… und wieder wabern die Hitzenebel …

DIE INSEL IST NOCH SOMMERLICH AUFGEHEIZT, die Erde glüht, und wenn sich der Morgentau niederschlägt, dann entstehen zusammen mit der Feuchtigkeit aus einem kleinen nächtlichen Nieselregen diese weiße Wolken am Boden, die – von oben betrachtet – ganze Landschaften, die Küste und ihre Hafenstädte in Watte verstecken. Das Phänomen Hitzenebel tritt besonders am frühen Morgen und in der Abenddämmerung auf. Und ich, der ich auf 212 m lebe, kann plötzlich Portocolom nicht mehr sehen, das sonst spielzeugartig ausgebreitet vor mir liegt, und der Himmel beginnt etwa 100 m von mir entfernt – und in der Tiefe. Ich habe plötzlich einen mallorkinischen Caspar David Friedrich live vor mir …

… und wieder wabern die Hitzenebel …
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