Menu oder „Plato economico“?

Reichlich für 9,90 Euro …

IM MOMENT IST DAS SO AUF DER INSEL: Wirte buhlen um jeden einzelnen Gast, denn viele sind es nicht, die jetzt hungrig unterwegs sind. Weil der kalte Wind verhindert, dass es auf den Terrassen gemütlich ist, die mit Plastik eingehüllten Veranden aussehen wie Tische & Stühle in Aspik und teuer geht aktuell überhaupt nicht in den Touristenorten. Und weil die, die noch zum Essen kommen, vor allem Einheimische sind, die keine Touri-Preise zahlen. Zu Dumpingpreisen zwischen 8 und 12 Euro werden deshalb dreigängige „Menus“ angeboten, die gar nicht mal übel sind (+ 1 Glas Wein, Mineralwasser, Brot & Oliven), aber einigen Wirten ist zu wenig, was sie damit verdie- nen, sie bieten lieber „Platos Economics“ an. Nicht billiger und nicht teurer, aber da kommt auf den Teller, was sie preiswert einkaufen konnten, der Gewinn ist also höher. Denn über eins muss man sich klar sein: Die Köche dieser im Winter auf Mallor- kiner konzentrierten Kneipen (= meist die Besitzer oder ihre Frauen) außerhalb von Palma kaufen auch bei Eroski, Lidl und Hiper ein, wie die Hausfrauen, und achten auf die Sonderange- bote! Was tun? Sich die Detail der Menus und Platos sagen lassen, kurz, aber scharf nachdenken, und bestellen, wenn nichts Verdächtiges auffällt …

Menu oder „Plato economico“?
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