Politik

Das wahre Problem mit den Sauf-Narren ist …

Als gäb’s das Virus gar nicht …

… DASS SIE NUR ÜBERS WOCHEN- ENDE EINFLIEGEN, montags sind sie wieder weg! Deswegen ist es ihnen schnurzpiepe, was sie mit ihrer Disziplin- losigkeit anrichten. Saufen, randalieren, Corona missachten – und weg! Worauf die Regierung gezwungen ist, die Quarantäne wieder zu verschärfen. Und da gibt es idiotische Medien, die von „Beschränkung der Freiheit“ sprechen, von der „Zerstörung des Paradieses“ und argumentieren: „Die Menschen wollen doch nur Spaß haben!“ Und dann behaupten dämliche Internet-Nitwits und sogenannte „Ballermann-Stars“, die Regierung sei selbst schuld, denn es wären keine Polizisten vor Ort gewesen, um jene deutschen und britischen Alks zu kontrollieren und disziplinieren. Leute, dann hätte es ein Frankfurt an der Playa gegeben, mit Straßenschlachten und Plünderungen. Jetzt hocken die Suffköppe Zuhause, fanden’s toll und grinsen hämisch über das, was sie angerichtet haben, und wir müssen’s ausbaden, Malle ist wieder unattraktiver geworden und vielleicht kommt sogar eine „2. Welle“. Aber eins muss man auch sagen: 99 % der Bierschuppen an der Playa gehören Mallorkinern, und die haben die Suffköppe hemmungslos abgefüllt, um möglichst schnell möglichst viel zu verdienen! Von diesen Wirten, oft ihre nahen Verwandten und natürlich Steuerzahler, reden die Insel-Politiker überhaupt nicht …

Sehr geehrter Herr Prof. Schönherr …

SIE HABEN RECHT IN IHREM BUCH „MODERNES MALLORCA“ – Kreuzfahrtschiffe der Nazi-Flotte „Kraft durch Freude“ haben nie in Palma angelegt! Albert Vigolais Thelen hat sich geirrt oder Propaganda betrieben (so wie einige andere Emigranten auch). Sie haben zwar deutsche Schiffe gesehen, aber keins von „KdF“ mit strammen Parteigenossen an Bord. Denn ich habe die Fahrpläne und Routen der braunen Dampfer durchforstet, und da war klar: Sie liefen zwar Spanien an, sogar Barcelona, aber nicht Mallorca. Ich hatte den Zeitzeugen eher geglaubt als dem zeitgenössischen Historiker, das war ein Fehler. Aber mit einigen Thesen Ihres sündhaft teuren Buches bin ich weiterhin nicht einverstanden, habe es aber nicht selbst gelesen, sondern nur die Rezensionen und Ihre Interviews. Denn den Preis von 69 Euro halte ich für leserfeindlich …

Da schaudert einen …

Eines der Fotos: Soldat badet …

… VIELLEICHT NICHT JEDEN, ABER MICH SCHON! Wenn ich sehe, wie da auf zwei kompletten eBay-Seiten Folgendes angeboten wird: Foto, Nachl. Pilot Legion Condor, Mallorca, Pollenca, Schweine in einer Höhle, Maße in cm ca. 9 x 6. Klartext: Da verscherbelt einer den Nachlass eines Piloten der fatalen Legion Condor, die auf Mallorca stationiert war, und der Flieger hat in seiner Freizeit fotografiert, und nun – rund 85 Jahre später – kann man die Agfa-klack-Fotos zum Preis von 4-5 Euro kaufen! Ich weiß, sowas ist hochinteressantes Anschauungsmaterial für Historiker, auch wenn nichts Militärisches zu sehen ist – außer deutsche Soldaten, die als Touristen unterwegs sind. Der Anbieter scheint auf der Insel zu sitzen, woraus ich schließe, dass die Nachfahren des Piloten hier leben und das braune Erbe über diesen mallorkinischen Antiquar loswerden wollten. Klicken Sie ruhig mal rein in das peinliche Angebot: Ebay.de – Mallorca– Sammeln & Seltenes – Mehr – Militaria.

Rationierte Lebensmittel auf Mallorca?

Ein „Rationierungsbuch“ …
… 3 Coupons für Reis, Zucker & Öl
… und ein Coupon für Brot

UNVORSTELLBAR! Und doch ist es noch nicht so lange her, dass man auch auf der Insel, wie im Nachkriegsdeutschland, Reis, Öl, Brot und Fleisch nur auf „Marken“ bekam, die in billig gedruckten kleinen Heften zugeteilt wurden. Ich habe so ein „Rationierungsbuch“ gerade bei meiner Nachbarin Maria entdeckt, mit einer faschistischen Steuermarke (Porträt von Jose Antonio de Rivera, 10 Céntimos) auf dem Deckel, vom ersten Dritteljahr 1952, natürlich stark benützt und diese Mangelwirtschaft dauerte bereits seit 1938, seit dem Bürgerkrieg! Das bedeutet: Als die ersten Touristen längst einflogen (oder per Schiff kamen), litten die Einheimischen Hunger, wenn sie nicht Bauern waren, die sich heimlich selbst versorgen konnten. Davon merkten die Gäste nichts, meine Eltern, die damals schon auf Mallorca urlaubten, haben nie etwas erzählt. Aber ich denke, noch in den 50er-Jahren hat die Franco-Regierung den Markt freigegeben und die „Cupones“ abgeschafft, da haben allerdings schon eine Menge Ausländer auf Mallorca gewohnt! Was für eine perverse Situation: Vollpension in den Hotels für die Turistas und Brot für die Einheimischen nur von Tag zu Tag per „Marke“. Es ist doch immer wieder interessant, ab und zu mal in die Geschichte unseres kleinen Felsens zu lugen …

 

 

Wenn man hinter die Kulissen guckt …

So hoch kann die Strafe sein für eine Fuhre Kies …

… WIRD EINEM MANCHMAL GANZ SCHLECHT! Zum Beispiel, was einem die Mallorkiner erlauben, und was nicht, wovon was abhängt, und was für Strafen sie aussprechen können. Da darf einer, der ein Grundstück von 14 206 qm besitzt, nicht mal Kies aufschütten in seiner Auffahrt oder rund um den Pool, und manche Gemeinden erhöhen jetzt die Mindest-Quadratmeterzahl, bei der Veränderungen – selbst kosmetischer Art – erlaubt sind, auf 21 000 qm! Sich ein niedliches kleines Gartenhäuschen für Geräte, Liegen und Matten hinstellen? Das kann teuer werden! Die Idee dahinter ist an sich nicht schlecht: Man will vermeiden, dass Mini-Grundstücke vollgestellt oder zugebaut werden. Der Ästhetik und Infrastruktur wegen. Aber inzwischen wird die gute Absicht als Knebel benützt, um dem Fiskus zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, und ein bisschen auch, um Macht zu demonstrieren. Denn bis zu 100 000 Euro kann ein Verstoß kosten, als Minimum gelten 20 000 Euro. Nicht verhandelbar, zumindest nicht als Ausländer ohne beste Beziehungen. Ich weiß, wovon ich rede, Nachbarn ist das gerade passiert. Da ist es gut, einen cleveren, möglichst einheimischen Anwalt in der Hinterhand zu haben …

Bestechungsspiel mit echten Politikern!

ES IST EIN FRECHER  GESELLSCHAFTS- SPASS, HEISST „LADRILLAZO“ und besteht aus 162 Karten. Es ist 2017 erschienen, und es geht darum, Amtspersonen mit Geld zu kau- fen, um sich vor allem auf dem Immobilien- markt Vorteile zu verschaffen – weshalb die Packung als Ziegelstein gestaltet ist. Unter den abgebildeten korrupten Beamten sind auch die zu Gefängnisstrafen verurteilten mallorkinischen Ex-Politiker Jaume Matas und Maria Antononia Munar. Das Kartenspiel kostet 26-30 Euro und ist über die französische Kaufhauskette Fnac zu bekommen, die auch eine Website hat. P. S.: Ich denke, dass sich Matas & Munar das nicht gefallen lassen und das Kartenspiel vom Markt klagen werden. Dann wird es natürlich zum teuren Sammelobjekt …

Feixisme – der Graffiti-Krieg …

Versprüht in Felanitx …

MAN KANN IHN ÜBER- ALL BEOB- ACH- TEN, z. b. am 2. Kreisel in Felanitx, wenn man aus Campus kommt. FEIXISME steht da – und wird von Narren gefordert. Einen Kilometer weiter lese ich: NIEDER MIT DEM FEIXISME! Und auf dem Flohmarkt in Consell habe ich einen geradezu rührenden Sticker von 1986 fotografiert, in dem der 30-jährige Kampf gegen den Faschismus gefeiert wird. Denn FEIXISME ist das mallorkinische Wort für Faschismus, und der hat – bedauerlicherweise – den Diktator Franco um 44 Jahre überlebt, zumindest im Wunschdenken vieler Narren. Halten wir uns da raus, wir haben genügend eigene Probleme mit unseren Glatzen in den Springer-Stiefeln; es ist nur interessant zu beobachten, dass eine politische Verbrecher-Philosophie derart überlebensfähig ist an so vielen Orten …

Wieso jetzt alle Taxis blau sind …

Die neuen Nummernschilder …

UM ENDLICH DIE „ECHTEN“ VON DEN „FALSCHEN“ UNTERSCHEIDEN ZU KÖNNEN! Heißt es. Und angeblich ging die Initiative von der Insel Mallorca aus – wo vor allem private/illegale Flughafenzubringer so taten, als wären sie Taxis, Phantasiepreise forderten, keinerlei Sicherheit boten und den offiziellen Taxistas die Butter vom Brot stahlen. Da bekamen diese blaue Nummernschilder, und zwar gleich landesweit, und nun kann keiner mehr auf die Betrüger reinfallen.

Kunstschaffende in die Politik? Immer gut …

Das ist sein Wahlplakat …

ER HEISST XISCO DUARTE und ist, nach Miquel Barcelo, der zweite internationale Künstler aus Felanitx. Duarte ist gelernter Bildhauer, hat sich vor allem einen Namen gemacht durch seine Ausgestaltung der Kathedrale von Albi (Frankreich) und nun kandidiert er für die PSIB-PSOE als Bürgermeister seiner Heimatstadt. Ich begrüße das, so wie ich alle Poeten, Maler und Bildhauer in politischen Ämtern begrüße, da sie eine erweiterte Sichtweise in das Regieren bringen. Dass sie zumeist ein bisschen links orientiert sind, so wie Duarte, ist auch kein Makel in aktueller Zeit. Übrigens: Er hat genügend Bodenhaftung, denn sein Vater wird von vielen geschätzt als Leiter der Baustoffhandlung Mas Guait an der Straße zwischen Portocolom und dem Golfplatz Vall d’Or … 

P. S.: In diesem Zusammenhang verweise ich auf meinen früheren Post „Aufpassen auf Xisco Duarte!“

 

Neuigkeiten aus dem Hafen von Portocolom

Die Mole jetzt (l.) und die geplante Mole …

ER SOLL EINE NEUE MOLE BEKOMMEN, 15 bis 20 m bauen sie an. Die alte, gegenüber der hübschen Altstadt, ist zu klein geworden und mit einer langen Mole kann man mehr Geld verdienen. Noch ist alles in der Planung, es könnte sogar bis 2023 dauern, aber die Pläne liegen vor, wie man sieht, und Platz ist genügend vorhanden. Wen interessiert’s? Die Boatpeople, die nautischen Ausflügler und die Spaziergänger – sie können dann viel weiter ins Meer vordringen!