Tiere

Ein riesiges Rudel wartet auf Herrchen & Frauchen …

Das Logo ist gut!

ICH ZIEHE MEINEN HUT VOR DEN MITMENSCHEN, die sich mit Fanatismus der völlig sinnlosen Aufgabe gewidmet haben, das Leid der Hunde auf Mallorca zu lindern. Denn es ist unmöglich, den Wauwis wirklich zu helfen. Für jeden Hund, der adoptiert wird, entstehen genau in diesem Moment 100 neue Waisen-Welpen. Um sich als mitfühlender Tierfreund zu verwirklichen, mag die Anstrengung genügen, aber soviel kann gar nicht kastriert werden, wie begattet wird. In jeder der beiden deutschen Blätter stehen unter der Rubrik TIERE jede Woche Annoncen, in denen an die 20 Hunde angeboten werden (ich habe nachgezählt), darunter Kolosse von fast 50 Kilo und Greise/innen mit 15 Jahren. Jede Woche, und beileibe nicht immer dieselben! Macht pro Jahr 52 x 20 = über 1000 Hunde!!! Allein an dieser Zahl erkennt man, wie rührend hilflos sich die Tierfreunde anstrengen. Denn die Tierheime sind weiterhin überfüllt! Was tun außer Rummotzen? Mehr kastrieren erschient mir die einzige Lösung zu sein. Und mehr spenden, um mehr zu kastrieren. Daran würde auch ich mich beteiligen …

Marder + Physalis = Ein leckeres Geheimnis!

Der Mallorca-Marder …
… und ein Physalis-Strauch

KLAGEN HABEN MICH ERREICHT, von fassungslosen Gartenfreunden. Die festgestellt haben, dass man ihre Physalis-Beeren aus den orangenen Blätterhüllen gefressen hat! Wer tut denn sowas, wenn das Obst noch am Strauch hängt? Mein Freund, der alte Bauer Jaume, wusste es: Der Marder war’s! „Der niedliche Räuber“, sagt er, „liebt die saftigen Kügelchen, ist ganz verrückt danach.“ Ich wollte es nicht glauben, dass ein Fleisch- und Aasfresser sich auf Früchte stürzen könnte. Aber Jaume versichert, das sei schon immer so gewesen und dagegen gäbe es kaum ein Mittel, denn wer würde auf die Marder losgehen, die uns gegen die Ratten und anderes Viehzeug helfen. Nun leben Baum- oder Edelmarder (lateinisch: Martes martes) nicht in jedem Garten, sie sind eher selten und ich habe in einem halben Jahrhundert noch nie einen erkennbar gesehen. Aber in meiner Umgebung häufen sich die Klagen. Nun ja, na wenn schon, gönnen wir den hübschen Kerlchen, die frische Physalis-Beeren nicht auf dem Markt kaufen können, den vegetarischen Zwischengang …

Da verschenkt einer Pfaue! Ich weiß warum …

Sieht herrlich aus, stört aber ..

ICH HATTE MAL EINE BEZAU- BERNDE IDEE – und schenkte meinen Eltern zwei Pfaue für ihre Finca. Mein Nachbar, ein bekannter Mann, hat sogar mehrere dieser orientalischen Vögel auf seinem park-ähnlichen Grundstück. Fall 1: Die blöden Pfaue fraßen meinen Eltern den Garten kahl, weil sie mit Vorliebe Blumen vertilgten! Dass sie dau- ernd wie angestochen schrill schrieen, kam noch dazu. Fall 2: Mein Nachbar hatte seine Vögel jetzt abgeschafft (wie, wohin weiß ich nicht, vermute aber Schlimmes), weil die Nachbarn ihn dringend gebeten hatten – die Pfaue kreischten zu störend rund um die Uhr! Zugegeben, sie sehen bezaubernd aus, zumindest die Gockel, und stolzieren sie herum, erscheint der Garten wie aus „1001 Nacht“; aber weiß man, dass sie notorische Blumenvernichter und grundlose Schreihälse sind, dann finden nur noch Ignoranten sie bezaubernd. Und das ist das Geheimnis hinter einer Annonce, die dieser Tage in einer Zeitung stand: „Erwachsene Pfauen zu verschenken! Selbstabholung.“ Da hat einer die Schnauze voll …

Mallorca ist ein wildes Land …

Die kleine Fledermaus …
… ein Zwerg in meiner Hand

… UND MEINE FRAU HAT WIEDER MAL GESCHRIEN VOR SCHRECK! Denn in der Gardine neben unserem Kamin im Salon hing … – eine kleine Fledermaus!!! Sie war vertrocknet (leider!), wohl nachdem sie verhungerte, ein süßes kleines Tierchen (rund 6 cm lang) mit einem samtweichen Chinchillafell. Wie kam die ins Haus? Bei uns stehen die Türen und Fenster nie auf und der Kamin ist geschlossen. Es gibt keine Spalten im Mauerwerk und alle Öffnungen schließen bündig. Es ist ein Rätsel – aber von denen gibt es ja viele auf der Insel. Ich wüsste nur gerne die Lösung, um zu verhindern, dass ein derart nützliches Lebewesen sich verfliegt und stirbt …

Der Falter ist ein bekannter Vogel …

Was für ein Design von Mutter Natur!

… BEHAUPTE ICH! Letzte Woche herrschte große Aufregung auf dem Eiland, weil der Oleanderschwärmer (daphnis nerii) zweimal gesichtet worden war. Ein Nachtfalter der größeren Art, 12 cm Flügelspannweite sind nicht selten, und gezeichnet ist er wie ein olivfarbenes Seidenkleid. Man könnte ihn „Die Königin der Insel-Schmetterlinge“ nennen – aber die ist weder ein Neuling, noch, wie es in der „Mallorca Zeitung“ hieß, „Mallorcas neuer Schmetterling“. Ich sehe dieses Designer-Wunderwerk der Natur seit Jahren in meiner Umgebung (Ostküste) und wundere mich immer wieder über das wilde Art deco-Muster auf seinem Rücken, das Feinde abschrecken soll – und eine tolle Vorlage abgäbe für eine Robe auf den Laufstegen der Frühling- und Sommermode! Aber es ist ja schön, wenn Menschen sich immer noch (oder immer wieder) über einen schönen Nachtfalter erregen …

Ratten lieben Maxfly …

Um so einen Ball geht es …
… den ewig hungrigen Nagern

MEHR NOCH: SIE FRES- SEN KEINE ANDE- REN GOLF- BÄLLE! Warum das so ist, weiß ich nicht, vielleicht steckt in den Maxfly eine andere, besser duftende und schmackhaftere Füllung. Jedenfalls ist es so, dass ich in meiner Garage einen Holzbottich mit rund 300 Fundbällen stehen habe, gesammelt aus den Roughs mallorkinischer Golfplätze, und die Ratten nagen die anderen Marken nicht an – sie verschmähen sie, kann man sagen, und selbst dann, wenn zufällig mal kein Maxfly im Bottich ist! Ich denke, wenn ich das der Firma melde, bekomme ich keinen Sponsorenvertrag; aber die anderen Hersteller muss das doch freuen: Der Ball, den die Ratten zum Fressen gern haben …

Stierkampf geht in den Untergrund …

Das Klub-Logo …

DER STIERKAMPF AUF SPANISCHE ART KANN NICHT ÜBERLEBEN, nachdem so viele Ausländer, vor allem Deutsche, sich angemaßt haben, die einheimischen Tierschützer aufzuhetzen gegen die Corridas. Klar: Keiner sieht einen Stier gerne leiden, Toreros, die’s nicht können, muss man aus den Arenas verbannen. Da sind sich die Aficionados mit den Tierschützern einig. Aber wie immer schütten die Tierfreunde auch beim Stierkampf  das Kind mit dem Bade aus – und verlangen von der Regierung, diesen jahrtausendealten Brauch komplett abzuschaffen! Das Resultat? Wie bei den Hahnenkämpfen (die wirklich scheußlich sind)! Der Stierkampf geht ebenfalls in den Untergrund und ich zeige hier das Logo eines Klubs in Felanitx, der es sogar wagt, die lokalen Losverkäufer der Nationallotterie zu sponsern. Es wird also weiterhin Corridas geben, heimlich, mit schlecht ausgebildeten Toreros, die Stiere werden mehr leiden als vorher – und ein groteskes, historisches Verbrechen wiederholt sich: der von sogenannten „Tierschützern“ durchgesetzte Großwild-Jagdbann von 1977. Über ihn jubelten die Wilderer, keiner kontrollierte sie mehr und seitdem wurden 70 % aller jagbaren Tiere Afrikas ermordet! Da lastet schwere Schuld auf den Leuten, die nicht wissen, wie man Tiere wirklich liebt …

Frischer Ziegenkäse? Nein, jetzt nicht!

Mmhh! Wie das duftet!

WEIL DIE MILCH BENÖTIGT WIRD FÜR DIE BABY-ZIEGEN! Hat mir der Käsemeister von Can Patró erklärt, der Ziegenfarm bei Manacor (siehe meinen früheren Post über ihn). Bis Februar ist Pause, was jetzt verkauft wird in den Läden und auf den Märkten, ist eingelagerte Ware, also Ziegenkäse aus der Zubereitung vor November. Das heißt: Wer frischen Ziegenkäse liebt und haben möchte, muss ein paar Wochen warten – bis die Zicklein größer sind und nicht mehr vom Euter trinken, und die Milch wieder für die Menschen und ihre Käselust abgezweigt werden kann! Aber sooo groß ist der Unterschied gar nicht zwischen altem und frischem Käse …

Vorsicht vor den wilden Hunden!

Ein scheußlicher Anblick …

ES IST EINES DER VERSCHWEIGE-THEMEN AUF MALLORCA, man möchte die Besucher ja nicht noch mehr verunsichern – in Zeiten von Quallen-Attacken, Sintfluten, Algenpest, Messerstechern, Taschendieben und „Malle-Jens“. Aber in den Hügeln der Tramuntana, aber inzwischen auch immer häufiger weiter unten, wüten, ich muss es so drastisch ausdrücken, Rudel wild(geworden)er Hunde! Die hungrigen Bestien fallen über Schafherden her, greifen sogar die Schäfer an, reißen Ziegen und – wehe!– ihnen kommt ein Haushund in die Quere. Die Zeitung „Ultima Hora“ hat jetzt berichtet, dass ihnen binnen eines Jahres mehr als 1000 Schafe zum Opfer fielen, entweder getötet oder schwer verletzt. Man betrachte sich nur das Bild des Bauern (links), der seine toten Schafe auf dem Pick-up heimfährt. Es handelt sich um Straßenköter, die schlau genug waren, sich zu Rudeln zusammenzuschließen (Respekt!) und in die Gebiete leichter Beute flohen. Wenn jemand sagt, da rege er sich nicht auf, das geschehe ja weit weg, hat er recht; aber ich weiß von einigen Wanderern, die sich plötzlich furchtlosen und wütenden Hunden gegenüber sahen und alle Mühe hatten, nicht angegriffen zu werden …

Papagei gesucht …

Das ist die Anzeige …
… und so sieht er wohl aus

ICH BIN MAL WIEDER FÜNDIG GEWORDEN IM ANZEI- GENTEIL, denn unter „Dies & Das“ hat jemand seinen Papagei gesucht! Der rotblaue Vogel (wohl ein Ara) ist am 14. September in Arena entflogen, und für Hinweise zu seinem Aufenthalt wurde eine „gute Belohnung“ versprochen. Nun ist es ja so, dass man jedem Tier, das seinem Käfig entkommt, nur das Beste für die Freiheit wünscht. Die Frage ist nur, ob der Papagei in der Lage ist, sich nach lebenslanger Gefangenschaft alleine zu ernähren! Woher soll er denn wissen, was auf Mallorca für ihn essbar ist? Insofern gesehen, wären Hinweise über seinen Verbleib doch nicht schlecht. Obwohl … – vielleicht schaut er sich ja bei den wild lebenden Vögeln der Insel ab, was auf der Speisekarte von Mutter Natur steht …