Sammeln

Doch, es gab ein paar Mallorca-Briefmarken …

Der dekorative Brief von 1939 …
… und die Mallorca-Marke

NICHT SO GANZ ECHTE, aber Zusatzmarken für die Wohltätigkeit, Reklamemarken für den Tourismus, im Bürgerkrieg eine Menge Propaganda und natürlich existieren eine Menge Mallorca-Motive bei den neueren Ausgaben der spanischen Post. Hier zeige ich einen Brief von 1939, abgeschickt in Palma und adressiert nach Zürich – und in der Mitte klebt die dunkelblaue 10 Cents-Marke aus Mallorca, gewidmet dem Kampf gegen Paro (die Arbeitslosigkeit). Ein schöner postalischer Beleg, und insgesamt, denke ich mal, könnte man rund 50 Marken zusammenbringen, auf denen das Wort MALLORCA und ein Preis stehen, die gezähnt und gummiert sind und gestempelt werden, wenn sie auf einem Brief kleben. Hiermit habe ich eine der mir am häufigsten gestellten Frage beantwortet … 

 

 

 

MI MUSEU Diesmal: Ein Modernismo-Katalog …

Hier geht es um schmiedeeiserne  Kandelaber …
… und hier um Eingangstore

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMM- LUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Zwei Blätter aus dem Katalog einer Bau- und Inneneinrichterfirma in Palma, die sich auf die mallorkinische Jugendstil-Variante „Modernismo“ spezialisiert hatte. Er wurde um 1900 gedruckt und enthält eine Lose-Blatt-Sammlung von fast 300 Seiten, auf denen auf faszinierende Art all das dargestellt ist, was für die neue Kunstrichtung benötigt wurde – von der Tischlampe bis zur gekachelten Fassade, vom Fensterrahmen bis zum Waschbecken. Ich habe das komplette Konvolut in verstaubtem Zustand bei einem Antiquar an der Placa Eulalia in Palma entdeckt und 1985 für 2000 Peseten, das waren etwa 24 Mark, erworben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kuehlschrank-Magneten? Eine Kunstform …

Drei besonders schöne Beispiele …

ICH HABE ERST LERNEN MÜSSEN, dass man solche Dinger sammeln kann, und dass es Tausende tun: bunte Bildchen auf Magneten, die man an die kahlen weißen oder silbernen Flächen der Kühlschrank- türen pappt. Die können aus so ziemlich jedem Material sein (Plastik, Metall, sogar Holz) und ich kenne eine Lady, die aus jedem der Orte, wo sie war, so einen Magneten als Reisesouvenir mitbringt. Auf Mallorca, so habe ich entdeckt, hat man die Magneten vor allem in den 40er-, 50er- und 60er-Jahren zur eigenen Kunstform entwickelt, indem vor allem berühmte Plakate und Bilder aus Werbebroschüren verkleinert (meist im Format 8 x 6 cm), auf haltbare Unterlagen gedruckt (das sieht wie Email aus) und hinten mit einem magnetisierten Metallstück versehen wurden. Aber jeder Souvenirladen von Sant Elm bis Formentor verkauft moderne Versionen zuhauf, denn das Sammeln ist weiterhin populär. Ich zeige hier drei besonders schöne, ziemlich frühe Beispiele aus meiner Sammlung – von der Schuhfabrik Puma in Palma, dem Feinkostladen Gabriel Castell in Llucmajor und der Eisenbahn- und Schifffahrtsgesellschaft P. L. M. Übrigens: Wer das Bepappen des Kühlschranks doof findet (ich eigentlich …), der kann die schmucken Dinger auch unter Glas rahmen lassen, um sie an die Fincawand zu hängen. Macht sich gut … – und wo findet man die schönen alten Magneten? Auf den Flohmärkten …

Als das „Grand Hotel“ noch ein Hotel war …

Das Plakat von 1902 …

WIR SCHREIBEN DEN FEBRUAR 1902, in Palma steht die erste internationale Nobelherberge kurz vor der Eröffnung, das „Grand Hotel“. Also muss es beworben werden und das geschieht u. a. mit diesem auf Französisch betextetem Plakat: eine selig lächelnde Mallorkinerin in Tracht, ein Orangenbaum, der gleichzeitig blüht und Früchte trägt, Palmas Silhouette mit Kathedrale und La Llonja, die noch am Meer stehen, und oben links die Architektur-Ansicht des Hotels. Format: 120 x 80 cm. Der Künstler hat sich darauf ebenso verewigt wie der erste Hoteldirektor, und ein Original, so musste ich erfahren, kostet um die 3000 Euro! Weil angeblich nur etwa 10 Stück überlebt haben. Aber es gibt erstklassige Repro- duktionen, sie kosten ca. 30 Euro und werden ab und zu im Internet, auf Flohmärkten und im Kunsthandel angeboten. Nur nebenbei gesagt: Das „Grand Hotel“ steht noch in originaler Pracht, gehört einer Bank, ist Museum, Ausstellungshalle, Shop und Restaurant. Mein Tipp: Bei Sichtung des Plakates sofort zuschlagen!

Alles Mallorca-Kleingeld auf einen Blick …

44 Münzen auf einen Blick

DIE INSEL IST REICH – aber wieviele Münzen gibt es, auf denen der Name Mallorca eingeprägt ist? 44 Stück – beginnend mit einem punischen Cuarto und endend 1937 mit 2.50 Peseten. Runde, quadratische, achteckige, kleine dicke und große flache Münzen. Aus Eisen und aus Gold. Mit arabischen Inschriften und Königsporträts. Woher ich das weiß? Weil ich bei einem uralten Mallorkiner, der jeden Tag um 10 Uhr seine Garage öffnet und zum Betreten einer Schatzhöhle einlädt, diese Schautafel aus dicken Karton entdeckt habe. Leider kann ich seine Adresse nicht nennen, da ich mir keine Konkurrenz einhandeln möchte! Auf der Schautafel sind alle 44 Münzen eingelassen – als täuschend echte Kopien*! Ein feines Fundstück, das ich jetzt gerahmt und hinter Glas aufhängen werde. Wenn jemand so neugierig ist und wissen will, was ich dafür bezahlt habe – 5 Euro!

* Die 30 Sous von 1808 (unterste Reihe, 3. Münze von links) sind sogar echt – dafür fehlen einige …

MI MUSEU Diesmal: „Felanitx“ von Max Reiser

Ein Meister mit dem Bleistift …

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Eine ca. 50 x 40 cm große Bleistiftzeichnung des Schweizer Innenarchitekten und Zeichners Max Reiser, der halbe-halbe auf Mallorca lebt. Es ist eine feine Stadtansicht von Felanitx, er hat das Blatt in den frühen 90er-Jahren geschaffen – und mir geschenkt.

MI MUSEU Diesmal: Mein signierter Miro …

Dieses Blatt gibt’s nur 12 Mal …

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Ein riesiges Plakat von Joan Miró, das der große Maler um 1977 für das Fomento del Turisme in Palma entworfen hat, das es in dieser Form nur 12 Mal gibt und das Miró für mich mit einer persönlichen Widmung versehen hat. Das Blatt an sich habe ich vom Fomento geschenkt bekommen, die Widmung musste ich mir unter größter Mühe selbst besorgen …

SE VENDE: Mein Indianer wartet auf den finalen Wigwam …

Die Seite mit der Anzeige …
… und die Anzeige

SO STAND ER IN DER „MAL- LORCA ZEITUNG“ – mein schö- ner alter  Zigarren-Indianer. Ich hatte die Anzeige bezahlt, um ihn zu verkaufen nach 20 Jahren in meinem Besitz. Der Wächter mei- nes Hauses, 1.86 m groß und 86 kg schwer, eine holzgeschnitzte und bemalte Rothaut, rund 80 Jahre alt und direkt aus den USA importiert nach Mallorca. Ein Museumsstück, selten wie ein Nilpferd in der Albufeira, und einst gar nicht mal so selten, denn so einer stand in den Verei- nigten Staaten vor jedem Tabak- laden, als es die noch haufenweise gab. Dann wurden die Zigarren-Indi- aner zu Sammelobjekten und nahezu unbezahlbar, es gab ganz alte und besonders schöne, die mehr als 100 000 Dollar kosteten. So teuer ist meiner nicht, aber ein paar tausend Euro habe ich auch verlangt.

MI MUSEU Diesmal: Ein Afrika-Barcelo …!

Eine Impression aus Mali

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Ein Original-Aquarell aus den 90er-Jahren des bedeutenden mallorkinischen Künstlers Miquel Barceló. Zugegeben – er hat buchstäblich hunderte dieser bunten (und schulheft-großen) Impressionen in seiner Wahlheimat Mali zu Papier gebracht. Aber ich fühlte mich sofort angesprochen, als ein Kunsthändler in Barcelona mir dieses Blatt 2016 anbot, und das zu einem Preis, den ich mir leisten konnte und wollte. 

Hier ist einer für Mallorca-Sammler

Das sind drei Casson-Bilder …
… aus dem Welterfolg …
… „Das Böse unter der Sonne“

ER HEISST HUGH CASSON (1910-1999), IST BRITE UND AQUARELLIST. Außerdem hat er Prinz Charles das Malen beigebracht und ist der Künstler, der den wunderbaren Vorspann und die in einzelnen Szenen verwendeten Blätter für den auf Mallorca spielenden Agatha Christie-Film „Das Böse unter der Sonne“ gepinselt hat (zu besichtigen im Londoner Victoria & Albert Museum). Deretwegen erwähne ich ihn, denn für einen Mallorca-Sammler müsste es höchste Priorität sein, diese Hercule Poirot-Aquarelle (ich nenn‘ sie mal so, Peter Ustinov hat ihn gespielt) zumindest als signierte Kunstdrucke zu besitzen. Casson ist vergleichsweise preiswert, kleine Bilder aus den 50er-Jahren kann man auf Ebay für umgerechnet rund 600 Euro erwerben.