Sopa Mallorquin – aber bitte die echte!

Die Suppe ist okay, aber …

… DIE MAN KAUM NOCH BEKOMMT, in den meisten Restaurantküchen ist sogar das Originalrezept verloren gegangen. Schade! Die beste Sopa Mallorquin wurde früher im Restaurant „Parlament“ in Palma serviert (das war die „Kantine“ der balearischen Abgeordneten) und im „Can Bernat“ in Portocolom bekommt man sie noch. Wobei ich nicht an der Suppe an sich rummäkle, sondern am Verlust der Beilagen. Denn in der „guten alten Zeit“, als man auch noch ungefragt und kostenlos einen Cognac zum Kaffee bekam, da gehörten ein Teller mit gesäuerten Kapern, Meerfenchel, Streifen von frischen Paprikaschoten und Radieschen zur Sopa. Über die nach dem Servieren ein satter Schuss von originalem, oft hausgemachtem und nie erhitztem Olivenöl gegossen wurde. Nun ja, als ich neulich in einem Restaurant in Palma die Sopa Mallorquin bestellte, schaute mich die Kellnerin aus leeren Augen an – sie hatte nie davon gehört und selbst im „Can Gusti“, einer 120 Jahre alten Traditionskneipe zwischen Portocolom und Portocristo (wo mein Foto entstand), musste ich ohne Beilagen essen. Mit der schwachen Begründung, der Chef stamme aus Kastilien …

Sopa Mallorquin – aber bitte die echte!
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