Strand

Das ist – schlichtweg – das Paradies!

Terrasse am Meer …
… der große Lebensraum …
… Aufriss mit Bett (1) und Kamin (2) …
… die Hütte vom Land her …
… und die Lage auf Mallorca

ES HEISST FINCA L’ESCORIAL, liegt in der Nähe von sa Rapita im Südosten und ist, mal den Mund voll genommen, das einzige Häuschen zum Mieten, das direkt am Meer liegt! Es ist eine ehemalige Fischerhütte, urig, jedoch gut saniert für Urlauberansprüche, sie hat (nur) einen 35 qm großen Raum und es können 2 Personen dort wohnen. Mit einer Küchenzeile, Kamin, Duschbad und überdachter Terrasse mit Liegen. Man stelle sich das vor: Ein Pärchen in romantischer Einsamkeit im eigenen Bungalow am Mittelmeer. Der nächste Sandstrand heißt Raco de s’Arena und ist um die Ecke, ebenso wie der nächste Ort, s’Estanyol, und zur Hütte gehören, man glaubt’s kaum, 300 000 qm Land! Der Flughafen ist übrigens 35 km entfernt. Der Vermieter fincallorca preist L’Escorial als „quasi konkurrenzlos“ an und da haben sie recht. Preis: Je nach Jahreszeit zwischen 110 und 210 Euro/Tag. Wie bucht man? Übers Internet oder die deutsche Telefonnummer 0049 521 448 184 70 wählen.

Psst, es gibt da einen Strand …!

Der Strand in himmlischer Einsamkeit …
… und ganz rechts oben, das ist die Calo des Marmols

EIGENTLICH VERRATE ICH IHN JA UNGERN, nachdem ich schon mit haltloser Berichterstattung die damals nur Eingeweihten bekannte Cala Varques ruiniert habe. Aber mit diesem Post möchte ich die dauernde Fragerei stoppen: „Weißt Du nicht einen Strand, an dem wir völlig unter uns sind?“ Ja, weiß ich – die Calo des Marmors! Sie liegt an der Südostküste, 5,5 km vom Cap de des Salines (Parkplatz und Ausgangspunkt) entfernt nach Norden in Richtung Es Lombards (2 Stunden anstrengender Fußmarsch), ist nur 40 m breit, der Sand ist weiß und fein mit einigem Kies, die Bucht ein Fjord mit türkisgrünem, kristallklarem Wasser, dessen Tiefe sanft abfällt. Es gibt da nichts – außer der Natur, man muss also Alles mitbringen. Und: Der Weg vom Cap ist schattenlos, verläuft auf mühsam-felsigen Grund und hinunter in die Bucht besteht veritable Absturzgefahr (Hände benützen!). Einmal unten, ist jede Mühsal vergessen, dann stören nur Boatpeople, unter den sich dieses kleine Paradies leider herumgesprochen hat, sonst trifft man höchstens ein paar Insider aus der Umgebung. Lage für GPS-Fähige: 39°17’20“ N – 3°05’24“ E. Übrigens: In kaum einem gedruckten Strandführer findet man meinen Tipp, im Internet ist er allerdings ganz gut vertreten …

Rettet die Cala Varques!

Die Bucht auf einer wundervollen Luftaufnahme von Piers Haskard

DAS MUSS AUSGERECHNET ICH SAGEN, der ihre Schönheit in jedem Blatt verbreitet hat, das mich um Mallorca-Tipps bat. Ich bin schuld, dass diese Südsee-Bucht zwischen Cales de Mallorca und Portocristo aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen wurde und heute überfüllt ist wie ein toter Vogel von Ameisen. Nun haben sie den Unschuldigsten der Besetzer, den Chiringuito-Mann zu 100 000 Euro Strafe verurteilt wg. illegaler Tätigkeit in der Cala Varques. Ein unbegreiflicher Unsinn, denn der hat nichts weiter getan, als unter einem Sonnenschirm und hinter einer Naturstein-Theke Getränke zu verkaufen. Ein Wohltäter, denn er hat auch noch dafür gesorgt, dass möglichst wenige Lagerfeuer angezündet werden und die Schmutzfinken ihren Müll mitnehmen. Gegen die Dutzenden von Campern, die halbe Slums in die Bucht bauen, ist niemand vorgegangen – und gegen die peinlichen Exhibitionisten, die sich „FKK-ler“ zu nennen belieben, auch nicht. Und was ist mit dem Typen, der kreischend und mit einer Fahne winkend, und natürlich satt abkassierend, ein Parkplatz-Business aufgezogen hat an der Straße nach Portocristo? Der kommt wohl auch noch dran. Ich bin immer und zu 100 % für Eigeninitiative, bewundere den Parkplatzwächter und den Chiringuito-Mann für ihre Energie, besonders wenn sie damit dem Allgemeinwohl dienen. Das sind die Juan Marchs der Gegenwart. Und so einem armen Teufel, der nichts erkennbar Kriminelles getan hat, eine Strafe von 100 000 Euro aufzubrummen, macht mich fassungslos …

Cala Varques: Die Parkplaetze sind dicht!

Cala Varquez 2Cala Varques 1ALLES, WAS ICH BERICHTET HABE, GILT NICHT MEHR! Die Gemeinde Manacor hat draußen auf der Ma-4014 die Parkplätze am Straßenrand dichtgemacht mit einer kniehohen Holzbarriere. Frei ist nur noch ein kleines Stücken Straßenrand jenseits der Abzweigung nach Manacor, auf dem man aber nur dann keinen Strafzettel kassiert (bis zu 200 Euro!), wenn kein Reifen den Asphalt der Ma-4014 berührt. Parkt man so, dass man eng an der Mauer auf dem mit dürrem Gras bewachsenen Streifen steht, muss man nichts zahlen. Jetzt warten alle auf einen offiziellen Parkplatz, der auf einer Bauernwiese angelegt werden soll. Das wollte ich den Freunden der Cala Varques gesagt haben, ehe die Hochsaison durchstartet …

Details zum Stand-Up-Paddle

Sieht schön aus – ist schön!

DAS IST EIN WIRKLICH SCHICKER SPORT, erst ein paar Jahre alt bei uns (in der Südsee natürlich ein alter Hut), und überall an Mallorcas Küsten sieht man sie jetzt in See stechend, aufrecht stehend mit dem Paddel auf dem Brett. Es ist natürlich ein Flauten-Vergnügen, betreiebe man ihn bei steifer Brise, wär’s ja fast schon Surfen. Selbst Schulen gibt es bereits, mit Leih- und Lieferservice, Tageskursen und Wochenseminaren. Ein nicht ganz billiger Sport, preislich liegen die Golfer kaum darüber – so erstaunlich das auch klingen mag. Ich habe die Preisliste von „Top-Coolness“ in Portocolom gesehen und war ziemlich erstaunt über das, was da verlangt wird! Für ein Taschengeld kommt man da nicht aufs Board. Aber wie die auch ausfallen mag – es ändert nichts daran, dass Stand-Up-Paddle eine großartige Angelegenheit ist, und nebenbei ein Fitnessprogramm der Top-Coolness …

Positiv ueberrascht am Strand!

Das Restaurant mit Bucht …

MAN GLAUBT ES KAUM: Selbst langjährige Horrorsiedlungen entwickeln sich! Wer heute nach Cala Murada (eine deutsche Urbanisation an der Ostküste) einbiegt, ist überrascht, wie sich die Botanik, die Architektur, das Publikum und die Strand-Situation verändert haben – zum Positiven! Gärten verstecken die Billighäuschen der Frühzeit (Ende der 50er-, Anfang 60er-Jahre, auch meine Familie hat mal dort gewohnt) und bei der Infrastruktur ist die Vernunft in die Habgier eingekehrt. Und dann fuhr ich hinunter zum Strand, sah das weiße Restaurant im Ibiza-Stil („Cala Murada Beach“), umrundete es, um auf die Terrasse zu gelangen, und nun schreibe ich diesen Post: tolle Aussicht, reizende Bedienung, unerwartete Ruhe, interessante Speisekarte (mit frischen Produkten und großen Portionen), zivile Preise (siehe Abbildung), reichliche Drink-Auswahl, schattige Plätze und Geöffnet von 10 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts! Das ist kein Sterne-Lokal, damit wir uns nicht missverstehen. Aber wer zwischen Santanyi und Canyamel direkt am Strand anständig speisen möchte (und nicht in einer zusammengekloppten Holzbude), findet hier ein Restaurant, zu dem er immer wieder gerne zurückkehrt (so wie ich). P. S.: Wer mich verdächtigen sollte – ich kenne den Besitzer nicht und der weiß auch nicht, dass ich das schreibe …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte vom nackten Wiener …

So sieht er aus, der charmante Schlawi(e)ner 

DAS IST KEIN TIPP, und lernen kann man daraus auch nichts. Aber es ist eine amüsante und überraschende Episode aus dem normalen Leben auf der Insel! Sie geht so: Ein Österreicher, um die 60, gut aussehend, rank & schlank und gepflegt, betreibt das Hobby, jeden Strand durch sein unbekleidetes Erscheinen zum FKK-Terrain zu machen – mutig, fast schamlos, taub gegen Proteste und nackt-ideologisch verbohrt. So tauchte er eines Tages auch am berühmten Chiringuito von Mauri an der Coste de los Pinos auf, spazierte mit wedelndem Gemächt und schakernden Pobacken ohne einen Fetzen auf dem Leib ins Meer – und wurde denunziert: Einem Gast passte das nicht und informierte die Polizei in Son Servera. Als die erschien, saß der Österreicher längst wieder voll begleitet mit Mauri an einem Tisch und speiste zu einer Flasche des weißen Hausweins Gambas in kochendem Knoblauch-Öl. Vergeblich suchten die Polizisten den Nackten, der Denunziant deutete auf den Bekleideten, die Polizisten glaubten sich vergackeiert, besprachen das mit Mauri, der ihnen mitteilte, vor kurzem sei mal ein Mann schnell ohne Badehose ins Meer gesprungen, sitze aber nun hier mit ihm in voller Freizeitmontur am Tisch – und da zogen sie ab. Mit den Worten: „Um einen zu erwischen, müssen wir ihn in flagranti ertappen.“ Da erlaubte sich der Österreicher, dem Denunzianten einen nackten Mittelfinger zu zeigen, was Mauri wahrscheinlich einen Gast gekostet hat …

Lauter Edelsteine am Strand!

GlasSIND SIE NICHT BEZAUBERND, diese Kostbarkeiten, die das Meer angespült hat? Ich sammle sie seit Jahren, weil ich immer wieder „Die Maschinerie von Mutter Natur“ bewundere, oder besser gesagt: Was Neptun mit Müll macht! Denn diese weißen, braunen, grünen und orangenen Edelsteine waren mal Glasflaschen, die irgendein Öko-Hooligan ins Meer geworfen hat. Dann zerbröselte Neptun sie, die Splitter sanken auf den Grund, wurden mit der Brandung – gaaanz langsam, vielleicht sogar jahrelang – an den Strand befördert und dabei geschliffen. So sehr, dass meist nicht mehr erkennbar ist, dass sie mal Flaschen waren. Die Glasreste haben runde Ecken, durch die rauen Sandkörner einen „Lalique-Touch“ und beim Schleifen alle die ungefähre Größe von Münzen bekommen. Ich stecke sie in einen schmalen, hohen Glasbehälter, stelle sie gegen das Licht und da blitzen sie tatsächlich auf wie Edelsteine. Ein Tipp: Aus einem rätselhaften Grund habe ich die meisten und schönsten Exemplare in der Bucht von Formentor gefunden …

Kult-Hemd aus der Kult-Bar

playa-hemd-1DER CHIRINGUITO „LA PLAYA“ an der Costa de los Pinos ist, behaupte ich, einer der 10 kultigsten Treffpunkte der Insel (zumindest zwischen April und Oktober). Täglich ausgebucht von 12 bis 19 Uhr, direkt an einem feinen weißen und gepflegten Sandstrand, mit Sitzplätzen unter Bäumen und Dächern, einer erstklassigen Speisekarte, wirklich coolen Getränken, einem aufmerksamen Blitz-Service (kommandiert von Mauri & Julie, den italienisch-britischen Pächtern) und Preisen, die jedes bescheidene Girokonto aushält. Nun gibt es, um den Kult noch zu steigern, das T-Shirt zur Bar, entworfen von derselben Künstlerin, die auch die Speisekarte gestaltet hat: Uta Exner aus Canyamel. Aus reiner Baumwolle, aufwendig bedruckt mit einem krachlebendigen Fisch in vielen Farben und Über-Original-Größe, mit dem dezenten Hinweis Bar Playa, zu haben in allen Größen und lieferbar auf Anfrage nur über diese Email-Adresse (Achtung, die „Bar Playa“ verkauft es nicht!): utaexner@yahoo.com. Leider ist es nicht ganz billig, angeblich, weil der spezielle Farbdruck so teuer ist, es kostet ca. 35 Euro.

Rein ins Fuenffach-Tuch, Ladys!

Hemd 1ES IST EIN FASHION-TEIL FÜR SCHICKE FRAUEN JEDEN ALTERS, eigentlich nur ein weites, doppelt gelegtes Stück Tuch aus einem feinen, fast durchsichtigen Flatterstoff, der – geknüllt – in ein Mäusefäustchen passt. Aber wie die Fotogalerie mit der hübschen Markt-Verkäuferin zeigt: Man kann es so, so, so, so oder so tragen! Fünfmal auf immer unterschiedliche Weise, ideal im Sommer, am Strand, für Hemd 2heiße Tage und romantische Abende: Mode a la Mallorca, Fashion für die Finca, Couture in der Cala. Ich als Mann habe das Prinzip nicht ganz verstanden, aber immerhin begriffen, dass es eine Bluse, ein Poncho, ein Bikini-Oberteil, eine Stola und ein Schal sein kann. Man findet die Verkäuferin auf den Wochenmärkten mit einer Open air-Boutique voller schicker Kleidung, da führt sie die Varianten auch gerne vor, das Fünffach-Tuch gibt es in etwa 20 Farb- und Muster-Variationen, es kostet 12 Euro und verbilligt sich auf 11 Euro, wenn man zwei kauft – und auf 10 Euro bei drei Stück. Nun ja, sie lässt auch noch mit sich handeln …