Sport

Ratten lieben Maxfly …

Um so einen Ball geht es …
… den ewig hungrigen Nagern

MEHR NOCH: SIE FRES- SEN KEINE ANDE- REN GOLF- BÄLLE! Warum das so ist, weiß ich nicht, vielleicht steckt in den Maxfly eine andere, besser duftende und schmackhaftere Füllung. Jedenfalls ist es so, dass ich in meiner Garage einen Holzbottich mit rund 300 Fundbällen stehen habe, gesammelt aus den Roughs mallorkinischer Golfplätze, und die Ratten nagen die anderen Marken nicht an – sie verschmähen sie, kann man sagen, und selbst dann, wenn zufällig mal kein Maxfly im Bottich ist! Ich denke, wenn ich das der Firma melde, bekomme ich keinen Sponsorenvertrag; aber die anderen Hersteller muss das doch freuen: Der Ball, den die Ratten zum Fressen gern haben …

Ich bin der 1. Deutsche im Klub …

Neu-Mitglied Thorer mit Pate Tofol (l.) und Präsident Sebastia …
… das Klub-Wappen …
… das Klub-Logo von Barcelo

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ER HEISST „LA PENYA BARCELONISTA ELS TAMARELLS“ und ist der größte Fan-Klub des FC Barcelona außerhalb Kataloniens mit 1370 Mitgliedernich bin der 1371. im Verein! Von allen Inseln kommen die Mitglieder, sie fliegen regelmäßig zu den Spielen von „Barca“ und in Felanitx haben sie ein bomfortionöses Klubheim mit Museum, das vor ein paar Monaten noch ein Laden für Sanitärbedarf war („Penya“ heißt übrigens auf Mallorquin soviel wie Klub und „Tamarells“ sind Bäume). Erstaunliche Menschen sind die Mitglied, der wunderbare Sänger Tomeu Penya (Namens- gleichheit Zufall!) und der weltberühmte Maler Miquel Barceló, der das Logo des Klubs entwor- fen hat. 35 Euro kostet der Jahresbeitrag, Frauen und Ausländer sind herzlich will- kommen, es gibt eine eigene Mitglieder-Zeitschrift und ein sportliches Klub-Wappen (neben dem Kunstwerk von Barceló) – man muss halt spezieller Fußball-Fan des FC Barcelona sein!  

Diese Nachricht gibt’s übrigens auch auf Mallorquin, veröffentlicht auf der Internetseite des Klubs:

EL PRIMER SOCI ALEMANY DE LA PB ELS TAMARELLS
Des de dimecres passat tenim el primer soci alemany en la nostra penya. Benvingut Axel Thorer, llegendari periodista muniquès, des de fa 35 anys estiueja a Mallorca, seguidor del Bayern Munich, i ara també soci de la PB Els Tamarells.
La Junta Directiva

Auch die Briten haben interessante Hemden …

Das schwere Hemd …
… und das Klub-Logo

ICH SAH ES „SE- COND- HAND“, denn ein Mallorca-Brite, dem offensicht- lich das Geld fürs nächste Bier aus- gegangen war, bot es an: Das Vereins- hemd des Rugby-Clubs „El Toro R. C.“ in Calvia bzw. Magaluf. Ein richtig teuer gemachtes Shirt mit vielen Stickern und vor allem – dem prangenden Logo der Balearen auf der Brust. Kukri ist der Hersteller und mich wunderte, wer die Rugbyspieler so alles sponsert und ebenfalls mit Patch verewigt ist. Unter den Tausenden von Teilen der Herrenoberbekleidung für Einheimische und Touristen, die im Insel-Handel sind, ist das ein Prachtstück und es wurde ja auch Zeit, dass ich endlich auch mal unsere englische Mitbewohner auf der Insel in meinem Blog erwähne. Wobei mir nicht bekannt war, dass die Boys von Calvia sich regelmäßig auch um das lederne Ball-Ei kloppen …

Es gibt kaum noch Golf-Aktien …

Ein aktueller Preis …
… und nur für 1 Jahr!

FRÜHER WAREN DIE ANZEIGENSEITEN VOLL MIT ANGEBOTEN –  weil jede Menge Leute VOLLMITGLIEDSCHAFTEN in den Golfklubs der Insel, vornehm „Aktien“ genannt, verkauften. Einige konnten sogar zum unlimitierten Spielen auf strikt privaten Anlegen berechtigen (z. B. Santa Ponca III) und ihr Preis hing, oft kurioserweise, von der Notlage der Verkäufer, dem Zustand der deutschen Wirtschaft und der Fluktuation der Mitglieder ab. Für Touristen war das eher keine sinnvolle Ausgabe, aber für Residenten im Umkreis lohnte sich das durchaus – bei den horrenden Greenfee-Preisen von bis zu 120 Euro! Was ich damit meine: Eine „Aktie“ von Bendinat nützt einem Golfer aus Pollenca wenig (und umgekehrt). Die Preise variierten allerdings gewaltig, tatsächlich wie Aktienkurse, da gab es Angebote für Andratx für 25 000 Euro und für Vall d’Or für 18 000 Euro. Man konnte sich quasi in jeden Golfklub einkaufen, sogar in alle drei Santa Ponca-Plätze, und das zum Schnäppchenpreis von 13 800 Euro*. Damit scheint jetzt Schluss zu sein, es werden keine Aktien mehr angeboten und ich, der ich regelmäßige Blicke bei „Dies & Das“ in die Anzeigenseiten der beiden Mallorca-Blätter werfe, entdeckte in den letzten drei Monaten nur eine Voll d’Or-Offerte, über deren günstige Preisentwicklung ich in einem anderen Post berichtet habe. – Das Neueste: Eine Mitgliedschaft für nur 1 Jahr, wurde im Herbst 2018 für Maioris angeboten …

*Diese Woche entdeckte ich die abgebildete Anzeige, jetzt soll Santa Ponsa plötzlich 24 500 Euro kosten …

Habgier gegen Hitze!

Selbst bei 36° wird …

 

… das volle Greenfee verlangt

ES HABEN SICH GOLFER BESCHWERT BEI MIR – und ich konnte es nicht glauben! Dass der Golfklub Vall d’Or (und vielleicht auch andere, das kann ich mir gut vorstellen auf Mallorca) im Moment keine halbierten Greenfees für 9 Löcher akzeptiert! Man ist herzlichst eingeladen, die halbe Runde zu spielen – muss aber für die ganze zahlen. Ich habe extra dort angerufen und sie haben es mir bestätigt. Also nix 60 Euro, sondern 120 Euro (als Fremder) oder 89 Euro (mit einem Mitglied). Trotz der Hitze, die keiner 2 1/2 oder gar 4 Stunden unter praller Sonne aushält, selbst nicht mit Auto und Abschlag um 7 Uhr! Da negiert die Habgier die Hitze und der Prinz, der den Klub besitzt, kennt keine Gnade …

Golf-Mitgliedschaft für 6000 Euro! Wow …

JA, WIRD ANGEBOTEN – FÜR VALL D’OR! Ein sympathischer Deutscher steckt hinter dieser Anzeige, der seine Mitgliedschaft unbedingt verkaufen will. Er weiß natürlich, dass der „Normalpreis“ mindestens 18 000 Euro beträgt, aber das Geld steckt nicht mehr so leicht im Golfsack, er ist wohl froh, wenn er ein Drittel bekommt. Was mich sofort angelockt hat, da der nette Herr ja seine Telefonnummer in der Anzeige im „Mallorca Magazin“ genannt hat. Also habe ich mit ihm telefoniert – und nun überlege ich den Kauf. Wobei noch zu sagen ist, dass Vall d’Or einer der interessantesten, gepflegtesten (der Prinz hat da ordentlich Euro reingesteckt) und unterschätztesten Plätze ist und ein bemerkenswertes Restaurant hat. Aber dafür auch ein strammes Greenfee: 120 Euro. Dafür fliegt man hin und zurück und das dauert ebenso lang wie 18 Löcher auf diesem Bergziegenplatz, und wenn man 50 Mal spielt, haben sich die 6000 Euro amortisiert …

Details zum Stand-Up-Paddle

Sieht schön aus – ist schön!

DAS IST EIN WIRKLICH SCHICKER SPORT, erst ein paar Jahre alt bei uns (in der Südsee natürlich ein alter Hut), und überall an Mallorcas Küsten sieht man sie jetzt in See stechend, aufrecht stehend mit dem Paddel auf dem Brett. Es ist natürlich ein Flauten-Vergnügen, betreiebe man ihn bei steifer Brise, wär’s ja fast schon Surfen. Selbst Schulen gibt es bereits, mit Leih- und Lieferservice, Tageskursen und Wochenseminaren. Ein nicht ganz billiger Sport, preislich liegen die Golfer kaum darüber – so erstaunlich das auch klingen mag. Ich habe die Preisliste von „Top-Coolness“ in Portocolom gesehen und war ziemlich erstaunt über das, was da verlangt wird! Für ein Taschengeld kommt man da nicht aufs Board. Aber wie die auch ausfallen mag – es ändert nichts daran, dass Stand-Up-Paddle eine großartige Angelegenheit ist, und nebenbei ein Fitnessprogramm der Top-Coolness …

Manacor strengt sich gewaltig an …

So sieht das Infoblatt zu den 14 Routen aus

… FÜR WANDERER UND RADLER. 14 Wege über das gesamte Stadtgebiet, und das ist riesig, wurden festgelegt, die „14 Rutes per Manacor“, von Cala Murada im Süden bis fast nach Capdepera im Norden, von fast bis nach Petra im Westen bis nach Sa Coma im Osten. Alle Routen sind farblich gekennzeichnet und haben einen speziellen Namen, z. B. die Nr. 6: „Manacor, vinyes i Son Macia“ oder die Nr. 5 „Manacor per la muntanya“. Dazu haben die Autoren einen Katalog mit Landkarten, Wegbeschreibungen und Erklärungen angefertigt, der in der Erstauflage 4000 Stück zählt. Und: Es gibt ihn auf Mallorquin, Katalan, Englisch und Deutsch!!! Wo bekommt man ihn? In den Touristenbüros von Manacor und den Orten, die zum Stadtgebiet gehören (z. B. Cales de Mallorca, s’Illot oder Portocristo) – und soweit ich das verstanden habe, kostet er nichts. Was sieht man, wenn man losmarschiert? Landschaften, Bauernhöfe, Museen, Weingüter, archäologische Fundstätten, Kirchen, Klöster, das Meer, Buchten, Klippen, Wachtürme, Höhlen, Palais, geschützte und seltene Pflanzen usw. Und wie erfährt man sofort mehr darüber? www.visitmanacor.com anklicken …

Schon mal gesehen, was die Mallorkiner bekannt gemacht hat?

Eine typische mallorkinische Steinschleuder …

SIE WAREN DIE ARTILLERIE DES ALTERTUMS, die gefürchteten Steinschleuderer konnten mit ihren Geschoßen Schiffe versenken, Mauern zerstören und jeden Brustpanzer durchschlagen. Sie kämpften zu Tausenden als Söldner für Rom, Karthago, Byzanz und andere befeindete Mittelmeer-Fraktionen, mit Caesar zogen sie sogar gegen die Germanen in den Krieg. Heute ist aus der militärischen Kunst ein Sport geworden – aber das Werkzeug, die Steinschleuder, hat sich in über 2000 Jahren kaum verändert: Noch immer besteht sie aus Hanfschnüren und einem gespaltenen Leder (in das die orangen-großen Stein- oder Metallgranaten gelegt wurden), und – nebenbei gesagt – darf man davon ausgehen, dass David mit so einer Waffe Goliath fällte. Da ich annehme, dass kaum ein Fremder je so eine Steinschleuder leibhaftig gesehen hat, zeige ich eine aus meiner Sammlung – es ist die „Langwaffe“ für weite Würfe von bis zu 200 m. Wobei ich zugeben muss, dass meine Selbstversuche knapp den Selbstmord verfehlten …

Mit Bestard in die Berge!

Bestard 1DIE FABRIK IN LLOSETA PRODUZIERT angeblich die besten Wanderschuhe der Welt, hat aber inzwischen auch normale Schuhe im Sortiment. Mallorcas „Wanderpapst“ Herbert Heinrich hatte mir sie schon vor Jahren empfohlen („Bessere bekommst Du nirgendwo!“), ich habe ihm zu spät geglaubt, da war er leider schon tot. Es lohnt sich immer, das Outlet zu besuchen, in dem Hunderte von Paaren zu erstaunlichen Preisen angeboten werden – oft unter 100 Euro. Bestard 2Und nachdem ich heutzutage auch im normalen Leben ausschließlich die Modelle „Relax 6911“ in Dunkelblau und „Roma 6911“ in Graubraun trage, kann ich Heinrich nur bestätigen – meine Füße danken mir täglich! Es gibt eine nette Familiengeschichte dazu: Eigentlich sollte der älteste Sohn Joan die Firma erben, aber er zog es vor, Theologie zu studieren, also übernahmen sein jüngerer Bruder und seine Schwester. Dieser Joan, mit vollem Namen Joan Bestard Comas (* 1940), machte eine erstaunliche Karriere: Doktor der Politikwissenschaften und Soziologie, Priester, bischöflicher Vikar des Bistums Mallorca (1974-1980), Direktor des Nationalsekretariats der Bischöflichen Pastoralkommission (1980-1986), Generalvikar (1986-1999) und Dekan der Kathedrale (1998-2004), Domkapitular, Diözesanbeauftragter für Tourismus-Seelsorge und Professor für Soziologie und Soziale Doktrin der Kirche im Centro de Estudios Teológicos und im Instituto Superior de Ciencias Religiosas auf Mallorca, Autor zahlreicher Artikel und Bücher. Er spricht fließend Deutsch, da er jahrelang Pfarrer einer Gemeinde im Bistum Köln war und dort immer noch Urlaubsvertretungen übernimmt. Bestard ist heute die Nr. 2 im Bistum, und wenn ich ihn necken will, frage ich, ob automatisch sein Segen auf den Bestard-Schuhen liegt …

Adresse: Carrer de l’Estacion, 40-42. Geöffnet: 10-13 und 16-20 Uhr. Telefon: 971/ 51 40 44. Email: info@bestard.com