Veranstaltungen

Psst! Jetzt kann ich’s ja verraten …

MIR WIDERFÄHRT EINE HOHE EHRE und ich bin gerührt: Die von uns allen geschätzte „Mallorca-Zeitung“ verleiht mir – vielleicht unverdienter-, sicher aber unwerwarteteweise – den diesjährigen „Preis für kulturelle Vermittlung“! Man könnte auch Deutsch-Mallorkinische Verständigung sagen. Da freue ich mich aber sehr, bedanke mich herzlich  – und bin gespannt auf das Fest bei Bionorica in Alaro (Prof. Michael Popp sponsert den Event wie früher schon), am Donnerstag, den 30. September, um 18 Uhr, ist es soweit und ich kann als Geehrter (nicht der einzige, es gibt auch zwei Preisträger für wirtschaftliche und herzensgute Verdienste) ein paar Freunde mitbringen, und wem danach gelüstet, der möge sich bitte bei mir melden, ich sorge dann dafür, dass Tickets bereit liegen. Alles Übrige steht in aller Ausführlichkeit in der „Mallorca Zeitung“ …

Wieder mal eine grosse Auktion!

SIE FINDET AM SONNTAG, 12. SEPTEMBER, IN PALMA STATT. Gerade wurde um Einlieferungen gebeten: 7./8. Juli, 12-14.30 Uhr und 18-20.30 Uhr. Das Fatale daran ist, dass da zwar professionelle Schätzer sitzen, man aber nur hinbringen kann, was sich bequem auf zwei Armen tragen lässt. Man würde ja gerne eine gotische Truhe oder ein Ahnherren-Porträt vorzeigen, aber als ich anrief, bekam ich dazu leider keine Auskunft. Das ist also ein typisches Datum für den überflüssigen Familienschmuck oder die Restbestände an Elfenbein- schnitzereien. Wohl dem, der hat! Dennoch: Die letzte Versteigerung von internationaler Bedeutung hat Christie’s am 24./25. Mai 1999 im Castillo de Bendinat veranstaltet, mit 818 Losen und einem Katalog mit 416 Seiten, der mittlerweile zur Kostbarkeit geworden ist. Damals verkauften vor allem Adelshäuser Pretiosen, ich bin gespannt, was bei Anne d’Ormesson los sein wird. Kontakt: 636/22 90 13 oder dormessonanne@gmail.com.

Tapfer, Ingrid, weiter so …

WIE DIE TAPFEREN GALLIER UM ASTERIX BLEIBT EINE FRAU HARTNÄCKIG: Ingrid Flohr mit ihrem Kulturpro- gramm für uns alle! Das zieht sie durch mit großartigen Exper- ten, schriftlicher Anmeldung, begrenzter Teilnehmerzahl und Einhaltung aller Corona-Sicherheiten! Das sieht dann in den kommenden Wochen so aus:

Samstag, 24. April, Besichtigung der Talaiots rund um Santanyi.

Donnerstag, 29. April, Galerien-Tour durch Palma.

Sonntag, 2. Mai, Beethoven-Matinee auf der Finca Pescador bei Alqueria Blanca.

Freitag, 7. Mai, Lesung mit Michael Vogtmann in Santanyi.

Leute, es gibt nix Besseres in diesen schweren Corona-Zeiten, bei Ingrid wird immer was geboten (inkl. gepflegtem Speis & Trank) und gemessen am Spaß, sind die Kosten gering …

Anmeldung: iflohr.santanyi@gmail.com oder 690/21 87 09. 

Die neue Art der Weinprobe …

Aus der Werbung …

… DA KOMMEN LEUTE MIT EINEM SORTIMENT INS HAUS! Ich hab das immer so gemacht, dass ich bei Pep in Manacor die Weine seiner Empfehlung gekauft, nach Hause geschleppt und Nachbarn eingeladen habe, um sie auszuprobieren. Dann traf mich der Corona-Keulenschlag und jetzt habe ich Pep schon lange nicht mehr getroffen – und meine Nachbarn nur ab und zu am Zaun und nicht zu einer Weinprobe. Und dann kommt, ausgerechnet jetzt, der rührige Henri Fink von der Fa. Weinwert und bittet „Gratis-Weinproben frei Haus“ an. Das heißt: Fink erscheint mit seinen Weinen („aus natürlichem Anbau vieler kleinster Inselweingüter“) auf den Fincas, macht den Sommelier und Geschichtenerzähler und das ist natürlich viel gemütlicher als in der Bodega oder im Restaurant (was gerade sowieso nicht erlaubt ist). Aber ist die Haus-Verköstigung okay? Ich hab‘ da meine Corona-Zweifel, was aber die Idee nicht schlechter macht. Man sollte sich die Zugangsdaten auf jeden Fall merken: Tel. 681/21 51 93 oder tasting@isla.wine …

Der Stierkampf als Kunstwerk …

… EXISTIERT IN EINIGEN SEINER PLAKATE, und die sind wirklich großartig. Man betrachte sich nur mal die- ses Corrida-Plakat vom 17. August 1913. Geschaffen vor über 100 Jahren für einen Stierkampf in der Arena von Palma. Als Vorlage dienten die Grafiken eines da- mals sicher bekannten Malers und der barocke Schwung des „Modernismo“, das spani- schen Jugendstils, ist noch zu spüren. Das Plakat misst nur etwa 40 x 20 cm und ist vom Alter ausgefranst. Ein Picador ist zu sehen, die Lanze im Stiernacken, auf einem damals noch unge- schützten Pferd; weiter oben ein Hirte mit Jungstieren auf einer andalusischen Weide. Es handelt sich um eine dauerhaft verwendbare Ereignis-Vorlage, in die man ak- tuelle Termine, Orte und Teilnehmer schwarz eindrucken konnte, von Cadiz bis San Sebastian und hier eben Palm de Mallorca. Ein Schatz, finde ich, der die Erinnerung an die uralte Tradition des Stierkampfes ins Unendliche ver- längern wird …

 

 

 

Wenn’s einer weiß, dann er …

So sieht seine Kolumne aus

ES IST NICHT MEINE WELT, die „Clubszene“ mit ihren DJs, den sehr speziellen Künstlern, Veranstaltungen ab Mitternacht und geheimnisvollen Insider-Orten. Aber auch sie ist ein für viele vergnüglicher und beliebter Aspekt der Insel-Kultur, speziell in Palma, und einer, dessen Rat man unbedingt folgen sollte, ist Daniel Vulic, der Chef des Insel-Radios. Er macht seit nahezu 20 Jahren erfolgreich Programm und schreibt in der „Mallorca Zeitung“ jede Woche eine Kolumne, in der er die „Clubszene“ gebrauchsfertig, erfahren und vernünftig aufdröselt. Bei ihm findet man die Tips, die man nicht bereut, und wer immer nachts musikalisch, durstig und auf Tanzbeinen unterwegs sein möchte, dem rate ich dringend, vorher den „Vulic“ zu lesen.

Danke, liebe Freunde, für diesen Erfolg!

THOMAS FITZNER UND ICH haben gestern Abend auf der Kulturfinca Son Baulo in Lloret de Vistalegre unsere heitersten Mallorca-Geschichten  gelesen – und sind immer noch über- wältigt: Neuer Zuhörerrekord, der Saal brechend voll, einige mussten im Tür- rahmen stehend lauschen, und die Lesung dauerte von 19:30 bis 22:30 Uhr, weil wir jeder drei Zugaben vortragen mussten! Einige waren bis aus Santa Ponca gekommen und eine Dame aus Mancor del Valle bat uns, beim nächsten Mal auch eine Geschichte aus ihrem Dorf mitzubringen. Natürlich, tun wir gern und ich denke, wir werden im Frühjahr 2020 wieder bei Will zu erleben sein …

Mein Gott, haben die Jesusse gefroren …

So erging’s dem armen Kerl in Felanitx …

… ZU OSTERN FAST NACKT AM KREUZ! Ich schreibe diesen Nachtrag zum Fest, weil ich die Fotos in den Zeitungen gesehen habe: Junge Männer, nur mit einem Lendenschürzchen bekleidet, spielen die Leidensgeschichte Jesu nach – bis zu mallorkinischen Golgathas. Und nun dürften sie alle krank sein, denn es war saukalt am Karfreitag und dazu pfiff noch ein eisiger Wind. Aber die tapferen Darsteller hielten durch und nun liegen sie, denke ich, alle flach. Mit Husten und Grippe, knapp an der Lungenentzündung vorbei. Und weil sie so erbärmlich gefroren haben, werden ihnen alle Sünden bis Ostern 2020 verziehen, malt sich meine Phantasie aus. Aber es nun mal leider so: Dass es in der Karwoche warm ist auf Mallorca, passiert nur einmal pro Jahrzehnt. Der echte Christus hat in Jerusalem sicher nicht gefroren, das wenigstens nicht. Ich bewundere seine Darsteller auf der Insel …

Mit den Fischern raus aufs Meer …

Das schicke Logo …
… und eine typische Morgenszene auf dem Meer

DIE MÖGLICHKEIT GIBT ES JETZT – und ich weiß, wie man auf ein Boot kommt, und was es kostet! „Pescaturis- mo“ nennt sich das: „Fischereitourismus“. Man sollte das ausnützen, solange daraus nicht doofe Ausflugstouren werden, sondern man die Fischer echt begleitet, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Rund 40 von ihnen haben sich bisher bereit erklärt, das auf sich zu nehmen, um sich ein Zubrot zu verdienen, und unter Internet-Adresse  info@pescaturismomallorca.com findet man die Häfen, in denen sie ihre Boote liegen haben. Ruft man 622 347 389 an, kann man die Aus- flüge (Vorsicht: in aller Herrgotts- früh!) buchen. Billig ist das nicht, denn je auch Hafen werden ca. 85 bis 130 Euro pro Person verlangt (Kinder 50%). Aber andersherum gerechnet: Für ein paar Stunden auf dem erwachenden Meer mit einem echten Mallorkiner, einem blutroten Sonnenaufgang und frischem Fisch im Netz kann eigentlich kein Preis zu hoch sein …