Veranstaltungen

Tapfer, Ingrid, weiter so …

WIE DIE TAPFEREN GALLIER UM ASTERIX BLEIBT EINE FRAU HARTNÄCKIG: Ingrid Flohr mit ihrem Kulturpro- gramm für uns alle! Das zieht sie durch mit großartigen Exper- ten, schriftlicher Anmeldung, begrenzter Teilnehmerzahl und Einhaltung aller Corona-Sicherheiten! Das sieht dann in den kommenden Wochen so aus:

Samstag, 24. April, Besichtigung der Talaiots rund um Santanyi.

Donnerstag, 29. April, Galerien-Tour durch Palma.

Sonntag, 2. Mai, Beethoven-Matinee auf der Finca Pescador bei Alqueria Blanca.

Freitag, 7. Mai, Lesung mit Michael Vogtmann in Santanyi.

Leute, es gibt nix Besseres in diesen schweren Corona-Zeiten, bei Ingrid wird immer was geboten (inkl. gepflegtem Speis & Trank) und gemessen am Spaß, sind die Kosten gering …

Anmeldung: iflohr.santanyi@gmail.com oder 690/21 87 09. 

Die neue Art der Weinprobe …

Aus der Werbung …

… DA KOMMEN LEUTE MIT EINEM SORTIMENT INS HAUS! Ich hab das immer so gemacht, dass ich bei Pep in Manacor die Weine seiner Empfehlung gekauft, nach Hause geschleppt und Nachbarn eingeladen habe, um sie auszuprobieren. Dann traf mich der Corona-Keulenschlag und jetzt habe ich Pep schon lange nicht mehr getroffen – und meine Nachbarn nur ab und zu am Zaun und nicht zu einer Weinprobe. Und dann kommt, ausgerechnet jetzt, der rührige Henri Fink von der Fa. Weinwert und bittet „Gratis-Weinproben frei Haus“ an. Das heißt: Fink erscheint mit seinen Weinen („aus natürlichem Anbau vieler kleinster Inselweingüter“) auf den Fincas, macht den Sommelier und Geschichtenerzähler und das ist natürlich viel gemütlicher als in der Bodega oder im Restaurant (was gerade sowieso nicht erlaubt ist). Aber ist die Haus-Verköstigung okay? Ich hab‘ da meine Corona-Zweifel, was aber die Idee nicht schlechter macht. Man sollte sich die Zugangsdaten auf jeden Fall merken: Tel. 681/21 51 93 oder tasting@isla.wine …

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus …

… UND DAS NÄCHSTE SOLLTE AM AM FREITAG, 25. SEPTEM- BER, STATTFINDEN: Die „Mallorca Zeitung“ wollte auf dem Wein- gut Bodega Castell Miquel ihren begehrten und vielbeachteten Jahrespreis vergeben an „Menschen, die sich um das Zusammenleben und Wohlergehen auf der Insel verdient gemacht haben.“ Die Verleihung, auf dem prachtvollen Gelände des Pharma-Unternehmers (Bionorica) Prof. Popp bei Alaro, ist nie öffentlich, aber man kann sich um Tickets bewerben unter preise@mallorcazeitung.es – und 2020 gab es unter den drei zu ehrenden Persönlichkeiten eine besondere Überraschung, und wieder sollte es eines der großen gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres werden – trotz Corona. Da kam „Die 2. Welle“, Mallorca wurde zum „Risikogebiet“ erklärt und der Verlag musste die Preisverleihung auf unbestimmte Zeit verschieben – schade!!!

Der Stierkampf als Kunstwerk …

… EXISTIERT IN EINIGEN SEINER PLAKATE, und die sind wirklich großartig. Man betrachte sich nur mal die- ses Corrida-Plakat vom 17. August 1913. Geschaffen vor über 100 Jahren für einen Stierkampf in der Arena von Palma. Als Vorlage dienten die Grafiken eines da- mals sicher bekannten Malers und der barocke Schwung des „Modernismo“, das spani- schen Jugendstils, ist noch zu spüren. Das Plakat misst nur etwa 40 x 20 cm und ist vom Alter ausgefranst. Ein Picador ist zu sehen, die Lanze im Stiernacken, auf einem damals noch unge- schützten Pferd; weiter oben ein Hirte mit Jungstieren auf einer andalusischen Weide. Es handelt sich um eine dauerhaft verwendbare Ereignis-Vorlage, in die man ak- tuelle Termine, Orte und Teilnehmer schwarz eindrucken konnte, von Cadiz bis San Sebastian und hier eben Palm de Mallorca. Ein Schatz, finde ich, der die Erinnerung an die uralte Tradition des Stierkampfes ins Unendliche ver- längern wird …

 

 

 

Wenn’s einer weiß, dann er …

So sieht seine Kolumne aus

ES IST NICHT MEINE WELT, die „Clubszene“ mit ihren DJs, den sehr speziellen Künstlern, Veranstaltungen ab Mitternacht und geheimnisvollen Insider-Orten. Aber auch sie ist ein für viele vergnüglicher und beliebter Aspekt der Insel-Kultur, speziell in Palma, und einer, dessen Rat man unbedingt folgen sollte, ist Daniel Vulic, der Chef des Insel-Radios. Er macht seit nahezu 20 Jahren erfolgreich Programm und schreibt in der „Mallorca Zeitung“ jede Woche eine Kolumne, in der er die „Clubszene“ gebrauchsfertig, erfahren und vernünftig aufdröselt. Bei ihm findet man die Tips, die man nicht bereut, und wer immer nachts musikalisch, durstig und auf Tanzbeinen unterwegs sein möchte, dem rate ich dringend, vorher den „Vulic“ zu lesen.

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …

Stierkampf II: Jessas, ist das teuer!

STIERKAMPF WAR IMMER SCHON ZIEMLICH TEUER, aber was jetzt – da es ihn offiziell nicht mehr gibt – für Tickets verlangt wird, das schlägt schwersten auf den Geldbeutel: Da kostet ein Sitzplatz auf hartem Stein in der Region „Contrabarrera“, und das ist nur die zweitteuerste Kategorie!, satte 115 Euro! Da überlegt man sich zweimal, ob man sich das antun will im Coliseo Balear in Palma. Aber da die Corrida am Freitag, 9. August, als die letzte auf der Insel angekündigt wird, scheint es genug Publikum zu geben, das zur Zahlung solcher Summen bereit ist. Das dann auch noch einen mühsamen Weg durch die demonstrierenden Tierfreunde in die Arena vor sich hat – mit Beschimpfungen!

Sie sollen einem Schotten den Marsch blasen …

Dudelsäcke aus Mallorca und Schottland

… DIE DUDELSACKBLÄSER AUS MALLORCA! Es ist nämlich so: Ein reicher älterer Schotte heiratet eine reiche ältere Britin Ende September in Canyamel und da möchte die Braut dem neuen Ehemann aus dem klassischen Land der Dudelsackbläser zur Hochzeit den Auftritt einer Gruppe „Xeremiers“ (so heißen die Dudelsackbläser auf der Insel) schenken. Der Bräutigam hat keine Ahnung, dass es die gibt (sagt sie) und meint, dass das eine „größere Überraschung und Freude für ihn wird als die Hochzeitsnacht“. Also hab‘ ich mich gekümmert, die Alleswissern der „Mallorca Zeitung“, Barbara Pohle, hat herausgefunden, dass ein gewisser Peptoni der Meister dieses Instruments ist und man ihn unter peptoni@mucicanostra.com erreicht. Ich denke, jetzt bekommt der Schotte einen mallorkinisch geblasen …

Mein Gott, haben die Jesusse gefroren …

So erging’s dem armen Kerl in Felanitx …

… ZU OSTERN FAST NACKT AM KREUZ! Ich schreibe diesen Nachtrag zum Fest, weil ich die Fotos in den Zeitungen gesehen habe: Junge Männer, nur mit einem Lendenschürzchen bekleidet, spielen die Leidensgeschichte Jesu nach – bis zu mallorkinischen Golgathas. Und nun dürften sie alle krank sein, denn es war saukalt am Karfreitag und dazu pfiff noch ein eisiger Wind. Aber die tapferen Darsteller hielten durch und nun liegen sie, denke ich, alle flach. Mit Husten und Grippe, knapp an der Lungenentzündung vorbei. Und weil sie so erbärmlich gefroren haben, werden ihnen alle Sünden bis Ostern 2020 verziehen, malt sich meine Phantasie aus. Aber es nun mal leider so: Dass es in der Karwoche warm ist auf Mallorca, passiert nur einmal pro Jahrzehnt. Der echte Christus hat in Jerusalem sicher nicht gefroren, das wenigstens nicht. Ich bewundere seine Darsteller auf der Insel …