Schweiz

Schweizer Briefmarke, erdacht in Corona-Zeiten …

… UND DA MUSS MAN EINEM KÜNSTLER EINIGE FREIHEITEN NACHSEHEN! Denn es kann gut sein, dass sich die Quarantäne auf schöpferische Migräne reimt – und Klaustrophobie auf Phantasie! Natürlich wird diese Briefmarke nie erscheinen, der nimmermüde Zürcher Innenarchitekt und Zeichner Max Reiser hat sie sich ausgedacht und gezeichnet, im postalischen Wert von 100 Rappen (oder meint er etwa Franken?), mit Mickymaus als Henker und dem weisen Spruch „Hass ist tödlich“, weswegen das Lachen der Comicfigur etwas heimtückisch wirkt. Jedenfalls ein echter Hin- gucker, wenn auch mit nebulösem Sinn, aber ein interessan- tes Produkt des kasernierten Lebens auf einer einsamen Finca an der Nordostküste unserer geliebten Insel …

 

 

Das Symbolbild der Seuche?

ICH DENKE, DAS IST ES – und wieder stammt es vom großartigen  Schweizer Künstler Max Reiser, den der Virus in St. Moritz erwischt hat und daran hinderte, die Feiertage und den Jahresrutsch auf seiner Finca in Mallorca zu verbringen. Aber da er zu den denkenden Kreativen gehört (und die Quarantäne hervorragend nutzt), hat er diesen 120 x 100 cm große Bild gemalt und „Ende des Leidens“ getauft. Kein unbedingt fröhliches Werk (da hat einer die Krankheitstage abgezählt, und zwar altersbedingt im Angesicht des Todes  …), aber heiter war das ganze Jahr nicht; und wenn man sich den Titel auf der Zunge zergehen lässt, dann könnte man das Gemälde als Epitaph auf Corona verstehen, und das macht doch Hoffnung …

Mallorca aus Schweizer Sicht – lohnend!

                           So sieht der Bucheinband aus …

EIN BUCH-TIPP: „Mallorca pintat“ von Markus Gasser. 2012 hat er es veröffentlicht, 46 Zeichnungen auf 104 Seiten mit kurzen Texten, in denen er ziemlich erfolgreich versucht hat, Mallorca zu charakterisieren. Gasser ist Professor für Städtebau und Siedlungsentwicklung, hat an der Bergischen Universität und in Darmstadt gelehrt und ist im Moment an der Hochschule in Rapperswil. Ein scharfer Beobachter, erstklassiger Zeichner – und kauziger Autor in, man möcht’s kaum glauben, sechs Sprachen (darunter natürlich Deutsch). Ergebnis: Ein bezauberndes Buch, lohnend selbst für alte Insel-Hasen. Es kostet bei Amazon und eBay 15.90 Euro (manchmal versandfrei).

MI MUSEU Diesmal: „Felanitx“ von Max Reiser

Ein Meister mit dem Bleistift …

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Eine ca. 50 x 40 cm große Bleistiftzeichnung des Schweizer Innenarchitekten und Zeichners Max Reiser, der halbe-halbe auf Mallorca lebt. Es ist eine feine Stadtansicht von Felanitx, er hat das Blatt in den frühen 90er-Jahren geschaffen – und mir geschenkt.

MI MUSEU Diesmal: Ein Gemaelde von Ruth Reiser

Eines ihrer seltenen Gemälde …

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Ein großformatiges Ölgemälde der Schweizer Bildhauerin und Objektkünstlerin Ruth Reiser. Sie ist eigentlich berühmt für ihre mystischen Gestalten im Stile von Niki de Saint-Phalle, aber ab und zu hat sie auch gemalt in der Vergangenheit und dieses Bild konnte ich ihr abschwatzen (sie ist meine Nachbarin auf Mallorca) und nun hängt es als Prunkstück im Schlafzimmer …

MI MUSEU Diesmal: Der „Fantasy-Reiter“ von Ruth Reiser

Wer reitet so spät durch … – die Macchia?

ICH HABE MIR EINE PRIVATE KUNSTSAMMLUNG ZUGELEGT, und jede Woche werde ich (solange der Bestand reicht), ein Stück vorstellen. Um Mut zu machen, denn es werden z. B. Hunderte von Mallorca-Gemälden von Malern aus mindestens 20 Ländern angeboten: Zeitgenossen und Alte Meister, Abscheuliche und Großartige, Kleine und Große. Aber ich kaufe nach einer strengen Regel: Kein Kunstwerk darf mehr als 100 Euro kosten und alle müssen ein Insel-Sujet zeigen! Das beherzige ich seit rund 20 Jahren und habe eine Sammlung von fast 200 Exemplaren zusammengebracht, meist Öl auf Leinwand, von Malern aus Deutschland, Spanien, Schweden, Dänemark, England, Frankreich, Irland u.v.a.. Jeder kann so eine Kollektion formen, die Preise haben zwar  seit 2010 gewaltig angezogen, aber man findet immer noch Schnäppchen, man muss nur suchen im Internet und auf Flohmärkten. Diesmal zeige ich: Eine der geheimnisvol- len Fantasy-Figuren der Schweizer  Künstlerin Ruth Reiser, deren Kreativität immer dann sprudelt, wenn sie auf ihrer Finca hoch über der Ostküste lebt. Der kleine Reiter auf einem gehörnten Tier ist aus dem aus vielen Zutaten gemixten Material, das sie für ihre Kunst erfunden hat, steht auf einem vergol- deten Stein und stammt von 2004. Meine Frau hat ihn mir zum 65. Geburtstag geschenkt. 

Zur Zeit die besten Mallorca-Bilder …

Max Reiser …
… sein Palma-Gemälde und …
… das Portocolom-Bild

ICH WEISS, DERLEI SUPERLATIVE SIND GEWAGT, aber ich erlaube mir hiermit, eine persönliche Ansicht einfließen zu lassen. Und es gibt ja wohl keinen ernsthaften Kritiker, der bestreitet, dass diese beiden Gemälde des Schweizer Maler Max Reiser ein künstlerischer Glücksfall sind! Exzellent gemalt, großartig in der Form, heiter in der Aussage, kritisch in der Symbolik – und als Pärchen an der Wand zur Zeit das Optimum an Mallorkinum, das man kaufen kann. Das Format der ungerahmten Leinwandbilder: ca. 130 x 80 cm. Der Preis: je um die 3900 Euro (beim Künstler selbst, ohne Galerist oder Makler). Im Mai 2017 sind/waren sie bei „Flor i Art“ auf der Gartenfinca Son Mudo bei Felanitx ausgestellt, Ende Mai entweder verkauft oder wieder auf der Reiser-Finca in den Bergen zwischen Felanitx und Manacor. Das eine Bild zeigt die sinkende Kathedrale von Palma mit der „Titanic“ („For Sale“). das andere den alten Teil von Portocolom, jenseits der Bucht mit den Fischerhäusern („Wolkenlos“), und je länger man diese dreidimensional wirkenden Kunstwerke anstarrt, desto mehr entdeckt man – und wenn man an einem weinseligen Abend sehr intensiv darauf schaut, dann meint man, es bewege sich etwas! Und es ist nicht so, dass dieser auch im Privatleben hintergründige Künstler das nicht beabsichtigt hätte …

Sind Sie nicht Lasartesse?

Lasartesse 1WENN MAN SICH IN TERRANOVA-MAGALUF HERUMTREIBT und Glück hat, dann begegnet einem ein Riese: Rene Lasartesse, der größte Catcher aller Zeiten. Weit über 2 m groß, auch wenn er jetzt auf die 90 zugeht, ein Schweizer (man glaubt’s kaum) und über 12 000 Mal (sagt er) hat er Ring gestanden. Als Vollprofi, so verzeichnet es die offizielle Website www.genickbruch.com, hat er zwischen 1954 und 1986 für die große Show 806 Kämpfe bestritten. Ich habe ihn oft gesehen in seiner besten Zeit, er war groißartig und immer Gentleman, ich habe ihn einige Male begleitet, diesen blonden Hünen mit dem sanften Gemüt des Alm-Öhi. Zum Ruhestand, den er viel zu spät begann, mit über 60, um noch bis zum letzten Tag Geld zu verdienen, hat er sich nach Mallorca zurückgezoge – in Fan-Kreisen unvergessen, eine Legende, die noch immer gefeiert wird im Internet. Beispielsweise für seine Ringschlachten mit Franz van Buyten, dem Vater des belgischen Fußballers Daniel van Buyten. Wer Lasartesse begegnet, spreche ihn ruhig an, er ist der Prototyp des gütigen Opas geworden, liebt freundliche Schwätzchen – und grüßen Sie ihn von mir!