Service

Es musste ja so kommen …

… DASS VEREINSAMTE MENSCHEN HILFE BENÖTIGEN! Solche, die in ihren Wohnungen eingesperrt sind oder es nicht wagen, die Fincas zu verlassen aus Angst vor Corona! Die festsitzen vielleicht auch, weil sie alt und gebrechlich sind. Und keinen hilfreichen Nachbarn haben, von Verwandten gar nicht zureden. Jedenfalls tauchen jetzt die ersten (öffentlichen) Hilferufe auf, etwa in der Art: „EINKÄUFER für Privat gesucht“, mit Telefonnummer und Email-Adresse. Ich weiß, da wird viel getan, aber einige scheinen immer noch vergessen worden zu sein in ihren vier Wänden – auf der Rückseite des Paradieses Mallorca. Denn da dringt Not aus dem Hilfeschrei: Wer holt für mich was aus dem Supermarkt und der Apotheke? Es wäre spannend zu erfahren, ob sich jemand gemeldet hat …

Fosh fährt Food zur Finca …

So wirbt Top-Koch Fosh für seinen Lieferservice …

… ABER MAN MUSS SICH AN GEWISSE REGELN HALTEN! Aus der Anzeige, die gerade in den Insel-Zeitungen erscheint, geht jedoch nur hervor, dass man bei ihm frisch zubereitete Gerichte bestellen kann. Dazu die Telefonnummer 626 192 597 und die Website www.foshfoodathome.com (sehr gut und auch auf Deutsch). Also habe ich nachgehakt und herausgefunden: Geliefert wird „auf der ganzen Insel“ ab 50 Euro Bestellung, und zwar „überall hin bis an die Haustür“. Wie das „frisch“ gehen soll, weiß ich zwar nicht, aber schaut man auf das nicht üppige, aber ausreichende Speisenangebot (immer für 2 Personen), findet man Preise von 4.50 Euro für glasierte Karotten über Kürbissuppe für 14 Euro bis Lammeintopf für 32 Euro. ABER: Man muss bis Dienstagabend, 22 Uhr, bestellen, gekocht wird am Donnerstagnachmittag und geliefert freitags zwischen 12 und 18 Uhr. Ach ja, Wein wird auch angeboten! So, nun wissen wir, wie’s geht, bon provecho …

Schippern in 4 Tagen? Ich glaub’s einfach nicht …

Das ist die Kleinanzeige …

ICH VERSTEHE ZU WENIG VON DER CHRISTLICHEN SEEFAHRT, um mir ein endgültiges Urteil erlauben zu können, aber ich weiß, dass der Verkehr auf dem Meer eine verdammt komplizierte Sache ist! Und wenn dann jemand per Kleinanzeige (trotz Corona-Quarantäne übrigens) einen „Sportbootführerschein See International“ nach nur 4 Tagen Kurs anbietet, kommen bei mir Zweifel auf – selbst wenn 12 Stunden am Tag geschult würde und eine „Prüfungsabnahme durch Deutschen Motoryacht Verband“ erfolgt. 780 Euro soll’s kosten, dazu Spesen für Lehrmaterial (Preis leider nicht genannt) und Prüfungsgebühr (auch anonym). Das müssen Genies sein, die so etwas schaffen, als Lehrer sowie als Schüler, und wenn nicht gerade Virus-Krise wäre, würde ich mich spaßeshalber anmelden, Telefonnummer, Email-Adresse und Website sind ja genannt.

Gute Idee: Cocktails mit Hierbas!

Die vier Rezepte von Antonio Nadal auf Hierbas- und Palo-Basis …

MIR WAR DAS UNBEKANNT, ich trinke zwar regelmäßig das Kräutergebräu, aber immer nur pur und höchstens auf Eis mit einem Stück Zitrone. Aber dann geriet ich auf die fabelhafte Website der Destille Antonio Nadal (Bunyola) und entdeckte 4 Rezepte mit netten Fotos: Hierbas als Spritz, Mojito, Sour und Paloreo (mit „Palo“). Zwar bietet Nadal die Cocktails nur mit „Tunel“ an, aber das soll keinen hindern, andere Marken zu verwenden. Fazit: Auf diese Weise wandert der Hierbas aus der Hausapotheke in die Hausbar, aus dem Magenbesänftiger wird ein Unterhaltungsdrink …

Schweinkram – in Spanien erlaubt …

In dieser Zeitung fand ich …
… was hier und …
… hier steht

ERSTMALS HABE ICH GESEHEN, dass eine Zeitung sich öffentlich entschuldigt für erotische Annoncen, so deftig sie auch sein mögen! In einem britischen Mallorca-Blätt- chen war das, und dabei lernte ich, dass diese Schweinkram-Angebo- te natürlich gerne genom- men werden (gegen gutes Geld und dem alten römischen Stand- punkt: Pecunia non olet), dass sie aber nach spanischem Gesetz nicht zu verhindern sind. Denn: Jede Zensur würde das hohe Gut der „Meinungsfreiheit“ einschränken, und so wie Hausbesetzer geschützt werden, weil sie ja „nur“ leer stehenden Wohnraum okkupieren, so darf jeder anbieten, womit er zu versteuerbaren Einkünften kommt. Seltsam, aber jedes Land macht sich seine eigenen Gesetze, und ich finde es hochanständig, dass einem eine Zeitung das mal auf teuren Anzeigenraum erklärt …

Ich sah einen Lastwagen mit Koffern …

… UND DA AHNTE ICH, dass das was sehr Nützliches war. Tatsächlich: Als ich googelte, was da auf dem LKW gepinselt worden war – „Resort Flight Check-in“, da stellte sich heraus, dass es einen Service gibt, der Touristen die Mühe des Selbst-Eincheckens mit Koffer erspart! Weil die das Gepäck im Hotel abholen, zum Flughafen bringen, aufgeben – und der Reisende holt es dann, wie gewohnt, am Heimatflughafen vom Band! Ich hatte keine Ahnung, dass sowas geht, bei all der Security-Hysterie, deretwegen ja bekanntlich kein Koffer ohne den dazu gehörenden Besitzer fliegen darf. Was ich herausfand, war, dass gewisse Hotels mitmachen und man schrittweise vorgehen muss: 1 Liste der Hotels anschauen, die dabei sind, 2 Online einchecken, 3 Koffer im Ferienort bei „Resort Flight Check-in“ abgeben. Unklar blieb mir, ob nur britische Urlauber bestimmter Reiseveranstalter mitmachen dürfen, und was das kostet. Aber da kann man sich ja bei „Resort Flight Check-in“ erkundigen, die haben einen ganz starken Internet-Auftritt.

Wenn’s einer weiß, dann er …

So sieht seine Kolumne aus

ES IST NICHT MEINE WELT, die „Clubszene“ mit ihren DJs, den sehr speziellen Künstlern, Veranstaltungen ab Mitternacht und geheimnisvollen Insider-Orten. Aber auch sie ist ein für viele vergnüglicher und beliebter Aspekt der Insel-Kultur, speziell in Palma, und einer, dessen Rat man unbedingt folgen sollte, ist Daniel Vulic, der Chef des Insel-Radios. Er macht seit nahezu 20 Jahren erfolgreich Programm und schreibt in der „Mallorca Zeitung“ jede Woche eine Kolumne, in der er die „Clubszene“ gebrauchsfertig, erfahren und vernünftig aufdröselt. Bei ihm findet man die Tips, die man nicht bereut, und wer immer nachts musikalisch, durstig und auf Tanzbeinen unterwegs sein möchte, dem rate ich dringend, vorher den „Vulic“ zu lesen.

Das ist der King unter den Killersprays …

… SAGEN DIE EINGEBORENEN EXPERTEN, denen ich vertraue. Es ist eine auffallend hohe und schmale Waffe gegen Fliegen, Mücken, Ameisen, Spinnen, Kakerlaken und Wespen (so steht’s auch mit Bildchen drauf), sie heißt „Killer 51“ und erfüllt zwei Forderungen: 1. Gnadenlose sind zufrieden, weil selbst die größten Feinde sofort tot umfallen. 2. Tierfreunde sind zufrieden, dass die Feinde nicht lange leiden müssen. Ich weiß, in jeder Ferreteria gibt es ungefähr 30 Spraydosen ähnlicher Art und das Seltsame ist, dass bei Anwendung der meisten zum Beispiel Kakerlaken und Riesenspinnen nach/mit einer vollen Ladung weglaufen oder nur scheintot sind. Aber „Killer 51“ ist so stark, dass man aufpassen muss, nicht selbst was vom Spraystrahl abzubekommen! Die Frage nach meinem Tipp dieser Art ist übrigens die, die mir am zweithäufigsten gestellt wird …

 

Nett, wie die Regierenden für uns sorgen!

Der deutsche Formentor-Flyer …
… und der 112-Sticker

ES IST NÄMLICH NICHT SO, wie uns einige Leserbrief-Schreiber weismachen wollen, dass „die Mallorkiner nur unser Geld nehmen, sich aber sonst einen Sch … um uns kümmern!“ Sie wissen genau, was sie an uns Milchkühen haben und tun eine Menge. Aber ich gebe zu, dass vieles unbemerkt an uns vorbei geht. Wie z. B. der Anfang Juni herausgegebene, vierseitige Flyer auf Deutsch (mit Planskizze und Hashtag) zur Sperrung der Formentor-Straße. Oder der Sticker für den Leihwagen oder andere Fenster, auf dem grafisch drastisch die Notrufnummer 112 empfohlen wird. An der Kommunikation hapert’s, nicht am guten Willen, und meist nehme selbst ich überrascht zur Kenntnis, was sie wieder alles getan haben für die Ausländer …

 

 

 

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …