Sex

Der unklare Dauerbrenner …

Wer weiß mehr?

ÜBER DIESE ANZEIGE HABE ICH SCHON EINMAL BERICHTET, im Oktober 2018. Ich habe sie damals schon nicht verstanden – und jetzt, in der erweiterten Form, noch weniger. Seit Monaten steht sie in den Mallorca-Blättern und scheinbar reagiert keiner (außer mir). Ich habe vor ein paar Tagen die angegebene Telefonnummer angerufen, aber – wie fast zu erwarten – funktionierte sie nicht. Was will dieses Pärchen? Gruppensex, billige Bleibe, Business aufbauen, erben, abstauben? Wieso muss der Sponsor „enamorado“ sein, und wieso gibt’s eine „Dringlichkeit“? Und und und – aber wenn man bedenkt, dass so eine Anzeige Geld kostet, und das über Monate, muss doch ein fester Plan dahinter stecken! Hiermit werfe ich diese Anzeige als „Conversation Piece“ unter die meine Leser …

 

 

Bin ich zu doof für diese Anzeige?

So sah das Rätsel aus …

WENN JA, KÖNNTE SIE MIR, bitte, EINER ERKLÄ- REN? Ich fand sie letzte Woche in einer der deutschen Insel-Zeitungen – und seitdem rätsle ich! Was bedeu- tet denn „TEAM: Celine & Marcus, kreativ, suchen ‚Gastbereiten‘, charmanten, grosszügigen ‚Eigen- tümer als enamorado‘. Bitte kostenfreie Ambiente-Wohnraumnutzung Paguera Umgebung El Arena.“ Wird da eine Ferkelei geplant? Zu Dritt? Oder suchen die eine billige Unterkunft? Sex inklusive? Meine Phantasie ist eigentlich ungezügelt, aber hierbei setzt es bei mir aus. Aber immerhin haben Celine & Marcus für den verworrenen Mist ja gutes Geld gezahlt, geben nicht nur ihre Handynummer, sondern auch eine Email-Adresse an, also muss entweder Wollust oder Habgier dahinter stecken! Nach blanker Not klingt die Annonce jedenfalls nicht …

Sex mit deutscher Zackigkeit …

WIEDER EINE VON DIESEN ANZEIGEN, bei denen man ins Grübeln kommt. Sie ist winzig klein, ein Sexangebot – und die Dame scheint adelig zu sein. Das erklärt, wieso sie ihr Angebot in einem humorigen Vierzeiler abgefasst hat. Da wird „deutsche Dominanz“ angeboten, es handelt sich also wohl um eine Domina, und sie verweist mit der Anzeige auf eine deutsche Eigenschaft, die uns in aller Welt unbeliebt gemacht und sogar in zwei Weltkriege gestürzt hat. Und das auch noch „in Vollendung“. Es soll ja Männer geben, die gern mal einen übergebraten bekommen, und auch noch dafür bezahlen! Aber ich stelle mir vor, dass diese Natascha von Steinberg (wenn sie denn so heißt im richtigen Leben) militärisch knackig auftritt, nach Spieß- oder Gutsherr(inn)enart, leicht wippend in Reitstiefeln und zur Reitgerte mit der Zunge schnalzend – oder geht mir die Phantasie durch? Jedenfalls wollte ich meinen Freunden diese kleine Entdeckung der Kuriosität halber bieten, aber nicht im Original zeigen, um nicht Werbung zu machen …

Die Sache mit den Singletreffs …

Die Finca Peter: Romantischer geht’s kaum …

SCHAUEN SIE SICH DIE ANNONCEN ZU DEN SINGLE-TREFFS in den „Mallorca-Zeitungen genau an: Es geht um die Einsamkeit und das Liebesbedürfnis der Rentner. Es dürfte schwerfallen, bei diesen Tänzchen einen Teilnehmer zu treffen, der jünger als 65 ist, die Damen eher weit älter. Vor allem, wenn diese Treffs in einer derart entlegenen Gegend stattfinden, mitten in der wilden Macchia und kaum zu finden im Hinterland des Billigtourismus. Die „Finca Peter“ an sich ist ein reizendes Restaurant, betrieben von einem engagierten deutschen Wirt, der wild um sein Überleben strampelt. Aber wer geht da hin, um Gleichgesinnte zu treffen? Die Greisinnen und Greise aus Cala Murada und Cales de Mallorca, von der Playa Romantica und aus Son Macia – die auf der Insel alt gewordenen Residenten mit den fast wöchentlich wegsterbenden Partnern und Bekannten. Damit man mich nicht missversteht: Ich finde solche Veranstaltungen entzückend – wie alles, was das Leben auf Mallorca unterhaltsamer und leichter macht. Man muss nur wissen, was einen dort erwartet …

Die Finca der geheim(st)en Begierden …

Mango 1Mango 2ES HEISST „CLUB MANGO“ (aber auch „Pub Mango“) und sieht nach nichts aus. Nachts erkennt man das Etablissement durch die Leuchtreklame an der Straße links von Campos nach Felanitx, tagsüber sieht es so aus, als würde ein Bauer hier Kühe halten. Das „Mango“ war ab und zu mal von Amts wegen geschlossen, auch Razzien fanden statt, weil man Kriminalität vermutete, aber seit einiger Zeit läuft der Laden ungestört – und  luxuriöser, als er von außen wirkt. Das Programm ist, wie der Chef mir sagte, „für jeden etwas“. Es gibt Striptease, Stangen-Tänze, Nächte für Swinger (ich glaube Freitagabend) und sonst stehen jede Menge Damen, meist aus Osteuropa und Südamerika, zur Verfügung (sie arbeiten als Selbstständige). Die Preise sind noch einigermaßen zivil (aber um die 300 Euro sollte man in jedem Fall einstecken haben), bedrohlich ist es nie und im Gegensatz zu vielen anderen Clubs dieser Art steht die Tür jederzeit offen für den Unzufriedenen. Kunden, die ich sprach, lobten „die ungestörte Stille ohne jede Hudelei.“ Adresse: Ctra. Campos-Felanitx, km 3,5,

Telefon: 971/ 82 18 92.

Tapas als Kunstwerke – nam-nam!

Tapas 5 Tapas 3 Tapas 4 ER HEISST IGOR RODRIGUEZ und gewann die spanische Meisterschaft im TAPAS-BAUEN! Nun bedeutet das erstmal gar nichts, Tapas-Produzenten sind gemeinhin Hilfsköche. Aber Rodriguez hat aus dem Titel was gemacht, hat das Restaurant „Bite“ eröffnet und zelebriert dort seine Kunst – für rund 4,50 Euro pro Tapa. Das ist, sozusagen, happig, aber die Kreationen schmecken nicht nur (überraschend), sondern eignen sich auch zum Erinnerungsfoto. Denn ich habe festgestellt: Bestellt man 3 x dieselbe Tapa, sieht jede anders aus. Das ist, als hätte man zu Picasso gesagt: Mal doch mal, bitte, eine Ziege – sie hätten sich nur als Art ähnlich gesehen. Wird man satt? Nun ja, bei 4 Tapas für 20 Euro hat man zumindest gut (und interessant) gegessen. Das Restaurant ist nicht leicht zu finden, überlaufen ist es schon gleich gar nicht (in dem Fall leider, denn Rodriguez hätte es verdient) und hier sind die Infos. Adresse: Passeig Portixol, 5, an Palmas Seefront. Telefon: 971 / 24 18 24. Geöffnet: Angeblich täglich von 13-16.30 und 20-23.30 Uhr. Die Speisekarte im Internet: dbite.es.