Strand

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Jetzt herrscht endlich Ruhe auf der Insel …

Herrlich, die 5. Jahreszeit ist angebrochen …

DIE MEISTEN HOTELS SIND ZU, viele Restaurants ebenfalls, offen sind nur noch jene Etablissements, die nicht auf Touristen angewiesen sind, sondern von den Einheimischen leben: die Dorfbars, die kleinen Posadas, die Kirchen mit dem Orgelspiel und die Läden, die keine Souvenirs verkaufen, sondern Notwendigkeiten des Lebens. Auf den Märkten wird wieder (stundenlang) geschwätzt und der beste Käse wird angeboten, weil die Schafe und Ziegen ihre Brut genährt haben und die Milch nun wieder den Menschen zur Verfügung steht: Mallorkinern und ausländischen Residenten. Ein paar Golfer treiben sich noch rum, ratlos, wo sie nach dem Spiel unter Ihresgleichen einkehren sollen, aber die verkraften wir. Die lästigeren Zugvögel der menschlichen Art (und die Teufelswespen) sind Zuhause im Winterquartier, die Insel ist wirklich „calma“ geworden, die Hektik wurde mit den Charterflugzeugen exportiert, die Strände haben wieder eine Landschaft und einen Horizont, auch wenn das Meer allmählich „Brrr“-Temperatur bekommt, und das „Ballermann“-Kehlchen singen nur noch unter der Dusche falsch. Wenn jetzt für ein paar Stunden die Sonne strahlt, denn ist es auf Mallorca selten schöner. Man trifft plötzlich sehenswerte alte Bekannte, die vorher die Masse Mensch gescheut und sich verkrochen hatten, und die ehrliche echte Inselküche erlebt eine saisonale Renaissance, denn den Köchen bleibt der Touristenfraß erspart. Geregnet hat’s auch endlich, es grünt und blüht, die Erde hat aufgeatmet und ich sitze dicht an der von der Sommerhitze noch aufgeheizten Hauswand und erlebe die 5. Jahreszeit Mallorcas – den Frühling nach dem Herbst und vor dem Winter …

400 Kilo Gift pro Tag aus Sonnencremes …?

DER WISSENSCHAFTLER DAVID SANCHEZ-QUILES IST EIN SERIÖSER MANN. Wenn er etwas untersucht, hat man das mit Respekt zu betrachten. Auch wenn ich an den Satz meiner Mutter erinnert werde: „Ehe ich mich wundere, glaub‘ ich’s nicht“. Denn der Mallorkiner hat herausge- funden (am Strand von Palmira bei Calvia, aber hochgerechnet auf die ganzen Bale- aren), dass die Badenden im Sand und im Wasser pro Tag rund 400 Kilo Giftstoffe hinterlassen, die aus ihren Sonnenschutz- mitteln stammen!!! 8 Zentner alle 24 Stunden – diese Schreckensnachricht war dem „Dario de Mallorca“ eine ganze Seite wert (Übertitel: „Nuevos Elementos Toxicos“), und die Schlagzeile hat natürlich auch mich wachgerüttelt. Zweifler fragen sich natürlich: Wie will der Mann das gemessen haben? Und: Wenn die Badenden soviel Gift in der Natur verteilt haben, was ist denn mit ihrer Haut passiert? Nun warte ich darauf, dass die Umweltschützer ein Siegel erfinden und nur noch naturreine Cremes zugelassen werden …

Das ist – schlichtweg – das Paradies!

Terrasse am Meer …
… der große Lebensraum …
… Aufriss mit Bett (1) und Kamin (2) …
… die Hütte vom Land her …
… und die Lage auf Mallorca

ES HEISST FINCA L’ESCORIAL, liegt in der Nähe von sa Rapita im Südosten und ist, mal den Mund voll genommen, das einzige Häuschen zum Mieten, das direkt am Meer liegt! Es ist eine ehemalige Fischerhütte, urig, jedoch gut saniert für Urlauberansprüche, sie hat (nur) einen 35 qm großen Raum und es können 2 Personen dort wohnen. Mit einer Küchenzeile, Kamin, Duschbad und überdachter Terrasse mit Liegen. Man stelle sich das vor: Ein Pärchen in romantischer Einsamkeit im eigenen Bungalow am Mittelmeer. Der nächste Sandstrand heißt Raco de s’Arena und ist um die Ecke, ebenso wie der nächste Ort, s’Estanyol, und zur Hütte gehören, man glaubt’s kaum, 300 000 qm Land! Der Flughafen ist übrigens 35 km entfernt. Der Vermieter fincallorca preist L’Escorial als „quasi konkurrenzlos“ an und da haben sie recht. Preis: Je nach Jahreszeit zwischen 110 und 210 Euro/Tag. Wie bucht man? Übers Internet oder die deutsche Telefonnummer 0049 521 448 184 70 wählen.

Psst, es gibt da einen Strand …!

Der Strand in himmlischer Einsamkeit …
… und ganz rechts oben, das ist die Calo des Marmols

EIGENTLICH VERRATE ICH IHN JA UNGERN, nachdem ich schon mit haltloser Berichterstattung die damals nur Eingeweihten bekannte Cala Varques ruiniert habe. Aber mit diesem Post möchte ich die dauernde Fragerei stoppen: „Weißt Du nicht einen Strand, an dem wir völlig unter uns sind?“ Ja, weiß ich – die Calo des Marmols! Sie liegt an der Südostküste, 5,5 km vom Cap de des Salines (Parkplatz und Ausgangspunkt) entfernt nach Norden in Richtung Es Lombards (2 Stunden anstrengender Fußmarsch), ist nur 40 m breit, der Sand ist weiß und fein mit einigem Kies, die Bucht ein Fjord mit türkisgrünem, kristallklarem Wasser, dessen Tiefe sanft abfällt. Es gibt da nichts – außer der Natur, man muss also Alles mitbringen. Und: Der Weg vom Cap ist schattenlos, verläuft auf mühsam-felsigen Grund und hinunter in die Bucht besteht veritable Absturzgefahr (Hände benützen!). Einmal unten, ist jede Mühsal vergessen, dann stören nur Boatpeople, unter den sich dieses kleine Paradies leider herumgesprochen hat, sonst trifft man höchstens ein paar Insider aus der Umgebung. Lage für GPS-Fähige: 39°17’20“ N – 3°05’24“ E. Übrigens: In kaum einem gedruckten Strandführer findet man meinen Tipp, im Internet ist er allerdings ganz gut vertreten …

Rettet die Cala Varques!

Die Bucht auf einer wundervollen Luftaufnahme von Piers Haskard

DAS MUSS AUSGERECHNET ICH SAGEN, der ihre Schönheit in jedem Blatt verbreitet hat, das mich um Mallorca-Tipps bat. Ich bin schuld, dass diese Südsee-Bucht zwischen Cales de Mallorca und Portocristo aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen wurde und heute überfüllt ist wie ein toter Vogel von Ameisen. Nun haben sie den Unschuldigsten der Besetzer, den Chiringuito-Mann zu 100 000 Euro Strafe verurteilt wg. illegaler Tätigkeit in der Cala Varques. Ein unbegreiflicher Unsinn, denn der hat nichts weiter getan, als unter einem Sonnenschirm und hinter einer Naturstein-Theke Getränke zu verkaufen. Ein Wohltäter, denn er hat auch noch dafür gesorgt, dass möglichst wenige Lagerfeuer angezündet werden und die Schmutzfinken ihren Müll mitnehmen. Gegen die Dutzenden von Campern, die halbe Slums in die Bucht bauen, ist niemand vorgegangen – und gegen die peinlichen Exhibitionisten, die sich „FKK-ler“ zu nennen belieben, auch nicht. Und was ist mit dem Typen, der kreischend und mit einer Fahne winkend, und natürlich satt abkassierend, ein Parkplatz-Business aufgezogen hat an der Straße nach Portocristo? Der kommt wohl auch noch dran. Ich bin immer und zu 100 % für Eigeninitiative, bewundere den Parkplatzwächter und den Chiringuito-Mann für ihre Energie, besonders wenn sie damit dem Allgemeinwohl dienen. Das sind die Juan Marchs der Gegenwart. Und so einem armen Teufel, der nichts erkennbar Kriminelles getan hat, eine Strafe von 100 000 Euro aufzubrummen, macht mich fassungslos …

Cala Varques: Die Parkplaetze sind dicht!

Cala Varquez 2Cala Varques 1ALLES, WAS ICH BERICHTET HABE, GILT NICHT MEHR! Die Gemeinde Manacor hat draußen auf der Ma-4014 die Parkplätze am Straßenrand dichtgemacht mit einer kniehohen Holzbarriere. Frei ist nur noch ein kleines Stücken Straßenrand jenseits der Abzweigung nach Manacor, auf dem man aber nur dann keinen Strafzettel kassiert (bis zu 200 Euro!), wenn kein Reifen den Asphalt der Ma-4014 berührt. Parkt man so, dass man eng an der Mauer auf dem mit dürrem Gras bewachsenen Streifen steht, muss man nichts zahlen. Jetzt warten alle auf einen offiziellen Parkplatz, der auf einer Bauernwiese angelegt werden soll. Das wollte ich den Freunden der Cala Varques gesagt haben, ehe die Hochsaison durchstartet …

Details zum Stand-Up-Paddle

Sieht schön aus – ist schön!

DAS IST EIN WIRKLICH SCHICKER SPORT, erst ein paar Jahre alt bei uns (in der Südsee natürlich ein alter Hut), und überall an Mallorcas Küsten sieht man sie jetzt in See stechend, aufrecht stehend mit dem Paddel auf dem Brett. Es ist natürlich ein Flauten-Vergnügen, betreiebe man ihn bei steifer Brise, wär’s ja fast schon Surfen. Selbst Schulen gibt es bereits, mit Leih- und Lieferservice, Tageskursen und Wochenseminaren. Ein nicht ganz billiger Sport, preislich liegen die Golfer kaum darüber – so erstaunlich das auch klingen mag. Ich habe die Preisliste von „Top-Coolness“ in Portocolom gesehen und war ziemlich erstaunt über das, was da verlangt wird! Für ein Taschengeld kommt man da nicht aufs Board. Aber wie die auch ausfallen mag – es ändert nichts daran, dass Stand-Up-Paddle eine großartige Angelegenheit ist, und nebenbei ein Fitnessprogramm der Top-Coolness …

Positiv ueberrascht am Strand!

Das Restaurant mit Bucht …

MAN GLAUBT ES KAUM: Selbst langjährige Horrorsiedlungen entwickeln sich! Wer heute nach Cala Murada (eine deutsche Urbanisation an der Ostküste) einbiegt, ist überrascht, wie sich die Botanik, die Architektur, das Publikum und die Strand-Situation verändert haben – zum Positiven! Gärten verstecken die Billighäuschen der Frühzeit (Ende der 50er-, Anfang 60er-Jahre, auch meine Familie hat mal dort gewohnt) und bei der Infrastruktur ist die Vernunft in die Habgier eingekehrt. Und dann fuhr ich hinunter zum Strand, sah das weiße Restaurant im Ibiza-Stil („Cala Murada Beach“), umrundete es, um auf die Terrasse zu gelangen, und nun schreibe ich diesen Post: tolle Aussicht, reizende Bedienung, unerwartete Ruhe, interessante Speisekarte (mit frischen Produkten und großen Portionen), zivile Preise (siehe Abbildung), reichliche Drink-Auswahl, schattige Plätze und Geöffnet von 10 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts! Das ist kein Sterne-Lokal, damit wir uns nicht missverstehen. Aber wer zwischen Santanyi und Canyamel direkt am Strand anständig speisen möchte (und nicht in einer zusammengekloppten Holzbude), findet hier ein Restaurant, zu dem er immer wieder gerne zurückkehrt (so wie ich). P. S.: Wer mich verdächtigen sollte – ich kenne den Besitzer nicht und der weiß auch nicht, dass ich das schreibe …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte vom nackten Wiener …

So sieht er aus, der charmante Schlawi(e)ner 

DAS IST KEIN TIPP, und lernen kann man daraus auch nichts. Aber es ist eine amüsante und überraschende Episode aus dem normalen Leben auf der Insel! Sie geht so: Ein Österreicher, um die 60, gut aussehend, rank & schlank und gepflegt, betreibt das Hobby, jeden Strand durch sein unbekleidetes Erscheinen zum FKK-Terrain zu machen – mutig, fast schamlos, taub gegen Proteste und nackt-ideologisch verbohrt. So tauchte er eines Tages auch am berühmten Chiringuito von Mauri an der Coste de los Pinos auf, spazierte mit wedelndem Gemächt und schakernden Pobacken ohne einen Fetzen auf dem Leib ins Meer – und wurde denunziert: Einem Gast passte das nicht und informierte die Polizei in Son Servera. Als die erschien, saß der Österreicher längst wieder voll begleitet mit Mauri an einem Tisch und speiste zu einer Flasche des weißen Hausweins Gambas in kochendem Knoblauch-Öl. Vergeblich suchten die Polizisten den Nackten, der Denunziant deutete auf den Bekleideten, die Polizisten glaubten sich vergackeiert, besprachen das mit Mauri, der ihnen mitteilte, vor kurzem sei mal ein Mann schnell ohne Badehose ins Meer gesprungen, sitze aber nun hier mit ihm in voller Freizeitmontur am Tisch – und da zogen sie ab. Mit den Worten: „Um einen zu erwischen, müssen wir ihn in flagranti ertappen.“ Da erlaubte sich der Österreicher, dem Denunzianten einen nackten Mittelfinger zu zeigen, was Mauri wahrscheinlich einen Gast gekostet hat …