Tiere

Ratten lieben Maxfly …

Um so einen Ball geht es …
… den ewig hungrigen Nagern

MEHR NOCH: SIE FRES- SEN KEINE ANDE- REN GOLF- BÄLLE! Warum das so ist, weiß ich nicht, vielleicht steckt in den Maxfly eine andere, besser duftende und schmackhaftere Füllung. Jedenfalls ist es so, dass ich in meiner Garage einen Holzbottich mit rund 300 Fundbällen stehen habe, gesammelt aus den Roughs mallorkinischer Golfplätze, und die Ratten nagen die anderen Marken nicht an – sie verschmähen sie, kann man sagen, und selbst dann, wenn zufällig mal kein Maxfly im Bottich ist! Ich denke, wenn ich das der Firma melde, bekomme ich keinen Sponsorenvertrag; aber die anderen Hersteller muss das doch freuen: Der Ball, den die Ratten zum Fressen gern haben …

Stierkampf geht in den Untergrund …

Das Klub-Logo …

DER STIERKAMPF AUF SPANISCHE ART KANN NICHT ÜBERLEBEN, nachdem so viele Ausländer, vor allem Deutsche, sich angemaßt haben, die einheimischen Tierschützer aufzuhetzen gegen die Corridas. Klar: Keiner sieht einen Stier gerne leiden, Toreros, die’s nicht können, muss man aus den Arenas verbannen. Da sind sich die Aficionados mit den Tierschützern einig. Aber wie immer schütten die Tierfreunde auch beim Stierkampf  das Kind mit dem Bade aus – und verlangen von der Regierung, diesen jahrtausendealten Brauch komplett abzuschaffen! Das Resultat? Wie bei den Hahnenkämpfen (die wirklich scheußlich sind)! Der Stierkampf geht ebenfalls in den Untergrund und ich zeige hier das Logo eines Klubs in Felanitx, der es sogar wagt, die lokalen Losverkäufer der Nationallotterie zu sponsern. Es wird also weiterhin Corridas geben, heimlich, mit schlecht ausgebildeten Toreros, die Stiere werden mehr leiden als vorher – und ein groteskes, historisches Verbrechen wiederholt sich: der von sogenannten „Tierschützern“ durchgesetzte Großwild-Jagdbann von 1977. Über ihn jubelten die Wilderer, keiner kontrollierte sie mehr und seitdem wurden 70 % aller jagbaren Tiere Afrikas ermordet! Da lastet schwere Schuld auf den Leuten, die nicht wissen, wie man Tiere wirklich liebt …

Frischer Ziegenkäse? Nein, jetzt nicht!

Mmhh! Wie das duftet!

WEIL DIE MILCH BENÖTIGT WIRD FÜR DIE BABY-ZIEGEN! Hat mir der Käsemeister von Can Patró erklärt, der Ziegenfarm bei Manacor (siehe meinen früheren Post über ihn). Bis Februar ist Pause, was jetzt verkauft wird in den Läden und auf den Märkten, ist eingelagerte Ware, also Ziegenkäse aus der Zubereitung vor November. Das heißt: Wer frischen Ziegenkäse liebt und haben möchte, muss ein paar Wochen warten – bis die Zicklein größer sind und nicht mehr vom Euter trinken, und die Milch wieder für die Menschen und ihre Käselust abgezweigt werden kann! Aber sooo groß ist der Unterschied gar nicht zwischen altem und frischem Käse …

Vorsicht vor den wilden Hunden!

Ein scheußlicher Anblick …

ES IST EINES DER VERSCHWEIGE-THEMEN AUF MALLORCA, man möchte die Besucher ja nicht noch mehr verunsichern – in Zeiten von Quallen-Attacken, Sintfluten, Algenpest, Messerstechern, Taschendieben und „Malle-Jens“. Aber in den Hügeln der Tramuntana, aber inzwischen auch immer häufiger weiter unten, wüten, ich muss es so drastisch ausdrücken, Rudel wild(geworden)er Hunde! Die hungrigen Bestien fallen über Schafherden her, greifen sogar die Schäfer an, reißen Ziegen und – wehe!– ihnen kommt ein Haushund in die Quere. Die Zeitung „Ultima Hora“ hat jetzt berichtet, dass ihnen binnen eines Jahres mehr als 1000 Schafe zum Opfer fielen, entweder getötet oder schwer verletzt. Man betrachte sich nur das Bild des Bauern (links), der seine toten Schafe auf dem Pick-up heimfährt. Es handelt sich um Straßenköter, die schlau genug waren, sich zu Rudeln zusammenzuschließen (Respekt!) und in die Gebiete leichter Beute flohen. Wenn jemand sagt, da rege er sich nicht auf, das geschehe ja weit weg, hat er recht; aber ich weiß von einigen Wanderern, die sich plötzlich furchtlosen und wütenden Hunden gegenüber sahen und alle Mühe hatten, nicht angegriffen zu werden …

Papagei gesucht …

Das ist die Anzeige …
… und so sieht er wohl aus

ICH BIN MAL WIEDER FÜNDIG GEWORDEN IM ANZEI- GENTEIL, denn unter „Dies & Das“ hat jemand seinen Papagei gesucht! Der rotblaue Vogel (wohl ein Ara) ist am 14. September in Arena entflogen, und für Hinweise zu seinem Aufenthalt wurde eine „gute Belohnung“ versprochen. Nun ist es ja so, dass man jedem Tier, das seinem Käfig entkommt, nur das Beste für die Freiheit wünscht. Die Frage ist nur, ob der Papagei in der Lage ist, sich nach lebenslanger Gefangenschaft alleine zu ernähren! Woher soll er denn wissen, was auf Mallorca für ihn essbar ist? Insofern gesehen, wären Hinweise über seinen Verbleib doch nicht schlecht. Obwohl … – vielleicht schaut er sich ja bei den wild lebenden Vögeln der Insel ab, was auf der Speisekarte von Mutter Natur steht …

 

 

Der Todesschrei der Ratten …

Sie sehen ja eigentlich niedlich aus …

DAS SIE IN DIESEM JAHR IN HEERSCHAREN AUFTRATEN, habe ich schon berichtet. Nun kam mein Nachbar Pau zu mir, sah aufgestellte Schlag- und Lebendfallen und stellte mir die seltsame Frage: „Ich hoffe, Du lässt sie eine Zeitlang leiden?“ Nein, eigentlich nicht, denn auch eine Ratte ist ein Tier und ich vermeide Quälerei. „Ganz falsch“, behauptete Pau, „dann wirst Du immer wieder Ratten ums Haus haben!“ Weil Ratten, die gequält werden, in Todesangst Töne ausstoßen, die wir nicht hören können, weil sie im Ultraschallbereich liegen. Aber Artgenossen vernehmen die Schreie und meiden Orte, an denen sie diese hören. Ein bisschen Quälerei sei die beste Abschreckung, wirksamer als Fallen und Gift! Alte mallorkinische Bauernregel. Also werde ich ab jetzt ein bisschen quälen, ungern, aber wenn das hilft, die Biester endlich loszuwerden, überwinde ich mich …

Ratten – eine Hitzeplage!

Da sprintet eine nach Wasser in der Hitze …

NEBEN DER HITZE IST DAS DAS ZWEITE GROSSE THEMA: DIE RATTEN! Und beide Themen haben etwas miteinander zu tun. Denn dass die Ratten im Moment (Sommer 2018) die Siedlungen überfallen, hat mit ihrem Durst zu tun: Sie suchen Wasser und das gibt’s auf Mallorca, außer im Meer, bekanntlich nur dort, wo Menschen wohnen. Deshalb drängen die Ratten zu den Pools, Wasserhähnen, Gartensprengern, Gummischläuchen und Zisternen. Es sind sowohl die gr0ßen Tiere, die 15-20 cm langen, und die kleineren, die in den Feldern leben. Das Blöde ist zudem, dass gerade die Jungen zur Welt kommen, deswegen sind die Mütter unglaublich tapfer/dreist in ihrer Furchtlosigkeit gegenüber den Menschen. Meine Nachbarn, die Bauern und die Ausländer, die Hotelmanager und die Restaurantbesitzer haben alle Hände voll damit zum tun, die Ratten zu vergiften, in Fallen zu erschlagen und sogar mit Flinten abzuknallen. Nebenan spazierte eine Große keine 50 cm weit an einem Ehepaar vorbei, die zum „Sundowner“ am Pool saßen – mit Hund! Die Hitze hatte auch sie kirre gemacht. Was tun? Killerinstinkt auspacken, an die durstigen Bestien gewöhnen und/oder auf Regen warten! Es hilft ja nichts, die Ratten sind in der Überzahl auf Mallorca …

Einige Adler gibt’s oft …

Der Bonelli-Adler als Paar am Himmel …

IRGENDWANN GLAUBT MAN der Lamentiererei der Tierschützer nicht mehr – so gut es auch jahrelang war, Jammergeschrei anzustimmen! So haben Ornithologen gerade festgestellt, dass es dem Bonelli- oder Habichtsadler prächtig geht auf Mallorca. Er wurde vor einigen Jahren wieder angesiedelt, die Population stieg auf 24 Vögel, von denen fünf Paare gerade brüten. Mir ist es fast unmöglich, die Greifvögel der Insel im Flug zu identifizieren (aber nur so sehe ich sie), und vom Bonelli-Adler hatte ich bis vor kurzem noch nie etwas gehört. Aber jede Nachricht, die das Wohlergehen eines Wildtieres betrifft, freut mich. Und der Bonelli-Adler ist ja wirklcih eine stattliche Erscheinung …

Se Vende/Zu verkaufen: 200 Jahre alte Tier-Grafiken

Traumhaft dekorativ …
… gezeichnet …
… koloriert …
… und erhalten …
… sind die Grafiken

VON ZEIT ZU ZEIT WERDE ICH AN DIESER STELLE OBJEKTE AUS MEINER SAMMLUNG ANBIETEN. Schöne alte Dinge aus Mallorca, von denen ich mich trennen möchte. Die ich so billig verkaufe wie auf dem Flohmarkt – oder für noch weniger. Einfach, weil ich zuviel habe und Platz für Neues brauche. Wer interessiert ist, kann mir eine Email schreiben (axelthorer@yahoo.de), wir einigen uns dann schon. DIESMAL: Fünf handkolorierte Blätter mit den Abbildungen von 60 Tieren, 10 Pflanzen und 3 Mineralien. Dazu erklärende Texte (auf Spanisch). Die Blätter dürften um 1750 entstanden sein, messen je 30 x 23 cm, sind etwas alters-bräunlich, aber sonst bestens erhalten, und kosten je 1 Euro, also 5 Euro + Porto.

Mallorcas seltsamstes Tier …

stab-1 stab-2ICH DACHTE NICHT, dass sie hier lebt, ich ver- mutete sie eher in Asien: die Stab- heuschrecke, die aussieht wie ein trockener Ast, und genauso harmlos ist, sich nur in Zeitlupe bewegt und absolut unsichtbar ist, wenn man nicht durch Zufall auf sie stößt. Die, die ich jetzt sah, war hellbraun, etwa 8 cm lang, 4 cm breit und 5 cm hoch. Mit 6 Beinen, zwei Fühlerchen und das vordere Beinpaar kann sie zum Tasten austrecken. Auf dem grünen Foto sieht man sie wirklich kaum (sie sitzt senkrecht unter dem hellgrünen Blätterzweig auf der pelzigen Pflanze), deshalb habe ich sie mir auf den Arm gesetzt, wodurch man auch ihre Maße gut abschätzen kann. Ein entzückendes Wesen, obwohl meine Frau schrie, als ich ihr dieses seltene Insekt geben wollte. Mein Freund Jaume meinte, als ich ihm die Fotos zeigte, er habe in seiner Kindheit größere gesehen, aber seit Jahrzehnten nicht eine einzige. Ich habe die Stabheuschrecke tief in einen Hibiskus-Strauch gesetzt, ihr Glück gewünscht und gedacht: Was ist Mallorca doch für eine erstaunliche Insel und tatsächlich ziemlich nah bei Afrika …