Service

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …

Haarschneiden auf Maurisch …

Das Nasenschild auf Arabisch …

DIE BESTE KOPFBEHANDLUNG, die mir je zuteil wurde (Haarschneiden, Rasieren, Nase und Ohren behandeln), erlebte ich in Gaziantep (Türkei). Weil die Pflege der männlichen Schönheit in moslemischen Ländern uralte Tradition hat. Und als ich nun in einem Städtchen im Innen-Inneren dieses Schild entdeckte, freute ich mich: Weil diese Kultur auf Mallorca übergesprungen war! Nun gibt’s sicher Nitwits, die aufschreien: „Ach, soweit sind wir schon!“ Aber ich denke nicht so, ich freue mich, wenn unsere Mitbürger aus Marokko, Algerien und Tunesien nicht mehr nur geduckt auf die Gemüsefelder, in die Obstplantagen und durch die Straßen huschen, sondern zeigen, dass sie mitten unter uns lebendig, nützlich und wichtig sind …

Das beste Hotel? Und das schlechteste …?

Das ist top in Palma …
Das Park Hyatt in Canyamel
… das in Felanitx …
… und das in Pollenca

SCHWERE FRAGEN, KAUM ZU BEANT- WORTEN!  Jeder Gast empfindet anders, es gibt keine gültigen Kriterien für Alle. Ich habe z. b. lieber ein Hotel mit kuscheligem Personal und beklagens- werten Zim- mern als umgekehrt. Ich brauche keine Lobbys wie Foyers von Royals, und wenn der Portier so tut, als dringe ich in sein Privatleben ein, checke ich sofort aus. Ich mag das etwas mönchisch karge „Born“ in Palma, das heimelige Landhotel „Aumallia“ bei Felanitx und Direktor Saloms fabelhaftes, wenn auch etwas turbulentes „Illa d’Or“ in Pollenca. Dort bin ich noch nie enttäuscht worden, aber das Beste? Keine Ahnung. Nun, nach allem, was ich höre, scheint das als Prachtbau aufgezogene „Park Hyatt“ in Canyamel das Hotel zu sein, das am wenigsten die eigenen Ansprüchen erfüllt. Ich kenne einen Villenbesitzer aus Son Vida, der nach all den überschwänglichen Rezensionen mal ein luxuriöses Wochenende mit seiner Frau dort verbringen wollte, am Freitagabend eincheckte – und am Samstagmittag aus! So entsetzlich fand er den Service und den Rest für viel zuviel teures Geld! Auch Alexander Gorkow hat es ja in seinem Buch „Hotel Laguna“ vernichtend beurteilt. Noch Fragen nach dem Besten und Schlechtesten …?

Ein Lob für Ryanair …

ICH WOLL- TE NIE RYAN- AIR FLIEGEN! Zu grausig klingen die Berichte der Passagiere. Dann buchte ich einen Mallorca-Flug mit Laudamotion (er war der billigste und von den Flugzeiten der angenehmste) – und musste in eine Ryanair-Maschine mit Ryanair-Personal steigen. Ein Schock und ich begriff, dass Laudamotion zu Ryanair gehört (gut, dass sie es mir nicht vorher gesagt haben!). Dann die Überraschung: Der Flug war keinen Deut schlechter als mit Eurowings, Condor, Vueling oder Norwegian. Kein Mensch hat Größe & Gewicht des Handgepäcks kontrolliert, die Preise an Bord sind die gleichen und das Personal von bewusster Freundlichkeit. Und nun kommt’s: Ich hatte bei üblicher Breite (in Reihe 11) die größte Knie-Freiheit alles meiner bisherigen Mallorca-Flüge, egal ob Linie oder Charter – und ich bin 1.91 m mit 100 kg Gewicht! Das mag Zufall gewesen sein auf diesem einem Flug (von München) und in dieser einen Maschine. Ich hatte jedenfalls angenehme 130 Minuten an Bord …

Mein Freund Armin hilft jetzt auch auf YouTube …

Dr. Reichmann …
… und der Zugang zu seiner YouTube-Beratung

WER WIRKLICH JURISTISCHEN RAT BENÖTIGT, wendet sich seit Jahren an Dr. Armin Reichmann in Palma. Er ist der Anwalt der Insider und nun hat er sich entschlossen, seine Tipps öffentlich (und noch kostenlos) zu geben – auf seinem eigenen YouTube-Kanal (Zugang siehe oben). Mit schöner Musik und im persönlichen Gespräch. Jeden Sonntag, solange er das thematisch durchhält, stellt er einen neuen Film ein, und wer auf Mallorca lebt oder zu tun hat, dem sei geraten, die Beiträge zu durchforsten oder sogar zu speichern. Das ist ein geschickter PR-Schachzug, eine Strategie der neuen Zeit, und ich darf das sagen, weil ich ja auch auf YouTube zu sehen bin mit meinen 50 Geschichten über die interessantesten Kofferaufkleber der Hotelgeschichte …

 

 

 

„sa Llotja“: Seit Karfreitag auch in Cala d’Or!

Küchenchef Jose Manuel …
… und das „sa Llotja“ in Portocolom

ES GEHT UM DAS SEHR GUTE RESTAURANT über der Hafenmeisterei in Portocolom, das sich nicht nur von der Lage her in die 1. Reihe entwickelt hat. Am Karfreitag, 19. April (2019), eröffneten Chef 1, Joachim Weber, und Chef 2, Jose Manual Pando Martin, eine Dependance ganz ähnlichen Stils in Cala d’Or (auch über dem Hafen), wobei Weber rüber geht und Panda in Portocolom in der Küche bleibt. Ich höre von meinem mallorkinischen Kontakten, dass da der Erfolg nicht nur geteilt wird, sondern dass die Portocolom-Pacht 2020 endet und man in so einem Fall nie weiß, ob jetzt, da es so gut läuft, nicht ein eingeborener Neider reingrätscht und die Hafenmeisterei lieber die Handvoll Euro mehr nimmt, mit der das Topteam Weber/Pando überboten wird. In Cala d’Or haben die beiden einen Vertrag auf viele Jahre, damit ist ihre Zukunft in jedem Fall gesichert – und die ihrer Genießer-Fans auch. Und vielleicht besiegt Treue ja die Habgier und wir/sie haben dann auf lange Sicht zwei „sa Llotja“ in zwei benachbarten Hafenstädtchen an der Südostküste …

Gordiola macht’s auch nach Maß!

ICH WUSSTE DAS NICHT, aber „Die Norne der Insel-Informationen“, Barbara Pohle, hat’s für mich rausgefunden: Dass das noble Unternehmen Gordiola, weltberühmt als uralte Glasbläserei, durchaus bereit ist, etwas, das man nicht mehr kaufen kann, auf Wunsch nachzublasen! Ein fehlendes Kronleuchter-Teil z. B., oder einen zertöpperten Lampenschirm, ein schier unersetzliches Trinkglas oder den Arm eines Kerzenhalters. Man muss die Maße parat haben, Fotos mitbringen hilft, nicht schlecht ist auch das kaputte Teil (wenn möglich). Man muss sich natürlich ankündigen (unter admon@gordiola.com) und man kann sogar anrufen (971 / 66 50 46). Ideal ist es, wenn man einen gewissen Senor Jesus Fernandez erwischt, das ist der Fachmann für derlei Anfragen. Es geht eben doch so ziemlich alles auf Mallorca, man muss nur einen kennen, der einen kennt, der …

Hier zahlen auch Kinder …

Das kuriose Schild …

ALS ICH NEULICH DURCH EIN STÄDTCHEN (im Insel-Inneren) FUHR (welches, das bleibe ein Rätsel …), da sah ich an einem Restaurant folgenden Hinweis: „Atencion! Los niños tambien pagan, menos pero pagan“ – Auf Deutsch: „Achtung! Auch Kinder zahlen hier, zwar weniger, aber sie zahlen!“ Ich kann mir vorstellen, was da geschehen war in der Vergangenheit: Die Niños haben das Büffet gestürmt, sich die Teller vollgeladen (vor allem mit Desserts), dann die Hälfte liegen gelassen – und die Eltern mussten für ihre Sprösslinge bezahlen, womit sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht gerechnet hatten. Darüber kam’s zum Streit, der den Eltern nichts half, sie mussten zahlen, und da stellte der Wirt dieses Warnschild auf! Eine kleine Kuriosität aus dem Alltagsleben der Insel, amüsant und von eminenter Bedeutung, wenn man mit vier hungrigen Kindern einfällt …

… und das Schwein wird mitgebracht!

WIE MAN INZWISCHEN WEISS, GRASE ICH DIE ZEITUNNGSANZEIGEN AB wie ein Trüffelschwein den Waldboden im Piemont – und entdecke immer wieder was! So wie diese interessante Annonce vor ein paar Tagen. Wenn ich sie richtig verstehe, bietet einer Matazas für Menschen an, die kein eigenes Schwein halten. Für die bringt er gesunde, freilaufende Bioschweine“ mit und organisiert Live-Schlachtungen nach Art der einheimischen Bauern! Das kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber so lese ich das Angebot. Interessant! Und wieder mal breche ich in den Ruf aus: Wat nich all jibt auf Malle!!! Und wer die Tötung der Schweine nicht aushält, dem bringt der Lieferant „komplett gesäuberte und für den Backofen zubereitete freilaufende, glückliche Brathähnchen“. Da laufen dann natürlich nicht mehr glücklich frei herum …

Praktisch, wenn man die Sprache nicht kann …

So sieht das Buch aus …
… und das erlebt man innen

ES HEISST „BILD-WÖRTERBUCH“ uns zeigt alles, was zum Leben gehört in Farbfotos zu über 6000 Begriffen, gegliedert nach den Bereichen, in denen wir uns bewegen. Der etwas unhandliche (362 Sei- ten!), leider erstaunlich schwere Band ist eine Art Sprachkurs, wenn man ihn häufig benützt, und ich habe meine Spanisch-Kenntnisse in einem Jahr um rund 50 % verbessert! 11.50 Euro kostet das Nachschlagewerk für die Augen, ab 4.99 Euro bekommt man es gebraucht. Die ISBN-Nummer lautet 9783625170778. Für hartgesottene Insel-Fans müsste es sowas auch für Mallorquin geben, aber das wird wohl nie er Falls ein …