Restaurants

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Das „Sa Sinia“ gibt’s nicht mehr!

So sah’s von Außen aus …
… und das war die Speisekarte von Miquel Barcelo
… so von innen …

UNFASSBAR – das legendäre, authen- tische und zeitweise beste mallorkinische Restaurant auf Mal- lorca! Unten am alten Hafen in Portoco- lom, und mit Tränen in den Augen erin- nern sich langjährige Residenten an die brummelige, sympa- thische, noble Gestalt des Wirts Toni Ra- mon, den ich immer wieder für Zeitschrif- ten porträtiert habe. Nun hat der Staat die 30-jährige Pacht für das Haus, in dem das „Sa Sinia“ seit 3 Generationen unter- gebracht war, nicht mehr verlängert – ein Filetstück kulinarischer Insel-Historie ist tot. Seit 1969 im Besitz der Familie Ramon, aber davor schon jahrzehntelang eine beliebte Hafenkneipe. Aber was wird nun aus den Schätzen? Den von Miquel Barceló gestalteten Glastüren und -fenstern und seinen Original-Speisekarten? Den kostbaren Gemälden, den alten Kera- miktellern und den Antiquitäten, die sich in diesem Traditionslokal angesammelt hatten in fast einem Jahrhundert? Und aus dem Stuhl mit meinem Namensschild, den ich – wie alle Stammgäste – gewidmet bekam? Geblieben ist das großartige Kochbuch, in dem Toni Ramon die Rezepte seiner Mutter gesam- melt hat, und das es auch auf Deutsch gibt, weil ihre Schwiegertochter Deutsche war (es ist allerdings total vergriffen). Zugegeben, der Ruf des „Sa Sinia“ hat in den vergangenen Jahren Dellen erlitten, auch ich war manchmal erstaunt darüber, was ich serviert bekam, und wie. Dennoch traure ich über den Verlust und mit mir, das weiß ich, eine treue Gourmet-Gemeinde …

… und dann zogen 60 Illegale ein!

Das besetzte Restaurant „Can Andreu Cos“, als es noch florierte …

DA REGEN WIR UNS AUF, wenn ein Narr und seine Freunde Boris Beckers Finca besetzt. Oder eine Sinti-Familie die Villa eines seit Monaten abwesenden Deutschen. Was soll da die Bürgermeisterin von Campos sagen, Francisco Porquer, wenn sie damit fertig werden soll/muss, dass etwa 60 (!) Squatter das leerstehende Restaurant „Can Andres Cos“ okkupieren, illegal Wasseranschlüsse legen und heimlich Elektrizität zuleiten? Das Gelände ist zwar rund 1500 qm groß und war unbenützt, aber es sieht inzwischen aus wie eine Müllhalde, kombiniert mit einem Schrottplatz. „So wie die Gesetze gegenwärtig sind, können wir kaum etwas machen“, sagt die Bürgermeisterin, obwohl es massive Klagen zum Teil verängstigter Nachbarn gibt. Wenn man geahnt hätte, dass dort eine ganze Kompanie illegaler Besetzer einmarschiert, wäre tatsächlich etwas Cleveres möglich gewesen, um das zu verhindern. Das haben sie in einem ähnlichen Fall an der Nordostküste gemacht; darüber werde ich nächste Woche berichten …

Hoppla! Ein gutes 12 Euro-Menu!

Das Restaurant …
… und wo es liegt

MAG’S GEBEN, KANN ABER ZU DEM PREIS NICHT GUT SEIN! Anders herum: Wenn’s wirklich gut ist, muss es zu dem Preis winzig klein sein! Auflösung: Es ist gut und reichlich, wird aber nur als Geheimtipp unter Mallorkinern weitergegeben. Ort der Überraschung: Portocolom (an der Hafenpromenade). Name des Restaurants: „Mestral“. Das Menü: 1. Suppe, 2. zwei Hauptgerichte zur Auswahl (gestern gab’s Hase an Kohl oder Seeteufel mit Gemüse, heute Seezunge mit Salat oder Schmor-Eintopf), 3. Nachtisch, 4. 1 Glas Wein, 5. 1 Flasche Sprudelwasser, 6. Brot. Zutaten täglich wechselnd, d. h. marktfrisch. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, aber die reizende Marie-Carmen hat mich in ihrem Delikatessenladen hat mich darauf hingewiesen. Gracias! Das „Mestral“ wirkt von außen aus wie eines der typischen Speiselokale für Golfer und entpuppt sich innen als einheimische Kneipe ohne Schnickschnack. ABER: Das Menü wird nicht öffentlich angeboten, es existiert nur verbal. Wer nicht weiß, dass es das gibt, bekommt es nicht. Das bevorzugt die Einheimischen, aber inzwischen haben das auch reichlich Ausländer begriffen. Übrigens: Das Restaurant „ses Portadores“, 200 m weiter nach der Kurve, gehört dem gleichen Besitzer, öffnet aber erst um 18 Uhr.

971 / 82 45 28

Das „Abaco“ ist tot, ich bin in Trauer …

ES WAR DIE SCHÖNSTE BAR DER WELT, zumindest habe ich keine schönere gesehen zwischen Hammerfest und Auckland. Und wenn ein Drink auch 25 Euro kostete, er war es optisch wert, egal was im Glas steckte! Ich habe mich nie unter die Schickimickis gemischt, und wenn Touristen aus Bussen ins „Abaco“ gekippt wurden, zog ich mich in eine dunkle Ecke zurück. Zentnerweise Gemüse, mehr Blumen als an Allerheiligen auf dem Friedhof, genug Obst um ein ganzes Volk von Gesundheitsaposteln zu ernähren und dazu Musik ohrensatt von Mozart bis Simply Red. Den Ex-Betreiber, Juan Jose Palao, würde ich als Filmausstatter verpflichten für die cineastische Umsetzung der Shakespeare-Dramen. Ich war, zufällig, einer er ersten Besucher, als die Bar am 22. Dezember 1981 eröffnete – und wurde Stammgast des morbiden Charmes. Keiner auf der Insel hat mehr Geld ausgegeben allein für die Dekoration seiner Gaststätte! Keiner hat gewagt, einen Palast des 17. Jahrhunderts prunkvoller in die Neuzeit zu stellen. 38 Jahre ging das gut, nun ist Schluss (seit 30. November 2019). Der nächste unwiederbringliche Verlust hat die Welt getroffen …

Bier vom Fass – und von der Decke!

EINE HERRLICHE KNEIPE, dieses „Can Moix“ – gesprochen: „Motsch“ – in Felanitx (c/. Guillem Timoner, 1). Eine Jugendstil-Bar* der alten Art, mit den Original-Glastüren von 1910, dem antik gefliesten Boden, großartigen Gemälden, Theken-Schnickschnack aus vier Generationen – und an der Decke kleben zwei 800 Liter-Fässer mit frischem Bier der Marken „Estrella“ und „Rosa Blanca“, die jede Woche frisch aus dem Tankwagen aufgefüllt werden, und durch Gefälle (nicht durch künstlichen Druck) vor aller Augen mit den Zapfhähnen verbunden sind. Große Kuriosität, die es in Palma vier Mal gibt, aber außerhalb nur im „Can Moix“. Man kann hier auch essen (die Tapas sind berühmt), und wer mal erleben will, wie echte Mallorkiner aussehen, der erlebt sie hier.

* Freunde meines Blogs werden sich erinnern, dass ich das „Can Moix“ schon einmal erwähnt habe – wegen seiner sensationellen Modernismo-Spieltische! Sie stehen immer noch da und mein Versuch, einen zu kaufen, ist kläglich gescheitert …

Da tut sich was im „Can Gusti“ …

ES IST DAS LEGENDÄRE AUSFLUGSLOKAL an der Straße von Portocolom nach Portocristo, beliebt seit über 120 Jahren, eines der letzten authentischen Restaurants (man probiere nur mal das „Tumbet“ und das sternemäßige Spanferkel!), in das die Campesinos der Umgebung auf einen Cortado und ein Kartenspiel einkehren, und die eisernen Ringe zum „Parken“ der Mulis noch an der Außenwand hängen. Es gehört drei Geschwistern – aber jetzt, wie man hört, versuchen die Pächter, der unerschütterliche Koch Manuel und seine quirlige Frau Maria, das „Can Gusti“ zu kaufen. Mit allem Drum & Dran, wozu das Dutzend Zimmer im 1. Stock gehört, das bisher ungenützt – und unverständlicherweise – leer steht. Die schreien geradezu nach Nutzung als Herberge. Die Verhandlungen sind etwas zäh, noch wird der Kaufpreis diskutiert, aber die Besitzer sind schon mal ausgezogen …

Auf was für Ideen die Leute kommen …

ES LOHNT SICH, DIESE KLEINANZEIGE SORGFÄLTIG ZU LESEN! Da hat einer „Hunderte von Originaldekoartikeln auf 30 Südsee-Inseln“ gesam- melt, was auch immer das sein mag (ich vermute Schlimmes), und nun möchte er einen armen Kerl überreden, ihm die abzukaufen, um auf Mallorca eine „Südseebar“ zu eröffnen! Geht’s noch? „Kreativ helfen“ will der Anbieter auch noch, „habe Erfahrung“, sagt er. Warum macht er die Bar dann nicht selbst auf? Ich finde so eine Anzeige herrlich, weil sie erneut beweist, was so alles an kuriosem menschlichen Strandgut an den Küsten Mallorcas angeschwemmt wird – und wie diese Leute dann verzweifelt versuchen, über die Runden zu kommen, und das möglichst auf Kosten Anderer. Für mich ist klar: Der Südsee-Sammler ist ein Fall für VOX, der schreit geradezu nach einer TV-Realitysoap

Achtung, „Colon“-Fans …

DIETER SÖGNER HAT SEIT FREITAGABEND, 13. September, eine komplett neue Speisekarte in seinem Restaurant in Portocolom. Ich zeige sie hier, da ich sie mir frühzeitig beschaffen konnte. Ein paar Klassiker sind geblieben (Stammkunden hätten sonst protestiert), aber die Zutaten der meisten Gerichte haben sich geändert, und damit der Gang selbst …

„Florian“: Der nächste Verlust …

NACHDEM SICH STEWART MAGEE VOM „BONA TAULA“ in Cologne verabschiedet hat, droht der näch- ste Verlust einer geschätzten menschlichen Institution: Katharina vom „Florian“ in Portocolom scheint sich zurückziehen zu wollen! Das beliebte Restaurant an der Uferpromenade mit der familiären Atmos- phäre (und den mittleren Preisen) war ein geschätzter Treffpunkt der Residenten, mit eingesprenkelten Touristen, auch weil Katharina, die Schwester des vor einiger Zeit verstorbenen Namensgebers (ihres Bruders Florian), den Laden mit eiserner, aber liebenswürdiger Hand leitete. Ist auch sie weg, dürfte das „Florian“ erst mal ein paar Monate benötigen, um sich von dem Schock zu erholen …