Sex

Der Greis ist heiß …

Fachliteratur …

… SAG‘ ICH EINFACH MAL SO! Denn als ich las, wie einer seiner Alters-Einsamkeit entkommen möchte, da dachte ich mir: Jetzt ist der Mann „Ende 70“ (schreibt er) und hat den Damen nur zwei Dinge zu bieten: „Rüstig“ ist er (behauptet er) und „super Rente“ bezieht er (behauptet er auch). Und dafür möchte er eine „Junggebliebene“ von sich überzeugen. Die wird, vermute ich, nicht so sehr auf das „rüstig“ fliegen (das stört eher), dafür mit Turbo auf „super Rente“ (das ist unwiderstehlich). Das ahnt der Rentner natürlich und hat sich deshalb in der Annonce nicht gescheut, zum fetten Köder seinen Vor- und Familiennamen anzugeben (nun ja, wenn sie denn stimmen!). Ich staune  immer wieder, wenn ich solche „Kontaktanzeigen“ entdecke, weil ich mir nicht vorstellen kann, das eine gemeinsame Zukunft unter diesen minimalen Voraussetzungen eine Zukunft hat – nicht mal auf Mallorca, wo die seltsamsten Existenzen überleben und sich auch noch auf Jahrmarkt-Sendern gegen Geld präsentieren lassen. Vielleicht sollten die heißen Greise erst einmal in der Fachliteratur stöbern, ehe sie sich ins Schaufenster stellen, z. B. in dem Cartoon-Band „Vorsicht, Senioren!“ von Mario Lars

Schweinkram – in Spanien erlaubt …

In dieser Zeitung fand ich …
… was hier und …
… hier steht

ERSTMALS HABE ICH GESEHEN, dass eine Zeitung sich öffentlich entschuldigt für erotische Annoncen, so deftig sie auch sein mögen! In einem britischen Mallorca-Blätt- chen war das, und dabei lernte ich, dass diese Schweinkram-Angebo- te natürlich gerne genom- men werden (gegen gutes Geld und dem alten römischen Stand- punkt: Pecunia non olet), dass sie aber nach spanischem Gesetz nicht zu verhindern sind. Denn: Jede Zensur würde das hohe Gut der „Meinungsfreiheit“ einschränken, und so wie Hausbesetzer geschützt werden, weil sie ja „nur“ leer stehenden Wohnraum okkupieren, so darf jeder anbieten, womit er zu versteuerbaren Einkünften kommt. Seltsam, aber jedes Land macht sich seine eigenen Gesetze, und ich finde es hochanständig, dass einem eine Zeitung das mal auf teuren Anzeigenraum erklärt …

Die Sache mit den Singletreffs …

Die Finca Peter: Romantischer geht’s kaum …

SCHAUEN SIE SICH DIE ANNONCEN ZU DEN SINGLE-TREFFS in den „Mallorca-Zeitungen genau an: Es geht um die Einsamkeit und das Liebesbedürfnis der Rentner. Es dürfte schwerfallen, bei diesen Tänzchen einen Teilnehmer zu treffen, der jünger als 65 ist, die Damen eher weit älter. Vor allem, wenn diese Treffs in einer derart entlegenen Gegend stattfinden, mitten in der wilden Macchia und kaum zu finden im Hinterland des Billigtourismus. Die „Finca Peter“ an sich ist ein reizendes Restaurant, betrieben von einem engagierten deutschen Wirt, der wild um sein Überleben strampelt. Aber wer geht da hin, um Gleichgesinnte zu treffen? Die Greisinnen und Greise aus Cala Murada und Cales de Mallorca, von der Playa Romantica und aus Son Macia – die auf der Insel alt gewordenen Residenten mit den fast wöchentlich wegsterbenden Partnern und Bekannten. Damit man mich nicht missversteht: Ich finde solche Veranstaltungen entzückend – wie alles, was das Leben auf Mallorca unterhaltsamer und leichter macht. Man muss nur wissen, was einen dort erwartet …

Die Finca der geheim(st)en Begierden …

Mango 1Mango 2ES HEISST „CLUB MANGO“ (aber auch „Pub Mango“) und sieht nach nichts aus. Nachts erkennt man das Etablissement durch die Leuchtreklame an der Straße links von Campos nach Felanitx, tagsüber sieht es so aus, als würde ein Bauer hier Kühe halten. Das „Mango“ war ab und zu mal von Amts wegen geschlossen, auch Razzien fanden statt, weil man Kriminalität vermutete, aber seit einiger Zeit läuft der Laden ungestört – und  luxuriöser, als er von außen wirkt. Das Programm ist, wie der Chef mir sagte, „für jeden etwas“. Es gibt Striptease, Stangen-Tänze, Nächte für Swinger (ich glaube Freitagabend) und sonst stehen jede Menge Damen, meist aus Osteuropa und Südamerika, zur Verfügung (sie arbeiten als Selbstständige). Die Preise sind noch einigermaßen zivil (aber um die 300 Euro sollte man in jedem Fall einstecken haben), bedrohlich ist es nie und im Gegensatz zu vielen anderen Clubs dieser Art steht die Tür jederzeit offen für den Unzufriedenen. Kunden, die ich sprach, lobten „die ungestörte Stille ohne jede Hudelei.“ Adresse: Ctra. Campos-Felanitx, km 3,5,

Telefon: 971/ 82 18 92.