Jakober

Ich habe ein Monument der Weisheit entdeckt …

… ES STEHT VOR DER HAUSTÜR VON SA BASSA BLANCA, dem fabelhaften Anwesen von Yannick Vu und Ben Jakober auf der Halbinsel Victoria, ist aus poliertem schwarzen Marmor (zumindest auf der Vorderseite), rund 1 m hoch und die Weisheit liegt in den eingravierten 2 Worten mit den 13 Buchstabern: EXPECT NOTHING. Was heißen soll: Je weniger du erwartest, desto weniger wirst du enttäuscht, oder: Wie kommst du darauf, dass ich was für dich tue? Oder: Sei mit dem Bescheidenen zufrieden, das ich dir anbiete! Es ist ein ideales Monument am Eingang jeder Finca, man müsste den Stein tausendfach kopieren und als Gebrauchsgegenstand der Gastlichkeit unter die Leute bringen. EXPECT NOTHING – ich denke, Ben wäre sicher bereit, mir die Weisheit zu überlassen, aber seine Kunstwerke sind leider zu teuer für mich, selbst mit einem kräftigen Freundschaftsrabatt.

P. S.: Als ich meinen Freund Ben um ein Foto seines Monuments bat, schrieb der göttliche Spötter mir eine Email mit nur 4 Buchstaben: NADA – so als hätte ich nichts zu erwarten! Aber das Foto kam dann doch …

Mein Freund Ben ist ein Genie!

… WEIL KEINER MIT SO FEINEM HUMOR PHILOSOPHISCHE KUNST PRODUZIEREN KANN! Ich meine natürlich meinen Freund Ben Jakober auf seinem Museumsbesitz Sa Bassa Blanca bei Port d’Alcudia. Ein Beispiel? Da liegt im Garten ein von ihm geschaffenes, steinernes Kissen mit einer Kopfdelle und auf einem kleinen Schild steht: „God slept here“Gott hat hier geschlafen. Welcher Gott? Egal, der Gott jedes einzelnen Betrachters. Was für eine Idee, was für ein wunderbar zum Nachdenken anregendes Kunstwerk! So simpel – und doch so doppel- und dreifachbödig. Ich hätte das Kissen gerne für meinen Garten, aber mein Freund Ben gibt es nicht her, und er tut dabei so geheimnisvoll, dass ich mir denken könnte, Gott habe tatsächlich in seinem Park auf diesem Kissen geschlafen …

Mallorca – ein Brathuhn?

Die Jakober-Krawatte …
… die Insel aus dem All …
… und ein echtes Brathuhn

DIESER POST ENTHÄLT KEINERLEI INFORMATION, aber vielleicht einen Anlass zum Lächeln! Denn als ich meine wunderbare Mallorca-Krawatte betrachtete, entworfen von dem noch wunderbareren, auf der Halbinsel Victoria lebenden britischen Künstler Ben Jakober, geschmückt mit vielen goldenen Umrissen der Insel auf königsblauem Grund, da fiel mir auf … – geografisch sieht Mallorca aus wie ein fliegendes Brathuhn! Um die Realität dagegenzuhalten, habe ich das Foto eines knusprigen Braten gesucht und gefunden. Und siehe da: Mallorca ist ein Brathuhn, wenn man es aus dem Weltall betrachtet! Zuviel Phantasie? Vielleicht, aber ohne Schaden anzurichten. Denn so wie die Ostsee aussieht wie eine betende Frau und der Iran wie eine Katze, so wirkt unsere Insel eben wie frisch vom Grill …

Es gibt was Neues auf Sa Bassa Blanca!

… UND ES IST

Der Franco-Bunker vom Meer aus …
… die Skulptur auf dem Dach …
… und das geheimnisvolle Innenleben

ATEMBERAUBEND! Ben Jakober & Yannick Vu haben einen alten Franco-Bunker, hoch über der Bucht von Alcudia, zu einem zweistöckigen Erlebnistempel (sie nennen das „Observatorium“) umgebaut – und auf das Dach eine weithin grüßende Eisenskulptur gesetzt! Man darf nicht allein hinauf, man muss geführt werden, und es ist nicht ganz billig: 30 Euro pro Person! Aber dafür bekommt man einen grandiosen Blick bis nach Menorca auf einer interessanten Wanderung über den Höhenzug dieser sonst verschlossenen, weil privaten Peninsula, sieht im Parterre eine rätselhafte Installation, eine filmische Inszenierung des täglichen Geschehens an einer mallorkinischen Küste (die man nicht begreift – wie funktioniert so etwas?), und im Kellergeschoß betritt man (sehr zögernd, so täuschend echt ist das gemacht!) das Meer in 1000 m Tiefe, raffiniert mit Lichtspielen in tiefster Dunkelheit gestaltet. Das ist ein neues Highlight für Inselbesucher, ein Muss für spesenreiche Kulturmenschen. Dazu muss man sich anmelden per Telefon (971/54 98 80) – oder auf die Website gehen (www.fundacionjakober.org). Die tägliche Besucherzahl ist auf maximal 8 Personen beschränkt und man sollte ganz gut zu Fuß sein mit entsprechendem Schuhwerk …

Ein gesuchter Zeichner – mit Society-Link …

So zeichnete Wambolt Sa Bassa Blanca …

ER HEISST NICOLAS (von) WAMBOLT, wurde in Mannheim geboren, wuchs in Mallorca auf, lebt bei Manacor, ist der Sohn von Prinzessin Loretta zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Chefin der Nobelherberge „La Reserva Rotana“, und wurde bekannt mit seinen Zeichnungen und Cartoons für internationale Blätter. Was er nahezu unnachahmlich kann, sind gezeichnete Aufsichten (sozusagen Luftaufnahmen) von komplizierten Anwesen. Damit komme ich zum Society-Link, denn als der wunderbare Ben Jakober so einen Vogelview für seine Sa Bassa Blanca-Museen benötigte, bestellte er ihn natürlich bei Nicolas Wambolt und ich zeige ihn hier. Eine feine Arbeit, alles drauf (bis auf das entferntere „Observatorio“), ein Kunstwerk bis ins letzte Detail – und nicht mal signiert. Weil die Kenner inzwischen eh wissen: Das kann nur ein Wambolt sein! Der hat natürlich noch viel mehr zu bieten, deshalb empfehle ich seine website wambolt-illustrator.com