Trinken

„Bar Playa“ öffnet am 1. April!

Fast in der Kniekehle der Bucht findet man die „Bar Playa“ …

ENDLICH STEHT DAS DATUM FEST: Der vermutlich beste und deshalb populärste Chiringuito der Insel, „Bar  Playa“ an der Costa de los Pinos (bei Son Servera), ist ab Mittwoch, 1. April, wieder in Betrieb. Mauro & Judy haben die Konzession auch für 2020, der fabelhafte Koch ist ebenfalls geblieben, die Exners haben die Speisekarte künstlerisch aufgefrischt und die Preise sind, wie ich höre, nicht erhöht worden. Jetzt muss man nur noch die Telefonnummer parat haben (971 / 81 65 76), um rechtzeitig einen Platz zu buchen – denn Gedränge wird’s garantiert wieder geben in der Bucht mit dem sensationellen Südseestrand

Ich wende mich vertrauensvoll an alle Trinker …

… UND BITTE UM RAT: Ich habe im Weinkeller meiner Eltern diese Flasche „Soberano“-Brandy („Reservado Extra“) der Firma Gonzalez Byass in Jerez entdeckt. Sie muss älter sein als 1985 und war wohl damals schon nicht jung. Ich gebe ihr gut 40 Jahre, und trotzdem sie immer noch original-verkorkt ist (sogar mit Banderole), hat sie rund ein Viertel ihres kostbaren Inhalts durch Verdunstung verloren. Was ist die Meinung: Ist der Inhalt noch genießbar? Praktiker werden sagen: „Mach‘ sie doch einfach auf und probier‘!“ Aber wenn der Brandy „hinüber“ ist, ist die Flasche nicht mal mehr dekorativ, denn ich muss sie auskippen und entsorgen. Ist der Cognac noch trinkbar, kann ich die Nachbarn zu einem kuriosen Gelage einladen. Und geh‘ ich das Risiko nicht ein und lass‘ sie zu, macht sie was her und ist ein Geschichten wert. Was tun, liebe Freunde?

 

 

 

 

 

Netter Empfang, etwas dick aufgetragen …

DER BIERKAMPF AUF MALLORCA IST HART, zu viele Brauereien kämpfen um eine enge Theke. Da müssen sich die Marketingleute was einfallen lassen, und das ständig von Neuem. Die von Veltins („Brautradition seit 1824“) sind auf die Idee gekommen, ein bisschen auf die Kacke zu hauen. Indem sie Tausende von Bierdeckeln mit folgendem Text verteilten: „VELTINS heißt Sie willkommen, auf der schön- sten Insel der Welt.“ Was natürlich maßlos übertrieben ist (sage selbst ich, der Ober-Mallorca-Fan), aber sei’s drum, das Insel-Radio behauptet das ja auch. Und weil so schön ist, zeigen sie auf dem Deckel die grüne Umrisskarte von Mallorca mit den Orten, in denen garantiert Veltins ausge- schenkt wird. Sehr nett!

P. S.: Ich trinke kein Bier, kann also für diesen Post nicht bestochen worden sein von Veltins …

Wussten Sie, dass es ein Biermuseum gibt?

Das Logo des Museums

JA, TATSÄCHLICH, ABER NICHT ETWA AM BALLERMANN, wo’s mich nicht gewundert hätte, sondern an der Straße von Palma nach Soller (nach 3 km). „Museo da la Cerveza“ heißt es, ist 365 Tage im Jahr geöffnet (!), aber nur von 12:30 bis 17 Uhr, es gibt ein Restaurant mit Büffet (mallorkinische Küche), aber ich habe gewisse Zweifel: Das Museum gehört zum Hippodrom Son Pardo, in dem Trabrennen stattfinden, und scheint nur ein Gag zu sein, um bierselige Touristen an die Wettschalter zu locken. Offizieller Slogan: „Genießen Sie in unserem Bier-Museum alles, was Sie sich wünschen.“ Ich war bisher noch nicht dort, habe mir nur berichten lassen, und das klang nicht nach ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema Cerveza. Aber sei’s drum: Ist man eh auf der Straße von Palma nach Soller, kann man ja ruhig mal vorbei schauen. Tel.: 971 / 48 51 11.

Bier vom Fass – und von der Decke!

EINE HERRLICHE KNEIPE, dieses „Can Moix“ – gesprochen: „Motsch“ – in Felanitx (c/. Guillem Timoner, 1). Eine Jugendstil-Bar* der alten Art, mit den Original-Glastüren von 1910, dem antik gefliesten Boden, großartigen Gemälden, Theken-Schnickschnack aus vier Generationen – und an der Decke kleben zwei 800 Liter-Fässer mit frischem Bier der Marken „Estrella“ und „Rosa Blanca“, die jede Woche frisch aus dem Tankwagen aufgefüllt werden, und durch Gefälle (nicht durch künstlichen Druck) vor aller Augen mit den Zapfhähnen verbunden sind. Große Kuriosität, die es in Palma vier Mal gibt, aber außerhalb nur im „Can Moix“. Man kann hier auch essen (die Tapas sind berühmt), und wer mal erleben will, wie echte Mallorkiner aussehen, der erlebt sie hier.

* Freunde meines Blogs werden sich erinnern, dass ich das „Can Moix“ schon einmal erwähnt habe – wegen seiner sensationellen Modernismo-Spieltische! Sie stehen immer noch da und mein Versuch, einen zu kaufen, ist kläglich gescheitert …

Man sollte viel mehr Mandelmilch trinken – geeist!

Mandelmilch – halb getrunken …

SIE IST NICHT DÜNNFLÜSSIG, rinnt aber gluckernd durch den Strohhalm – die Milch aus vielen gepressten Mandeln, die eigentlich eher ein Saft ist! Ein köstliches Getränk. „Granizado de almendra“ heißt es auf den Spei- sekarten und es ist so viel besser als das langweilige Sprudelwasser, die labbrige Orangeade oder die in der Hitze duselig machende Weinschorle. Nun gut, Mandelmilch ist nicht ganz billig, kostet immer so um die 3,50 bis 4 Euro. Aber sie ersetzt zudem einen Snack, so nahrhaft ist sie, und den Geschmack trägt man gerne noch eine Stunde später auf der Zunge.

 

 

 

 

 

 

Zugreifen, das ist die Gelegenheit, Ihr Hobby-Winzer!

Dekorative Weinballons …
… und das ist eine Weinpresse

ICH HABE ES NUR DURCH ZUFALL ERFAHREN: Ein Deutscher, der seit etwa 1989 jedes Jahr rund 500 Liter eigenen Rotwein gekel- tert hat, gibt auf, weil ihm mit 83 Jahren die Mühe zuviel wird. Und deshalb verkauft er sein gesamtes Zubehör, sozusagen seine Winzerei, für 500 Euro – ein Schnäppchen! Im Angebot sind ca. 50 Weinballons aus Glas, die Weinpresse, die Trau- benmühle, 5 Weinfässer a 120 Liter, einige Gärpropfen und diverses anderes Zubehör. Da sind nicht nur dekorative Stücke zum Ausschmücken der Finca darunter, sondern  einer, der auch eigenen Wein produzieren möchte, kann mit dieser Ausstattung sofort loslegen. Kontakt: 971 / 16 55 22 – und der Ex-Winzer bittet um hartnäckiges Klingeln …

Gestatten, eine Entdeckung im Glas …

EIN MALLORKINISCHER FREUND hat mir diesen Weißwein empfohlen, ein akribischer Trinker, dem ich vertraue, und ich entdecke immer mal wieder gern einen guten Wein von der Insel. Bei diesem hier kannte ich nicht mal den Winzer, Son Vich de Superna in Puigpunyent, und infolgedessen den Wein „Viognier“ schon gleich gar nicht. Und obwohl ich was gegen Wein in blauen Flaschen habe (sieht so unseriös aus!), folgte ich meinem Kumpel – und dieser Weiße aus den Bergen ist köstlich! Herb und dennoch nicht ohne Frucht, aus seltenen Trauben gekeltert (die man auf Mallorca „Aus der Hölle“ nennt, weil die Rebstöcke extrem schwierig zu pflegen sind), und er muss im Glas sehr kalt (10-12 Grad) sein. Allerdings teuer, unter 23 Euro geht da kaum was beim Jahrgang 2017, fast zu teuer – wie so viele Inselweine, deren Produzenten von Habgier gepeinigt werden. Aber der Tropfen ist so gut, dass man sich ihn ab und zu leisten sollte, und sei es nur zum Kennenlernen …

Sixtinische Kapelle – in Felanitx!

Die Fassade als Ganzes …
… und im Detail

VERZEIHUNG, WENN ICH DIE WEINHAND- LUNG RAMIS IN FELANITX ZUM 3. MAL ERWÄHNE! Aber es geht nicht anders, und wer auf die Fotos schaut, wird das verstehen: Die ganze Fassade ist ein riesiges Gemälde und es zeigt drei Generatio- nen der Familie Ramis vor ihrem weißen LKW-Oldtimer! Da haben die Ramis eine uralte Kunst wiederauferstehen las- sen: das Außenfresko! Nicht ohne Eitelkeit, aber an ihrem eigenen Haus ist das erlaubt, man könnte es auch „Stolz auf Tradition“ nennen. Es ist ein bisschen schade, dass die Gasse, an der die Weinhandlung liegt, so eng ist, dadurch kann man nicht die volle Breite des Kunstwerks aus angenehmer Entfernung genießen. Aber es ist doch erstaunlich, dass es in Felanitx noch Künstler gibt, die solche Fresken anfertigen können, und das auch noch als Porträtszene! Adresse: c/. Convent 39-41 (das ist die Straße nach Manacor oder Portocolom, wenn man durch den Ort fährt).

 

 

 

 

 

HIER GIBT’S WEIN VOM FASS – WEISS, ROT und ROSE!

Aus diesen Fässern wird abgezapft …

ICH HABE DIE WEINHANDLUNG „CAN RAMIS“ in FELANITX SCHON MAL ERWÄHNT, aber gestern war ich wieder mal da, hab‘ mir je 1 Liter Weißwein (2.30 Euro) und Rose (2.40 Euro) abfüllen lassen. Normalerweise müssen Kunden einen leeren Behälter mitbringen, aber inzwischen hat sich Remis eine Batterie leerer Plastikflaschen zugelegt und füllt die ab. Der Wein stammt aus der Bodega Ripoll, wird aus 100 Liter-Fässern abgezapft – und ist erstaunlich gut als Tafelwein! Ich war überrascht, denn früher wurde da oft mal Plörre ausgeschenkt, nun ist die Qualität deutlich verbessert. Und das zu dem Preis! Man findet „Can Ramis“ in einer schmalen Gasse namens calle Convent, 39-41. Ach, übrigens: Ein Stück weiter die Straße rauf liegt liegt rechts der Friseursalon KISKA. Chefin ist eine alte Dame gleichen Namens, die in ihrer Jugend eine berühmte lokale Schlagersängerin war – ich habe sie in Palma noch auf der Bühne gesehen und sie war sensationell gut …