Trinken

Schneller Tipp: Eine exklusive Weinprobe …

Das Wappen des Vereins …
… und der Winzerei

AM DONNERSTAG, 12. März, UM 19 UHR, IN FELANITX! In den Klub-Räumen des FC Barcelona-Fan-Vereins PB Els Tamarells, c/. Horts, 50. Es gibt nur 30 Tickets und verkostet werden die Weine von Es Fangar (Peter Eisenmann). Das kostet für Mitglieder 18 Euro, für Nicht-Mitglieder 20 Euro. Man muss blitzschnell sein, um Tickets zu ergattern, am einfachsten gibt es sie gegenüber im Jugendstil-Cafe „Can Moix“.

Wein, den nur Eingeweihte trinken!

Diese vier Sorten gibt es …

ES GIBT IHN (offiziell) NICHT ZU KAUFEN, richtige Etiketten hat er auch nicht, nur Freunde können ihn erwerben (12 Flaschen für 40 Euro!) und der, der ihn produziert, ist nicht mal Winzer, sondern Professor an der Balearen-Universität. Das Keltern ist ein Hobby und er betreibt es, weil die Finca, die er erbte, auch einen riesigen Weinberg hat. Seine Freunde, ausschließlich Mallorkiner, teilen sich jedes Jahr die Weinernte, und weil meine Familie seit 1958 auf der Insel lebt, gelte ich als halber Eingeborener und darf 2019 zum ersten Mal teilnehmen an der exklusiven Runde. Ich sag‘ mal so: Man muss den Privatgekelterten schnell trinken, er wurde durch nichts haltbarer gemacht, naturreiner geht’s kaum – und er ist, so fühlt er sich auf der Zunge an, das Beste, was an Wein auf Mallorca produziert wird. Der Rote ist stark, das Holzfass, in dem er mindestens 1 Jahr altert, schmeckt man raus und ich schätze ihn auf mindestens 13,5 %. Der Weiße ist mild-herb, um die 12,5 % und dennoch von einer  göttlichen Fruchtigkeit. Ich gebe zu, dass dieser Post ein bisschen Onanie ist (… man nimmt nicht wirklich teil als Leser), aber ich wollte dennoch darüber berichten, weil ich interessant finde, was so alles hinter den Kulissen stattfindet …

Gute Idee: Cocktails mit Hierbas!

Die vier Rezepte von Antonio Nadal auf Hierbas- und Palo-Basis …

MIR WAR DAS UNBEKANNT, ich trinke zwar regelmäßig das Kräutergebräu, aber immer nur pur und höchstens auf Eis mit einem Stück Zitrone. Aber dann geriet ich auf die fabelhafte Website der Destille Antonio Nadal (Bunyola) und entdeckte 4 Rezepte mit netten Fotos: Hierbas als Spritz, Mojito, Sour und Paloreo (mit „Palo“). Zwar bietet Nadal die Cocktails nur mit „Tunel“ an, aber das soll keinen hindern, andere Marken zu verwenden. Fazit: Auf diese Weise wandert der Hierbas aus der Hausapotheke in die Hausbar, aus dem Magenbesänftiger wird ein Unterhaltungsdrink …

Adios, Schaf – Ciao, Kuh!

Da gibt’s bald nix mehr zu feiern …
… und Kühe überleben als Sparschweine

MUSS MAN WOHL BALD SAGEN, und dass das, was da gerade geschieht, den Zei- tungen nur eine Rand- notiz unten rechts wert ist, bewer- te ich als Dummheit! Denn nicht nur die Bauern sterben aus, sondern auch das liebe Vieh. Mallorca wird bald zu 100 % auf Importe angewiesen sein – und hatte früher das Festland versorgt! Man muss sich die Zahlen nur mal auf der Zunge zergehen lassen: 2008 gab es auf der Insel 12 727 Rinder, 2018 waren es nur noch 7500, ein Minus von 41 %. Es existieren nur noch 28 Milchviehbetriebe! Und nicht nur das: In den genannten 10 Jahren sank die Zahl der Schafe um 95 000, das ist ein Sechstel des Bestandes! Ich sehe die Zeit kommen, da Mallorca nicht nur mit Tankschiffen voller Süßwasser versorgt werden muss, sondern auch solchen, in deren Bäuchen Kuhmilch schwappt – oder durch Containerschiffe voller Leche-Tetrapaks. Ich vermisse das „Mäh“ und das „Muh“ heute schon…

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Ich wende mich vertrauensvoll an alle Trinker …

… UND BITTE UM RAT: Ich habe im Weinkeller meiner Eltern diese Flasche „Soberano“-Brandy („Reservado Extra“) der Firma Gonzalez Byass in Jerez entdeckt. Sie muss älter sein als 1985 und war wohl damals schon nicht jung. Ich gebe ihr gut 40 Jahre, und trotzdem sie immer noch original-verkorkt ist (sogar mit Banderole), hat sie rund ein Viertel ihres kostbaren Inhalts durch Verdunstung verloren. Was ist die Meinung: Ist der Inhalt noch genießbar? Praktiker werden sagen: „Mach‘ sie doch einfach auf und probier‘!“ Aber wenn der Brandy „hinüber“ ist, ist die Flasche nicht mal mehr dekorativ, denn ich muss sie auskippen und entsorgen. Ist der Cognac noch trinkbar, kann ich die Nachbarn zu einem kuriosen Gelage einladen. Und geh‘ ich das Risiko nicht ein und lass‘ sie zu, macht sie was her und ist ein Geschichten wert. Was tun, liebe Freunde?

 

 

 

 

 

Netter Empfang, etwas dick aufgetragen …

DER BIERKAMPF AUF MALLORCA IST HART, zu viele Brauereien kämpfen um eine enge Theke. Da müssen sich die Marketingleute was einfallen lassen, und das ständig von Neuem. Die von Veltins („Brautradition seit 1824“) sind auf die Idee gekommen, ein bisschen auf die Kacke zu hauen. Indem sie Tausende von Bierdeckeln mit folgendem Text verteilten: „VELTINS heißt Sie willkommen, auf der schön- sten Insel der Welt.“ Was natürlich maßlos übertrieben ist (sage selbst ich, der Ober-Mallorca-Fan), aber sei’s drum, das Insel-Radio behauptet das ja auch. Und weil so schön ist, zeigen sie auf dem Deckel die grüne Umrisskarte von Mallorca mit den Orten, in denen garantiert Veltins ausge- schenkt wird. Sehr nett!

P. S.: Ich trinke kein Bier, kann also für diesen Post nicht bestochen worden sein von Veltins …

Wussten Sie, dass es ein Biermuseum gibt?

Das Logo des Museums

JA, TATSÄCHLICH, ABER NICHT ETWA AM BALLERMANN, wo’s mich nicht gewundert hätte, sondern an der Straße von Palma nach Soller (nach 3 km). „Museo da la Cerveza“ heißt es, ist 365 Tage im Jahr geöffnet (!), aber nur von 12:30 bis 17 Uhr, es gibt ein Restaurant mit Büffet (mallorkinische Küche), aber ich habe gewisse Zweifel: Das Museum gehört zum Hippodrom Son Pardo, in dem Trabrennen stattfinden, und scheint nur ein Gag zu sein, um bierselige Touristen an die Wettschalter zu locken. Offizieller Slogan: „Genießen Sie in unserem Bier-Museum alles, was Sie sich wünschen.“ Ich war bisher noch nicht dort, habe mir nur berichten lassen, und das klang nicht nach ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema Cerveza. Aber sei’s drum: Ist man eh auf der Straße von Palma nach Soller, kann man ja ruhig mal vorbei schauen. Tel.: 971 / 48 51 11.

Bier vom Fass – und von der Decke!

EINE HERRLICHE KNEIPE, dieses „Can Moix“ – gesprochen: „Motsch“ – in Felanitx (c/. Guillem Timoner, 1). Eine Jugendstil-Bar* der alten Art, mit den Original-Glastüren von 1910, dem antik gefliesten Boden, großartigen Gemälden, Theken-Schnickschnack aus vier Generationen – und an der Decke kleben zwei 800 Liter-Fässer mit frischem Bier der Marken „Estrella“ und „Rosa Blanca“, die jede Woche frisch aus dem Tankwagen aufgefüllt werden, und durch Gefälle (nicht durch künstlichen Druck) vor aller Augen mit den Zapfhähnen verbunden sind. Große Kuriosität, die es in Palma vier Mal gibt, aber außerhalb nur im „Can Moix“. Man kann hier auch essen (die Tapas sind berühmt), und wer mal erleben will, wie echte Mallorkiner aussehen, der erlebt sie hier.

* Freunde meines Blogs werden sich erinnern, dass ich das „Can Moix“ schon einmal erwähnt habe – wegen seiner sensationellen Modernismo-Spieltische! Sie stehen immer noch da und mein Versuch, einen zu kaufen, ist kläglich gescheitert …

Man sollte viel mehr Mandelmilch trinken – geeist!

Mandelmilch – halb getrunken …

SIE IST NICHT DÜNNFLÜSSIG, rinnt aber gluckernd durch den Strohhalm – die Milch aus vielen gepressten Mandeln, die eigentlich eher ein Saft ist! Ein köstliches Getränk. „Granizado de almendra“ heißt es auf den Spei- sekarten und es ist so viel besser als das langweilige Sprudelwasser, die labbrige Orangeade oder die in der Hitze duselig machende Weinschorle. Nun gut, Mandelmilch ist nicht ganz billig, kostet immer so um die 3,50 bis 4 Euro. Aber sie ersetzt zudem einen Snack, so nahrhaft ist sie, und den Geschmack trägt man gerne noch eine Stunde später auf der Zunge.