Mallorkiner sind schon eins seltsamer Volksstamm …

Sie lieben es zu quatschen, nur nicht mit uns …

… ALLEIN SCHON WEGEN IHRES VERFLUCHTEN SCHWEIGENS, das aber ein prinzipaler Wesenszug ist, in den letzten 5000 Jahren einzementiert in ihre DNA. Es ist ihnen auch nicht auszutreiben, nicht mal durch Freundschaft. Da treffe ich meine Nachbarin Maria, 95, die ich seit 54 Jahren kenne, wir quatschen am Zaun über Gott und die Welt – und 4 Tage später ist sie nicht mehr da! Hat ein Zimmer in einem Altenheim bezogen und an ihrer Finca hängt jetzt ein SE VENDE-Schild. Hätte sie mir nicht einen Ton sagen können/sollen/müssen? Oder Joan, der Wirt des „Sa Sinia“ in Portocolom. Ich war gerade noch zum Essen da – und einen Monat danach ist sein Restaurant geschlossen, für immer. Weil der Pachtvertrag nach 30 Jahre nicht verlängert wurde. Meine Grußmutter hat schon 1958 bei Joans Vater Toni im „Sa Sinia“ gegessen, und weil auch ich Stammgast war, trug ein Stuhl ein Schildchen mit meinem Namen. Warum hat Joan mich denn nicht informiert? Typisch mallorkinisch! Was wundere ich mich. So sind die echten Eingeborenen alle. Man kommt sich nur so blöd vor als Freund, der man offensichtlich nicht ist als ewiger Ausländer … 

Mallorkiner sind schon eins seltsamer Volksstamm …
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