Von wegen es gibt keinen Nebel!

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SELBST DER OLLE ERZHERZOG HAT ANNO DUNNEMAL GESCHRIEBEN: „Nebel treten sehr selten auf und meistens nur in den gebirgigen Theilen …“. Da muss sich was geändert haben seitdem, denn ich bin in auf der Insel in Watte geraten, die so dicht war, dass ich mir überlegt habe, nicht mehr weiterzufahren. Eines Tages, ich hatte mir erlaubt, in der „Reserva Rotana“ zu übernachten, wollte ich heim, fuhr aus dem Hof in die Straße raus – und war umhüllt von Nebel! Das ganze Tal in Richtung Manacor war voll davon. Das sah, von oben, grandios aus, aber als ich eintauchte, blieb mir alles weg – der Blick, die Straße, die Richtung und die Spucke. Ich konnte nur noch Hinkeschritt fahren, bei voller Beleuchtung, und schließlich gab ich auf, wendete mühsam und fuhr zurück zu einem zweiten Frühstück. Was blieb mir übrig? Es war 8 Uhr morgens und ein kalter Dezembertag. Man muss also mit Nebel rechnen im Winter, selbst in Katastrophenform: Im März 2002 musste ein deutscher Wanderer aus einem Trockenflussbett bei Andratx befreit werden, er hatte sich im Nebel verlaufen, sein Hund war bereits tödlich abgestürzt. Und im April 2007 legte Nebel sogar den Flughafen lahm. Ach, übrigens: Auf Mallorca gibt es auch noch den sogenannten „Sonnennebel“, das ist ein diesiges Sommer-Phänomen, als sei ein weißes Wölkchen auf der Erde gelandet …

Von wegen es gibt keinen Nebel!
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