Mein CORONA-Tagebuch: Selbstversorger!

„UND, HUNGERST DU SCHON?“, habe ich meinen Freund K. gefragt, der eine ländliche Finca bei Arta bewohnt. Da hat er nur gelacht: „Ich bin Selbstversorger! Ich muss nicht mal in den Supermarkt, ich halte es wochenlang aus.“ Der Glückliche. Er hat einen gepflegten Gemüsegarten, hortet säckeweise Mehl, aus dem er Brot bäckt und Nudeln herstellt, auf den Feldern rund herum findet er Köstlichkeiten wie wilde Artischocken, grünen Spargel und Naturzwiebeln, sein Obst wird zu Marmelade und Kompott, er keltert sogar Olivenöl und auf Fleisch kann er durchaus einmal auf ein paar Wochen verzichten, obwohl er und seine Frau keine Vegetarier sind. Großartig! So hat er schon vor der Corona-Krise gelebt, die er jetzt, sozusagen mit der Gabel in der Schüssel, lächelnd bewältigt. Wie meine mallorkinischen Nachbarn, aber das sind Campesinos, die haben ihre traditionelle Lebensweise nie ganz aufgegeben. Das sich jedoch ein Ausländer wie K. angepasst hat, ist eher selten …

Mein CORONA-Tagebuch: Selbstversorger!
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