Mein CORONA-Tagebuch: Bekanntschaften!

DIE MUSS MAN HABEN, jetzt in der Einsamkeit! Zur Kontaktaufnahme per Telefon und Internet. Um nur zu plaudern in der Langeweile der Ausgangssperre, aber auch um Informationen einzuholen und Meinungen auszutauschen. Wer jetzt keinen kennt, köchelt im eigenen Finca-Saft. Weiß jemand z. B. einen Wirt, der seine Küche noch beheizt? Kann man bei A. an der Hintertür Fischfilets bekommen? Bereit M. mit ihren Töchtern weiterhin ihre köstlichen Fertiggerichte zu? Ist die Tankstelle offen? Wie sieht’s aus mit Krimis, Egon? Hat die Blibliothek eigentlich auch Videos? Mein Internet hat einen Dachschaden, wer  schickt mir einen ambulanten Notdienst? Hast du „Hola“ ausgelesen, kann ich’s mir holen? Sind die noch da, oder auch schon abgereist? Es wird viel telefoniert jetzt. In der Not ist der Schwatz ein Grundbedürfnis. Und es ist gut, wenn man, als der Corona-Virus noch nicht waberte, ein Netz an Bekanntschaften und Beziehungen aufbauen konnte. Gelang das nicht, rächt sich’s jetzt …

Mein CORONA-Tagebuch: Bekanntschaften!
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