Rätsel

MI MUSEU: Ein seltsames Werkzeug …

Ein 40 cm langes Horn an einem Eisenring …

ICH WEISS NICHT, WOZU ES BENÜTZT WURDE – klar, in der Landwirtschaft! Aber wozu, erschließt sich mir nicht. Ich habe dieses 40 cm lange Gerät in meiner Nachbarschaft auf einem Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert entdeckt und der Campesino hat es mir geschenkt. Eine Art Dorn oder Spitzhacke, aber warum hängt es an einem schweren handgeschmiedeten Eisenring? Es besteht aus Horn, aber von welchem Tier? Doch nicht etwa von einem Myotragus! Denn wer auf Mallorca hatte ein so langes Gehörn? Der Bauer wusste auch nicht, wozu es gedient hatte – und je länger ich das Ding habe, desto wertvoller erscheint es mir.

Das Quiz mit dem Gebiss …

AUF WELCHER AIRLINE MÜSSEN GEBISSE RAUSGENOMMEN WERDEN, wenn Gefahr droht? Es ist eines der seltsamsten Verbotsschilder im internationalen Flugverkehr und zeigt eine Brille und ein Gebiss im roten Kreis mit rotem Diagonalbalken. Welche Airline möchte, dass man sich halblind und zum „Mümmelmann“ macht, wenn der Pilot „Mayday“ meldet? Naaa – wie heißt sie? Es ist die Ryanair! Ich habe das Schild auf einem Mallorcaflug entdeckt, es klebte, allerdings winzig klein, an der Rückwand jedes Sessels. Ich fand es ziemlich einmalig und gewissermaßen peinlich, aber auch wieder erheiternd …

Rosen II: Vier Farben an einem Strauch …

Das Bäumchen …
… Gelb und Gelb mit Purpur …
… Purpur mit Gelb …
… und Weiß mit Purpur

ICH MÖCHTE ES EIN WEITERES „WUNDER VON MALLORCA“ NENNEN – diesen Rosenstock mit den Blüten in vier ganz unterschiedlichen Farben: Gelb wie eine Teerose, Gelb mit Purpur und Purpur mit Gelb gesprenkelt und Weiß mit Purpur-Flecken! Wie können diese vier Farben aus einer Pflanze wachsen? Ich entdeckte den Topf in der Gärtnerei „Mimosa“ zwischen Portocristo und Sa Coma, habe ihn natürlich sofort gekauft – für 13.90 Euro, Frauchen hat ihn Zuhause umgetopft und in unseren Patio gestellt. Vielleicht bin ich ja naiv oder ignorant, und erfahrene Rosenfreunde belächeln mich, aber ich finde, dass man sich gar nicht genug wundern kann über die Kunststücke der Natur auf unserer Insel …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleiner Ausflug in die Historie …

… und die Bar in Calonge

… UND ZWAR IN EINE DER VIELEN KNEIPEN, die „Bar Telefono“ heißen. Warum tun sie das? Die Eingeborenen und die Alteingesessenen wissen es: Weil in der Frühzeit der Kommunikation (etwa bis 1980) in vielen Orten nur Bars einen Telefonanschluss bekamen und sich dann stolz „Bar Telefono“ nannte. Wer jemanden anrufen wollte oder musste (eine Ambulanz oder die Kinder Zuhause in Deutschland z. B.), der hatte nur den Apparat auf der Theke. Über den man sich aber auch anklingeln lassen konnte bzw. zweimal … – zuerst: „Bitte, holen Sie meine Mutter, ich ruf‘ in 30 Minuten wieder an!“, dann das eigentliche Telefonat, wenn der/die Angerufene in die Bar gekommen war. Ich zeige hier die „Bar Telefono“ in Calonge, und die darf man nicht unterschätzen, auch wenn sie nach nichts aussieht: Hier finden richtig gute Live-Konzerte statt und gekocht wird ab und zu auch noch ziemlich gut …

Wer hat das Paket geklaut?

Der Postbeleg aus Manacor …
… ein Feuerzeug …
… und 2 Fischer …
… aus China

ICH HABE IMMER WIEDER VON SO EINEM FALL GEHÖRT, habe aber nicht geglaubt, dass mir das passieren könnte! Dass ein Paket zwischen Manacor und München spurlos verschwindet! 2,5 Kilo schwer, mit Klamotten, zwei Pozellanfiguren und drei antiken, nicht mehr funktionierenden und deshalb leeren je 20 cm großen Tischfeuerzeugen aus Metall. Aufgegeben am 19. November um 11:24 Uhr auf der Post in Manacor – und bis heute verschwunden! Trotz aller Belege. Versandkosten: rund 20 Euro! Erst hat die Correo in Spanien gesucht, dann die Deutsche Post in der Bundesrepublik. Ergebnis: null! Seit 2 1/2 Monaten bleibt das Paket verschwunden und das auf dem Postweg. Wer hat es geklaut? Ein Spanier oder ein Deutscher? Keiner weiß es. Es hat wohl Mallorca verlassen, kam aufs Festland (das habe ich per Telefon recherchiert) und … – jetzt schiebt es eine Post auf die andere. Ich hätte das Paket gerne, schon weil die Porzellanfiguren und Feuerzeuge antike Stücke sind (man betrachte sich nur die Fotos!). Und wie lange darf etwas verschwunden sein, ehe einer zugibt: Das kriegen Sie nie wieder, sorry, Totalverlust! 1200  km sind es nur von Mallorca nach Deutschland, und ich Schlaumeier wollte die Sachen per Post nach Hause bringen, um mich nicht beim Fliegen mit Gepäck (und vielleicht verdächtigen Riesen-Feuerzeugen) zu beschweren … P. S: Gestern hatte ich eine Nachricht im Briefkasten – ich kann mir bei der Post 98.11 Euro abholen für das Paket, die Correo entschädigt mich. Wie sie auf diesen Betrag kommen, ist mir schleierhaft, aber ich hab mir das Geld vorsichtshalber schnell geholt!

Wer hat bloß all die Bars ruiniert …?

ICH KANN MICH NICHT ERINNERN, dass ich – außerhalb von Palma – je in einer Bar gewesen wäre, in der ich mich wohlgefühlt habe. Ich hab mal rumgefragt im Freundeskreis – und hörte die gleichen Klagen. Eiskaltes Neonlicht wie in einer Leichenhalle, gierig klimpernde Spielautomaten, ein plärrender Fernseher an der Decke, lieblos gedeckte, verkleckerte und mit Liloleumtüchern belegte Tische, die halbe Bar ein Vorratsraum, zerfledderte Kalender als Wandschmuck, arbeitslose Morgensäufer in Plastikstühlen – in so einem Etablissement kann sich doch nicht mal der eigene Wirt wohlfühlen, selbst wenn das Geschäft boomt! Das muss früher anders gewesen sein, hübscher, heimeliger, gemütlicher. Und was war dann der Anlass, auf hässlich zu renovieren? Geschah das in den 60er-Jahren? Touristen können daran endlich mal nicht schuld gewesen sein, das haben die Mallorkiner nun wirklich sich selbst zu verdanken. Und dass es allein seit 2010 sage-und-schreibe 600 Bars weniger gibt auf der Insel, mag wohl auch an der neuen Scheußlichkeit liegen. P. S.: Weil die Bars so grausig aussehen, zeige ich ausnahmsweise mal kein Foto. 

Wer, bitte, darf hier nicht fahren?

Was sieht man da?

ALSO ENTWEDER IST DAS EIN VERBOTSSCHILD VON ANNO DUNNEMAL – oder in Portocristo verkehren Fahrzeuge, die man sonst nirgendwo sieht! Ich stand davor und rätselte: ein Oldtimer-Bus? Ein 12-sitziges Safari-Auto? Ein Reparaturwagen der nordkoreanischen Verkehrsbetriebe? Ein Eigenbau zum Kindergeburtstag? Das Schild ist mitten im Ort angebracht und verbietet dem, den’s betrifft, eine Straße zum Hafen hinunter zu befahren. Aber wer soll sich da betroffen fühlen? Ein kleines Kuriosum, witzig, finde ich, und ich werde mal nachfragen, ob ich es haben kann. Dann werde ich auch erfahren, für oder gegen wen es gedacht ist, das teile ich dann sofort mit …

Eine Kathedrale aus Menschen …

                              Palmas Kathedrale, aus winzigen Menschen erbaut …

CRAIG ALAN HEISST DER KÜNSTLER, ein 1971 geborener Kalifornier. Er hat etwas erfunden, was er „Populus Art“ nennt, was bedeutet: Die Konturen fast alle seine Arbeiten bestehen aus Hunderten von winzigen Menschen! Alan hält sich häufig auf Mallorca auf und sagt, er sei in die Insel „verliebt“, die Galerie Mensing in Palma vertritt ihn – und wirbt mit diesem Bild der Kathedrale, das ich unfassbar schön finde. Wie kann einer mit Ameisen-Personen eine so perfekte Perspektive erreichen? Eine Kunst, die immer rätselhafter wird, je näher man herantritt. Und auf dem die winzigen, aber klar herausgearbeiteten Detail zu durchgehenden Linien verschwimmen. sozusagen unsichtbar werden, aus der Entfernung. Die Galerie Mensing hat das Motiv in Zeitungsanzeigen verwendet, aber die mögen viele nicht gesehen haben, deshalb greife ich das Thema in meinem Blog auf, in dem normalerweise nur Exklusiva stehen.

Klimaanlagen für Mausoleen? Ja, in Petra …

Da hängen die Klimaanlagen …

MAN TRAUT SEINEN AUGEN NICHT, wenn man auf der Straße von Manacor nach Sineu an Petra vorbei fährt, die Friedhofsmauer linker Hand passiert – denn da hängen einige Klimaanlagen am Gemäuer, die offensichtlich Grabstätten kühlen oder beheizen. Wirklich? Ich fand das kurios, um nicht zu sagen: amüsant, bis mich jemand aufklärte: Die Air Condition treibt die Feuchtigkeit aus den Mausoleen, die an ihnen nagt, so dass sie baufällig werden. Mal angesehen von der Erhaltung der Kunst- gegenstände, die sich rund um die Sarkophage befinden. Dennoch: Eine Klimaanlage auf einem Friedhof hinterlässt den Eindruck, als wollte man den untoten Angehörigen, die sich um Mitter- nacht aus ihren unterirdischen Betten erheben, die morschen Knochen warmhalten …

Hilfe, wo bekommt man den Globus?

So hatte ich berichtet und jetzt …
… wollen viele diesen Globus

… SCHREIBT MEINE VEREHRTE LESERIN KARIN VAN ESSEN. Weil ich berichtet hatte, dass es diesen wit- zigen Globus gibt, der sich nur um die Balearen dreht, aber irgendwie nir- gendwo zu bekom- men ist. Leider ist auf der Kugel auch kein Hersteller an- gegeben, aber ich sehe sie immer mal wieder in Souvenir- shops, neben der Kathedrale in Palma, in Manacor, in Portocristo – aber mit letzter Instanz kann ich keine Quelle angeben. Leider, denn Frau van Essens Anfrage ist nicht die einzige, rund ein Dutzend Leser haben sich erkundigt. Also werde auch ich suchen und sofort berichten, was ich herausgefunden habe …