Pflanzen

Marder + Physalis = Ein leckeres Geheimnis!

Der Mallorca-Marder …
… und ein Physalis-Strauch

KLAGEN HABEN MICH ERREICHT, von fassungslosen Gartenfreunden. Die festgestellt haben, dass man ihre Physalis-Beeren aus den orangenen Blätterhüllen gefressen hat! Wer tut denn sowas, wenn das Obst noch am Strauch hängt? Mein Freund, der alte Bauer Jaume, wusste es: Der Marder war’s! „Der niedliche Räuber“, sagt er, „liebt die saftigen Kügelchen, ist ganz verrückt danach.“ Ich wollte es nicht glauben, dass ein Fleisch- und Aasfresser sich auf Früchte stürzen könnte. Aber Jaume versichert, das sei schon immer so gewesen und dagegen gäbe es kaum ein Mittel, denn wer würde auf die Marder losgehen, die uns gegen die Ratten und anderes Viehzeug helfen. Nun leben Baum- oder Edelmarder (lateinisch: Martes martes) nicht in jedem Garten, sie sind eher selten und ich habe in einem halben Jahrhundert noch nie einen erkennbar gesehen. Aber in meiner Umgebung häufen sich die Klagen. Nun ja, na wenn schon, gönnen wir den hübschen Kerlchen, die frische Physalis-Beeren nicht auf dem Markt kaufen können, den vegetarischen Zwischengang …

Rosen II: Vier Farben an einem Strauch …

Das Bäumchen …
… Gelb und Gelb mit Purpur …
… Purpur mit Gelb …
… und Weiß mit Purpur

ICH MÖCHTE ES EIN WEITERES „WUNDER VON MALLORCA“ NENNEN – diesen Rosenstock mit den Blüten in vier ganz unterschiedlichen Farben: Gelb wie eine Teerose, Gelb mit Purpur und Purpur mit Gelb gesprenkelt und Weiß mit Purpur-Flecken! Wie können diese vier Farben aus einer Pflanze wachsen? Ich entdeckte den Topf in der Gärtnerei „Mimosa“ zwischen Portocristo und Sa Coma, habe ihn natürlich sofort gekauft – für 13.90 Euro, Frauchen hat ihn Zuhause umgetopft und in unseren Patio gestellt. Vielleicht bin ich ja naiv oder ignorant, und erfahrene Rosenfreunde belächeln mich, aber ich finde, dass man sich gar nicht genug wundern kann über die Kunststücke der Natur auf unserer Insel …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosen I: Es geht los in Yannicks Garten!

So sieht der Rosengarten aus

MAI IST DER ROSENMONAT, und den schönste Rosengarten der Insel hat die Künstlerin Yannick Vu auf ihrer Museums-Halbinsel Sa Bassa Blanca (bei Port d’Alcudia) angelegt. Mit über 100 Sorten, darunter einige antike, die anderswo ausgestorben sind, und mit vielen berühmten englischen Züchtungen. Die Blütezeit beginnt gerade (ich schreibe das am 2. Mai), aber ein Besuch lohnt sich schon. Und wer sich auch für Kunst & Kultur interessiert, der wird auf diesem prachtvollen Besitz zusätzlich bedient. Wie kommt man hin? Rund um Alcudia und Port d’Alcudia den (viel zu kleinen) magenta-farbenen Schildern in Richtung MUSEU folgen. P. S.: Ich weiß nicht genau, wann Rosen verblüht sind, also nehmen Sie diesen Post auch als Hinweis für den Mai 2019 …

Endlich eine Antwort – Danke!

                                          Nicht mal Mallorkiner wissen, was das ist …
… und so sieht ein Prachtexemplar aus

EINER STEHT LINKS AN DER STRASSE ZWISCHEN INCA UND SINEU (etwa an der Abzweigung nach Buger) und hat diesen traumhaft schönen Blütenstand mit Kaskaden tropfenförmiger Blättchen. Ich hatte schon mal die Leser der „Mallorca Zeitung“ gefragt, damals meldete sich eine Dame und meinte, es sei Wilder Hopfen. Sie war sich aber unsicher – und meine mallorkinischen Nachbarn wissen es auch nicht. Jetzt hat sich die wunderbare Angeli Albrecht aus Alcudia  gemeldet und das Rätsel gelöst: als Drüsigen Götterbaum (Ailanthus altissima)! Und nicht nur das – sie hat gleich zwei nützliche Websites dazugeliefert: 1. https://de.m.wikipedia.org/wiki/G%C3%Btterbaum und 2. ihre eigene Pflanzenbestimmungs-App Pl@ntNet. Ganz große Klasse, vielen Dank!

 

 

 

Das ist die prachtvollste Auffahrt Nr. 1 …

Das Tor zum Tunnel …
… der Name …
… und die Allee von Innen

… FINDE ICH, lasse mich aber gern eines Anderen belehren. Aber solange kein Widerspruch kommt, ernenne ich diese tunnelartige Allee aus Oleander- büschen, Palmen und vielen immer- grünen Bäumen hinter dem machtvollen Tor zum Spitzenreiter! Sie gehört zu der Hotelanlage „Santa Cirga“,  die man zwischen Portocristo und Manacor auf der rechten Seite findet, und zwar kurz vor dem Riesen- restaurant „Moli den Sopa“, das links liegt. Das Besondere an dieser Auffahrt ist ihre Länge: Sicher knapp 500 m und dabei wirklich dicht wie eine Röhre, fast dunkel, aber üppig rot blühend, und ab und zu lugt der blaue Himmel durch die Decke! Wie ein kleines Fenster wirkt die Ausfahrt ganz hinten, sozusagen das Licht am Ende des Tunnels, und ich war so begeistert von der Allee, dass ich sie dreimal hintereinander gefahren bin …

Was gibt’s nicht zu kaufen? Eicheln …

So bekämpft man die Feinde …

DIE FRAGE IST NUR: WER BENÖTIGT EICHELN? Wer nicht eingeweiht ist, vermisst sie nicht; wer klüger ist, hätte sie gerne! Man bekommt sie aber nicht (mehr). Ich brauche sie dringend, nachdem ich in der ARD-Sendung „Wer weiß denn sowas“ gehört habe, dass Eicheln die einzig wirksame Waffe gegen Holzwürmer sind. Und wer auf Mallorca ist nicht von ihnen befallen, sie gehören zu den „Siegreichen Drei der Insel“: Ratten, Mücken & Holzwürmer. In der Sendung hieß es: Man stelle ein Tellerchen mit Eicheln neben/unter das befallene Möbel, die Holzwürmer verlassen sofort das Holz, stürzen sich auf die Baumfrüchte und man kann sie auf diese Weise leicht wegtragen und vernichten. Nur nicht auf Mallorca. Ich habe die „Senora Allwissend“ gefragt, Barbara Pohle von der „Mallorca Zeitung“, und sie verwies mich auf das Wandern in der Tramuntana, wo es noch Steineichenwälder gibt und Eicheln herumliegen, die man aufklauben kann. Und zum Kaufen? Sie schrieb mir: „Ich habe mit verschiedenen Kooperativen telefoniert, aber Eicheln, mit denen früher Schweine gefüttert wurden, sind nicht mehr im Verkauf.“ Schade, also müssen die Holzwürmer in meinen Möbeln bleiben – sie haben gesiegt! Denn die chemischen Keulen waren alle nur Scheingefechte, über sie grinsen die nimmersatten Nager nur. P. S.: Im deutschen Internet werden Eicheln angeboten, da habe ich mir jetzt ein Säckchen voll für 3.50 Euro gekauft …

Das Wunder von Manacor …

Auf einen Fels gesteckt …
… treibt der Kaktus!

MAG SEIN, DASS NUR ICH STAUNE – und Andere so etwas schon mal gesehen haben. Ich noch nie: Der verholzte Trieb eines Kaktus steckt auf einem Felsbrocken, ohne Zugang zur Erde und zu Wasser, und dennoch wächst ein grünes Teil (Blatt?) aus dem oberen Ende! Dieses Wunder der Natur steht im Hof des Luxus-Landhotels „La Reserve Rotana“ und ich kann’s mir nicht erklären. Das die Luftnelke, frei hängend, auf diese Art gedeiht und blüht, ist bekannt. Es liegt an ihrer Natur, keinen Bodenkontakt zu benötigen. Aber ein Kaktus? Leute, dieses Mallorca hört nicht auf, uns zu überraschen …

Se Vende/Zu verkaufen: 200 Jahre alte Tier-Grafiken

Traumhaft dekorativ …
… gezeichnet …
… koloriert …
… und erhalten …
… sind die Grafiken

VON ZEIT ZU ZEIT WERDE ICH AN DIESER STELLE OBJEKTE AUS MEINER SAMMLUNG ANBIETEN. Schöne alte Dinge aus Mallorca, von denen ich mich trennen möchte. Die ich so billig verkaufe wie auf dem Flohmarkt – oder für noch weniger. Einfach, weil ich zuviel habe und Platz für Neues brauche. Wer interessiert ist, kann mir eine Email schreiben (axelthorer@yahoo.de), wir einigen uns dann schon. DIESMAL: Fünf handkolorierte Blätter mit den Abbildungen von 60 Tieren, 10 Pflanzen und 3 Mineralien. Dazu erklärende Texte (auf Spanisch). Die Blätter dürften um 1750 entstanden sein, messen je 30 x 23 cm, sind etwas alters-bräunlich, aber sonst bestens erhalten, und kosten je 1 Euro, also 5 Euro + Porto.

Kleines Wunder auf steinigem Weg

Sie leuchten orange …
… und strahlend blau …
… auf diesem harten Weg

ALLE FAHREN DRÜBER, keiner schaut zu Boden. Das haben diese tapferen kleinen Blumen nicht verdient. Nur etwa 5 mm sind ihre Blüten groß, aber leuchtend blau und orange! Ich weiß nicht, wie sie heißen, aber ich bewundere sie: Wie können sie mitten auf einer steinigen Straße wachsen, auf der sie nur überfahren und getreten werden? Nie gegossen und ständig eingestaubt. Ich habe sie nur gesehen, weil ich mir einen Schuh zubinden musste. Diese Entdeckung mag unerheblich sein für einige, aber für mich ist sie wichtig, weil diese Blumen der erneute Beweis sind, dass es auf Mallorca dauernd etwas zu bewundern gibt, und hier haben wir es mit einem kleinen Fall von rührender Schönheit zu tun …

 

 

Wo die tollen Erdbeeren herkommen …

Die Plantage bei Sa Pobla …
… und ein Körbchen von Frespi

… DIE MEISTEN VON DER FA. FRESAS FRESPI IN SA POBLA! Ich hab‘ deren Plantagen nur durch Zufall entdeckt, ging dann auf deren Website (nicht ganz einfach) und weiß nun, wem ich die taufrischen, köstlich schmeckenden Früchte zu verdanken habe. Manchmal sieht man die Erdbeer-Lastwagen auf der Insel, die Werbung von Mercapalma und natürlich die Kistchen in den Supermärkten, aber bisher habe ich geglaubt, Erdbeeren kämen vom Festland. Nein, es gibt alte Kulturen auf der Insel (wie das historische Schwarzweißfoto beweist) und es sind vor allem Marokkaner, die sich um die Felder und Treibhäuser kümmern. Schukran! Antoni Crespi Alomar hat die Erdbeeren 1943 eingeführt, inzwischen produziert seine Familie 200 000 Kilo pro Jahr (rund 200 000 Kilo führt sie zusätzlich aus Peru, Granada und Huelva ein) und die echten mallorquinischen Erdbeeren haben einen eigenen Namen: „Fresma“Fresas aus Mallorca …