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Gute Idee: Cocktails mit Hierbas!

Die vier Rezepte von Antonio Nadal auf Hierbas- und Palo-Basis …

MIR WAR DAS UNBEKANNT, ich trinke zwar regelmäßig das Kräutergebräu, aber immer nur pur und höchstens auf Eis mit einem Stück Zitrone. Aber dann geriet ich auf die fabelhafte Website der Destille Antonio Nadal (Bunyola) und entdeckte 4 Rezepte mit netten Fotos: Hierbas als Spritz, Mojito, Sour und Paloreo (mit „Palo“). Zwar bietet Nadal die Cocktails nur mit „Tunel“ an, aber das soll keinen hindern, andere Marken zu verwenden. Fazit: Auf diese Weise wandert der Hierbas aus der Hausapotheke in die Hausbar, aus dem Magenbesänftiger wird ein Unterhaltungsdrink …

Schweinkram – in Spanien erlaubt …

In dieser Zeitung fand ich …
… was hier und …
… hier steht

ERSTMALS HABE ICH GESEHEN, dass eine Zeitung sich öffentlich entschuldigt für erotische Annoncen, so deftig sie auch sein mögen! In einem britischen Mallorca-Blätt- chen war das, und dabei lernte ich, dass diese Schweinkram-Angebo- te natürlich gerne genom- men werden (gegen gutes Geld und dem alten römischen Stand- punkt: Pecunia non olet), dass sie aber nach spanischem Gesetz nicht zu verhindern sind. Denn: Jede Zensur würde das hohe Gut der „Meinungsfreiheit“ einschränken, und so wie Hausbesetzer geschützt werden, weil sie ja „nur“ leer stehenden Wohnraum okkupieren, so darf jeder anbieten, womit er zu versteuerbaren Einkünften kommt. Seltsam, aber jedes Land macht sich seine eigenen Gesetze, und ich finde es hochanständig, dass einem eine Zeitung das mal auf teuren Anzeigenraum erklärt …

Ich sah einen Lastwagen mit Koffern …

… UND DA AHNTE ICH, dass das was sehr Nützliches war. Tatsächlich: Als ich googelte, was da auf dem LKW gepinselt worden war – „Resort Flight Check-in“, da stellte sich heraus, dass es einen Service gibt, der Touristen die Mühe des Selbst-Eincheckens mit Koffer erspart! Weil die das Gepäck im Hotel abholen, zum Flughafen bringen, aufgeben – und der Reisende holt es dann, wie gewohnt, am Heimatflughafen vom Band! Ich hatte keine Ahnung, dass sowas geht, bei all der Security-Hysterie, deretwegen ja bekanntlich kein Koffer ohne den dazu gehörenden Besitzer fliegen darf. Was ich herausfand, war, dass gewisse Hotels mitmachen und man schrittweise vorgehen muss: 1 Liste der Hotels anschauen, die dabei sind, 2 Online einchecken, 3 Koffer im Ferienort bei „Resort Flight Check-in“ abgeben. Unklar blieb mir, ob nur britische Urlauber bestimmter Reiseveranstalter mitmachen dürfen, und was das kostet. Aber da kann man sich ja bei „Resort Flight Check-in“ erkundigen, die haben einen ganz starken Internet-Auftritt.

Wenn’s einer weiß, dann er …

So sieht seine Kolumne aus

ES IST NICHT MEINE WELT, die „Clubszene“ mit ihren DJs, den sehr speziellen Künstlern, Veranstaltungen ab Mitternacht und geheimnisvollen Insider-Orten. Aber auch sie ist ein für viele vergnüglicher und beliebter Aspekt der Insel-Kultur, speziell in Palma, und einer, dessen Rat man unbedingt folgen sollte, ist Daniel Vulic, der Chef des Insel-Radios. Er macht seit nahezu 20 Jahren erfolgreich Programm und schreibt in der „Mallorca Zeitung“ jede Woche eine Kolumne, in der er die „Clubszene“ gebrauchsfertig, erfahren und vernünftig aufdröselt. Bei ihm findet man die Tips, die man nicht bereut, und wer immer nachts musikalisch, durstig und auf Tanzbeinen unterwegs sein möchte, dem rate ich dringend, vorher den „Vulic“ zu lesen.

Das ist der King unter den Killersprays …

… SAGEN DIE EINGEBORENEN EXPERTEN, denen ich vertraue. Es ist eine auffallend hohe und schmale Waffe gegen Fliegen, Mücken, Ameisen, Spinnen, Kakerlaken und Wespen (so steht’s auch mit Bildchen drauf), sie heißt „Killer 51“ und erfüllt zwei Forderungen: 1. Gnadenlose sind zufrieden, weil selbst die größten Feinde sofort tot umfallen. 2. Tierfreunde sind zufrieden, dass die Feinde nicht lange leiden müssen. Ich weiß, in jeder Ferreteria gibt es ungefähr 30 Spraydosen ähnlicher Art und das Seltsame ist, dass bei Anwendung der meisten zum Beispiel Kakerlaken und Riesenspinnen nach/mit einer vollen Ladung weglaufen oder nur scheintot sind. Aber „Killer 51“ ist so stark, dass man aufpassen muss, nicht selbst was vom Spraystrahl abzubekommen! Die Frage nach meinem Tipp dieser Art ist übrigens die, die mir am zweithäufigsten gestellt wird …

 

Nett, wie die Regierenden für uns sorgen!

Der deutsche Formentor-Flyer …
… und der 112-Sticker

ES IST NÄMLICH NICHT SO, wie uns einige Leserbrief-Schreiber weismachen wollen, dass „die Mallorkiner nur unser Geld nehmen, sich aber sonst einen Sch … um uns kümmern!“ Sie wissen genau, was sie an uns Milchkühen haben und tun eine Menge. Aber ich gebe zu, dass vieles unbemerkt an uns vorbei geht. Wie z. B. der Anfang Juni herausgegebene, vierseitige Flyer auf Deutsch (mit Planskizze und Hashtag) zur Sperrung der Formentor-Straße. Oder der Sticker für den Leihwagen oder andere Fenster, auf dem grafisch drastisch die Notrufnummer 112 empfohlen wird. An der Kommunikation hapert’s, nicht am guten Willen, und meist nehme selbst ich überrascht zur Kenntnis, was sie wieder alles getan haben für die Ausländer …

 

 

 

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …

Haarschneiden auf Maurisch …

Das Nasenschild auf Arabisch …

DIE BESTE KOPFBEHANDLUNG, die mir je zuteil wurde (Haarschneiden, Rasieren, Nase und Ohren behandeln), erlebte ich in Gaziantep (Türkei). Weil die Pflege der männlichen Schönheit in moslemischen Ländern uralte Tradition hat. Und als ich nun in einem Städtchen im Innen-Inneren dieses Schild entdeckte, freute ich mich: Weil diese Kultur auf Mallorca übergesprungen war! Nun gibt’s sicher Nitwits, die aufschreien: „Ach, soweit sind wir schon!“ Aber ich denke nicht so, ich freue mich, wenn unsere Mitbürger aus Marokko, Algerien und Tunesien nicht mehr nur geduckt auf die Gemüsefelder, in die Obstplantagen und durch die Straßen huschen, sondern zeigen, dass sie mitten unter uns lebendig, nützlich und wichtig sind …

Das beste Hotel? Und das schlechteste …?

Das ist top in Palma …
Das Park Hyatt in Canyamel
… das in Felanitx …
… und das in Pollenca

SCHWERE FRAGEN, KAUM ZU BEANT- WORTEN!  Jeder Gast empfindet anders, es gibt keine gültigen Kriterien für Alle. Ich habe z. b. lieber ein Hotel mit kuscheligem Personal und beklagens- werten Zim- mern als umgekehrt. Ich brauche keine Lobbys wie Foyers von Royals, und wenn der Portier so tut, als dringe ich in sein Privatleben ein, checke ich sofort aus. Ich mag das etwas mönchisch karge „Born“ in Palma, das heimelige Landhotel „Aumallia“ bei Felanitx und Direktor Saloms fabelhaftes, wenn auch etwas turbulentes „Illa d’Or“ in Pollenca. Dort bin ich noch nie enttäuscht worden, aber das Beste? Keine Ahnung. Nun, nach allem, was ich höre, scheint das als Prachtbau aufgezogene „Park Hyatt“ in Canyamel das Hotel zu sein, das am wenigsten die eigenen Ansprüchen erfüllt. Ich kenne einen Villenbesitzer aus Son Vida, der nach all den überschwänglichen Rezensionen mal ein luxuriöses Wochenende mit seiner Frau dort verbringen wollte, am Freitagabend eincheckte – und am Samstagmittag aus! So entsetzlich fand er den Service und den Rest für viel zuviel teures Geld! Auch Alexander Gorkow hat es ja in seinem Buch „Hotel Laguna“ vernichtend beurteilt. Noch Fragen nach dem Besten und Schlechtesten …?

Ein Lob für Ryanair …

ICH WOLL- TE NIE RYAN- AIR FLIEGEN! Zu grausig klingen die Berichte der Passagiere. Dann buchte ich einen Mallorca-Flug mit Laudamotion (er war der billigste und von den Flugzeiten der angenehmste) – und musste in eine Ryanair-Maschine mit Ryanair-Personal steigen. Ein Schock und ich begriff, dass Laudamotion zu Ryanair gehört (gut, dass sie es mir nicht vorher gesagt haben!). Dann die Überraschung: Der Flug war keinen Deut schlechter als mit Eurowings, Condor, Vueling oder Norwegian. Kein Mensch hat Größe & Gewicht des Handgepäcks kontrolliert, die Preise an Bord sind die gleichen und das Personal von bewusster Freundlichkeit. Und nun kommt’s: Ich hatte bei üblicher Breite (in Reihe 11) die größte Knie-Freiheit alles meiner bisherigen Mallorca-Flüge, egal ob Linie oder Charter – und ich bin 1.91 m mit 100 kg Gewicht! Das mag Zufall gewesen sein auf diesem einem Flug (von München) und in dieser einen Maschine. Ich hatte jedenfalls angenehme 130 Minuten an Bord …