Vertreibung aus dem Paradies (Version 2.0)

Peter Eisenmann (grünes Hemd) kutschiert vierspännig durch seinen Garten Eden …

EINE DUNKLE WOLKE HÄNGT ÜBER DEM TAL HINTER FELANITX, zwischen dem Sant Salvador (509 m) und dem Mola de Fangar (318 m). Sie verdunkelt das Paradies Es Fangar des deutsch-schweizeri- schen Unternehmers Peter Eisenmann – und man hört Fürchterliches. Zerschlagen könnte der Besitz werden, weil er in den Mahlstrom der Insolvenz zu rutschen droht, die den Weltkonzern Eisenmann befallen hat. Die Eisenmanns, Peter & Sabine, möchten ihren Garten Eden bewahren, den sie aus wildem Brach- land schufen, das viele Jahrzehnte lang zur Müllhalde verkam – und es wäre ein Jammer für Mallorca, wenn es ihnen nicht gelänge. Mit dem alten Schloss, den prachtvollen Gästevillen, dem Gestüt, dem Weinberg, der Ölmühle, der Erlebnis-Imkerei, dem Naturschutzgebiet für Tiere, die sonst weit und breit nicht mehr vorkommen, dem puren Öko-Fincashop, dem Jagdmuseum, den Kunstsammlungen, den stillen Wanderwegen, der eigenen (öffentlichen) Schule und so weiter und so weiter. Selten hat ein Ehepaar einer ganzen Landschaft so wohl getan und für mich sind sie die vorbildlichsten Deutschen (Schwaben mit Schweizer Pass) auf Mallorca. Stückweise, so vernehme ich, sollen jetzt Juwelen aus dem Paradies gebrochen werden und der Erlös in die Pleite einfließen. Bitte, nicht! Ich würd‘ sogar was spenden, um Es Fangar zu retten …

Vertreibung aus dem Paradies (Version 2.0)
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