Ausländer lesbar, und das bestätigt meine alte Theorie, dass gedrucktes Mallorquin verständlicher ist als Castillano.

E-Autos: Soweit sind wir jetzt schon!

Gesehen in Portocristo …

ZUMINDEST IN PORTOCRISTO, da habe ich auf dem großen Parkplatz im Zentrum das Arrangement gesehen, das ich hier zeige: Zwei  Flächen nur für E-Autos („Exzepte Vehicles Electrics en Carrega“ – Ausgenommen Elektro-Fahrzeuge, die aufgeladen werden), das dazugehö- rige Halteverbotsschild und eine Aufladestati- on mit zwei Zapfstellen. Portocristo gehört zu Manacor und somit gratuliere ich dem dortigen Gemeinderat zu seiner weitsichtigen Entschei- dung. Ich vermute allerdings, dass es mehrere solche E-Park- & Zapfplätze auch in kleineren Insel-Orten gibt, gestern in Palma habe ich mindestens ein Dutzend gesehen – Mallorca macht sich! Aber die an der Touristenküste waren die ersten, die ich bemerkt habe.

Das muss man einfach haben …

Das ist das fabelhafte Buch …

… DAS BUCH „EINE FINCA AUF MALLORCA“ von ELKE MENZEL! 2013 erschienen, 294 Seiten, illustriert mit eigenen Zeichnungen und Aquarellen, ISBN 9781492324614, auf Ebay für 1.49 Euro antiquarisch zu bekommen. Ein Hoteltourist benötigt es nicht, aber schon jeder Finca-Urlauber und alle Besitzer einer ländlichen Insel-Immobilie sowieso. Die Autorin schildert, sozusagen Tag für Tag, was sie (mit Mann und zwei Kindern) erlebt hat beim Kauf, dem Restaurieren und dem Bewohnen einer Finca mit Land drumherum. Die Betrügereien, die Tricks, die uralten Bauernregeln, die Schocks, die Freuden, das Unerwartete und die Finanzen. Hätte meine Großmutter dieses Buch gehabt vor 60 Jahren, als sie nach Mallorca kam, wir hätten uns drei Generationen lang viel Mühe, Geld und Enttäuschung ersparen können! Dabei ist der Text auch noch flott und heiter geschrieben (Profi am Werk!) und unterscheidet sich himmelweit von diesen Dutzenden von Machwerken ähnlichen Anspruchs.