Verkehr

Es entstehen ganze Kolonien …

Wohnmobil an Wohnmobil auf der Strandpromenade von Cala Murada …

… VON WOHNMOBILEN AUF DER INSEL! Natürlich an den schönsten (erlaubten) Plätzen, meist an der Küste, in Wäldern und sonstwie lauschigen Gegenden. Mallorca wird gerade überflutet von diesen rollenden Villen und ich war mir zuerst unsicher, ob ich das entsetzlich oder clever finden soll. Bis ich das da sah, was ich oben im Foto zeige: Die Belagerung des kleinen Strandes der Urbanisation Cala Murada an der Ostküste! Wohnmobil an Wohnmobil auf einem öffentlichen Parkplatz, keine 20 m vom Meer entfernt. Idealer Standort aus Sicht der Belagerer, wenn auch ohne Strom- und Wasseranschluss. Und keine Toiletten! Dort wo die Dinger stehen, ging man früher gerne zu Sonnenaufgang- und -untergang spazieren, jetzt blockieren die Straßenriesen die Aussicht, nehmen Besuchern die Abstellmöglichkeiten und machen die Promenade zum Lagerplatz mit Wäschewaschen, Rumtollerei, Speisen im Freien und Siedlungslärm. Natürlich ist es preiswert, so auf Mallorca Urlaub zu machen oder sogar zu leben bzw. zu überwintern, aber – und das ist meine Meinung im Moment – ziemlich rücksichtslos ist es auch …

Ein Scherzbold – oder ein Tiroler …

DIESES SCHILD SAH ICH IM ROMANTISCHEN TAL VON SON MACIA! Bedeutung in den Alpen: Schneeketten sind Pflicht! Ein Finca-Besitzer hat es am Beginn der Sackgasse angebracht, die zu seinem Haus führt, verbunden mit der Warnung: „Keine Wende-Mög- lichkeit“. Zugegeben – es geht zu ihm steil aufwärts und gewaltig in die Höhe! Aber er wohnt noch weit unter der mallorquinischen Schneegrenze und die letzten Flocken haben sie in Son Macia erlebt, als damals Ostern auf Weihnachten fiel, und auch dann nur für 10 Minuten. So meine ich, dass der Warner ist ein scherzboldiger Tiroler ist, der mit den Mitteln seiner Heimat Neugierige abschrecken möchte, die nur mal gucken wollen, wer denn da oben wohnt. Übrigens: In der tiefsten Tramuntana kommt das Schneeketten-Schild in sehr strengen Wintern ab und zu vor …

Das Problem mit dem E …

So wirbt die Regierung mit E-Zapfsäulen …

ICH DENKE, DIE REGIERUNG VON MALLORCA VERPASST TÄGLICH EINE CHANCE: Auf E-Autos umzustellen! Die Insel ist selbst auf ihren längsten Distanzen überschaubar: Wieviele Kilometer fährt denn der Rührigste am Tag? Maximal 140 km – Palma-Cala Rajada und zurück! Zumal die E-Zapfsäulen ja schon strategisch nicht schlecht verteilt sind! Vorschlag: Warum fängt man nicht mit der Mietwagenflotte an? Die Touristen fahren doch nur in Ausnahmefällen mehr als 100 km am Tag! Und dann greift sich die Regierung andere Gruppen raus: die Taxis (sowieso!), die Behördenfahrzeuge, die Lieferwagen usw. Wenn die Umstellung irgendwo leicht fällt, dann doch wohl auf Mallorca. Schritt für Schritt. Aber wahrscheinlich gibt es unter den Regierenden und den Abgeordneten zu viele, die Verwandte haben, die an Benziner verdienen und deshalb werde ich die E-Vernunft zu meinen Lebzeiten wohl nicht mehr erleben …

Mein Corona-Tagebuch: Verkehr!

2021 WIRD EINE ERFREULICHE ZAHL VERÖFFENTLICHT WERDEN, und rechnet man sie auf gegen die armen Menschen, die der Virus aus dem Leben geholt hat, dann wird sich für Mallorca eine überraschende Statistik ergeben: Weniger Verkehrstote, und vielleicht genauso viele weniger, wie es Corona-Opfer gibt! Denn seit Wochen sind die Straßen nicht gerade leer, aber weit weniger frequentiert. Es fehlt z. B. die gesamte Mietwagenflotte, immerhin rund 80 000 Fahrzeuge, die Zweitbewohner der Insel, auch ein paar Zehntausend, mussten ihre Fahrzeuge seit April in den Garagen und Parkbuchten lassen, und die Einheimischen waren wochenlang gezwungen, Zuhause zu bleiben oder sich nur sehr eingeschränkt auf Rädern zu bewegen. Nun darf man freilich die Toten nicht so verrechnen, Entschuldigung!, aber die kleine Zahl der Verkehrstoten ist doch ein angenehmer Nebeneffekt des Virus

Schildbürger gibt’s auch auf Mallorca …

Gibt es Leute in Felanitx, die durch Mauern gehen können …? Es sieht so aus …

… WIE MAN AN DIESEM ZEBRASTREIFEN SIEHT. Ich habe ihn in Felanitx vor der Casa de Cultura und gegenüber der Ortskathedrale entdeckt und er lädt die die Benutzer dazu ein, direkt gegen eine Wand zu laufen! Mir erscheint das Gemäuer, das den Zebrastreifen blockiert, keineswegs neu zu sein und davor gibt es auch keinen Gehweg. Was die Streifenpinselei umso rätselhafter macht. Und skurril ist ebenso, finde ich, dass man das Ding nicht weggemalt hat, als endlich klar war, was für ein Unsinn da existiert …

Schon mal einen Hirsch von rechts gesehen?

ICH NICHT! NICHT MAL VON LINKS ... – es gibt kein Hochwild auf der Insel, abgesehen von den scheuen Bergbewohnern, den Balea- rischen Wildziegen. Und dennoch habe ich an der Ostküste dieses Verkehrsschild gesehen, das davor warnt, dass einem ein Hirsch vors Auto springen könnte. Was ja nicht möglich ist, aber wer oder was ist damit gemeint? Kühe, Pferde, Muli, Esel, Schafe, Ziegen? Oder hat irgendeine verquere EU-Anordnung die Mallorkiner veran- lasst, dieses Wildwechsel-Zeichen völlig sinnlos an ihre in dieser Be- ziehung sicheren Straßen zu platzieren?

 

 

 

Wieso jetzt alle Taxis blau sind …

Die neuen Nummernschilder …

UM ENDLICH DIE „ECHTEN“ VON DEN „FALSCHEN“ UNTERSCHEIDEN ZU KÖNNEN! Heißt es. Und angeblich ging die Initiative von der Insel Mallorca aus – wo vor allem private/illegale Flughafenzubringer so taten, als wären sie Taxis, Phantasiepreise forderten, keinerlei Sicherheit boten und den offiziellen Taxistas die Butter vom Brot stahlen. Da bekamen diese blaue Nummernschilder, und zwar gleich landesweit, und nun kann keiner mehr auf die Betrüger reinfallen.

Wer, bitte, darf hier nicht fahren?

Was sieht man da?

ALSO ENTWEDER IST DAS EIN VERBOTSSCHILD VON ANNO DUNNEMAL – oder in Portocristo verkehren Fahrzeuge, die man sonst nirgendwo sieht! Ich stand davor und rätselte: ein Oldtimer-Bus? Ein 12-sitziges Safari-Auto? Ein Reparaturwagen der nordkoreanischen Verkehrsbetriebe? Ein Eigenbau zum Kindergeburtstag? Das Schild ist mitten im Ort angebracht und verbietet dem, den’s betrifft, eine Straße zum Hafen hinunter zu befahren. Aber wer soll sich da betroffen fühlen? Ein kleines Kuriosum, witzig, finde ich, und ich werde mal nachfragen, ob ich es haben kann. Dann werde ich auch erfahren, für oder gegen wen es gedacht ist, das teile ich dann sofort mit …

E-Autos: Soweit sind wir jetzt schon!

Gesehen in Portocristo …

UND ZWAR SELBST IN KLEINSTEN GEMEINDEN, und in Portocristo habe ich auf dem großen Parkplatz im Zentrum das Arrangement gesehen, das ich hier zeige: Flächen nur für E-Autos („Exzepte Vehicles Electrics en Carrega“ – Ausgenommen Elektro-Fahrzeuge, die aufgeladen werden), das dazugehö- rige Halteverbotsschild und eine Aufladestati- on mit zwei Zapfstellen. Portocristo gehört zu Manacor und somit gratuliere ich dem dortigen Gemeinderat zu seiner weitsichtigen Entschei- dung. Ich vermute allerdings, dass es mehrere solche E-Park- & Zapfplätze auch in kleineren Insel-Orten gibt, gestern in Palma habe ich mindestens ein Dutzend gesehen – Mallorca macht sich! Aber die an der Touristenküste waren die ersten, die ich bemerkt habe.

Eine Eisenbahn bis Portocolom? Den Plan gab’s …

… und das einzige Foto
Der Plan der Bahn …

EIN UNIVERSALGENIE AUS PALMA HAT SIE ENTWORFEN: Pere d’Alcantara Penya i Nicolau (1823.1906). Er lebte in Felanitx, war eigentlich Anwalt, aber lieber Baumeister, der rund ein Dutzend Kirchen auf der Insel entworfen  (z. B. in Portocolom) oder restauriert hat (die Pfarrkirche in Felanitx), daneben schrieb er Kunstraktate, zeichnete fabelhaft – und dann kam er 1886  auf die Idee, die Eisenbahnstrecke von Felanitx (die es damals noch gab) bis nach Portocolom zu verlängern! Penya zeichnete das bestmögliche Gleisbett, berechnete die Kosten, veröffentlichte sein Projekt – aber es scheiterte an der Finanzierung und dem Widerstand der Grundstücksbesitzer. Schade, denn wenn sie schon die Eisenbahn nach Felanitx stillgelegt haben, die ich noch gefahren bin, dann hätten sie vielleicht die Schienen nach Portocolom liegen lassen und man würde heute so gemütlich an die Küste fahren wie im „Roten Blitz“ von Palma nach Soller.