Service

Die ideale Corona-Passage …

SO GEHT’S AUCH, und das ist eine ziemlich praktische Regelung: In der Banco Santander hat man an den Eingangstüren listige, blinkende Quarantäne-Geräte angebracht, die Rot leuchten, wenn kein Platz in der Schalterhalle frei ist (denn nur 5 Personen gleichzeitig sind erlaubt), und Grün, wenn man rein darf. Dann drückt man einen Summer (das kleine rote Viereck darunter) und die Türen gehen auf. Das ist technisch einfach, erspart Unstimmigkeiten unter den Kunden und regelt den Verkehr auf angenehme Weise. Dass der kleine schmale „Kontrolleur“ auf meinem Foto Gelb blinkt, ist ein Defizit, entstanden durch meine iPhone-Kamera, die Farbe taucht in Wirklichkeit nie auf. Gracias, Santander!

25 Jahre Insel-Radio!

… und der Rose
Daniel Vulic …

EIN STOLZES DATUM, im August ist es so weit! Von einem Sender, ohne den man auf Mallorca nicht mehr auskommt, und ich höre ihn auch, wenn ich mal nicht auf der Insel bin. Das „Insel-Radio“ ist die Nabelschnur zum Paradies, und daran ist vor allem ein Mann schuld, der von Anfang an dabei ist – und das in gleichbleibender höchster Qualität: Daniel Vulic, der höfliche Riese mit dem Auftreten eines vollendeten Gentleman. Das sage ich nicht, weil ich seit nunmehr über 10 Jahren sein Kolumnist sein darf, und das zweimal am Tag (siehe meinen Post vor ein paar Tagen), sondern weil der Sender wirklich wichtig ist für die, die auf der Insel leben, die, die sich zeitweise von ihr entfernen, und die, die vom „Urlaub auf Malle“ träumen. Gratulation, Daniel, gut gemacht! Und weil man Jubiläen gerne mit einem guten Tropfen begießt, hat Vulic speziellen Wein des Jahrgangs 2020 in vorzüglicher Qualität keltern lassen, in Rot, Weiß und Rosé (so eine Flasche zeige ich hier), mit einem feinen Sammler-Etikett – und wer auch so ein Fläschchen haben möchte, der sollte mal die Website des Insel-Radios durchstöbern. Übrigens: Vulic hat jetzt auch ein Programm auf Englisch installiert – und es wird bald einen TV-Sender geben … – sehr süffige Nachrichten!

Ich bin mal wieder Eisenbahn gefahren …

So ein Dreckspatz!

… VON MANACOR NACH PALMA UND ZURÜCK, jeweils 58 Minuten, für 9 Euro! Da hätte mich das Benzin mehr gekostet, von der Parkgebühr gar nicht zu reden. Tja, und nun kommt’s: Ich saß im schmutzigsten Zug der Welt, zumindest was meine Erfahrung mit internationalen Eisenbahnen betrifft! Man betrachte sich nur mal das Foto: Ist es nicht eine Schande? Und der Dreckspatz sieht ganz so aus, als könnte man den Mist nicht einfach abspritzen, der scheint sich in die Lackierung gefressen zu haben. Eine Visitenkarte für Mallorcas Schienentransort ist das wirklich nicht – aber, beruhige Dich, Axel: Man sieht die Verdreckung ja nur kurz mal beim Einsteigen! Innen fegt an den Endpunkten eine Putzmamsell durch die Abteile (wobei ich mit „fegen“ nicht ihr Handwerkszeug darstellen möchte, sondern ihre Eile). Es bläst eine angenehme Air Condition, die Sitze sind top in Ordnung, das Infosystem funktioniert reibungslos und neben den Türen sind gut gefüllte Handwaschanlagen angebracht. Und dass der Zug als „Semidirecte“ bezeichnet wird (was den arglosen Touristen ja erschrecken könnte), interessiert nur die Bahnbeamten, für Reisende bedeutet das gar nichts. Fazit: Immer wieder zu diesem Preis – aber beim Einsteigen in den blauen Himmel starren …

Achtung, hier spricht Axel Thorer!

So saß ich in Palma im Studio …

MAN ERLAUBE MIR EIN PAAR ZEILEN EIGEN-PR! Denn ich habe dieser Tage beim Insel-Radio, dieser segensreichen Kommunikation auf Mallorca, neue Folgen meiner nun schon seit über 10 Jahren scheinbar sehr beliebten Kolumne abgeliefert (auf Band). Die werden nun die kommenden Monate vermutlich zweimal am Tag gesendet werden, meist kurz vor 8 und kurz vor 14 Uhr, die Kolumne heißt diesmal „Das Leben geht weiter, Leute!“, bezieht sich auf die blöde Corona-Zeit und steckt voller Tipps zu sehenswerten Menschen, Orten, Ereignissen und Dingen. Meine Beiträge sind mit Absicht nie gelabert lang, sondern prägnant kurz, so um die 2 1/2 bis 3 Minuten – und ich empfehle Papier & Bleistift parat zu haben, denn ich nenne auch Adressen, Telefonnummern und andere nützliche Hinweise. Also, bitte, beim Frühstück und Mittagessen ein bisschen Thorer lauschen …

Augen auf bei „Tia Emma“!

IN DEN KLEINEN LÄDEN LIEGEN NÄMLICH SEHR NÜTZLICHE HEFTE HERUM – die „Programme der Saison“! So wie das auf dem Foto für den Sommer 2021 in Felanitx und Portocolom. Sowas gibt’s in nahezu jeder Gemeinde, für fast jede Jahreszeit, voll mit Terminen & Tipps, oft bebildert und dies hier hat die Größe eines Comic-Heftes und dicht gedrängte 44 Seiten. Da steht alles drin, was leider zu 99 % an den Ausländern, selbst den Residenten, vorbei huscht: Sehe besuchenswerte Konzerte, Sportereignisse, Vernissagen, Kirchenfeiern, Theateraufführungen, Kabaretts, Festmahle usw. Natürlich ist der Text auf Mallorquin, aber leicht zu lesen, da es sich um reine Informationen handelt. Und die Sprache der Einheimischen ist eh einfacher zu lesen als Spanisch. Kosten? Nix. Und seien Sie versichert, dass Sie trotz aller Überraschung über ihr Erscheinen herzlich willkommen sind …

Sterben am Virus Habgier …

DAS PASSIERT GERADE DEN BANKFILIALEN! Die werden geschlossen wie frische Gräber. Wo noch vor 5 Jahren 2, 3 oder sogar 4 Banken miteinander konkur- rierten, existiert jetzt nicht eine mehr – da, wo sie einst waren, hängen jetzt Hinweise, dass man sie im nächstgrößere Ort besuchen möge. Es existieren auch keine Bankomaten mehr! Vor allem die Santander zieht sich verstärkt zurück, die Banca March hält in einigen Orten noch durch, doch auch dort spricht man bereits von Schließung. Vor allem die Llogarets und Hafenstädtchen sind betroffen (z. B. Portocolom, Cala Murada), und wer nun glaubt, er könne in seine „neue“ Bank reinmarschieren wie in die gewohnte, wird herb enttäuscht: Da kommt der nächste Hinweis, dass man seine Geschäfte, bitte, per Internet erledigen – oder einen Termin telefo- nisch vereinbaren möge! Gelingt einem das (was keineswegs sicher ist), wird man auch noch von einer fremden Person bedient, das vertraute Gesicht gibt’s meist nicht mehr! Die habgierigen Bankiers sollten sich was schämen …

Outdoor-Himmelbett – keine schlechte Idee!

DAS BIETET JETZT EINER AN IM INSEL-SÜDEN, sogar mit „Outdoor-Matratze“. Heissa, was für eine wundervolle Idee! Denn es heißt ja, dass der blöde Virus an der frischen Luft machtloser ist als in geschlossenen Räumen, der Sternenhimmel prangt kaum irgendwo schöner als über der Insel (ausgenommen Namibia) – und außerdem: Der Sommer beginnt mit Macht & Hitze, und wenn keiner der sechs Mallorca-Winde den Außenschläfer vom Bett bläst, ist das der Idealzustand für gesegnete Nickerchen. Ich muss allerdings dringend zu einem Moskitonetz raten, denn was auch nachts umher schwirrt, kann lästig und sogar stechend sei, von Lebewesen, die von Neugier geplagt werden, gar nicht zu reden. Schon mal eine Gineta am Kopfkissen gehabt? Oder Nachbars Mieze? Oder eine verflogene Fledermaus? Aber auch gegen die hilft die weiße Gaze, sagt Euch der erfahrene Tropenreisende AT. Nun nennt der Anbieter leider/natürlich keinen Preis (das macht seine Gestaltung etwas luftiger …), aber ich habe herausgefunden, dass die Outdoor-Himmelbetten in etwa zwischen 800 und 1100 Euro kosten (ohne Netz und sonstiges Zubehör). Also, wohl dem der eine Terrasse, einen Patio oder einen Balkon für Zwei hat – raus aus der Bude, rein in kühle Freiheit …

Seebestattungen – jetzt auch rund um Mallorca!

IST DOCH KLAR: Da wo man jahrelang so glücklich geschwommen ist, möchte man auch begraben sein! Und dann noch die letzten Minuten vor dem Abtauchen auf einem schicken Schiffchen verbringen, und hinterher nie wieder irgendwelche Malaisen mit der Grabpflege für die Hinterbliebenen. Ideal! Das wird vor Port d’Andraitx, vor Cala Rajada und auf Wunsch auch anderswo angeboten. Bei Interesse genügt es, im Internet unter „Seebestattungen Mallorca“ rumzuschnüffeln, das Problem ist nur, dass zwar gesagt wird „Hier erfahren Sie die Preise“, aber die werde dann nicht genannt. Dafür wird ein YouTube-Filmchen gezeigt. So muss man sich also persönlich beim „Veranstalter der letzten Ruhe“ melden und – wahrscheinlich – hart verhandeln um die eigene Asche oder die eines Angehörigen …

Es musste ja so kommen …

… DASS VEREINSAMTE MENSCHEN HILFE BENÖTIGEN! Solche, die in ihren Wohnungen eingesperrt sind oder es nicht wagen, die Fincas zu verlassen aus Angst vor Corona! Die festsitzen vielleicht auch, weil sie alt und gebrechlich sind. Und keinen hilfreichen Nachbarn haben, von Verwandten gar nicht zureden. Jedenfalls tauchen jetzt die ersten (öffentlichen) Hilferufe auf, etwa in der Art: „EINKÄUFER für Privat gesucht“, mit Telefonnummer und Email-Adresse. Ich weiß, da wird viel getan, aber einige scheinen immer noch vergessen worden zu sein in ihren vier Wänden – auf der Rückseite des Paradieses Mallorca. Denn da dringt Not aus dem Hilfeschrei: Wer holt für mich was aus dem Supermarkt und der Apotheke? Es wäre spannend zu erfahren, ob sich jemand gemeldet hat …

Fosh fährt Food zur Finca …

So wirbt Top-Koch Fosh für seinen Lieferservice …

… ABER MAN MUSS SICH AN GEWISSE REGELN HALTEN! Aus der Anzeige, die gerade in den Insel-Zeitungen erscheint, geht jedoch nur hervor, dass man bei ihm frisch zubereitete Gerichte bestellen kann. Dazu die Telefonnummer 626 192 597 und die Website www.foshfoodathome.com (sehr gut und auch auf Deutsch). Also habe ich nachgehakt und herausgefunden: Geliefert wird „auf der ganzen Insel“ ab 50 Euro Bestellung, und zwar „überall hin bis an die Haustür“. Wie das „frisch“ gehen soll, weiß ich zwar nicht, aber schaut man auf das nicht üppige, aber ausreichende Speisenangebot (immer für 2 Personen), findet man Preise von 4.50 Euro für glasierte Karotten über Kürbissuppe für 14 Euro bis Lammeintopf für 32 Euro. ABER: Man muss bis Dienstagabend, 22 Uhr, bestellen, gekocht wird am Donnerstagnachmittag und geliefert freitags zwischen 12 und 18 Uhr. Ach ja, Wein wird auch angeboten! So, nun wissen wir, wie’s geht, bon provecho …