Tiere

Da wird Wespen-Unsinn verzapft …

Immer wieder diese nutzlose Nachricht …

NICHT NACH IHNEN SCHLAGEN, heißt es – nein, gewähren lassen, und wenn sich die Wespen so richtig schön sicher fühlen, dürfen sie weitere Artgenossen holen und denen geschieht auch nichts. Bis der Tisch voll ist von ihnen und alle Speisen und Getränke besetzt, und der Mensch flüchtet! Soll’s so ausgehen? Ah, die Experten! Wenn man die Wespen haut, behaupten sie, werden sie böse und stechen. Ach, ja? Ich behaupte dagegen: Wenn ein 200 x größeres Wesen die Wespen attackiert, flüchten sie. So wie ich flüchten würde, wenn ein 200 m großer Riese auf mich los ginge. Wespen, die ich im Flug mit der Hand treffe, drehen entsetzt um und kehren nicht zurück. Weil sie nicht verrückt sind. Man muss ihnen zeigen, dass sie unerwünscht sind, und dass jede Attacke für sie tödlich enden kann. Dann kommen die mit den 1000 Hausmütterchentricks (Orangen, Tomaten, Flüssigfallen …), die seit anno dunnemals nichts nützen. Ich dagegen habe gelernt, dass es sich unheimlich schnell unter den Wespen herumspricht, wenn ich ihnen den Krieg erkläre. Also … – ordentlich nach ihnen schlagen, es ist die einzig sichere Methode, die Plage loszuwerden.

Szenen aus der Natur: Marder am Pool

Nachts an unserem Pool …

SIE TRETEN JETZT VERSTÄRKT AUF, DIE MARDER. Was ich grundsätzlich begrüße, denn sie halten die Ratten in Schach. Ich hatte ja neulich schon berichtet, dass die Marder mit Vorliebe die Physalis-Kirschen aus den Gärten, den Büschen und ihren papiernen Hüllen klauen. Jetzt, in Zeiten der größten Hitze und des Wassermangels, nähern sie sich, von Durst gepeinigt, den Pools, was man dann am nächsten Morgen an den schwarzen Kack-Häufchen erkennt, die sie zum Dank artig auf die Umrandung legen. Nun gelang in einer Nacht diese Aufnahme, die dreierlei beweist: 1. Marder sind ziemlich groß, 2. Sie trinken auch Chlor-Wasser, 3. Sie scheuen den Strahler des Bewegungsmelders nicht. Also, wer noch keinen Mallorca-Marder gesehen hat – genau hingucken!

 

 

 

 

 

 

Lange Schlangen zum Stierkampf …

ER FINDET AM FREITAG, 9. AUGUST, um 21:30 Uhr im Coliseo Balear in Pal- ma statt – zum 90-jährigen Bestehen der Arena. Zwar sucht die Stadt immer noch nach Tricks, die Corrida zu verhindern, aber es sieht definitiv so aus, als würden Morante, „El Juli“, Manzanares und  Roca Rey (derzeit die Nr. 1 unter den Toreros) auftreten können. Nicht nur das: „Daily Bulletin“ meldet lange Schlangen vor den Vorverkaufs- schaltern, der Veranstalter jubelt: „Ich denke, wir werden nahezu ausverkauft sein!“ Weil dieser Stierkampf eine lange Durststrecke der Aficionados been- det – und wohl auf lange Zeit die letzte sein wird. Wütende Proteste sind zu erwarten, die Besucher werden sich durch schimpfende Demonstranten winden müssen. Aber dann Roca Rey live zu sehen, das ist schon was – trotz der Mondpreise von 80 und mehr Euro auf steinernen Sitzplätzen …

Schon mal einen Hirsch von rechts gesehen?

ICH NICHT! NICHT MAL VON LINKS ... – es gibt kein Hochwild auf der Insel, abgesehen von den scheuen Bergbewohnern, den Balea- rischen Wildziegen. Und dennoch habe ich an der Ostküste dieses Verkehrsschild gesehen, das davor warnt, dass einem ein Hirsch vors Auto springen könnte. Was ja nicht möglich ist, aber wer oder was ist damit gemeint? Kühe, Pferde, Muli, Esel, Schafe, Ziegen? Oder hat irgendeine verquere EU-Anordnung die Mallorkiner veran- lasst, dieses Wildwechsel-Zeichen völlig sinnlos an ihre in dieser Be- ziehung sicheren Straßen zu platzieren?

 

 

 

Gold umschwirrrt mich …

Die zwei, die ich fing …

EIN BEGLÜCKENDES GEFÜHL: Ein weltweit gefeierter, grüngold funkelnder Käfer taucht in den Blüten Mallorcas auf und zwar so zahlreich, dass ich glaubte, jemand werfe mit Goldstücken nach mir, als ich auf meiner Terrasse saß. Der Goldglänzende Rosenkäfer, lateinisch: Cetonia aurata, den ich vom Amazonas her kannte, weil die Indos Schmuckstücke aus ihnen fertigen. Sie schwirren stumm durch die Luft, etwa 2 cm groß, und jedesmal, wenn sie ihren Rücken der Sonne zuwenden, blitzt es metallisch auf, dann leuchtet es auf zwischen Smaragdgrün und Goldgelb, und wenn mehrere Käfer gleichzeitig unterwegs sind, wirkt das wie eine Szene aus dem Zauberland unserer Kindheit, als gülden gepanzerte Insekten als Götterboten unterwegs waren. Ich konnte Zwei fangen, in eine Kaffeelache setzen, um sie zu betäuben, und aus der Nähe bewundern. Und als sie sich von der Narkose erholt hatten, flogen sie zur nächsten Blume, als sei nichts gewesen. Übrigens: Online werden präparierte Cetoniae auratae für 20 Euro angeboten. Hier auf der Insel fliegen sie gratis. Ganz nebenbei zeige ih hier 9 Briefmarken aus 9 Ländern, die alle diesen kostbaren Käfer feiern …

… und hinterher die Rechnung ohne Dank!

DIES IST EINE GESCHICHTE, die ich anonym erzählen will und nicht illustrieren kann. Ein interessanter Nachbarschaftsfall aus der Insel-Mitte. Er geht so: Ich habe einen Freund, der auf seinem und dem umliegenden Land eine kleine Herde Ponys frei herumlaufen lässt. Mit Einverständnis der Nachbarn. Eines Tages hat ein Nachbar einen Zaun errichten lassen (nichts gegen einzuwenden) und dabei übersehen, dass er eines der Ponys „aus- bzw eingesperrt“ hat (kann passieren in der Wildnis). Es war verschwunden, aber mein Freund ist ein schlauer Fuchs und vermutete nach ein paar Tagen des Nachdenkens sein Pferdchen im Stall des jetzt eingezäunten Nachbarn. Weil es dorthin gelaufen sein müsste, als es nicht mehr Nachhause konnte (ist ja nur natürlich). Er rief an, das Pony war da und er ließ es (mit Dank) abholen. Ein paar Tage später bekam er eine Rechnung: 250 Euro für Unterbringung und Fütterung! Kein Wort der Entschuldigung, dass das Pony aus- bzw eingesperrt worden war. Keine Andeutung von Nachbarschafts- oder Tierhilfe.Mein Freund zahlte und legte noch – als seinen Dank – eine Pralinenschachtel zum Geld. Er hat aber nichts mehr gehört vom Nachbarn. Von wegen „Ach, das ist aber nett – Danke!“ …

Alle loben dieses Schiff

So sieht die neue Fähre von Südfrankreich nach Alcudia aus …

ES IST DIE VON TOULON NACH ALCUDIA. Sie sei fast genauso schnell wie die von Barcelona nach Palma und wesentlich angenehmer, weil es viel mehr Kabinenauswahl gebe. Sie verfüge über 4 ausgezeichnete und preiswerte Restaurants, man könne seinen Hunde überall mitnehmen, die Mannschaft sei von ausgesuchter Höflichkeit, und das Beste: Sie sei mit rund 190 Euro (für eine Strecke) auch noch wesentlich billiger! Franzosen betreiben den Fährverkehr, mit dem man um 19 Uhr in Toulon startet und um 6 Uhr in Alcudia ankommt. Ein Freund sagte sogar: „Du wirst direkt von der Autobahn problemlos zum Schiff geführt – jetzt erinnere Dich mal an das Tohuwabohu im Hafen von Barcelona!“ Ich hab‘ die neue Verbindung noch nicht ausprobiert, weil ich ein Auto auf der Insel habe. Aber ich verlass‘ mich auf die Meinung erfahrener Reisender, deren positive Stimmen sich auffallend mehren. Es scheint, dass sich die Spanier warm anziehen müssen …

Ein riesiges Rudel wartet auf Herrchen & Frauchen …

Das Logo ist gut!

ICH ZIEHE MEINEN HUT VOR DEN MITMENSCHEN, die sich mit Fanatismus der völlig sinnlosen Aufgabe gewidmet haben, das Leid der Hunde auf Mallorca zu lindern. Denn es ist unmöglich, den Wauwis wirklich zu helfen. Für jeden Hund, der adoptiert wird, entstehen genau in diesem Moment 100 neue Waisen-Welpen. Um sich als mitfühlender Tierfreund zu verwirklichen, mag die Anstrengung genügen, aber soviel kann gar nicht kastriert werden, wie begattet wird. In jeder der beiden deutschen Blätter stehen unter der Rubrik TIERE jede Woche Annoncen, in denen an die 20 Hunde angeboten werden (ich habe nachgezählt), darunter Kolosse von fast 50 Kilo und Greise/innen mit 15 Jahren. Jede Woche, und beileibe nicht immer dieselben! Macht pro Jahr 52 x 20 = über 1000 Hunde!!! Allein an dieser Zahl erkennt man, wie rührend hilflos sich die Tierfreunde anstrengen. Denn die Tierheime sind weiterhin überfüllt! Was tun außer Rummotzen? Mehr kastrieren erschient mir die einzige Lösung zu sein. Und mehr spenden, um mehr zu kastrieren. Daran würde auch ich mich beteiligen …

Marder + Physalis = Ein leckeres Geheimnis!

Der Mallorca-Marder …
… und ein Physalis-Strauch

KLAGEN HABEN MICH ERREICHT, von fassungslosen Gartenfreunden. Die festgestellt haben, dass man ihre Physalis-Beeren aus den orangenen Blätterhüllen gefressen hat! Wer tut denn sowas, wenn das Obst noch am Strauch hängt? Mein Freund, der alte Bauer Jaume, wusste es: Der Marder war’s! „Der niedliche Räuber“, sagt er, „liebt die saftigen Kügelchen, ist ganz verrückt danach.“ Ich wollte es nicht glauben, dass ein Fleisch- und Aasfresser sich auf Früchte stürzen könnte. Aber Jaume versichert, das sei schon immer so gewesen und dagegen gäbe es kaum ein Mittel, denn wer würde auf die Marder losgehen, die uns gegen die Ratten und anderes Viehzeug helfen. Nun leben Baum- oder Edelmarder (lateinisch: Martes martes) nicht in jedem Garten, sie sind eher selten und ich habe in einem halben Jahrhundert noch nie einen erkennbar gesehen. Aber in meiner Umgebung häufen sich die Klagen. Nun ja, na wenn schon, gönnen wir den hübschen Kerlchen, die frische Physalis-Beeren nicht auf dem Markt kaufen können, den vegetarischen Zwischengang …

Da verschenkt einer Pfaue! Ich weiß warum …

Sieht herrlich aus, stört aber ..

ICH HATTE MAL EINE BEZAU- BERNDE IDEE – und schenkte meinen Eltern zwei Pfaue für ihre Finca. Mein Nachbar, ein bekannter Mann, hat sogar mehrere dieser orientalischen Vögel auf seinem park-ähnlichen Grundstück. Fall 1: Die blöden Pfaue fraßen meinen Eltern den Garten kahl, weil sie mit Vorliebe Blumen vertilgten! Dass sie dau- ernd wie angestochen schrill schrieen, kam noch dazu. Fall 2: Mein Nachbar hatte seine Vögel jetzt abgeschafft (wie, wohin weiß ich nicht, vermute aber Schlimmes), weil die Nachbarn ihn dringend gebeten hatten – die Pfaue kreischten zu störend rund um die Uhr! Zugegeben, sie sehen bezaubernd aus, zumindest die Gockel, und stolzieren sie herum, erscheint der Garten wie aus „1001 Nacht“; aber weiß man, dass sie notorische Blumenvernichter und grundlose Schreihälse sind, dann finden nur noch Ignoranten sie bezaubernd. Und das ist das Geheimnis hinter einer Annonce, die dieser Tage in einer Zeitung stand: „Erwachsene Pfauen zu verschenken! Selbstabholung.“ Da hat einer die Schnauze voll …