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Wenn doch bloß Schluss wäre …

Ich denke, solche werden das sein

… MIT DER SEU- CHE, dann könnte man ein Angebot wie dieses genießen! Entweder als Sammler oder als netter Enkel-Opa, und warum nicht als Schnäppchenjäger? Da bietet einer 140 Modellautos für 30 Euro an, und auf 25 Euro kriegt man ihn wohl auch noch runter. Das ist quasi geschenkt, auch wenn man die Fahrzeuge nicht gesehen hat (Marke, Alter, Zustand). Aber jetzt, in der Corona-Krise? Wer fährt da für gebrauchtes Spielzeug von Andratx nach Pollenca, oder von Portocristo nach Palma? In Friedenszeiten, nennen wir sie mal so, hätte ich mich als Ebayer vielleicht selbst auf den Weg gemacht. So jedoch endet die Annonce wahrscheinlich auf der Schrotthalde, was ein Jammer ist …

Es werden gerade die Atlanten geplündert …

… DENN ICH BEOBACHTE EINE SCHWEMME AN MALLORCA-LANDKARTEN! In den Antiquariaten, auf den Flohmärkten und im Internet tauchen zur Zeit Hunderte von Geographica auf, das früheste Blatt, das ich entdeckte, stammte von 1835. Ich rede jetzt nicht von den kostbaren See- und Landkarten des Mittelalters, die Tausende kosten, sondern von Kartenwerken der Neuzeit, die so lächerlich billig angeboten werden, dass einem jeder zerstörte Atlas leid tut. Wie die Balearen-Karte, die ich hier präsentiere, aus einem britischen Atlas von 1912: etwa 30 x 20 cm groß, handkoloriert und für 50 Euro zu haben. Es gibt jedoch noch ältere Exemplare für 5 Euro! Tatsächlich sehen diese alten Landkarten gerahmt fabelhaft aus im Salon, das hat Stil und Kultur, und ist in jedem Fall besser als einer der ach so beliebten Kunstdrucke …

Oli d’Ametlles – selten und teuer!

Das Mandelöl vom „Mallorquiner“ …
… und bei „Georg’s“ in Arta

„SCHWER ZU FINDEN UND NICHT GERADE BILLIG“, schreibt Edmund Els in seinem Buch „Wenn ich an Mallorca denke …“. Er meint das Öl, das aus Mandeln gepresst wird. Viel kommt da nicht raus, und deshalb kosten 0,2 Liter auch mindestens 10 Euro, der Liter also garantiert 50 Euro – wenn man Glück hat. Es gibt sogar einen ganz heißen Tipp: das Ehepaar Miguel und Inka Morey in Sencelles, die Produzenten des feinsten Mandelöls, das man zur Zeit bekommen kann, in kleinen Mengen der, auch deshalb gilt es als kostbar. Zwar führt auch „Der Mallorquiner“ Mandelöl (ich zeige seine Packung hier), aber für das Morey-Öl muss man bei „Georg’s“ in Arta nachfragen (971 / 82 96 41), ob sie es gerade vorrätig haben.

Man weiss eben einfach zu wenig …

… VON MALLORCA! Ich hatte z. B. bis vor Kurzem keine Ahnung von „Gori de Muro“, dem Biskuit der Bäckerfamilie Noceras in Muro, den es seit 1890 in 13 Varianten gibt. Preis pro Beutel: 1.45 bis 2.53 Euro. Dieses süße Gebäck in Scheibchenform ist derart gut, weil nahrhaft, dass es die spanische und britische Marine einst tonnenweise als Schiffszwieback einkaufte (worauf es in England „Bread of Sailors“ genannt wurde), und es heute sogar bei Aldi zu haben ist. Das Rezept („Dolc tipic“) ist ein scharf bewachtes Geheimnis der Bäckerei an der Plaza de Sant Martin, 8, bei der man unbedingt mal vorbeischauen sollte, und ich konnte meine Frau jetzt überreden, immer ein paar „Gori“-Beutel im haus zu haben – für „Notfälle“ …

 

 

 

Das Fenster im Fenster – von Nils Burwitz …

Das Fenster …
… und die Kopie im Fenster

DER MEISTER AUS VALLDEMOSSA hat ja, wie bekannt, ein Fenster in der Kathedrale gestalten dürfen, man sieht es rechts oben m Eingang zum Diözesanmuseum. Eine riesige Ehre, Nils Burwitz ist der erste Deutsche, der sich in Mallorcas heiligstem Gebäude verewigen durfte – und es gibt eine Chance, an dieser Würdigung Zuhause an einem eigenen Fenster teilzuhaben. Denn im Kathedralenshop gibt es eine transparente Wiedergabe des Kunstwerks, 27 x 5 cm groß, sozusagen eine Art lang gezogenes Dia. Klebt man es von innen ans Glas, werden die Darstellungen von der Sonne in den Raum geworfen – der Burwitz strahlt! Und das für ein paar lächerliche Euro …

 

 

Das ist der King unter den Killersprays …

… SAGEN DIE EINGEBORENEN EXPERTEN, denen ich vertraue. Es ist eine auffallend hohe und schmale Waffe gegen Fliegen, Mücken, Ameisen, Spinnen, Kakerlaken und Wespen (so steht’s auch mit Bildchen drauf), sie heißt „Killer 51“ und erfüllt zwei Forderungen: 1. Gnadenlose sind zufrieden, weil selbst die größten Feinde sofort tot umfallen. 2. Tierfreunde sind zufrieden, dass die Feinde nicht lange leiden müssen. Ich weiß, in jeder Ferreteria gibt es ungefähr 30 Spraydosen ähnlicher Art und das Seltsame ist, dass bei Anwendung der meisten zum Beispiel Kakerlaken und Riesenspinnen nach/mit einer vollen Ladung weglaufen oder nur scheintot sind. Aber „Killer 51“ ist so stark, dass man aufpassen muss, nicht selbst was vom Spraystrahl abzubekommen! Die Frage nach meinem Tipp dieser Art ist übrigens die, die mir am zweithäufigsten gestellt wird …

 

HIER GIBT’S WEIN VOM FASS – WEISS, ROT und ROSE!

Aus diesen Fässern wird abgezapft …

ICH HABE DIE WEINHANDLUNG „CAN RAMIS“ in FELANITX SCHON MAL ERWÄHNT, aber gestern war ich wieder mal da, hab‘ mir je 1 Liter Weißwein (2.30 Euro) und Rose (2.40 Euro) abfüllen lassen. Normalerweise müssen Kunden einen leeren Behälter mitbringen, aber inzwischen hat sich Remis eine Batterie leerer Plastikflaschen zugelegt und füllt die ab. Der Wein stammt aus der Bodega Ripoll, wird aus 100 Liter-Fässern abgezapft – und ist erstaunlich gut als Tafelwein! Ich war überrascht, denn früher wurde da oft mal Plörre ausgeschenkt, nun ist die Qualität deutlich verbessert. Und das zu dem Preis! Man findet „Can Ramis“ in einer schmalen Gasse namens calle Convent, 39-41. Ach, übrigens: Ein Stück weiter die Straße rauf liegt liegt rechts der Friseursalon KISKA. Chefin ist eine alte Dame gleichen Namens, die in ihrer Jugend eine berühmte lokale Schlagersängerin war – ich habe sie in Palma noch auf der Bühne gesehen und sie war sensationell gut …

Ich hab‘ ein neues Buch gemacht!

So sieht der Titel aus …
… und so habe ich …
… einige der 30 Seiten …
… gestalten können

ES GEHT UM DIE WERBUNG, mit der deutsche Mallorca-Touristen zwischen 1902 und 1953 in Hotels, Restaurants, Geschäfte, Höhlen und zu Ausflugstouren gelockt werden sollten – und wurden! Es sind köstliche Stilblüten darunter, z. B. wenn Mallorca falsch eingedeutscht „Majorka“ geschrieben wird. Es gibt aber auch hochinteressante, nahezu politische Details, ganz zu schweigen von der feinen grafischen Gestaltung und der Frage, ob die Hotels und Shops von damals heute noch existieren (die meisten nicht) und was aus denen, die überlebt haben, geworden ist (da gibt es erstaunliche Funde). Mein selbstge- drucktes Buch hat 30 Seiten im Querformat, und wer es haben möchte, muss mich kontak- tieren. Aber ich vers- tehe, wenn’s keiner tut, denn ich möchte unglaubliche 50 Euro dafür haben, da mich die Produktion nicht recht viel weniger gekostet hat. Ich kann allerdings versichern, dass es so etwas kein zweites Mal gibt für Deutsche auf Deutsch.  Kontakt: axelthorer@yahoo.de

 

 

 

Ist das nicht reizend?

Das Museum in den …
Mallorkiner     mit Buffes
… Schaufenstern

DER LADEN HEISST GRIMALT, dort kann man Stoffe und mallorkinische Trachten kaufen, er liegt in der Altstadt von Felanitx – und als ich die beiden Schaufenster sah, bin ich rein und habe dem Besitzer gedankt! Dafür, dass er sie als museale Auslagen gestaltet hat. Mit den (ur)alten Werkzeugen seiner Zunft der Tuch- und Kleidermacher. Die liegen nicht nur einfach rum, sondern wurden beschriftet, und was man mit ihnen herstellte, ist ebenfalls zu sehen. Kostenlos. Das ist eine großartige Idee und ich bin kurz davor, mir bei Grimalt „Buffes“ machen zu lassen, die wunderbar weiten und deshalb bequemen Pluderhosen, die man nur noch an Feiertagen und beim Volkstanz sieht. Ich finde, diese Museums-Schaufenstern sollten andere authentische Geschäfte ruhig kopieren …

 

 

 

 

Zwei Flaschen-Tipps für die Tafel?

Der Cava …
… und der Weiße

MEINE TIPPS SIND GLAUBWÜRDIG, aber ich muss eine Warnung vorausschicken: Wie fast immer, sind auch dies Insel-Tropfen zu teuer! Viel zu teuer! Das eine ist ein Rose-Cava, Brut natürlich, von Castell Miquel und er heißt, wie alle Produkte aus dem Hause Popp, sehr poetisch: „Pearls of an Angel“. Ein wirklich guter Cava, den ich – Prof. Popp sei gedankt – aus einer Magnum genießen konnte. Aber als ich ihn bestellen wollte, entdeckte ich, dass er 17.95 Euro kostet. Das ist mir zuviel, denn es gibt jede Menge erstklassiger Spanien- und sogar Mallorca-Sekte für weit weniger, ohne dass sie steil abfallend schlechter wären. – Die zweite Flasche ist der Chardonnay von Jose Ferrer, der „Dues“ heißt. Ein scheuer Adelsmann kredenzte ihn mir in seinem etwas feuchten Palazzo in der Tramuntana und er war bedeutsam gut. Das hätte ich von Ferrer nicht erwartet, und als ich mich im Internet nach dem Preis erkundigte, lag er bei 12.50 Euro. Was im Rahmen ist, aber 3 Euro weniger wäre gerechter. Dennoch: Wer sich’s leisten kann, sollte meinen Tipps folgen und mir beim 6. Glas einen kleinen Toast schenken …